DE326344C - Schaltungsanordnung fuer selbsttaetig betriebene Unterzentralen mit kombiniertem Anrufsucher und Leitungswaehler - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer selbsttaetig betriebene Unterzentralen mit kombiniertem Anrufsucher und Leitungswaehler

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DE326344C
DE326344C DE1919326344D DE326344DD DE326344C DE 326344 C DE326344 C DE 326344C DE 1919326344 D DE1919326344 D DE 1919326344D DE 326344D D DE326344D D DE 326344DD DE 326344 C DE326344 C DE 326344C
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  • Schaltungsanordnung für selbsttätig betriebene Unterzentralen mit, kombiniertem Anrufsucher und Leitungswähler. Es sind bereits Fernsprechanlagen mit Anrufsuchern und von diesen gesondert angeordneten Leitungswählern bekannt, die zum Betrieb des Anrufsuchers die Anwendung nur eines Schältorgäries für jede Teilnehmeranschlußleitung erforderlich machen. Eine Ausführungsform solcher Anordnungen bildet die in der Patentschrift 272q.6¢ beschriebene Schaltung, nach welcher das*Anruforgan bis zur Stillsetzung des Suchers in einem, allen Anrufrelais gemeinsamen Stromkreise unter zeitlicher Blockierung des Anlaßrelais festgehalten wird. Die Aberregung des Anlaß--organs wird dort durch Stromverzweigung über den Prüfstromkreis des ersten Suchers erzielt.
  • Die vorliegende Schaltungsanordnung beseitigt den i\Iißstand, daß die Anlaßsammelleitung im Nebenschlüß zu den Haltestromkreisen liegt. - Jedes der Teilnehmerleitung als kombiniertes Anruf- und Trennrelais zugeordnete Relais (Ar, .=1,,) bildet nach der Erregung über die Linie einen von den übrigen Anruforganen . unabhängigen Haltestromkreis, der bei Auflösung der Verbindung. am zweckmäßigsten durch Kurzschluß der Haltewicklung unterbrochen wird. Das Anrufrelais bringt mittelbar einen-Anrufsucher (W, Y1j=) zum Anlayif, der in der vorn Amte ankommenden Verkehrsrichtung zugleich als Leitungswähler benutzt wird.und die. Erregung des der ausgewählten Teilnehmerleitung zugeordneten Anrufrelais (A., A6) über die Haltewicklung bewirkt, ohne den Anlaßstromkreis zu beeinträchtigen.
  • Die Herstellung der Sprechverbindung erfölgt bei der Anordnung nach Fig. z der Zeichnung durch den manuellen oder selbsttätigen Amtsapparat, für welche beide Betriebsformen die Unterzentrale in gleicher Weise benutzbar ist. Die Batterie der Unterzentrale wird in üblicher Weise während der Nichtinanspruchnahme der Amtsleitungen vorn Amte aus selbsttätig aufgeladen: Den Teilnehmern der Unterzentrale wird im Falle der Anwendung eines sogenannten Wählersuchers die-Möglichkeit gegeben, eine selbsttätige Auswahl unter mehr als zwei Amtsleitungen zu treffen. Die vorliegende Anordnung beschränkt sich, unbeschadet der möglichen, sinngemäßen Erweiterung des Erfindungsgedankens auf die Auswahl nur zweier vertauschbarer Amtsleitungen (AL, AL.) durch einen einfachen Wechselschalter (Relais W). Mit der Rückstellung des selbsttätigen Umschalters in die Ruhelage ist neben der Gesprächszählung eine selbsttätige Prüfung der Teilnehmerleitung auf Erdschluß verbunden. Im Fälle eines vorliegenden Erdschlusses,kommt das jeder Anschlußleitung besonders zugeordnete - Erdabschalte- oder Trennrelais (T", TJ in Arbeitsstellung und schaltet für die Zeitdauer der Störung die mit Erdschluß behaftete Leitung . von der Unterzentrale ab, so daß eine dauernde oder periodische Anschaltung des Anruforgans (AD Aj und damit die störende Belegung einer Amtsleitung verhindert wird. Die Abschaltung der Teilnehmerleitung wird auch wirksam, wenn das Anhängen des Fernhörers an einer Sprechstelle unterlassen wurde; erst nach Wiederanhängen des Hörers wird die Anrufmöglichkeit in beiden Verkehrsrichtungen wiederhergestellt. Die Gesprächszählung erfolgt vom Amte aus mit Hilfe eines durch den Verbindungsapparat des Amtes vorbereitenden Zählrelais Z direkt über die Amts-Leitung (A) und den an Gegenspannung liegenden Zähler Z" im Laufe der Rückstellung des Schaltapparates der Unterzentrale.
  • Fig=2 bringt eine besondere Art der Aboschaltung des im Haltestromkreis liegenden Anruforgans A durch eine dritte Differentialwicklung zur Darstellung.
  • Fig. 3 erläutert die Möglichkeit der Speisung von Handbetriebs-Nebenstellenumschaltern für Z.-B.-Betrieb über ein für diesen Zweck besonders vorgesehenes Nebenstellenrelais N; die Schaltorgane A und T behalten 'auch in diesem Falle ihre normalen Funktionen bei. Die Zusatzvorrichtung (N) eignet sich natürlich auch für den Anschluß anderer, von der normalen Sprechstellenschaltung abweichender Apparate, wie Fernsprecher mit Münzeneinwurf usw.
  • Eine eingehende Beschreibung 'der Schaltvorgänge unter Berücksichtigung der verschiedenen Betriebsfälle soll den Erfindungsgegenstand im nachstehenden erläutern. Für die Relaiswicklungen werden große Buchstaben gewählt, während die zugehörigen Kontakte mit den entsprechenden kleinen Buchstaben bezeichnet werden.
  • Die mit Nummernschalter ausgerüstete Sprechstelle N, ruft die Handbetriebs- oder vollselbsttätige Zentrale durch Abnehmen des Fernhörers vom Hakenumschalter an, wobei nach Fig. r folgender Stromweg geschlossen wird: Erde, Kontaktas, Leitung b, Hakenumschalter hu, Mikrophon M, Leitung a, Kontakte t., a., Wicklung A, des Anrufrelais, Anrufleitung AL, Wicklung AN des Anlaßrelais AN, Kontakte w und 1" Batterie, Erde. -Neben der Erregung von A," das seinen Haltestromkreis: Erde, Haltewiderstand law, a., Wicklung 2 von A" Batterie; Erde schließt, wird das Anlaßrelais AN erregt und hält sich bis zur vollendeten Erregung des ersten freien Anrufsuchers W1 erregt über: Erde, Kontakt an, Wicklung AN, w; U, Schaltarm f von' Wl in Ruhestellung ul, Drehmagnet Dl, p1, hl, 2l, Batterie, Erde.
  • Der Drehmagnet Dl fördert die 6 Schaltarme des Wählers W: um einen Schritt vorwärts, wobei der Arm f auf dem Schleifring Kontakt macht. Mit der Irrregung von D, erfolgt durch d,. die Anschaltung des mit Verzögerungswicklung versehenen gemeinsamen Relais G über: Erde, vl, d,, G, Batterie, Erde.
  • Relais G erregt den Unterbrecher Un über den. gleichen Stromweg. - Un öffnet den Stromkreis des Drehmagneten D,. periodisch und bewirkt so den Transport des Schrittschalters W1 bis zu einem Wählerkontakte, über welchen der Schaltarm d unter Vermittlung des Kontaktes a., des Anrufrelais A,, Erde findet. Hierdurch erfolgt unter der Erregung des Prüfrelais H,., das als besonderes Hilfsrelais ausgebildet ist die'sofortige Stillsetzung des Anrufrelais W, Hl wird erregt über: ' Erde, Widerstand hu", Umschalter a", Schaltarm d,@ Kontakt g, Wicklung z und 2 von H,., Batterie, Erde.
  • Relais Hl unterbricht den Drehmagneten Dl sofort und setzt das Prüfrelais Pl für die Dauer der Verbindung unter Strom auf folgendetn Wege: Erde, Verzögerungsrelais Pl, Kontakte u" hl, zl, Batterie, Erde.
  • Das Relais P,_ hält sich unter dauernder Unterbrechung des Drehmagneten D,. nach Aberregung von H,. über seinen eigenen Umschalter p1- und Kontakt.-, Relais P1. schließt zur Erzielung eines Sperrpotentials die Wicklung 2 des Relais Hl für die Zeitdauer der Erregung des Relais G kurz und schaltet -ferner die Sprechleitungsäste A, B durch, nachdem einen Augenblick vorher durch Kontakt lt, über den noch kurze Zeit geschlossenen Kontakt g Erde an die A-Leitung zum Amte gelegt wurde und das Relais R- im Arnte zum Ansprechen_kam über: Erde, Kontakte g, hl, p" z,_, A-Leitung zum Amte, Kontakt t des Trennrelais T am Vorwähler VW, Kontakte z, r, Wicklung von R, Batterie RB, Erde.
  • Das Anrufrelais R im Amte erregt den Vorw ähler drehmagneten, der unter Erregung des Trennrelais T und Durchschaltung der Sprechletungsäste zum I. Gruppenwähler in bekannter Weise in Wirksamkeit tritt. Relais T unterbricht ferner im Amte die Ladung durch die Batterie ZB, was die Aberregung des Laderelais an der Unterzentrale zur Folge hat: Erde, Batterie LB, Widerstand w, unterbrechender Kontakt t, B-Leitung, h. (geschlossen), Ll, h, Batterie B, Erde.
  • In dem nun vollständigen Sprechstromkreis ist das Schlußrelais S, durch die (nicht dargestellte) Speisung aus dem I. Gruppenwähler erregt und trennt die für den Wählvorgang störende Erde am Laderelais L, durch seinen Kontakt s, ab. Die Leitungswege a, - b und A, B sind nun ohne jede Nebenschlüsse und zur Aufnahme der Wählimpulse aus dem Nummernschalter der Sprechstelle geeignet gemacht ; der Mikrophonstrom verläuft über die Amtsleitung und die Teilnehmeranschlußleitung in Schleife.
  • Nach Beendigung des Gespräches hängt der rufende Teilnehmer N, seinen Hörer an, wodurch das Speiserelais S, stromlos wird und der Amtsapparat (I. G. W.) in bekannter Weise ausgelöst wird; zudem tritt der Vorwähler VTT' in die Ruhelage und gibt das Trennrelais T frei, welches die Ladebatterie LB wieder an die B-Leitung zur Unterzentrale legt, wodurch zunächst das Rückstellrelais Z, unter Strom gesetzt wird über: Erde,: Batterie LB, Widerstand w, Kontakt t, B-L eitung, Wicklung des Verzögerungsrelais Z" Kontakte h, z1, h, s1, Erde.
  • Kontakt z, legt über den geschlossenen Kontakt p' Batterie an den c-Schaltarm des Wählers l4%, und .schließt dadurch die Haltewicklung von A, kurz. A6 wird sofort aberregt. Nach kurzer Zeit wird durch einen Kontakt z, auch P, stromlos. P, schließt durch p, über h das Z,-Relais kurz, so daß auch Z, wieder in die Ruhelage übergeht.
  • Der Wähler W, wird dadurch in die Ausa -igsstellting übergeführt, und zwar durch periodische Unterbrechung des Kontaktes utt über: Erde, kn, Schaltarm f, u" Dl, p1, h" z" Batterie, Erde.
  • Der Drehschalter läuft so lange; bis der Schaltarm f den Schleifring verläßt und auf die isolierte Stellung o gelangt.
  • Soll mit der Rückstellung eine. Gesprächszählung verbunden-werden, so muß die Voraussetzung erfüllt sein, daß das Zählrelais Z (verzögert) ini Amte durch den Leitungswähler bereits. vorerregt wurde, d. h. das Gespräch der Gebührenpflicht unterliegt: Hierdurch kommt der Umschaltekontakt z im Amte an' die Ladebatterie mit höherer Spannung zu liegen und die A-Amtsleitung wird für die Dauer der Erregung des Rückstell-oder Zählrelais Z, an der Unterzentrale vorübergehend unter die höhere Ladespannung gesetzt, wodurch der Gesprächszähler Z, zum Ansprechen kommt über: Erde, Batterie ZB im Amte, Widerstand zu, für kurze Zeit noch geschlossener Kontakt --. des Zählrelais Z, Kontakt t, A-Leitung, Kont kt Schaltarm d, a" Zähler Z" Batterie, a Erde. Nach Belegung der Amtsleitung AL, schaltet das Wechselrelais W die zum Anreizen des Drehschalters dienende -Leitung nach dem Sucher W2 tim. Die Erregung von W findet erst nach Aberregung von AN und Laderelais I_1 statt, um, eine Doppelerregung beider Drehschalter zu vermeiden. Der für die Dauer des Belegtseins der Leitung AL, bestehende Arbeitszustand von W wird nach Blockierung auch der Amtsleitung AL, aufgehoben, und der Anreizweg vollständig unterbrochen (s. Kontakte w und 12 an Relais AN in der Anrufleitung AL). Die Anschaltung weiterer. Anruforgane (A" A") über die Linie ist somit unterbunden.
  • Als zweiter Betriebsfall sei die Ausführung einer vom Amte an der Unterzentrale änkomtnenden Verbindung beschrieben. Der sich an den Abzweigungen a, b, c des Vorwählers VW anschaltende Leitungswähler bringt in bekannter Weise das Relais T in Arbeitsstellung, wodurch der Ladestrom in vorstehend erläuterter Weise unter Aber regung des Laderelais L, unterbrochen wird. Relais L, erregt über seinen Kontakt l,_ das Wechselrelais L6' und blockiert somit die Amtsleitung AL, für die von der Unterzentrale abgehenden Anrufe. Die nunmehr erfolgende Abgabe der Wählimpulse aus der eine höhere Spannung aufweisenden Ladebatterie LB des Amtes über die A-Leitung setzen das Einstellrelais E, der Unterzentrale gemäß der Anzahl der gegebenen Impulse unter Strom über: Erde, Ladebatterie, Impulskontakt des Stromstoßsenders (bis hierher in der Fig. i nicht dargestellt), tt Leitung des Leitungswählers im Amte, A-Leitung, Kontakte z" p1, 1i, Wicklung von El, Gegenbatterie, Erde.
  • Relais E, erregt das Verzögerungsrelais V, und das letztere endlich, das ebenfalls mit Verzögerung arbeitende Relais U,. Über Kontakt u, wird durch - wiederholte Aberregung des Einstellrelais E, der Drehmagnet D, schrittweise erregt: Erde, Kontakte e" u" Wicklung des Drehmagneten D" Kontakte p" h,, z" Batterie, Erde.
  • Hat der Wähler W, nach Maßgabe der Impulszahl die gewünschte Anschlußnummer, z. B. . 5, erreicht, so wird zunächst das Relais L', nach kurzer Zeit stromlos, während U, für die Zeitdauer etwa einer halben Sekunde noch erregt ist. Hierdurch wird der Prüfstromkreis für das Hilfsrelais H, geschlossen. Ist die betreffende Sprechstelle frei, so bleibt das Relais H, unerr egt. Im Falle des Besetztseins der Teilnehfnerleitung N, dagegen kommt das Relais H, auf folgendem Wege unter Strom: Erde, Widerstand /tu"" Kontakt a, (geschlossen), Schaltarm c, Kontakte z" v,, u, (geschlossen), Wicklung i und 2 des Relais Hl, Kontakt z" Batterie, Erde.
  • Nach Erregung von H, erfolgt durch Schließung des Kontaktes lt, fast gleichzeitig die Erdung der A-Leitung zum Amte und als Folge davon die Auslösung des Leitungswählers LW dortselbst. Diese zur Auslösung des Amtsapparates führende Erdung -erfolgt über: Erde, Widerstand laue,. a, (geschlossen), --Schaltarm, Kontakte z" v', ui, hl, P1, "i, A-Leitung zum Amte.
  • Mit der Auslösung des Amtsleitungswählers LW erfolgt die Aberregung des Trennrelais T am V orwähler VW und damit das Eintreten des Ladestroms über Kontakt t in die BAmtsleitung, was wiederum zur aufeinanderfolgenden Betätigung der beiden Rückstellorgane 7-i und L, führt. Der Wähler W, läuft in die Ausgangsstellung zurück. Das Relais P, bleibt in diesem Falle urierregt, so daß weder ein störendes Anschalten der Sprechleitung an die besetzte Stelle, noch der hurzschluß des Anrufrelais A;, durch Kontakt z, eintritt.
  • Bleibt dagegen das Prüfrelais Hl bei nicht, erregtem Anruforgän A, außer Strom, ist die TeilnehmerleitungN, also frei, so erfolgt nach der zeitlich auseinanderliegenden Aberregung der Relais V, und U,. das Anschalten des Anruforgans A" auf folgendem Wege: Erde, Kontakt g, Widerstand w, Kontakte 1t" z!" z" Wicklung 2 von A" Batterie, Erde. Kurz vor der Aberregung von U, wurde das Prüfrelais P, angeschaltet über: Erde, Wicklung P" Kontakt ui . (geschlossen), v" h" z" Batterie, Erde.
  • Über die durch die Kontakte p,. geschlossenen Sprechwege erfolgt die Sendung des Schleifemvechselstroms nach der Sprechstelle; auf diesem Wege verläuft im wesentlichen auch der Mikrophonstrom: A-Leitung vom Amte, Kontakte z, p" Schaltarm a, Kontakt t" a-Leitung, Kontakt des Nummernschalters i, Wecker und Kondensator der Sprechstelle, b-Leitung, Kontakt a, (geschlossen), Schaltarm b, Relais S1 (und Kondensator), Kontakt p" B-Leitung zum Amt.
  • Der Hakenumschalter unterbricht nach Beendigung des Gespräches den Mikrophonstrom, wodurch neben S, auch der Arntsverbindungsapparat ausgelöst wird und die Rückstellung der Unterzentrale in der oben geschilderten Folge sich abwickelt.
  • Ist die Verbindung zweier Teilnehmer derselben Unterzentrale, z. B. NE und N" beabsichtigt, so ruft N;, über die freie Amtsleitung AL, an und wählt bis zur Abgabe der letzten Ziffer . der Anrufnummer N", zum Leitungswähler LW des. Amtes durch. Die letzte Stromstoßserie erreichtdieUnterzentrale über die Amtsleitung AL, unter gleichzeitiger Einstellung des. Wählers W2. Es' werden somit für diesen Betriebsfall beide Amtsleitungen in Anspruch genommen, eine Anordnung der Verbindungswege, welche beim vollselbsttätigen Betriebe mit Rücksicht auf die geforderte Einfachheit der Betriebsmittel auch bei »der Lösung ähnlicher Aufgaben als zweckmäßig befunden wurde.
  • Fig. 2 zeigt eine weitere 'Ausführungsmöglichkeit der zur Aberregung des Anrufrelais A dienenden Schaltungsanordnung in der Weise, daß an Stelle des Kurzschlusses der Haltewicklung eine dritte Wicklung auf A angebracht wird, welche über einen besonderen Schaltarm d unter Strom gesetzt, die Abschaltung des Relais A durch Differentialwirkung herbeiführt, nachdem das Rückstellorgan (Kontakt z) betätigt wurde. .
  • In Fig. 3 kommt endlich die Anordnung der Speisung von Handbetriebs-Nebenstellenumschaltern für Z-B.-Betrieb zur Darstellung. Für den Nebenstellenverkehr ist ein besonderes Nebenstellenreläis N vorgesehen, das beim Anruf der Sprechstelle durch die Erregung beider Wicklungen i und 2 in Arbeitsstellung tritt. Die Speisung der Nebenstelle erfolgt über: Erde, Batterie, Wicklung 2 von N, Kontakt a, a-Leitung, über IDrosselspule ND zum Nebenstellenumschalter zur Erde: Soll der Anruf nach der Unterzentrale durch die Haupt- oder Zwischenstelle erfolgen, so wird durch Abnehmen des Fernhörers auch die Wicklung i des Nebenstellenrelais N unter Strom gesetzt und das letztere wirksam erregt über: Erde, Wicklung i von N, Kontakt a, b-L eitung, Hakenumschalter hu, Mikrophon M, a-Leitung, Kontakte t, a, Wicklung 2 von N, Batterie, Erde.
  • Das erregte Relais IV legt Erde an die Schaltorgane A und AN in Reihe. Nach' Übergang vier beiden letzten Relais in die Arbeitslage reizt das Anläßrelais AN einen freien Wähler an, während sich das normale Anrufrelais A über seine zweite. Wicklung festhält. Durch die Kontakte a des A-Relais wird N für die Dauer der Verbindung abgeschaltet. Das Trenn- oder Erdabschaltrelais T tritt bei gewöhnlicher Verkehrsabwicklung nicht in Wirksamkeit, da die Erde am Nebenstellenunischalter beim Verkehr der Hauptstelle mit dein Ainte abgeschaltet wird.
  • Der den Nebenstellen zugeführte Speise-Strom genügt nicht, das Relais N über dessen Wicklung :2 wirksam zu erregen; zu diesem Zwecke bedarf es - vielmehr der Addition beider .Wicklungsteile i und 2 von N.
  • Die Schaltvorgänge auf der Amtsleitung AL, entsprechen den für die Leitung.ALz be.. schriebenen im vollen Umfange. Abweichende l#unktionen fallen lediglich den Laderelais I1 und L@ im allgemeinen Relaissatze (AN und ff-) zii, wie aus der für den Anruf in abgehender Verkehrsrichtung gegebenen Erläuterungen hervorgeht. ' Die selbsttätige Unterzentrale nach der vorliegenden Schaltungsallqrdnung mit kombini@rtein Anrufsucher Lind Leitungswähler ist für den Anschluß an vollselbsttätige und Handbetriehsämter in gleicher Weise geeignet. Die Schaltorgane des Amtsapparates werden hei vorläufiger Handbetriebsbedienung in der Weise ausgebildet, daß sie die Funktionen der selbsttätigen Wählapparate sinngemäß erfüllen. Eine vollkommene Gewähr für die Erzielung einer in allen Phasen der Verbindungsabwicklung (einschließlic1l der Gesprächszählung) anzustrebenden Sicherheit der Betriebsvorgänge bietet jedoch nur der vollselbsttätige Maschinenbetrieb. Die Anwendung der Handbetriebsform für den Vermittlungsapparat bildet somit lediglich ein für den späteren vollselbsttätigen Betrieb vorbereitendes, technisches Übergangsstadium. Von diesfm Gesichtsptnikte aus betrachtet empfiehlt es sich daher nicht, die Ausgestaltung der vorliegerjden Schaltungsanordnung für den Betrieb mit mehr als io Teilnehmern und die technisch im angedeuteten Sinne auf einfache Weise lösbare Erweiterung auf mehr als 2 Amtsleitungen vorzunehmen.
  • Der Verkehr zwischen zwei Teilnehmern der gleichen Gruppe wickelt sich, wie bereits erörtert wurde, unter Inanspruchnahme beider Amtsleitungen ab. Da im allgemeinen zwischen den Anschlußnehmern derselben Unterzentrale eine Interessengemeinschaft nicht besteht, ist, wie eingehende statistische Untersuchurigen ergeben, dieser Betriebsfall des sogenannten Internverkehrs eine verhältnismäßig seltene Erscheinung, welche eine etwa dieseln Falle Rechnung tragende, die Betriebssicherheit mindernde Verwicklung der technischen Mittel nicht rechtfertigen würde.

Claims (6)

  1. PATENT-ANSpRÜCFiE: i. Schaltungsanordnung für selbsttätig betriebene Unterzentralen mit kombiniertem Anrufsucher und Leitungswähler, dadurch gekennzeichnet, daß ein jedem Teilnehmeranschlusse (N" N6) als kombiniertes Anruf- und Trennrelais einmal zugeordnetes Schaltorgan (A" Aß), das beim Verkehr in der von der Unterzentrale abgehenden Verkehrsrichtung nach seiner Erregung über die Teilnehmerleitung das Prüf- oder Sperrpotential für den als Anrufsucher wirksamen Wähler (Drehschalter 9r,,, WJ erzeugt, beim Verkehr in ankommender Richtung durch den in diesem Falle als Leitungswähler dienenden Drehschalter (W1, W.) über seine zweite Wicklung (Haltewicklung 2) erregt wird und hierdurch das Sperrpotential für jeden weiteren etwa auflaufenden Wähler (W1, tT'z) bildet..
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Anruforgan (A, As) seine über die Teilnehmerleitung herbeigeführte Arbeitslage für die Verbindungsdauer durch die an einem seiner Arbeitskontakte (a,, a,) vollzogene Bildung eines von den anderen Anruforganen vollständig unabhängigen Lokalstromkreises aufrechterhält, der sich aus der Haltewicklung (A, 2) dem Arbeitskontakt (a.,) und einem das Prüfpotential erzeugenden Haltewiderstand (liw,) zusammensetzt. a 3.
  3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anruforgan (A" Aa) durch Kurzschluß der Haltewicklung 2 (Fig. i) oder durch die Differentialwirkung einer nur zur Aherregung bestimmten dritten Wicklung dieses Schaltorgans (A" As) über einen Arm des Drehschalters (TV, W,) in die Ruhelage übergeführt wird (Fig.2).
  4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Anrufrelais (A, A,), das seine Arbeitslage infolge Erregung über die Teilnehmerleitung durch einfaches Abnehmen des Fernhörers an der rufenden Sprechstelle einnimmt, ohne zu diesem Zwecke die zeitliche Erdung der Leitungsäste (a, b) durch einen Schleifkontakt am Hakenumschalter (hzz) oder die Erdungskontakte (ns) eines Nummernschalters zu beilützeii; gegen eine störende Anschaltung durch Erdschluß der Teilnehmerleitung oder aber durch einen abgehängt gelassenen Fernhörer dadurch geschützt ist, daß ein . jedem Teilnehmeranschlusse besonders zugeordnetes Trenn- oder Erdabsclialtrelais (T, TJ im Falle eines vorliegenden Erdschlusses während der Rückstellung des Verbindungsapparates der Unterzentrale selbsttätig erregt wird (Kontakt ü,) und für die Dauer der auf der Teilnehmerleitung bestehenden Störung diese Leitung (a.) von der Unterzentrale abtrennt (Trennkontakte t., t").
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß am Prüfrelais (Hl) das Sperrpotential, -welches die Anschaltung eines. zweiten Wählers (W, W,) an die bereits besetzte Teilnehmerleitung verhindert, nur für die Zeitdauer der Benutzung eines Drehschalters (bF,, 9'.) zustande kommt (Relais G), zu dem Zwecke, eine unzulässige Beanspruchung der nur unter Fernladung stehenden Batterie (B) der Unterzentrale durch den Prüfstromkreis (Hl) niedrigen Widerstandes zu vermeiden.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesprächszählung (Zähler Z" Zß) über einen Kontakt (a;" a,) des Anruforgans (A, A,;) ohne die Mitwirkung eines besonderen Zählrelais an der Unterzentrale unmittelbar über die Amtsleitung <<l) unter Benutzung der Ladebatterie (1.B) im Amte erfolgt. j. Schaltungsanordnung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellung des Verbindungsapparates der Unterzentrale in die Ruhestellung durch das zeitlich aufeinanderfolgende Zusammenwirken zweier oder mehrerer Schaltorgane (Z" L,) eingeleitet wird, deren Wicklungen einen Teil des zum Amte führenden Ladestromweges bilden. B. Schaltungsanordnung nach Anspruch i bis q.,. gekennzeichnet durch eine zusätzliche - Schalteinrichtung (Relais N in Fig.3), die die für jede Teilnehmerleitung vorgesehene Anrufanordnung (A, T in Fig. 3) für - eine aus der Batterie (B) der Unterzentrale unmittelbar erfolgende Mikrophonspeisung von Handbetriebs-Nebenstellenumschaltern oder anderen von der normalen Sprechstellenschaltung abweichenden- Betriebsmitteln (z. B. Selbstkassierern und Unfallmeldern) geeignet macht.
DE1919326344D 1919-11-04 1919-11-04 Schaltungsanordnung fuer selbsttaetig betriebene Unterzentralen mit kombiniertem Anrufsucher und Leitungswaehler Expired DE326344C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE919824C (de) * 1952-01-24 1954-11-04 Telefonbau & Normalzeit Gmbh Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit Einrichtungen zur UEberwachung besonders gebuehrenpflichtiger Verbindungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE919824C (de) * 1952-01-24 1954-11-04 Telefonbau & Normalzeit Gmbh Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit Einrichtungen zur UEberwachung besonders gebuehrenpflichtiger Verbindungen

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