DE655509C - Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher ohne Teilnehmerrelais in Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher ohne Teilnehmerrelais in Fernsprechanlagen

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DE655509C
DE655509C DE1930655509D DE655509DD DE655509C DE 655509 C DE655509 C DE 655509C DE 1930655509 D DE1930655509 D DE 1930655509D DE 655509D D DE655509D D DE 655509DD DE 655509 C DE655509 C DE 655509C
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DE
Germany
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call
contacts
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relay
arrangement according
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Expired
Application number
DE1930655509D
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English (en)
Inventor
Karl Brendel
August Heibel
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Normalzeit Lehner & Co
Tenovis GmbH and Co KG
Original Assignee
Normalzeit Lehner & Co
Telefonbau und Normalzeit GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Anrufsucher in* Fernsprechanlagen, welche ohne den Teilnehmern individuell zugeordnete Relais auskommt. Die bekannten Schaltungen dieser Art benötigen entweder besondere, den Teilnehmern individuell zugeordnete Widerstandskombinationen oder besondere Schalter oder umlaufende Schaltwerke, welche die Anschlußleitungen nacheinander mit einer Anlaßeinrichtung für einen Anrufsucher verbinden. Die Erfindung erstrebt eine Vereinfachung dieser bekannten Schaltung durch Ersparung der besonderen zusätzlichen Einrichtungen.
Die Erfindung erreicht dies dadurch, daß den Teilnehmern von dem umlaufenden Schaltglied des Anruf suchers nacheinander betätigte Wechselkontakte zugeordnet sind, an deren Ruhekontakte die allen Teilnehmern gemeinsame Anlaßeinrichtung J, JN angeschlossen ist, die bei Schleifenschluß auf einer Leitung unmittelbar zur Wirkung gebracht, und über deren Arbeitskontakte die abgehende. Verbindung hergestellt wird.
Die Erfindung verwendet als Anrufsucher Schaltwerke, deren umlaufendes Schaltglied den Teilnehmern zugeordnete Ruhe- oder Wechselkontakte nacheinander betätigt. Derartige Schaltwerke wurden bisher nur. als Leitungswähler verwendet. Da bei ihrer Anwendung als Anrufsucher alle Zwischenschaltmittel oder teilnehmerzugehörige Widerstandseinrichtungen entfallen, wird außer einer erheblichen Ersparnis auch eine höhere Betriebssicherheit erzielt.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
In Abb. ι ist ein erfindungsgemäß ausgebildeter Wähler in seiner Verwendung in Untervermittlungsstellen mit einer Verbindungsleitung dargestellt. Er ist hier als sogenannter Doppelbetriebswähler ausgebildet, dient daher zur wählweisen Verbindung einer Anzahl Teilnehmer mit der Verbindungsleitung in ankommender wie in abgehender Richtung. Der Wähler selbst wird derart ausgebildet, daß eine mit versetzten Nockenscheiben versehene Schrittschaltwelle in einer oder mehreren Reihen angeordnete Wechselkontaktpaare einzeln nacheinander umlegt.
In Abb. 2 ist der Wähler in seiner Anwendung als Anrufsucher und Leitungswähler bei einem vS^-System mit zwei Verbindtmgssätzen dargestellt.
In der Ruhestellung des Wählers W (Abb. 1) liegen sämtliche Teilnehmer Γ über ihre Ruhekontakte am Wähler W an dem gemeinsamen, dem Wähler zugeordneten Anlaßrelais 7. Von den zehn angeschlossenen Teilnehmern ist lediglich der Teilnehmerin dargestellt, dessen Kontakte Wa4 und wb& vom zugehörigen Nocken beim vierten Drehschritt umgelegt werden.
Der Anreiz zur Herstellung einer abgehenden Verbindung erfolgt bei Abnehmen des Hörers def als anrufend gedachten Anschluß-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden;
August Heibel und Karl Brendel in Frankfurt, Main.
stelle T4. Dabei wird unmittelbar über den jetzt als Anrufsucher wirkenden Wähler W das Anlaßrelais / zur Wirkung gebracht: +,Relais/, wbit TeilnehmerschleifeΊ\, wap Widerstand Wi, —. ■■/,
■ Der Anrufanreiz wird von Relais M übernommen: +, i4» Πβ> w£, Relais M, —-, welches« mittels Kontakt me im Stromkreis -J-,. ai> !!2» jwe, I2, Drehmagnet D, — den Wähler W um einen Schritt verstellt und zugleich mit W4 durch Wegnahme des Erdpotentials die zum Hauptamt führende Leitung VL gegen ankommende Gespräche sperrt. Die beim ersten Wählerschritt umgelegten Wellenkontakte W1 und w2 bleiben in dieser Lage für die ganze Arbeitslage des Wählers W. Kontakt w2 schafft für Relais M einen Haltestromkreis:
+, Wi2, ws, Relais M, —.
Beim jedesmaligen Ankeranzug des Fortschaltemagneten D wird der Kontakt d geschlossen und dadurch das Verzögerungsrelais XI erregt. Dieses öffnet seinerseits mit Kontakt H2 den Erregerkreis für den Drehmagneten, welcher alsdann durch Aberregen des Relais II seine stoßweise Erregung von neuem im Wechselspiel mit Relais Il einleitet. Erst beim vierten Schritt wird das gezeichnete Kontaktpaar Wa1 und w&4 umgelegt, und es erfolgt eine Durchschaltung zur Leitung VL; dann werden die im Verbindungsleitungsstromkreis liegenden Relais A und das verzögerte Relais I über Wicklung 0 erregt. Relais/ fällt ohne weitere Folgen ab. Mit Kontakt a4 des Prüfrelais A wird der Wählerfortschaltestromkreis unterbrochen, so daß die Durchschaltung des Teilnehmers T4 zur VL und zum Hauptamt bestehen bleibt. Von dort her erhält er seine Mikrophonspeisung und kann gegebenenfalls mittels seiner Nummernscheibe Wahlverbindungen herstellen. In diesem Fall spricht zwar Relais A stoßweise mit an; da jedoch Relais I infolge Verzögerung gehalten bleibt, wird eine Wiedererregung des Fortschaltemagneten D durch Kontakt I2 verhindert, so daß in der Untervermittlungsstelle keine Störungen auftreten - können.
Erst wetin bei Gesprächsschluß ein längerer Abfall von Relais A und auch der Abfall des Relais I erfolgt, wird der Wähler zum Heimlauf angelassen und so lange weitergedreht, bis in der Ruhelage die Wellenkontakte W1 und W2 wieder umgelegt werden und bewirken, daß Relais M zum Abfall kommt, mit dessen Kontakt mG der Fortschaltestromkreis endgültig unterbrochen bleibt. -
Hängt der anrufende Teilnehmer vor Durchschaltung wieder auf, so bleibt der Anlaßanreiz mittels Relais M bis zum Wiederheimlauf aufrechterhalten.
Bei ankommendem Verkehr erfolgt der Belegungsanreiz in üblicher Weise über den 6-Ast der Verbindungsleitung VL unter Erregung des Relais A. Mit seinem Kontakt C4 „wird über eine zweite Wicklung« das RevI&jbI erregt und damit über +,C4. H2, I2, > firehmagnet D,— der Einstellstromkreis für ;<!en jetzt als Leitungswähler dienenden Wähler W vorbereitet. Eine zur Einstellung über den &-Ast gesandte viermalige Unterbrechung hat die Umlegung des gezeichneten Wechselkontaktpaares WC4 und wbt und Anschaltung der Station T4 zur Folge. Diese somit gewählte Stelle wird mittels über die Leitung VL geschickten Rufwechselstroms angerufen.
Hebt der gewünschte Teilnehmer T4 seinen Hörer ab, so wird im Schleifenstrom über die Verbindungsleitung VL noch Verzögerungsrelais B erregt.
Mittels des Kontaktes &4 wird über den inzwischen umgelegten Wellenkontakt W2 das Halterelais M erregt, das seinerseits Relais B unter Sperrung der Leitung VL durch Forttiahme des Erdpotentials wieder kurzschließt, ohne selbst wieder abzufallen, da sich inzwischen Kontakt tits dem Kontakt O4 parallel gelegt hat.
Die Auslösung erfolgt auch in diesem Falle in Abhängigkeit vom Abfall der Relais A und I.
Heben während eines Gespräches andere Teilnehmer den Hörer ab, so erregen sie über ihre in Ruhe verbliebenen Wechselkontaktpaare unmittelbar das inzwischen abgefallene Relais /. Dadurch wird mittels der Kontakte i4 und J4 die Summerübertragungswicklung des Relais / angeschaltet und den Teilnehmern das Besetztzeichen übermittelt.
In Abb. 2 ist eine auszugsweise Schaltung too für eine Selbstanschlußfernsprechanlage mit den ernndungsgemäß ausgebildeten Wählern als Anrufsucher und Einerwähler dargestellt. Die Wähler besitzen hier außer den in der Sprechleitung liegenden Wechselkontakten in Arbeitskontakte oder Schaltarme endigende Prüfadern.
Zur Inbetriebsetzung eines Anrufsuchers AS wird Relais JN erregt. Der Erregerstromkreis für dieses Relais JN ist über die Ruhekontakte sämtlicher an den Verbindungswegen V1 und V2 liegenden Einerwählern EW1 und EW2 und Anruf Suchern AS1, AS2 geschleift und gemeinsam für eine Gruppe von Anrufsuchern.
- Hebt ein Teilnehmer, beispielsweise T1, seinen Hörer ab, so schließt er' unmittelbar über seine Wechselkontaktpaare was, wbs an allen Anrufsuchern AS1, AS2 und an den Einerwählern EW1, EW2 usw. den gestrichelt gezeichneten Stromkreis für das gemeinsame Inbetriebsetzungsrelais JN. Dieses schließt
seinen Kontakt In1 und läßt in an sich bekannter Weise die oder einen der Anrufsucher an, welcher unter dem Einfluß des Unterbrechers RU gedreht wird und in bereits beschriebener Weise die Wechselkontaktpaare nacheinander umlegt und dabei die c-Arme schrittweise mitdreht.
Werden nach einer bestimmten Anzahl von Schritten die dem Teilnehmer T1 zugeordne-
xo ten Kontakte was und wbs z. B. am Anrufsucher AS1 umgelegt, so wird damit der Stromkreis für das Inbetriebsetzungsrelais JN geöffnet, dieses zum Abfall gebracht und die Anrufsucher stillgesetzt. Gleichzeitig wird die Verbindung über die Arbeitskontakte a, b zum Verbindungsweg V1 durchgeschaltet und dessen Linienrelais J1 über die geschlossene Teilnehmerschleife und die Ruhekontakte x2 und -ve erregt. Relais J1 schaltet in bekannter Weise ein dem Verbindungssatz AS1-EW1 zugeordnetes, für die weitere Dauer der Verbindung erregtes Verzögerungsrelais I ein, welches mit seinem Kontakt I4 durch Anlegen von Minuspotential an den c-Arm des Wählers AS1 den Verbindungssatz für die Dauer des Gespräches gegen Belegung von anderer Seite her sperrt. Ein zweiter Anrufsucher AS2 nämlich, der später über die gesperrte Verbindung streicht, schaltet die Verbindung nicht durch, da über dessen c-Arm das Relais Y durch das Minuspotential am c-Arm des durchgeschalteten Anruf Suchers AS1 erregt wird und mittels der Kontakte y2 und y$ eine Aufschaltung und Stillsetzung verhindert.
Der weitere Aufbau der Verbindung erfolgt in bekannter, nicht näher zu beschreibender Weise. Nach Wahl des gewünschten Teilnehmers T3 durch Einstellung des Einer-Wählers EW1 wird durch diesen die Schleife für die Erregung des gemeinsamen Inbetriebsetzungsrelais JN geöffnet, so daß bei Abnehmen des Hörers an der Stelle T3 die Belegung eines neuen Verbindungssatzes durch Anreizung eines Anrufsuchers verhindert ist. Der gewählte Teilnehmeranschluß wird in bekannter Weise, z. B. durch teilweisen Kurzschluß des Prüfrelais P, gesperrt.
Die Auslösung der Verbindung erfolgt in bekannter, nicht näher zu beschreibender Weise beim Hörerauflegen und Abfall des Speiserelais. Der benutzte Anrufsucher bleibt jedoch in der innegehabten Stellung.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Anrufsucher ohne Teilnehmerrelais in Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß den Teilnehmern von dem umlaufenden Schaltglied des Anrufsuchers nacheinander betätigte Wechselkontakte zugeordnet sind, an deren Ruhekontakte die ■"· allen Teilnehmern gemeinsame Anlaßeinrichtung (/, JN) angeschlossen ist, die bei Schleifenschluß auf einer Leitung unmittelbar zur Wirkung gebracht wird, und über deren Arbeitskontakte die abgehende Verbindung hergestellt wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein von der Anlaßeinrichtung (/) gesteuertes Hilfsrelais (M), welches den Fortschaltestromkreis des Anrufsuchers (W) unabhängig von der von dem Zustand der Teilnehmerschleife abhängigen Anlaßeinrichtung aufrechterhält.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsrelais (M) auch den Fortschaltestromkreis für den Heimlauf des Anrufsuchers (W) beherrscht.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
    ■ den Anrufsucher (W, Abb. 1) stillsetzende Prüfrelais (A) in einem über die Leitungsschleife des anrufenden (T4) und die diesem Teilnehmer zugeordneten, von dem umlaufenden Schaltglied des Anrufsuchers gesteuerten Arbeitskontakte (Wa4, Wb4) erregt wird, während der den Anrufanreiz go aufnehmende Stromkreis unverändert aufrechterhalten bleibt.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die den Teilnehmern zugeordneten, von den umlaufenden Schaltgliedern der Anrufsucher (AS1, AS2) mehrerer Verbindungswege (V1, V2) gesteuerten Ruhekontakte (was, wbs) je hintereinandergeschaltet sind.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 5 für Fernsprechanlagen mit gleichartigen Anrufsucher- und Leitungswählerschaltwerken, dadurch gekennzeichnet, daß die den Teilnehmern zügeordneten Ruhekontakte der Anrufsucher mit denen der Leitungswähler hintereinandergeschaltet sind.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Arbeitsstellung des Anrufsuchers (W) über noch in Ruhe befindliche Ruhekontakte (wa, wb) mittels der gemeinsamen Anlaßeinrichtung (/) akustische Zeichen zu nicht durchgeschalteten anrufenden An-Schlußleitungen übermittelt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930655509D 1930-03-18 1930-03-18 Schaltungsanordnung fuer Anrufsucher ohne Teilnehmerrelais in Fernsprechanlagen Expired DE655509C (de)

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