DE574777C - Aus Blech hergestellter, geschlossener Wagenkasten fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Aus Blech hergestellter, geschlossener Wagenkasten fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen aus Blech hergestellten, geschlossenen Wagenkasten
für Kraftfahrzeuge, dessen einzelne Öffnungen für Türen und Fenster enthaltende Wände aus einem Preßteil bestehen, der
gleichzeitig die Außenverkleidung des Wagenkastens bildet.
Bisher waren die aus gepreßten Blechteilen hergestellten Wagenkästen im wesentlichen
to den aus Holz bzw. aus Holz und Metall bestehenden
Wagenkästen nachgebildet. Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde,
daß die Eigenschaften von Holz und Blech so grundsätzlich verschieden sind, daß man
bei der Entwicklung eines aus Blech hergestellten Wagenkastens weitgehend die alte,
auf die Verwendung von Holz zugeschnittene Bauart verlassen muß.
Bei den bekannten, aus Blech oder Holz hergestellten Wagenkästen sind die großen
Fenster- bzw. Türrahmen aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt. Dies erfordert
viel Zusammenbauarbeit und die Verwendung besonderer Eckverbindungsteile. Ferner werden
bei den in der alten Weise hergestellten Fenster- bzw. Türrahmen die gewünschten
Abmessungen nur bei sehr sorgfältigem und entsprechend zeitraubendem Zusammenbauen
so genau eingehalten, daß die Türen bzw. Fenster ohne Nacharbeit in die Rahmen eingesetzt
werden können.
Die Nachteile der bekannten Ausführungen werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden,
daß um die Öffnungen herum ein zur Ebene des Preßteiles annähernd senkrechter, den Tür- oder Fensterrahmen bildender
Flansch herausgepreßt ist, und daß von den äußeren Rändern dieses Preßteiles nach dem
Wageninneren zu insbesondere einen Randteil des Daches oder die Unterseite der Türschwelle
bildende Flanschen abgebogen sind, wodurch um die -Öffnungen herum ineinander
übergehende, einen wesentlichen Teil des Rahmenwerkes der Wandung bildende Rinnen
entstehen. Die Rahmen werden also ausschließlich durch Preßvorgänge gebildet, es
wird jegliche nachträgliche Zusammenarbeit der einzelnen Rahmenglieder vermieden, so
daß jeder der mit den gleichen Preßgesenken hergestellten Rahmen genau die gleichen Abmessungen
erhält. Die freien Ränder des zur Bildung des Tür- und Fensterrahmens dienenden
Flansches weisen gemäß der Erfindung auf die Mitte der Öffnung zu gerichtete, zur
Hauptebene des Preßteiles parallele Abbiegungen auf, die als Anlage für die Türen
und Fenster oder zur Verbindung mit den Innenwänden dienen. Ferner sind gemäß der
Erfindung die längs der äußeren Ränder des Preßteiles abgebogenen Flanschen mit zur
Hauptebene des Preßteiles parallelen Abbiegungen versehen, die gleichfalls zur Verstärkung
und zur Verbindung des Preßteiles mit anschließenden Teilen oder zur Befestigung
des Preßteiles am Fahrzeug dienen. to Um die Festigkeit des in der angegebenen Weise hergestellten Rahmens zu erhöhen,
finden gemäß der Erfindung innere, im wesentlichen flache, vorzugsweise gleichfalls eine
Öffnung vollkommen umschließende Blechpreßteile Verwendung, welche mit den inneren,
die Tür- oder Fensterrahmen bildenden Flanschen der äußeren Preßteile und auch in.
einigem Abstand von der öffnung, vorzugsweise längs des äußeren Randes des einen
oder beider Preßteile, miteinander verbunden sind.
Zwei oder mehrere gemäß den vorstehenden Angaben hergestellte Tür- bzw. Fensterrahmen
können in einem zusammenhängenden Preßteil ausgebildet sein. Diese Ausbildung kann so weit gehen, daß je eine ganze Seitenwand
mit sämtlichen Tür- und Fensteröffnungen durch einen einzigen äußeren Preßteil gebildet wird, wobei die Flanschen—zweier
benachbarter Rahmen mit dem dazwischenliegenden Teil des Bleches Pfosten bzw. Wandteile mit im wesentlichen U-förmigem
Querschnitt bilden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Bild ι zeigt eine Seitenansicht eines Wagen-" kastens.
Bild 2 zeigt den Oberteil des Wagenkastens in schaubildlicher Ansicht.
Bild 3 zeigt den Vorderteil des in Bild 2 dargestellten Wagenkastenoberteiles in schaubildlicher
Ansicht von vorn.
Bild 4 zeigt eine schaubildliche Innenansicht des äußeren Seitenwandpreßteiles.
Bild 5 zeigt den inneren Seitenwandpr.eßteil in dem Bild 4 entsprechender Darstellung.
Die Bilder 6 bis 17 zeigen Schnitte längs der mit entsprechenden Ziffern bezeichneten
Linien des Bildes 2.
Der in Bild 1 dargestellte Kraftwagen weist
einen Fahrgestellrahmen U auf, dessen Längsträger S und Querträger B gleichzeitig als
Unterrahmen für den keinen eigenen Boden aufweisenden Wagenkastenoberteil A dienen.
Der eigentliche Wagenkasten A besteht aus einer verhältnismäßig geringen Anzahl von
Blechpreßteilen, nämlich einem vorderen Preßteil C, zwei äußeren Seitenpreßteilen D,
zwei inneren Seitenpreßteilen D', einem Rückwandverkleidungspreßteil B und einem
Dachpreßteil F. Selbstverständlich können verschiedene dieser Preßteile aus mehreren
einzelnen, vor ihrer Vereinigung mit den anderen Teilen durch Schweißen oder in anderer Weise verbundenen kleineren Preßteilen
bestehen. Es ist jedoch zweckmäßig, diese sieben Hauptteile des Wagenkastens aus
je einem Stück zu pressen.
Die Vorderwand C besteht aus dem verhältnismäßig flachen Windlaufteil 30, der
einen nach innen abgesetzten Auflageflansch 31 für die Motorhaube H aufweist. Der
vordere und äußere Teil 32 der vorderen Pfosten und die vorderen Teile 33 und 34 der
oberen bzw. unteren Windscheibeneinfassung bilden zusammen den Windscheibenrahmen.
Der obere Teil 33 ist so ausgebildet, daß er gleichzeitig einen schmalen Blendschirm und
den vordersten Teil des Daches bildet. Um die Öffnung herum weisen die Rahmenglieder
32J 33> 34 einen nach der Öffnungsmitte zu
gerichteten fortlaufenden Flansch 73, 38, 36 auf. Um den unteren Flanschabschnitt 36 ist
der hintere Rand 37 eines . inneren Versteifungspreßteiles 34' umgebördelt, wobei
sich der Teil 34 auf eine Schulter 35 des Teiles 34' auflegt, während der vordere Rand
des Teiles 34' mit dem Flansch 31, z. B. durch Schweißen, verbunden ist. Durch eine ähnliche
Umbördelungsverbindung ist der untere Rand eines inneren oberen Versteifungspreßteiles
33' mit dem Flanschabschnitt 38 verbunden. Der Dachpreßteil F liegt mit seinem
vorderen, auf sich selbst und dann nach unten abgebogenen Randabschnitt 39, 40 gegen den
entsprechend gestalteten oberen, hinteren Randabschnitt 41 des Preßteiles 33 an. Um
die beiden z. B. durch Schweißung verbundenen Flanschen 40, 41 ist der obere Randabschnitt
42 des inneren Teiles 33' umgebördelt.
An dem die äußere Seitenwandverkleidung bildenden Preßteil D läßt sich unterscheiden
zwischen einem oberen Trägerabschnitt 43, einem Schwellenabschnitt 54, einem Vorderpfostenabschnitt
69, einem mittleren Pfostenabschnitt 49 und einem hinteren Pfosten- und Rücksitzabschnitt 50. Um die vordere Türöffnung
herum ist von den Abschnitten 43, 69, 54; 49 ein den vorderen Türrahmen bildender
fortlaufender Flansch 44, 48, 55, 57 nach der Wagenmitte zu abgebogen. In entsprechender
Weise wird der hintere Türrahmen durch einen fortlaufenden, von den Abschnitten 43,
49/54» So abgebogenen Flansch 44, 57, 55, 52 gebildet. Schließlich wird auch der hintere
Fensterrahmen durch einen sich fortlaufend um die Fensteröffnung herum erstreckenden,
von den Abschnitten 43, 50 nach innen herausgebogenen Flansch 44, 53 gebildet. Zur
Versteifung und zur Bildung eines Anschlages für die Türen und Fenster werden die Flan-
sehen 44, 48, 55, 57, 52 und 53 durch nach der
Mitte der betreffenden Öffnung gerichtete Abbiegungen 47, 58, 59 bzw. 60 fortgesetzt.
Von dem oberen Rand des Trägerabschnittes 43 ist ein den Randteil des Daches bildender,
nach der Wagenmitte zu gerichteter Flansch 45 abgebogen, der in den den Randteil der
Rückwand bildenden, von der Hinterkante des Abschnittes 50 abgebogenen Flansch 50"
xo übergeht. Auch von der unteren Kante der Schwellenteile 54 ist ein nach der Wagenmitte
zu gerichteter, die Unterseite der Schwelle bildender Flansch 56 abgebogen. Die Flanschen
45, 50° und 56 werden durch zur Hauptebene des Preßteiles parallel verlaufende Abbiegungen
46 und 61 fortgesetzt.
Mit dem äußeren Seitenwandpreßteil D ist ein in seinen Umrissen entsprechend gestalteter
innerer Preßteil D' verbunden. Bei diesem inneren Preßteil kann man unterscheiden
zwischen einem oberen Trägerabschnitt 43', dem Windlauf- und Vorderpfostenabschnitt
48', dem mittleren Pfostenabschnitt 49', dem Hinterpfosten- und Rücksitzabschnitt 52' und
dem Schwellenabschnitt 54'. In einigem Abstand von den Öffnungen ist der innere Preßteil
D' mit zu den Rändern der Öffnung parallel verlaufenden Eindrücken 74,75,76,77
versehen, die als Anlageschulter für die die Rahmen bildenden Flanschen 44, 48, 55, 57,
52, S3 dienen. Die über die Eindrückungen nach der Öffnung zu hinausragenden Teile des
inneren Preßteiles Ώ' sind mit den Anlageflanschen 47, 58, 59, 60 des äußeren Verkleidungsbleches
durch Umbördelung verbunden. Auch längs des unteren Randes des Schwellenteiles 54 ist im inneren Preßteil D' eine Anlageschulter
78 ausgebildet, gegen die sich der Flansch 56 des äußeren Schwellenabschnittes
54 anlegt, wobei der Flansch 61 mit dem Rand des inneren Preßteiles durch Umbördelung1
verbunden ist.
Die Verbindung des Vorderwandteiles mit den Seitenwänden ist aus den Bildern 8 und 9
ersichtlich. Der äußere vordere Randabschnitt 69 des Seitenwandpreßteiles D überlappt einen
nach hinten gerichteten, nach innen abgesetzten Flansch 70 des Pfostenabschnittes 32 der
Vorderwand und ist mit demselben, z. B.
durch Punktschweißung, verbunden. Der obere Teil des inneren Pfostenabschnittes 48'
weist eine Anlageschulter 72 für den Flansch 73 des Windscheibenrahmens auf, wobei die
beiden aneinanderliegenden Randabschnitte durch Umbördelung bzw. durch Schweißung
miteinander verbunden sind. Unterhalb der Windscheibenöffnung ist die vordere Wand
des inneren verbreiterten Windlaufabschnittes 48' mit dem Flansch 31 des äußeren Windlaufteiles
32 z.B. durch Schweißung verbunden.
Oberhalb der Tür- und Fensteröffnungen und längs der hinteren Kante ist der innere Trägerabschnitt 43' bzw, der Rücksitzabschnitt 52' nach innen gewölbt, legt sich mit seinem inneren Rand 80 gegen den Flansch 46 des äußeren Preßteiles D an und ist um diesen Flansch sowie um die mit demselben vereinigten Flanschen 63 des Dachpreßteiles F bzw. Rückwandpreßteiles E herumgebogen.
Oberhalb der Tür- und Fensteröffnungen und längs der hinteren Kante ist der innere Trägerabschnitt 43' bzw, der Rücksitzabschnitt 52' nach innen gewölbt, legt sich mit seinem inneren Rand 80 gegen den Flansch 46 des äußeren Preßteiles D an und ist um diesen Flansch sowie um die mit demselben vereinigten Flanschen 63 des Dachpreßteiles F bzw. Rückwandpreßteiles E herumgebogen.
Unterhalb der hinteren Seitenfensteröffnung ruht der innere Abschnitt 52' mit einem von
seinem unteren Rande abgebogenen Flansch 81' auf der Krone 51 des in dem äußeren
Preßteil D vorgesehenen Radgehäuses auf und ist mit derselben verbunden. Im Radgehäuseabschnitt
ruht der äußere Preßteil D mit einem von seiner Unterkante abgebogenen Flansch 79 auf dem Fahrzeugträger O' auf
und ist mit demselben verbunden, während die Verbindung des Wagenkastenoberteiles mit
den Fahrzeugträgern S unterhalb der Türöffnungen in der aus Bild 10 ersichtlichen
Weise erfolgen kann.
Eine Auspressung 81, 82 erstreckt sich oberhalb der Tür- und Fensteröffnungen
im wesentlichen über die ganze Länge des Wagenkastens und bildet einen Regenablauf.
Die inneren Preßteile sind mit Durchbrechungen versehen, die die Anbringung
der Auspolsterung erleichtern und das Gewicht ohne wesentliche Beeinträchtigung der Festigkeit verringern. Sowohl die äußeren
als auch die inneren Preßteile bestehen aus verhältnismäßig leichtem Ziehblech. An Stelle
der dargestellten Umbördelungsverbindung können natürlich auch ausschließlich oder teilweise
andere Verbindungen, wie Schweißungen, Anwendung finden. Die die Tür- und Fensterrahmen bildenden Flanschen sind in
den Ecken verhältnismäßig stark abgerundet, und in diesen Abrundungen können zur Zentrierung
der Tür dienende Teile angeordnet sein.
Die Außenhaut des Wagenkastens bildet ein in sich festes und starres Gebilde, trotzdem
kein besonderes versteifendes Rahmenwerk vorhanden ist, und kann allein nach ihrer Verbindung mit dem Unterrahmen
widerstandsfähig genug sein, um alle beim Gebrauch auftretenden Beanspruchungen und
Stöße auszuhalten. Zweckmäßig wird jedoch die Außenhaut durch die inneren Preßteile,
durch die hohlträgerartige Gebilde entstehen, verstärkt.
Claims (5)
- Patentansprüche:r. Aus Blech hergestellter, geschlossener " Wagenkasten für Kraftfahrzeuge, dessen einzelne Öffnungen für Türen und Fenster enthaltende Wände aus einem Preßteil bestehen, der gleichzeitig die Außenverkleidung des Wagenkastens bildet, dadurchgekennzeichnet, daß um die Öffnungen herum ein zur Ebene des Preßteiles annähernd senkrechter, den Tür- oder Fensterrahmen bildender Flansch herausgepreßt ist, und daß von den äußeren Rändern dieses .Preßteiles nach dem Wageninnern zu insbesondere einen Randteil des Daches oder die Unterseite der Türschwelle bildende Flanschen (z. B. 45, 56) abgebogen sind, wodurch um die Öffnungen herum ineinander übergehende, einen wesentlichen Teil des Rahmenwerkes der Wandung bildende Rinnen entstehen.
- 2. Wagenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Ränder des zur Bildung des Tür- oder Fensterrahmens dienenden Flansches auf die Mitte der Öffnung zu gerichtete, zur Hauptebene des Preßteiles (D, C) parallele Abbiegungen (z. B. 36, 47, 60) aufweisen, die als Anlage für die Türen und Fenster oder zur Verbindung mit den Innenwänden (34', 43', D') dienen.
- 3. Wagenkasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die längs der äußeren Ränder des Preßteiles abgebogenen Flanschen (45, 56) mit zur Hauptebene des Preßteiles parallelen Abbiegungen (46, 61) versehen sind, die gleichfalls zur Verstärkung und zur- Verbindung des Preßteiles mit anschließenden Teilen (F, E) oder zur Befestigung des Preßteiles (Ό) am Fahrzeugrahmen (S) dienen.
- 4. Wagenkasten nach Anspruch i, 2 oder 3, gekennzeichnet durch innere, zur Verstärkung dienende, im wesentlichen flache, vorzugsweise gleichfalls eine öffnung vollkommen umschließende Blechpreßteile (D', 33', 34'), welche mit den inneren, die Tür- oder Fensterrahmen bildenden Flanschen der äußeren Preßteile (D, C) und auch in einigem Abstand von der Öffnung, vorzugsweise längs des äußeren Randes des einen oder beider Preßteile, miteinander verbunden sind.
- 5. Wagenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandpreßteile oberhalb der Tür- oder Fensteröffnungen eine längsgerichtete Anpressung (81, 82) als Regenablauf besitzen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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