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Ein das Trinken nachahmendes Spielzeug Die Erfindung-betrifft Spielzeuge,
bei,welchen das Nähren eines Kindes oder eines jungen Tieres mittels einer Flasche
nachgemacht wird.
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Es sind bereits Spielzeuge bekannt, bei welchen innerhalb der Puppe
ein Behälter angeordnet.ist, in welchem eine die Milch darstellende Fliissigkeit
eingeführt wird. Die bekannten Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß bei
ihnen die Flüssigkeit entweder zu schnell oder zu langsam durch die Mundöffnung
der Puppe in den Behälter im Puppenkörper einfließt und zuwenig die Natürlichkeit
des Trinkens nachgeahmt wird.
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Nach der Erfindung soll die Geschwindigkeit der Flüssigkeit auf dem
Wege von der Flasche in den Mund bzw. in den Puppen-. körper durch einfache Mittel
regelbar sein. Ferner soll nach der Erfindung der Austausch der ursprünglich innerhalb
des Aufnahmebehälters im Puppenkörper befindlichen Luft mit der in der Flasche vorhandenen
Flüssigkeit leicht und bequem vor sich gehen, ohne daß irgendwelche Störungen beim
Trinkvorgang eintreten..
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. Erfindungsgemäß wird die Luft gezwungen, in Form von kleinen Blasen
durch die Flüssigkeit durchzugehen, wodurch das Trinken besonders anschaulich gemacht
wird.'Die Geschwindigkeit des Durchfließens der Flüssigkeit und der die Flüssigkeit
in der Flasche ersetzenden Luft wird mittels einer einfachen und praktischen Vorrichtung
geregelt, so daß die Flasche je nach Wunsch schneller oder langsamer geleert werden
kann.
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In den Zeichnungen sind mehrere beispielsweise Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstandes dargestellt.
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Fig. i zeigt eine erfindungsgemäß ausgeführte Nährflasche mit Sauger
und mit in der Puppe befindlichem Behälter zur Aufnahme der Trinkflüssigkeit; Fig.
2 zeigt'im größeren Maßstab einen Teil des erfindungsgemäß ausgeführten Saugers
mit Nährflasche im Längsschnitt; Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform des Saugers;
Fig. q. ist ein Querschnitt längs der Linie 4-q. der Fig. i; Fig. 5, 6, 7 und 8
zeigen weitere Ausführungsformen des Saugers und der Nährflasche .im Querschnitt.
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In Fig. i ist der Kopf und ein Teil des Oberkörpers einer Puppe q.3
dargestellt. In letzterem befindet sich ein Behälter 42, der durch ein Rohr mit
der Mundöffnung i9 der Puppe verbunden ist. Durch Druck auf den Puppenkörper kann
der aus Gummi oder ähnlichem zusammendrückbarem Material tiergestellte Behälter
q. zusammengedrückt
und dadurch ein Teil der innerhalb dieses Behälters
sich befindenden Luft oder Flüssigkeit herausgedrückt werden. Durch die Expansion
des Behälters 42 wird an der Mundöffnung i9 eine Saugwirkung erzielt. durch - welche
die Flüssigkeit 12, die sich in der in die Mündung eingeführten Flasche.qo befindet,
iri'-den Behälter 4s eingesaugt wird. Der eigentliche Sauger 3 5 der Flasche 4o
ist durch , einen elastischem Mantel 36 umschlossen,. welcher eine luftdichte Verbindung
zwischen dem Sauger und dem Hals 37 der Flasche 4o bildet. Der Sauger 35 ist mit
einen Auslaß 38 für die Flüssigkeit 12 versehen. Eine zweite kleine Öffnung 39 für
die Luft befindet sich am Ende des Flaschenhalses.
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Wenn die Flasche 40 in die Mundöffnung 19 der Puppe 43 eingeführt
wird und der zusammengepreßte Behälter 42 sich auszubreiten anfängt, wird die Flüssigkeit
durch den Auslaß 38 und die Öffnung 41 durchgeführt, während die Luft in Form von
Blasen durch die Öffnung 39 in die Flasche eindringt. Durch diese. Bewegung der
Luft wird ein Sauggeräusch erzeugt, welches dem durch Saugen erzeugten Geräusch
des Kindes ähnlich ist. .
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In der in Fig. 2 und 4 dargestellten Ausführungsform ist die Flasche
44 mit einem Sauger 45 versehen, welcher den üblichen Ausfluß 46 für die
Flüssigkeit aufweist. Der Sauger 45 ist auch mit einem Längsschlitz 47 versehen,
der sich längs des ganzen Saugers erstreckt und das Innere der Flasche mit der Außenluft
verbindet. Der Sauger 45 ist von einem elastischen Mantel 48 umschlossen, welcher
in den Hals 49 der Flasche 44 paßt. Der Druck des Flaschenhalses 4.9 gegen den Mantel
48 wird dadurch geändert, daß der Sauger 45 stärker oder weniger stark in den Flaschenhals
hineingepreßt wird. Auf diese Weise ist es möglich, den Querschnitt des Schlitzes
47 zu ändern und die durch diesen Schlitz durchgehende Luftmenge zu regulieren.
Da die Menge der durch die öffnung 38 herausfließenden Flüssigkeit durch die Menge
der hereinströmenden Luft bedingt ist, wird dadurch die Möglichkeit gegeben, die
Geschwindigkeit des Saugens zu ändern. Wie bereits erwähnt, wird der Querschnitt
des Schlitzes 47 dadurch geändert, daß infolge der Änderung des Druckes des Flaschenhalses
der Gummimantel 48 in einem größeren oder kleineren Umfang in den Schlitz 47 hineingedrückt
wird.
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In der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist der Flaschenhals
62 mit einem Schlitz 61 versehen. Dieser Schlitz spielt dieselbe Rolle wie der in
Fig. z dargestellte Schlitz, der an der Außenfläche des Saugers angebracht ist.
Dabei ist es gleichgültig, ob der Schlitz am Hals der Flasche oder in dem Sauger
angeordnet ist und ob nur ein Schlitz oder mehrere vorgesehen sind.
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In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist der Sauger 5o aus
Gummi ausgeführt; er weist den üblichen Flüssigkeitsanslaß 5 i und einen zweiten
Durchgang 52
für die Luft auf. Es ist nicht notwendig, bei dieser Ausführungsform
einen Gummimantel zu verwenden, weil infolge der verjüngten Form des Teiles 53 des
Saugers 5o der Querschnitt der Öffnung 52 geändert wird, je nachdem, ob der Sauger
5o stärker oder weniger stark in die Flasche hineingeführt wird. Nach der in Fig.
5 dargestellten Ausführungsform. weist der Gummimantel 55,
welcher einen Sauger
56 umschließt, eine Rinne 54 auf. Der Querschnitt der Rinne 54 wird durch die Lage
des Saugers 56 innerhalb -der Flasche 57 auf die oben beschriebene Weise geändert.
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Der Sauger 58 kann auch mit mehreren Längsrippen 59 versehen sein,
wie in Fig. 6 dargestellt ist. Zwischen diesen Rippen befinden sich Durchgänge,
welche durch den Mantel 6o begrenzt sind und deren Querschnitt veränderbar ist.
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Nach der in Fig.8 dargestellten Ausführungsform ist ein Sauger 63
von einem schwammartigen Mantel 64 umschlossen, welcher Durchgänge für die Luft
enthält, die nach Wunsch kleiner oder größer gemacht werden können, je nach der
Lage des Saugers 63 innerhalb der Flasche 65.
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Im allgemeinen sollen die Öffnungen für die Luft in der Nähe der Öffnung
für die lilUissigkeit sein; damit Luftblasen durch die Flüssigkeit hindurchgehen
können. In diesem Falle wird nämlich der Anschein erweckt, als ob diese Blasen unmittelbar
aus der Flüssigkeitsiiifnung kommen. Andererseits muß aber zwischen den beiden Öffnungen
genug-Abstand bleiben, damit die Luft tatsächlich durch die Flüssigkeit hindurchgehen
kann und nicht durch die herausfließende Flüssigkeit mitgerissen wird.
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An Stelle von einzelnen Schlitzen oder Rinnen' können auch mehrere
sich kreuzende Schlitze verwendet werden. Die Schlitze können längs der ganzen Außenfläche
des Saugers angeordnet sein und mit dem Flüssigkeitsauslaß in Verbindung stehen,
oder sie können nur an einem Teil der Seitenfläche angebracht sein.