DE587349C - Schaltungsanordnung fuer elektrische Schalteinrichtungen, bei denen stoerende Kondensatorstroeme unschaedlich gemacht werden - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer elektrische Schalteinrichtungen, bei denen stoerende Kondensatorstroeme unschaedlich gemacht werden

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DE587349C
DE587349C DES86955D DES0086955D DE587349C DE 587349 C DE587349 C DE 587349C DE S86955 D DES86955 D DE S86955D DE S0086955 D DES0086955 D DE S0086955D DE 587349 C DE587349 C DE 587349C
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relay
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earth
circuit
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0016Arrangements providing connection between exchanges

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für elektrische Schalteinrichtungen, bei denen schädliche Kondensatorströme unwirksam gemacht werden. Sie bezweckt, die bei bestimmten Schaltvorgängen auftretenden Kondensatorströme für im Kondensatorstromkreis liegende - Schaltvorrichtungen ohne Verwendung zusätzlicher Verzögerungseinrichtungen (mechanisch oder elektrisch) unschädlich zu machen, und erreicht dies dadurch, daß die bei Beeinflussung einer bestimmte Schaltvorgänge einleitenden Schalteinrichtung auftretenden Kondensatorströme durch einen über die Kontakte dieser Schalteinrichtung vorübergehend herbeigeführten Nebenschluß zu einer für andere Zwecke benötigten Schaltvorrichtung unschädlich gemacht werden, um deren vorzeitige Betätigung durch die Kondensatorströme zu verhindern.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung sei eine Verbindung zwischen den Teilnehmern Tn und Tn1 beschrieben. Diese Verbindung verläuft über einen Vorwähler VW, einen ersten Gruppenwähler GW, einen zweiten Gruppenwähler GPF1 und einen Leitungswähler LW. Die zwischen dem ersten Gruppenwähler GW und einem zweiten Gruppenwähler GW1 liegende Verbindungsleitung VL ist eine zweiadrige Verbindungsleitung.
Hebt der Teilnehmer Tn1 zwecks Herstellung einer Verbindung mit dem Teilnehmer Tn seinen.Hörer ab, so wird das Relais R erregt über: Erde, Relais R, Kontakt 2 t, Teilnehmer Tn, Kontakt 3t, Widerstand Wi, Batterie, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 1Jr wird der Drehmagnet D0 des Vorwählers VW erregt über: Erde, Batterie, Kontakt ?r, Drehmagnet D0, Kontakt 8t, Relaisunterbrecher RU, Erde. Der ■ Vorwähler schaltet so lange fort, bis er eine freie Verbindungsleitung gefunden hat. Ist eine solche erreicht, so kommt folgender Stromkreis, zustande: Erde, Batterie, Kontakt 6r, Wicklungen II und I des Relais T, c-Arm des Vorwählers VW, Widerstand Wi, Kontakte 11.«, 13 v, Kopfkontakt 14A des Gruppenwählers GW, Wicklung I des Relais A, Erde. In diesem Stromkreise sprechen die Relais T und A an. Durch Öffnen der Kontakte 2t und ^t wird der Erregerstromkreis des Relais R aufgetrennt und die Anschlußleitung auf die Schaltarme α und b des Vorwählers VW durchgeschaltet. Durch Schließen des Kontaktes 51 wird die hochohmige Wicklung II des Relais T kurzgeschlossen, so daß der Gruppenwähler GW gegen jede weitere Belegung gesperrt ist. Gleichzeitig mit der Erregung des Relais T erfolgt eine Stillsetzung des Vorwählers VW, da der Erregerkreis des Drehmagneten D0 sowohl am Kontakt 77 als auch am Kontakt 8 t aufgetrennt ist. Nach Erregung des Relais A wird der Kontakt 11« geöffnet, so daß durch Aufhebung des Kurzschlusses über diesen Kontakt das Relais C in dem schon beschriebenen Stromkreise des Relais T erregt wird. Der Haltekreis des Re-
lais A verläuft nach der Durchschaltung der Anschlußleitung über: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais A, «-Arm des Vorwählers VW, Kontakt zt, Teilnehmer Tn, Kontakt 4t, δ-Arm des Vorwählers VW, Drosselspule Dr, Erde.
Sendet der Teilnehmer Tn zur Einstellung des Gruppenwählers GW auf die .gewünschte Dekade Stromstöße aus, so wird das Relais A stoßweise über die Schleife der Anschlußleitung aberregt. Demzufolge kommt folgender Erregerkreis für den Hubmagneten H des Gruppenwählers GW zustande: Erde, Batterie, Hubmagnet H, Wellenkontakt 29 w des Gruppenwählers GW, Kontakt 30^, Wicklung II des Relais V, Kontakte 28c, 26a, Erde. Der Hubmagnet H wird stoßweise in diesem Kreise bei jedem Abfall des Relais A erregt. In demselben Stromkreise erfolgt eine Erregung des Relais V, welches aber während der ganzen stoßweisen Erregung des Hubmagneten H ununterbrochen erregt bleibt, da es infolge Kurzschlusses seiner Wicklung I als -Verzögerungsrelais arbeitet. Nach dem ersten Hubschritt des Gruppenwählers GW wird der Kopf kontakt 23^ geschlossen, so daß der Stromkreis für den Drehmagneten D des Gruppenwählers GW vorbereitet ist. Fällt nach Ablauf der Stromstoßreihe das Relais V ab, so kommt ein Erregerstromkreis für den Drehniagneten D des Gruppen-Wählers GW zustande über: Erde, Batterie, Drehmagnet D, Kontakt 22», Kopf kontakt 23 k, "- Kontakt 25ft, Erde. Der Gruppenwähler GW dreht seine Schaltarme um einen Schritt. Ist die erreichte Verbindungsleitung belegt, so erfolgt eine abermalige Fortschaltung des Gruppenwählers, nachdem infolge Erregung des Relais V über: Erde, Kontakt 31 d, Wicklung I des Relais V, Hubmagnet H, Batterie, Erde der Erregerkreis des Drehmagneten D am Kontakt 2.2» aufgetrennt wurde. In diesem Stromkreise erfolgt keine Erregung des Hubmagneten H. Ist die durch den zweiten Drehschritt des Gruppenwählers GW erreichte Verbindungsleitung frei, .so kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Kontakt 38c, 37a, Wicklungen II und I des Relais P, C2-Arm des Gruppenwählers GW, Kontakt 44/" Wicklung II des Relais C1, Batterie, Erde. In diesem Stromkreise sprechen die Relais P und C1 an. Durch Öffnen des Kontaktes 25 ft wird der Drehmagnet D des Gruppenwählers GW aberregt, so daß keine weitere Fortschaltung des Gruppenwählers GW erfolgt. Durch Schließen der Kontakte 20^> und 2i/> werden die Adern Ct1 und b1 auf die Schaltarme a2 und b2 des Gruppenwählers GW durchgeschaltet. Durch Schließen des Kontaktes 36ft wird die hochohmige Wicklung II des Relais P kurzgeschlossen und somit die Verbindungsleitung gegen jede weitere Belegung gesperrt. Nach Erregung des Relais C1 über seine Wicklung II wird ein Erregerkreis für das Relais F geschlossen über: Erde, Kontakt Hc1, Relais F, Batterie, Erde. Dieses Relais öffnet seinen Kontakt 44/", so daß der Haltekreis des Relais C1 jetzt auch über die Wicklung I verläuft.
Über den Gruppenwähler GW wird die zweiadrige Verbindungsleitung VL und über diesen der Gruppenwähler GW1 erreicht. Sendet jetzt der Teilnehmer zur Einstellung dieses Gruppenwählers die zweite Stromstoßreihe aus, so wird wiederum das Relais A den Stromstößen entsprechend stoßweise aberregt. Durch die stoßweise Aberregung des Relais A kommt eine stoßweise Erregung des Relais A1 zustande über: Erde, Kontakte 18 c, 19«, 20^>, a2-Arm des Gruppenwählers GW, Wellenkontakt 45 W1 des Gruppenwählers GW1, Wicklung I des Relais A1, Batterie, Erde. Durch diese stoßweise Erregung des Relais A1 wird der Hubmagnet H1 des Gruppenwählers GW1 in derselben Weise stoßweise erregt über: Erde, Batterie, Hubmagnet Ji1, Kontakt 63^1, Wellenkontakt 64W1 des Gruppenwählers GW^1, Kontakt 62 δ, Erde. Gleichzeitig hiermit erfolgt eine Erregung des Relais P1 über: Erde, Kontakt 626, Wellenkontakt 64^1, Kontakt 63Cu1, Wicklung III des Relais P1, Batterie, Erde. Das Relais P1 bleibt während der ganzen Stromstoßreihe ununterbrochen erregt, da es infolge Kurzschlusses seiner Wicklung II in dem Kreise: Erde, Kontakt 58 δ, Wicklung II des ReIaIsP1, Kontakt 57^1, Erde als Verzögerungsrelais arbeitet. Beim ersten Hubschritt des Gruppenwählers GIs-F1 wird der Kopfkontakt 59A1 geschlossen, so daß der Erregerkreis de's Drehmagneten D1 vorbereitet ist. Fällt nach Ablauf der Stromstoßreihe das Relais P1 ab, so wird der Drehmagnet D1 des Gruppenwählers GPF1 erregt über: Erde, Batterie, Drehmagnet D1 des Gruppenwählers GW1, Kopfkontakt 59A1, Kontakte 60^1, 6Ie1, too Erde. Durch Schließen des Kontaktes 54^1, der vom Drehmagneten D1 betätigt wird, erfolgt eine Erregung des Relais A1 über: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais A1, Kontakt 54^1, Kopf kontakt 55A1, Erde. Durch öffnen des Kontaktes 6Ia1 wird der Stromkreis des Drehmagneten JD1 aufgetrennt und der Gruppenwähler GW1 stillgesetzt. Gleichzeitig hiermit erfolgt infolge öffnens des Kontaktes 54^1 nach Aberregung des Drehmagneten D1 eine Aberregung des Relais A1. Ist die von dem Gruppenwähler GIT1 erreichte Verbindungsleitung belegt, so kommt wiederum ein Erregerkreis für den Drehmagneten D1 infolge Schließens des Kontaktes 6Ia1 zustande. Dieses wechselseitige Spiel zwischen dem Drehmagneten D1 und dem Relais ^1 wird so lange fortgesetzt, bis von dem Gruppenwähler GW1 eine freie Verbindungsleitung erreicht ist. Ist eine solche gefunden, so kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Kontakt 58 b, Wicklungen II und I des Relais P1, c4-Arm des Gruppenwählers GW1, c5-Ader,
Kopf kontakt 73A2 des - Leitungswählers LW1 Wicklung II des Relais C2, Batterie, Erde. In diesem Stromkreise sprechen die Relais P1 und G2 an, so daß infolge Auftrennung des Kontaktes 60^1 keine weitere Erregung des Drehmagneten D1 des Gruppenwählers GW1 erfolgt. Durch Schließen des Kontaktes 57^1 wird die hochohmige Wicklung II des Relais P1 kurz-'geschlossen und so der Leitungswählers LW
ίο gegen jede weitere Belegung gesperrt. Die Durchschaltung der Verbindungsleitung VL auf die Adern a5 und bB erfolgt durch Schließen der Kontakte 46^1 und 48^1.
Sendet der Teilnehmer Tn zur Einstellung des Leitungswählers LW die dritte Stromstoßreihe aus, so erfolgt jetzt entsprechend der stoßweisen Aberregung des Relais A eine stoßweise Erregung des Relais A 2 im LeitungswählerLW über: Erde, Kontakte 18c, 19«, 20^>, «2-Arm des Gruppen-Wählers GW, Kontakte 46^1, '47^r1, «3-Ader, «4-Arm des Gruppenwählers GW1, «5-Ader, Relais A2, Batterie, Erde. Dieser stoßweisen Erregung des Relais A2 folgt entsprechend eine
. stoßweise Erregung des Hubmagneten H2 des Leitungswählers L W über: Erde, Kontakt 71 a2, Wicklung I des Relais V1, Kontakt 70 u, Wellenkontakt 69 w2 des Leitungswählers L W, Hubmagnet .H2, Batterie, Erde. In diesem Stromkreise erfolgt gleichzeitig eine Erregung des Relais V1, welches während der ganzen Stromstoßreihe erregt bleibt, da es infolge Kurzschlusses seiner Wicklung II über den Kontakt 72^2 bei dem stoßweisen Abfall des Relais A2 als Verzögerungsrelais arbeitet. Fällt nach Ablauf der Stromstoßreihe das Relais V1 ab, so erfolgt . eine Erregung des Relais U über: Erde, Kopfkontakt 68A2 des Leitungswählers LW, Kontakte 67^1, 66 ca, Wicklung II des Relais U, Wellenkontakt 69^2 des Leitungswählers LW, Hubmagnet H2, Batterie, Erde. Der Hubmagnet H2 spricht in diesem Stromkreise infolge der hochohmigen Wicklung II des Relais U nicht an.
Sendet jetzt der Teilnehmer zur Einstellung
+5 des Leitungswählers LW auf die Anschlußleitung des gewünschten Teilnehmers Tn1 die letzte Stromstoßreihe aus, so erfolgt entsprechend der stoßweisen Erregung des Relais A2 eine Erregung des Drehmagneten D2 des Leitungs-Wählers LW über: Erde, Batterie, Drehmagnet D2 des Leitungswählers LW, Kontakte
97«, Wicklung I des ReIaIsF1, Kontakt
Erde. Auch während dieser Stromstoßreihe
. - arbeitet das Relais VL in der schon beschriebenen Weise als: Verzögerungsrelais. 'Wird von dem Schaltarm a7, δ7 des Leitungswählers LW die gewünschte Anschlußleitung erreicht, so kommt nach Aberregung des Relais V1 folgender
:; Stromkreis zustande: Erde, Kontakte 9Oc2, 8gu,
öo 88%, Wicklungen I und II des Relais P2, c,-Ann des Leitungs Wählers L l'P', Widerstand Wi; Batterie, Erde. In diesem Stromkreise spricht das Relais P2 an und legt sich in einen Haltestromkreis über: Erde, Kontakte 92C2, 91^2, Wicklung II des Relais P2, c7-Arm des Leitungswählers LW, Widerstand Wi, Batterie, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 79^ erfolgt eine abermalige Erregung des Relais V1 über: Erde, LangsamunterbrecherLU, Kontakt 86 m, Wicklung II des Relais V1, Kontakte 78 y, 79^2, Drehmagnet D2, Batterie, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 94W1 wird, nachdem die Adern a5, b5 durch Schließen der Kontakte 95^2 und 96^2 auf die Anschlußleitung des gewünschten Teilnehmers durchgeschaltet sind, die Rufmaschine RM an die Anschlußleitung zum Teilnehmer Tn1 angeschaltet. Fällt jetzt auch das Verzögerungsrelais U, nachdem der Erregerkreis an dem Kontakt 87W1 geöffnet wurde, ab, so wird die Wicklung III des Relais F1 durch öffnen des Kontaktes 86 u und Schließen des Kontaktes 85« unter den Einfluß des Fünfsekundenschalters gebracht. Es wird demzufolge das Relais F1 in dem schon beschriebenen Stromkreise über den Scljaltarm des Fünfsekundenschalters 5" erregt, so daß dementsprechend alle 5 Sekunden durch Schließen des Kontaktes 94W1 die Rufmaschine an die Anschlußleitung des Teilnehmers Tn1 angeschaltet wird. Der Drehmagnet D2 spricht in dem Erregerkreise der Wicklung III des Relais F1 nicht an. Meldet sich der Teilnehmer Tn1, so erfolgt eine Erregung des Relais Y über: Erde, Wicklung I des Relais Y, Kontakt 96^2, &6-Ader, &7-Arm des Leitungswählers LW, Teilnehmer Tw1, a ,-Arm des Leitungswählers L W, ao-Ader, Kontakte 95 ^2, 93 «i, Wicklung II des Relais Y1-Batterie, Erde. Durch öffnen des Kontaktes j8y wird der Erregerkreis des Relais F1 aufgetrennt; durch Schließen des Kontaktes 77 y kommt fol- , gender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Drehmagnet D2 des Leitungswählers L W, Kontakte 79^2, 77y, Wicklung III des Relais P2, 6B-Ader, 54-Arm des Gruppenwählers GW1, &3-Ader, Kontakte 48^1,49^r1, ReMsZA1, Kopfkontakt 55 U1 des Gruppenwählers GW1, Erde. In diesem Stromkreise erfolgt nur eine Erregung des Relais ZjR1, das sich in einen Haltekreis legt über: Erde, Kopf kontakt 55A1 des Gruppenwählers GW1, Relais ZR1, Kontakt5OiT1, Widerstand Wia, Batterie, Erde.
Durch die Anlegung eines Potentials an die Ader bs wird der in der Leitung liegende Kondensator K aufgeladen. Würde jetzt beim An- "5 sprechen des Relais ZiJ1 der Kontakt 53Zr1 geschlossen werden, so würde, da der Kondensator K jetzt kurzgeschlossen wird, eine Entladung desselben über Relais B, Kontakt 53^1, Widerstand Wi1, Batterie, Erde erfolgen. Durch diesen Kondensatorentladestrom würde das Relais B, welches infolge der langen Verbin-
dungsleitung VL ein hochempfindliches Relai sein muß, erregt werden, und da es das Auslöserelais für den Verbindungsaufbau ist, eine Auslösung der Verbindung herbeiführen. Dieses Ansprechen des Relais B auf den Entladestrom des Kondensators K wird nun dadurch vermieden, daß, bevor der Kontakt 52^r1 geöffnet wird, schon der Kontakt 51^1 geschlossen ist, so daß etwaige Entladeströme des Kondensators K das Relais B, das jetzt kurzgeschlossen ist, nicht beeinflussen können. Diese Kontaktdifferenz muß so groß sein, daß der Kontakt 523T1 erst geöffnet wird, nachdem die Entladeströme des KondensatorsiT abgeflossen sind. Die Teilnehmer Tn und Tn1 befinden sich jetzt in einer Sprechverbindung, wobei der Speisestrom für den Teilnehmer Tn über die Wicklung II des Relais A verläuft und die Speisung für den Teilnehmer Tn1 über die ao Wicklungen I und II des Relais Y erfolgt.
Legen nach Gesprächsschluß die Teilnehmer ihre Hörer auf, so erfolgt infolge Unterbrechung der Leitungsschleife eine Aberregung der Relais A und Y. Durch Schließen des Kontaktes Jxa. wird das Relais C kurzgeschlossen, so daß jetzt durch Schließen des Kontaktes 17 c folgender Stromkreis zustande kommt: Erde, Kontakt 17c, RelaisZR, Kontaktarm, 52-Arm des Gruppenwählers GW, Kontakt 39C1, Relais B, Kontakt 53^r1, Widerstand Wi1, Batterie, Erde. In diesem Stromkreise sprechen die Relais ZR und B an. Über den Kontakt gzr wird ein Erdpotential an den c-Arni des Vorwählers VW angeschaltet, so daß der Zähler Z des Teilnehmers Tn, der vorher infolge Strommangels als Nebenschluß zu der Wicklung I des Relais T nicht ansprechen konnte, erregt wird. Eine Fortschaltung des Vorwählers VW nach Aberregung des Relais C kann noch nicht erfolgen, da der Haltekreis des Relais .T über den Kontakt τοφ bis zur Vollendung der Zählung aufrechterhalten wird. Fällt jetzt das Relais P infolge Kurzschlusses seiner Wicklung I über den Kontakt 35 c ab, so wird infolge Öffnens des Kontaktes 10 ft der Haltestromkreis des Relais T aufgetrennt, so daß der Vorwähler VW infolge Erregung seines Drehmagneten D0 über: Erde, Batterie, d-Aim des Vorwählers VW, Drehmagnet D0, Kontakt 81, Relaisunterbreeher RU, Erde in die Ruhelage fortgeschaltet wird. Mit der Aberregung des Relais P kommt eine Aberregung des Relais C1 zustande, so daß durch Öffnen des Kontaktes 41C1-auch das Relais F stromlos wird. Im Gruppenwähler GPF1 wird die Wicklung des Relais P1 durch Schließen des Kontaktes 56 ο bei der Erregung des Relais B kurzgeschlossen, so daß dieses abfällt, und eine Erregung des Drehmagneten D1 des Gruppenwählers GW1 erfolgt über: Erde, Batterie, Drehmagnet D1, Kopfkontakt 59^i des Gruppenwählers GW1, Kontakte 60^1, 61Ct1, Erde. Durch Erregung des Drehmagneten D1 erfolgt eine Erregung des Relais ^1 über: Erde, Kopf kontakt 55A1 des Gruppenwählers GPF1, Kontakt 54^1, Wicklung II des Relais A1, Batterie, Erde. Durch Auftrennen des Kontaktes 61% wird der Drehmagnet D1 aberregt, so daß hierauf auch durch öffnen des Kontaktes 54^1 eine Aberregung des Relais A1 erfolgt. Demzufolge kommt eine abermalige Erregung des Drehmagneten D1 zustande, was wiederum eine Erregung des Relais A1 zur Folge hat. Das wechselseitige Spiel zwischen dem Drehmagneten D1 und dem Relais A1 wird so lange fortgesetzt, bis der Gruppenwähler GPF1 seine Ruhelage erreicht hat und demzufolge eine Erregung des Drehmagneten D1 durch öffnen des Kopfkontaktes 59A1 unmöglich ist. Durch Öffnen des Kopfkontaktes 55A1 wird das Relais ZR1 stromlos.
Nach der Aberregung des Relais P1 kommt außerdem eine Aberregung des Relais C2 zustande, so daß durch Öffnen des Kontaktes 92C2 auch das Relais P2 stromlos wird. Es erfolgt jetzt eine Erregung des Relais D2 des Leitungs-Wählers £PF über: Erde, Batterie, Drehmagnet D2, Kontakte 8oji>2, 81M, 82C2, 83O1, Kopfkontakt 84A2 des Leitungswählers JLPF, Erde. Bei Erregung des Drehmagneten D2 kommt eine Erregung des Relais U durch Schließen des go Kontaktes65d% zustande über: Erde, Kopfkontakt 68A2 des Leitungswählers L W, Kontakte 67%, 65 d2, Wicklung III des Relais U, Batterie, Erde. Durch öffnen des Kontaktes 8« wird der Drehmagnet D2 aberregt, so daß hierauf auch durch öffnen des Kontaktes 65^2 eine Aberregung des Relais U erfolgt. Es setzt jetzt ein Wechselspiel zwischen dem Drehmagneten D2 des Leitungswählers LW und dem Relais U ein, welches so lange andauert, bis der Leitungswähler seine Ruhelage erreicht hat und eine abermalige Erregung des Drehmagneten D2 durch öffnen des Kontaktes 84A2 unmöglich ist.
Nach diesen Schaltvorgängen befinden sich sämtliche für diesen Verbindungsaufbau benutzten Einrichtungen wieder in ihrer Ruhelage.
Anstatt durch Schließen des Kontaktes gzr einen einzigen Stromstoß zur Beeinflussung des Zählers Z auszusenden, kann auch durch diesen Kontakt eine Schalteinrichtung angelassen werden, die mehrere der Wertigkeit der Verbindung entsprechende Stromstöße aussendet.

Claims (1)

  1. "5 Patentanspruch:
    Schaltungsanordnung für elektrische Schalteinrichtungen, bei denen störende Kondensatorströme unschädlich gemacht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die bei Beeinflussung einer bestimmte Schaltvor-
    gänge (ζ. B. Zählung) einleitenden Schalteinrichtung (ZiJ1) auftretenden Kondensatorströme durch einen über die Kontakte dieser Schalteinrichtung vorübergehend herbeigeführten Nebenschluß (z. B. Kurzschluß) zu einer für andere Zwecke (z. B. Auslösung) benötigten Schaltvorrichtung (B) unschädlich gemacht werden, um deren vorzeitige Betätigung durch die Kondensatorströme zu verhindern.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DES86955D 1928-08-08 1928-08-08 Schaltungsanordnung fuer elektrische Schalteinrichtungen, bei denen stoerende Kondensatorstroeme unschaedlich gemacht werden Expired DE587349C (de)

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