DE57346C - Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher indulinartiger Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher indulinartiger Farbstoffe

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DE57346C
DE57346C DENDAT57346D DE57346DA DE57346C DE 57346 C DE57346 C DE 57346C DE NDAT57346 D DENDAT57346 D DE NDAT57346D DE 57346D A DE57346D A DE 57346DA DE 57346 C DE57346 C DE 57346C
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DENDAT57346D
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DAHL & CO. in Barmen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Nachdem durch die Patente No. 36899, 39763, 43088 und 45803 ein Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher basischer . Induline bekannt geworden war, indem an Stelle der nur spirituslösliche Induline liefernden Monamine Diamine, insbesondere p-Diamine gesetzt wurden, wobei man diese mit salzsaurem Amidoazobenzol oder anderen Induline liefernden Azoverbindungen, oder aber mit Uebergangsformen von den Azokörpern zu den Indulinen, z. B. mit Azophenin verschmolz, ist in anderen Patenten die Anwendung des p-Phenylendiamins dahin ausgedehnt worden, däfs man dasselbe auf schon fertig gebildete spirituslösliche Induline einwirken liefs. So wird z. B. nach Patent No. 50819 aus einem neuen Indulin durch Verschmelzen mit p-Phenylendamin ein wasserlösliches Indulin hergestellt; ferner wird nach dem Patent No. 53357 gewöhnliches Spritindulin durch Schmelzen mit ρ-Diaminen in wasserlösliches Indulin übergeführt.
In Nachstehendem werden wasserlösliche Induline beschrieben, welche erhalten werden durch Einwirkung von p-Phenylendamin auf gewisse wasserunlösliche Induline, welche verschieden sind von den in den PatentenNo. 50819 und 53357 beschriebenen.
Beispiel I. 30 kg salzsaures Amidoazobenzol und 20 kg Diphenylamin werden auf ca. 1700 C. erhitzt, bei welcher Temperatur unter lebhafter Reaction die Bildung eines Indulins stattfindet. Sobald alles Amidoazobenzol verschwunden ist, werden 30 kg p-Phenylendamin und 5 kg Benzoesäure eingetragen und die Mischung so lange bei ca. i8o° verschmolzen, bis eine Probe sich in verdünnter Salzsäure klar löst. Alsdann giefst man die Schmelze aus, löst in 800 1 Wasser unter Zusatz von 60 kg Salzsäure, filtrirt von geringen Mengen unlöslicher Substanzen ab und fällt den Farbstoff mit Kochsalz.
' Der so entstandene Farbstoff löst sich in heifsem Wasser leicht mit schön blauer Farbe und färbt tannirte Baumwolle, je nach der Dauer des Schmelzprocesses röthlichblau bis grünlichblau.
Beispiel II. 30 kg salzsaures Amidoazobenzol und 20 kg Benzidin (oder Tolidin) werden auf 160 bis 1700 C. erhitzt, bis nach der ziemlich lebhaften Reaction alles Amidoazobenzol verschwunden ist. Alsdann werden 30 kg p-Phenylendamin und 5 kg Benzoesäure zugesetzt und das Ganze so lange auf ca. i8o° erhitzt, bis eine Probe in verdünnter Salzsäure klar löslich ist. Die Schmelze wird dann, wie unter I. angegeben, aufgearbeitet. Der Farbstoff färbt tannirte Baumwolle grünlichblau.
Beispiel III. Durch Verschmelzen von 30 kg salzsaurem Amidoazobenzol und 20 kg α-" Naphtylamin wird ein naphtalinhaltiges Indulin erhalten. Dasselbe wird unter Zusatz von 30 kg p-Phenylendiamin und 5 kg Benzoesäure bei ca. 180° weiter geschmolzen, bis sich eine Probe' in verdünnter Salzsäure klar löst. Es entsteht ein blauvioletter Farbstoff, der, wie in Beispiel I. angegeben, weiter verarbeitet wird.
Beispiel IV. Wird an Stelle des im Beispiel III. angeführten a-Naphtylamins ß-Naphyl-
amin verwendet, so entsteht ein Farbstoff, welcher tannirte Baumwolle röthlichschwarz färbt.
Alle diese Farbstoffe haben die Eigenschaft, sich auf ungeheizter Baumwolle zu fixiren.
Durch Behandeln der gefärbten Faser mit sauren chromsauren Alkalien werden die Färbungen waschechter; eine ähnliche Wirkung wird durch andere Metallsalze, welche zugleich oxydirend wirken, erzielt, z. B. durch Kupfer- und Eisenoxydsalze.

Claims (1)

  1. Pa tent-An spruch:
    Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher Induline, darin bestehend, dafs man die durch Schmelzen von salzsaurem Amidoazobenzol (oder der bei der Indulinschmelze sonst dafür gebräuchlichen Ersatzmittel, als Azobenzol, Azoxybenzol und deren Amidoderivate) mit Diphenylamin, Benzidin, et- und ß-Naphtylamin zu erhaltenden wasserunlöslichen Induline und die hierbei entstehenden Zwischenproducte mit p-Phenylendiamin: auf ca. i8o° erhitzt, bis die Farbstoffe wasserlöslich geworden sind.
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