DE36268C - Wächter - Kontroluhr - Google Patents

Wächter - Kontroluhr

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DE36268C
DE36268C DE188636268D DE36268DD DE36268C DE 36268 C DE36268 C DE 36268C DE 188636268 D DE188636268 D DE 188636268D DE 36268D D DE36268D D DE 36268DD DE 36268 C DE36268 C DE 36268C
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Application number
DE188636268D
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English (en)
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H. O. SCHMIDT in Lütjenburg, Holstein
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C1/00Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
    • G07C1/20Checking timed patrols, e.g. of watchman

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
H. O. SCHMIDT in LÜTJENBURG (Holstein) Wächter-Controltihr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1886 ab.
Die nachstehend beschriebene Controluhr ist so eingerichtet, dafs dieselbe als Comtoiruhr oder Wanduhr dient, und dafs der Wächter nur einen groben, verschlossenen Apparat mit sich zu führen braucht, an welchem nichts passiren kann und mit welchem er doch seinen Rundgang machen mufs, 'da sonst dieser Schliefsapparat nicht geeignet ist, an der Uhr im Comtoir die nöthige Markirung abzugeben.
Dieser Schliefsapparat, Fig. 1, 2 und 3, ist ein Schlüssel mit verschlossenem Kasten, welcher eben nur dann in die Uhr eingesteckt werden kann, wenn das zu bewachende Terrain richtig begangen ist und der Wächter die in üblicher Weise an Ketten und verschiedenen Stellen angebrachten Stationsschlüssel (hier fünf angenommen) eingesteckt und einmal herumgedreht hat.
In das Zifferblatt der Uhr sind sieben Löcher eingebohrt, welche mit den Nachtstunden 11, 12, i, 2, 3, 4, 5 bezeichnet sind, Fig. 4. Bei ordnungsmäfsiger Bedienung der Controluhr kann der Wächter nach Ablauf der jedesmaligen Stunde durch Einstecken und Herum-'drehen seines Schliefsapparates ein Blättchen vor das Loch schieben, welches beweist, dafs er seine Pflicht gethan hat. Von Stunde zu Stunde hat er seinen Rundgang zu machen und seinen Schliefsapparat mit den Stationsschlüsseln zu bedienen. Läfst er nur einen unbenutzt, so versagt der Schliefsapparat in der Uhr seinen Dienst, das betreffende Blättchen läfst das Stundenloch offen und zeigt, zu welcher Zeit der Wächter unzuverlässig gewesen.
Den Schliefsapparat trägt der Wächter an einem Riemen mit sich. Ein vollständig verschraübter Kasten ä trägt ein hohles Schlüsselrohr b mit Doppelbart c c'. In dem Röhr liegt ein lose beweglicher Dorn d von ganz bestimmter Länge. Im. Kasten selbst sind drei Stifte e f und g fest eingenietet, e trägt einen Winkelhebel h (s. Seitenansicht, Fig. 1 ä) mit fliegendem Angriff h', welcher bei der Stellung Fig. i in die Kerben von fünf Rötationsplättchert f eingreifen kann, während bei der Stellung Fig. 2 die Spitze von h' auf die sich entgegenstellenden Zähne der Plättchen f auftreffen würden. Auf dem Stift g sind fünf winkelhebelartige Zuhaltungen g' gelagert und mit entsprechenden Federn versehen. Die ' Theile arbeiten ähnlich wie in einem Schlofs. Die Oberdecke des Kastens hat ein Schlüsselloch, dem Querschnitt der Stationsschlüssel entsprechend, i ist das Loch zur Aufnahme der Knöpfchen der Schlüssel· wenn ein Schlüssel nach dem anderen eingesteckt wird, so wird bei Umdrehung der der jeweiligen Bärtstellüng entsprechende Hebel g' ausgeklinkt und die entsprechende Scheibe f aus der Stellung Fig. 2 in die Stellung Fig. 1 gedreht. Sind sämmtliche Scheiben in diese Stellung Fig. ί gekommen, so kann, wie schon gesagt, der Winkelhebel h dem Druck, welcher auf den in die Uhr eingesteckten Dorn d ausgeübt wird, nachgeben, und der Schliefsapparat läfst sich somit mit dem ganzen Bart c seines Schlüssels in die Uhr einstecken und darin umdrehen. Hierdurch führt der fliegende Angriff W die Scheibe f wieder in die Stellung Fig. 2 zurück, und ein erneutes Einstecken
des Schliefsapparates wird erst wieder nach Verwendung der Stationsschlüssel möglich. Wird einer derselben ausgelassen, so wird der Dorn d durch den nun aufstofsenden Winkelhebel h verhindert, weit genug zurückzutreten, und der Dorn in der Controluhr selbst verhindert das vollständige Eintreten des Bartes c vom Schliefsapparat, welcher somit nicht umgedreht werden kann.
Durch dieses Umdrehen in der Controluhr geschieht folgendes: Der Bart c' wirkt hierbei auf die Schrägung c" eines Kniehebels k, Fig. 5, 6 und 7, dessen Ende zwei durch die Uhrwerksplatten hindurchgehende Stifte / trägt; Fig. 6 und 7 zeigen die beiden verschiedenen Stellungen der Hebel k und der durch sie bewegten Theile.
. Durch die Stifte / nämlich wird ein auf der Achse des Stundenzeigers gleitender Ring m, durch Feder m' angeprefst, verschoben und der mit seinen Enden auf m aufruhende Winkelhebel η bewegt. Letzterer hat seinen Drehpunkt am Ende des Armes 0, welcher an der Stundenzeigerwelle festgeschraubt ist. Der Hebel η trägt, vorn um eine Schraube n' drehbar, ein gekrümmtes Plättchen n", welches durch geeignete Federn gehalten wird, und also seitlich drehbar ist, um Hindernissen ausweichen zu können, wenn der Wächter seine Arbeit nicht ganz gethan hat. Beim Vorgehen des Hebels η (von der Stellung Fig. 6 in die Stellung Fig. 7) wird nun jeweilig eines der sieben Stundenplättchen p, Fig. 5, 6 und 8, welche auf der Rückseite des Zifferblattes angebracht sind, verschoben, indem n" an den Stift p' des Plättchens anschlägt. Die Spiralfeder q wird durch das Plättchen, welches in Schlitzen durch Schrauben p"p" geführt ist, gespannt, bis der Haken r, von seiner Feder angetrieben, mit seiner Nase hinter das Plättchen fällt und es nicht mehr zurückläfst. Hat also der Wächter von Abends 10 bis 11 Uhr seinen Rundgang ordnungsmäfsig bewirkt, so ist er, um 11 Uhr im Comtoir angekommen, im Stande, durch Einstecken und Umdrehen des Schliefsapparates, das ihm sonst unzugängliche Plättchen ρ vor das Loch 11 zu schieben, da nunmehr mit der Stundenzeigerwelle der Arm ο mit dem Hebel η so weit vorgerückt ist, dafs der betreffende Stift p' des Plättchens ρ von n" getroffen werden kann. Nun hat der Wächter seinen Rundgang von neuem zu bewirken und kann gegen Mitternacht das zweite Plättchen verschieben u. s. f., bis seine Dienstzeit vorüber ist. Am folgenden Tage wird, durch Einstecken des Uhrschlüssels zwecks Aufziehens der Uhr ein Hebel s, Fig. 5 und 8, um seinen Dorn s', welcher an der Rückseite des Zifferblattes befestigt ist, gedreht, wodurch das gabelförmig gestaltete Ende eine auf der Mittelachse gleitende Nufs t hebt, welche die Enden der klein'en Haken r andrückt und sie somit sämmtlich auslöst, so dafs die Verschlufsplättchen p, durch ihre Federn q angetrieben, wieder zurückspringen können und die Stundenlöcher frei machen, s", Fig. 8, ist eine Feder, welche den Hebel s in seine erste Lage zurückführt.
Die Federn q' dienen zum Antrieb der Haken r. Das um n', Fig. 6 und 7, drehbare Plättchen η" wird ebenfalls durch eine Drahtfeder angedrückt, und auf den vom Arm 0 getragenen Winkelhebel η wird durch die Draht-- oder Flachfeder n'" eingewirkt, wie aus Fig. 6 und 7 ohne Weiteres hervorgeht.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Ein fest verschraubter Schliefsapparat zum Tragen für den Wächter, bestehend aus drehbaren Plättchen f, an Zahl den verwendeten Stationsschlüsseln gleich, in Combination mit Winkelhebel h nebst seinem fliegenden Angriff h' und dem Dorn d von bestimmter Länge im Schlüsselrohr b des Schliefsapparates.
2. In der Uhr selbst die Anordnung des Winkelhebels k mit Stiften / in Combination mit Bund in und Winkelhebel nn", der vom Arm 0 der Stundenzeigerwelle getragen wird, zum Zwecke, die Stundencontrolplättchen ρ vorzuziehen.
3. Die Anordnung von Stundencontrolplätt- chen ρ mit Anschlagstiften ρ' und Federn q hinter dem Zifferblatt der Uhr, in Combination mit dem Sperrhaken r, zum Zwecke, die durch Hebel n" verschobenen Plättchen zu arretiren und die Stundenlöcher im Zifferblatt verschlossen zu halten.
4. Der Ausschaltmechänismus, bestehend aus Hebel s und Nufs t zum Andrücken der Enden sämmtlicher Haken r beim Aufziehen der Uhr durch den Uhrschlüssel.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE188636268D 1886-02-09 1886-02-09 Wächter - Kontroluhr Expired DE36268C (de)

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