DE58644C - Stempelwerk für Controlschlösser - Google Patents

Stempelwerk für Controlschlösser

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Publication number
DE58644C
DE58644C DENDAT58644D DE58644DA DE58644C DE 58644 C DE58644 C DE 58644C DE NDAT58644 D DENDAT58644 D DE NDAT58644D DE 58644D A DE58644D A DE 58644DA DE 58644 C DE58644 C DE 58644C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bolt
lock
disks
control
locking
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT58644D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. westmeyer in St. Johann a. S
Publication of DE58644C publication Critical patent/DE58644C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B39/00Locks giving indication of authorised or unauthorised unlocking
    • E05B39/02Locks giving indication of authorised or unauthorised unlocking with destructible seal closures or paper closures

Landscapes

  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
F. WESTMEYER in ST. JOHANN a. S. Stempelwerk für Controlschlösser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. November 1890 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einem Schlofs, welches derartig eingerichtet ist, dafs es nur Eingeweihten möglich ist, dasselbe zu öffnen, und an welchem zu gleicher Zeit auch ersehen werden kann, ob dasselbe von einem Eingeweihten geöffnet worden ist, so dafs man auch diesen einer Controle unterwerfen kann.
In einer Schutzkappe a, welche über das Schlofs geschoben wird, befindet sich ein Verschlufsbolzen b, Fig. 1 und 2, welcher durch die an der Wagenthür befindliche Zunge c hindurch und noch etwas in die Wagenwand hineingesteckt wird, so dafs damit die Thür verschlossen werden kann. Der Bolzen b ist mit Nasen e ausgestattet, welche in entsprechende Einschnitte h von vier um den Riegel herumliegenden ■ Sperrscheiben g hineinpassen. Mit den Sperrscheiben g sind vermittelst der Mitnehmerzapfen \ mit Nummern versehene Stellscheiben i verbunden, welche auf je einer Welle k sitzen, die mit Hülfe eines Knopfes gedreht werden kann. Spiralfedern / und Keile m sorgen dafür, dafs k mit i immer fest verbunden ist. Die Sperrscheiben mit den Stellscheiben werden durch eine Platte η verdeckt, welche mit je einem Schauloch 0 für jede Stellscheibe versehen ist. Die Schutzkappe α besitzt Oeffnungen AB, um die Ktiöpfe der Stellscheiben fassen und drehen zu können.
Im Weiteren befindet sich an der Schutzkappe α ein,. zweiter Bolzen p, der an seinem Ende ausgezahnt ist. In die Zähne q greift eine Sperrklinke r ein. Diese besitzt an ihrem entgegengesetzten Ende eine mit Stiften s versehene Scheibe t. Gegenüber dieser Scheibe t befindet sich in der Wagenwand eine Durchbohrung u, welche die mit amtlichem Stempel versehene Controlmarke aufnimmt. Wird nun die Kappe α nach vorn gezogen, dann drücken sich vermittelst des Sperrwerkes ρ q r die Spitzen s der Scheibe t in die Controlmarke ein, was man durch Schauloch ν bezw. C beobachten kann. Die Klappe χ dient zum Verdecken von C.
Die Wirkungsweise des Schlosses ist nun folgende: Man dreht zunächst mit Hülfe, der Griffe k die Stellscheiben mit den Sperrscheiben in eine derartige Stellung, dafs 'die Einschnitte h der Sperrscheiben g in einem Kreis um den Bolzen b herumliegen, so dafs also beim Einschieben des Bolzens seine Nasen e auf keinen Widerstand stofsen. Hierbei fällt auch die Sperrklinke r in die Zähne q des Bolzens ρ ein. Diese Stellung zeigt Fig. 1 und 2. Darauf dreht man die Sperrscheiben etwas nach rechts oder nach links, und nunmehr kann man den Bolzen b nicht mehr herausziehen, da dessen Nasen e sich ah den Sperrscheiben g stofsen, die Thür ist also geschlossen. Bevor man die Scheiben verstellt, notirt man sich die Nummern auf denselben, welche man durch die Schaulöcher ο sehen mufs, wenn die Sperrscheiben so stehen, dafs man den Bolzen b wieder herausziehen kann, in dem dargestellten Falle Ani. Man kann nun jede beliebige Nummer, welche sich durch die Combination der Stellscheiben ergiebt, als Schlufsnummer wählen. Nur Derjenige ist im Stande, den Wagen zu öffnen, der diese Nummer kennt. Diese Nummer wird bei der
Absendung des Wagens notirt und im Begleitbrief dem Beamten der Empfangsstation mitgetheilt. Bevor jedoch der empfangende Beamte das Schlofs öffnet, beobachtet er durch Schauloch C ν die Controlmarke, welche mit dem Stempel der Abgangsstation versehen ist; ist diese verletzt, dann hat der befördernde Beamte die Thür geöffnet. Man hat es also auf diese Weise nicht nur in der Hand, ein Oeffnen des Wagens durch Unbefugte, sondern auch durch den befördernden Beamten zu verhindern. Damit die Kappe α nicht verloren geht, ist sie mittelst eines Kettchens w am Wagen aufgehängt.
Fig. 3 zeigt eine andere Anordnung der Stellscheiben zum Riegel, nämlich über einander, statt im Kreise, wodurch aber das Schlofs im Princip nicht geändert wird. Hier bleibt der Bolzen b selbst glatt, dagegen sind die den einzelnen Scheiben entsprechenden Bolzen i, 2, 3, 4, die an der Kappe α befestigt sind, derart mit den Vorsprüngen bezw. Einschnitten versehen, dafs sie bei unrichtiger Stellung der Stellscheiben nicht herausgezogen werden können.
In Fig. 5 und 6 ist eine vereinfachte Construction des Schlosses dargestellt. Die Stell- und Sperrscheiben i g sind hier wieder im Kreise angeordnet. Der Verschlufsbolzen b dagegen kann nicht vollständig aus dem Schlofs herausgezogen werden. Die Bethätigung des Controlhebels r geschieht unmittelbar durch den Riegel b mittelst der Nase A, und das Ein- und Aussetzen der Controlmarke ist nicht vom Wageninnern, sondern von aufsen zu bewirken, was für den praktischen Gebrauch von Vortheil sein soll.
■ Der Riegel b ist ferner an seinem Ende mit einer Kappe D versehen, welche beim Vorziehen desselben gegen eine Scheibe E stöfst, so dafs es nicht möglich ist, den Verschlufsbolzen vollständig aus dem Schlofs herauszuziehen. Im Weiteren wird die Controlmarke B nicht in eine Durchbohrung der Wagenwand eingesetzt, sondern sie befindet sich in einem an der Seite herausziehbaren Schieber C
Soll nun der Wagen geöffnet werden, dann wird, nachdem das Schlofs auf die richtige Schlufsnummer gestellt ist, die Schutzkappe a mit dem Bolzen b um ca. io mm bis zur Linie o-p, Fig. 5, zurückgezogen und darauf der Controlschieber C mit Hülfe der Nase F so weit hervorgezogen, dafs man die Marke B sehen kann, um zu prüfen, ob sie durchdrückt ist. H ist ein Sperrstift für den Controlschieber. Damit dieser das Ein- und Ausschieben des Schiebers C nicht hindert, ist dieser mit einem Schlitz J versehen. Nach Besichtigung der Controlmarke schiebt man C wieder hinein und zieht dann den Verschlufsbolzen so weit hervor, dafs er gegen die Scheibe E stöfst; dann ist Riegel b vollständig aufserhalb der Zunge c, die Kappe D befindet sich in dem Raum G. Das Schlofs ist also geöffnet. Die Schutzkappe α mit dem Bolzen b kann also hier nicht vollständig von dem Schlofs abgezogen werden, wodurch es unnöthig wird, diese vermittelst Ketten etc. am Wagen zu befestigen.
Bei der Benutzung des Schlosses bedient man sich vortheilhaft nachstehend beschriebener Verschlufscontrolhefte, von denen ein Blatt in Fig. 7 dargestellt ist. Jedes Blatt ist in drei Abtheilungen abc getheilt, welche von einander abgetrennt werden können. Der Abschnitt a, der im Controlheft zurückbleibt, enthält die Wagennummer und Eigenthümervermerke (z. B. Eisenbahndirection Elberfeld No. 13893) und ferner die Schlufsnummer des Schlosses, z. B. A111. Der Abschnitt b, dessen Rückseite gummirt ist, wird abgetrennt und die eine Hälfte auf den Controlschieber des Schlosses, welches sich auf der rechten Wagenseite befindet, die andere Hälfte dagegen auf den Schieber desjenigen, welches sich auf der linken Wagenseite befindet, geklebt. Der Abschnitt c wird, nachdem die Schlufsnummer — ^I111 — in die nicht gummirte abtrennbare Rundung seiner Rückseite geschrieben ist, auf den Frachtbrief geklebt. Die Nummer kann also erst abgelesen werden, wenn das Stück abgetrennt ' und umgelegt ist. Die Vorderseite der Marke ist abgestempelt, damit unberechtigtes Abnehmen und Wiederbekleben leicht zu bemerken ist.

Claims (1)

  1. PatEnt-Anspruch:
    Ein Stempelwerk für Controlschlösser, bestehend in einem Druckhebel (r s t) , welcher beim Zurückziehen des den Verschlufs bewirkenden Schlofstheiles . (b) derart bewegt wird, dafs er auf eine in einem Schieber (C) befindliche Controlmarke (B) ein Zeichen druckt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT58644D Stempelwerk für Controlschlösser Expired - Lifetime DE58644C (de)

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DE58644C true DE58644C (de)

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DENDAT58644D Expired - Lifetime DE58644C (de) Stempelwerk für Controlschlösser

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DE (1) DE58644C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5881588A (en) * 1994-01-21 1999-03-16 Altenloh, Brinck & Co. Gmbh & Co. Kg Security lock

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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