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Tastenhebelregistrierkasse mit drehbaren Anzeigetrommeln Von der bei
Tastenhebelregistrierkassen bekannten Verwendung drehbarer Anzeigetrommeln wurde
bei solchen Kassen bisher hauptsächlich aus dem Grunde abgesehen, weil die Einstellung
in sehr kurzer Zeit, nämlich während des Niederdrückens eines Tastenhebels der zugehörigen
Tastenhebelgruppen, erfolgen muß. Hat dabei die Anzeigetrommel einen großen Weg
zurückzulegen, soll sie also z.B. aus ihrer Nullstellung in die Stellung »9« gebracht
werden, so wird ihr .während des schnellen Niederdrückens des entsprechenden Tastenhebels
eine erhebliche Beschleunigung erteilt, die plötzlich abgebremst und vernichtet
werden muß. Diese Tatsache stellt erhebliche Anforderungen an die Ausbildung der
Einstellvorrichtung für die Anzeigetrommeln, wenn eine einwandfreie Einstellung
der Anzeigetrommeln erreicht werden soll. Diese Schwierigkeiten sind gemäß der Erfindung
dadurch behoben, daß die gedrückten. Tastenhebel während ihres ersten Bewegungsabschnitts
sowohl die Einstellglieder, auf die die Einstellung der Schaltrahmen übertragen
wird, als auch die mit den Anzeigegliedern verbundenen Zahnritzel freigeben und
wieder sperren.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt,
und zwar bedeutet Fig. i eine Seitenansicht eines Querschnitts durch die Maschine,
Fig.2 eine Seitenansicht der Steuereinrichtung für die Sperrglieder der Einstellsegmente
für die Anzeigetrommeln, Fig.3 das Schaltwerk in perspektivischer Ansicht und Fig.
4 eine Seitenansicht der Steuereinrichtung für die Sperrglieder der Anzeigerollen.
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Die Einrichtung zum Einstellen der Anzeigerollen ist so ausgebildet,
daß die Anzeigerollen von der Lage, die sie vom letzten Kassengang her einnehmen,
unmittelbar in ihre neue Stellung übergeführt werden. Zu diesem Zweck ist es nötig,
die Einstellung des bekannten Schaltrahmens 59,6o, dessen Stange 59 mit den am hinteren
Ende der Betragstastenhebel befindlichen Schlitzen 58 zusam= menarbeitet, auf ein
Segment 130 (Fig. 1, 3) zu übertragen, auf dessen Umfang eine Sperrverzahnung zum
Zusammenwirken mit Sperrbügeln 131 vorgesehen ist. Diese Übertragung erfolgt
in bekannter Weise mittels zweier Stangen 133 und 13q., die an bei 138 drehbaren
Schwingarmen 136 aufgehängt sind. Die beiden oberen Enden der Stangen 133 und 134
sind durch einen Stift 140 miteinander verbunden, der durch einen Kurvenschlitz
141 des einen Schaltsegments 6o und durch eine herzförmige Öffnung 142 des Segments
13o
hindurchragt. In den auf der Welle i i i befestigten Antriebsarmen 145 für die Stangen
133 und 134 befinden sich Schlitze 143, in die Stifte 147 der Schwingarme
136 eingreifen. Durch Anheben des Tastenverbinders 55 beim Drücken einer
Betragstaste werden die Stangen 133 und 134 durch die Schlitze 143 rückwärts verschoben.
Hat die Stange 133 ihre rückwärtige Endlage erreicht, so trifft ihre zugeschärfte
Nase 149 in eine der Aussparungen, die entsprechend den. möglichen Einstellungen
in ein Bogenstück 150 eingearbeitet sind. Hierdurch wird erreicht, daß die Stangen
133 und 134 keine Zwischenstellungen einnehmen können.
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Bevor die Segmente 130 in ihre neue Stellung gebracht werden
können, müssen die Sperrbügel 131 aus der Sperrverzahnung entfernt werden. Dies
geschieht mit Hilfe einer Feder 153 (Fig.2), die den auf der Welle 132
befestigten
Hebel 156 im Gegenzeigersinn zu drehen sucht. Diese Drehung wird jedoch normalerweise
durch einen Haken 158 eines mehrarmigen Steuerhebels 159 verhindert. Der Steuerhebel
159 wird von der Tastenverbinderwelle i i i aus eingestellt. Ein um den Drehzapfen
139 eines zweiten Schwingarmes 137 für die Stangen 133 und 134 drehbarer Hebel 164
ist durch eine Stange 161 mit einem auf der Welle i i i befestigten Arm 162 verbunden.
Wird der Hebel 164 beim Drükken einer Betragstaste im Uhrzeigersinn gedreht, trifft
die obere Fläche der Abbiegung eines mit dem Hebel 164 durch eine Feder verbundenen
Bügels- 165 auf einen Stift 167 des Steuerhebels 159 und dreht diesen entgegent
der Kraft einer Feder 169 ebenfalls im Uhrzeigersinn, wodurch der Haken 158 von
dem Arm 157 der Welle 132 abgehoben wird. Nunmehr kann sich die Welle 132 unter
Wirkung der Feder 153 im Gegenzeigersinn drehen, wodurch auch die Sperrarme 13i
die Segmente 130 verlassen. Die Gegenzeigerdrehung des Armes 155 des Hebels
156 dauert so lange, bis ein Fortsatz auf eine die Stange 151 umgebende Hülse 171
trifft. Sobald die Abbiegung des Bügels 165 den Stift 167 verlassen hat, dreht die
Feder 169 den Steuerhebel 159 im Gegenzeigersinn, der Haken 158 gelangt nun aber
unterhalb des Armes 157 der Welle 132, da ja dieser unter Wirkung der Feder 153
seine Normallage verlassen hat. Bei dieser Stellung der Teile können die Segmente
13o entsprechend der gedrückten Betragstaste eingestellt werden. Haben der Tastenverbinder
55 und damit die Antriebsarme 145 und 146 für die Stangen 133 und 134 ihren vollen
Hub ausgeführt, ist auch eine am Schwingarm 137 drehbar befestigte und durch die
Stange 151 geführte gabelförmige Stange 173 so weit nach links geschoben (Fig.2),
daß sie auf einen Stift 174 des Armes 155 trifft und den Hebel 156 mit der Welle
132 und den Sperrarmen 131 im Uhrzeigersinn dreht. Dadurch werden die Sperrglieder
131 mit der Sperrverzahnung der Segmente 130 wieder in Eingriff gebracht.
Gleichzeitig bringt der Arm 157 des Hebels 156 den Steuerhebel 159 in seine normale
Lage zurück und läßt auch den Haken 158 seine Sperrstellung wieder einnehmen. Es
erscheint jedoch zweckmäßig, die Rückkehr des Hakens 158 in die Sperrstellung nicht
allein durch die Feder 169 kraftschlüssig herbeizuführen, sondern überdies noch
formschlüssig zu erzwingen. Dies wird mittels eines Stiftes i8o erreicht, der gegen
Ende der Drehung des Hebels 164 auf einen Arm 182 des: Steuerhebels 15,9 auftrifft
und diesen im Gegenzeigersinn bewegt. Das Wirksamwerden des Stiftes 18o ist jedoch
nur als Sicherheitsmaßnahme gedacht. Normalerweise wird der Steuerhebel 159 unter
Wirkung der Feder 169 seine wirksame Stellung schon wieder eingenommen haben, bevor
der Stift 18o auf den Arm 182 treffen kann. Nur für den Fall, daß der Steuerhebel
159 hängenbleibt, kommt der Stift 18o zur Wirkung.
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Kehrt der Tastenverbinder 55 nach Aufhören. des Drucks auf die Betragstasten
in seine Ruhelage zurück, dreht sich der Hebel 164 im Gegenzeigersinn. Dabei trifft
die untere Fläche der Abbiegung des Bügels 165 auf den Stift 167, wodurch der Bügel
165 entgegen der Kraft der ihn in -seiner Normallage haltenden Feder im Gegenzeigersinn
gedreht wird. Diese Feder zieht ihn, nachdem die Abbiegung den Stift 167 verlassen
hat, in seine Normallage zurück.
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Das auf die beschriebene Weise eingestellte und in seiner eingestellten
Lage gesicherte Segment 130 ist durch eine Stange 183 mit einem um die Welle 185
drehbaren Bügel 186 verbunden, dessen einer Arm 187 mit einem Zahnsegment 188 versehen.,
ist. Das Segment 188 steht mit dem mit der Anzeigerolle 38. verbundenen Ritze1189
in Eingriff. Damit jedoch eine Drehung des Ritzels 189 möglich ist, müssen vorher
die Sperrarme igo, die in die Ritzel 189 eingreifen,. ausgerückt werden. Die Bewegung
der auf der Welle igi befestigten Sperrarme igo wird durch folgende Einrichtung
gesteuert: Ein lose auf der Welle 40 sitzender Antriebsarm 193 (Fig. 4) trägt einen
Steuerbügel 192, dessen Abbiegung 199 auf den Stift 194 eines auf der Welle igi
befestigten Armes 195 wirkt. Der den Steuerbügel 192 tragende Antriebsarm 193 ist
durch eine Stange 197 mit einem auf der Tastenverbinderwelle i i i befestigten Arm
198 verbunden. Infolge dieser Verbindung wird beim Drücken
einer
Betragstaste der Antriebsarm 193 mit dem Steuerbügel ig2 im Gegenzeigersinn gedreht,
so daß die Abbiegung igg mittels des Stiftes 194 den Arm 195 und damit die Welle
igi im Uhrzeigersinn dreht, aber nur so lange, wie der aufsteigende kürzere Teil
der Abbiegung igg auf den Stift 194 einwirkt. Der längere, mit der Welle 40 konzentrische
Teil der Abbiegung igg hält die Sperrarme igo in ihrer unwirksamen Lage. Verläßt
bei noch weiterer Drehung des Armes 193 die Abbiegung rgg den Stift 194, so dreht
sich der Arm 195 und damit die Welle igi unter Wirkung ihrer Belastungsfeder i96
im Gegenzeigersinn, und die Sperrarme igo nehmen ihre Sperrstellung wieder ein.-
Bei der Rückkehr des Antriebsarmes 193 in seine Normalstellung gleitet die untere
Fläche der Abbiegung igg über den Stift 194, wodurch der Steuerbügel 192 entgegen
der Kraft seiner Feder 2ö7 um seinen Drehzapfen im Uhrzeigersinn gedreht wird, aber
nur so weit, wie es der Schlitz 2o6 zuläßt, in den ein Stift 205
des Antriebsarmes
193 hineinragt. Hat die Abbiegung ig:9 den Stift 194 verlassen, so wird der Steuerbügel
192 durch seine Feder 2o7 in seine Ruhelage zurückgebracht.