DE86608C - - Google Patents

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DE86608C
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toluidine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, dafs durch Einwirkung von p-Amidoazokörpern auf gewisse primäre aromatische Amine mit unbesetzter Parastellung Farbstoffe der Safraninreihe entstehen. Auf diese Weise ist Magdalaroth ausp-Amidoazonaphtalin und a-Naphtylamin, ferner Safranin aus p-Amidoazotoluol und salzsaurem Anilin bezw. o-Toluidin erhalten worden (Ber. X, S. 662 und 873).
Indessen bilden sich bei dieser Reaction so viel Nebenproducte, dafs die Methode niemals als technisches Verfahren Bedeutung erlangt hat.
Es ist nun gelungen, durch. Anwendung eines Substitutionsproductes des o-Toluidins, nämlich des ρ - Dimethylamido - ο - toluidins CH3 : NH2 : N(CH3J2 =. 1:2:4 (darstellbar nach bekannter Methode durch Nitrirung und Reduction von Dimethyl-p-toluidin) nicht nur die Reaction zu einer sehr glatten zu gestalten, sondern dabei auch neue Farbstoffe zu erhalten, welche sich durch ihre rein scharlachrothe Nuance wesentlich von den bis jetzt dargestellten Producten unterscheiden.
Es wurde dabei als vortheilhaft erkannt: i. unter Vermeidung eines Ueberschusses des primären Amins 3 Mol. des Amidoazokörpers auf 2 Mol. Dimethylamidotoluidin einwirken zu lassen, 2. nicht mit den freien Basen, sondern mit den Salzen der Componenten zu arbeiten.
Als p-Amidoazokörper seien vorerst die folgenden einfachsten Repräsentanten genannt: Amidoazobenzol, Amidoazotoluol (aus ο-Toluidin), Amidoazoxylol (aus p-Xylidin), Benzolazo-a-naphtylamin.
Die Reaction selbst führt man bei Gegenwart eines passenden indifferenten Verdünnungsmittels, am besten Glycerin, unter Erwärmen aus.
Beispiel:
4 kg salzsaures o-Amidoazotoluol, 1,5 kg o-Amidodimethyl - ρ - toluidin, 2,4 kg Salzsäure (30 pCt.) und 4 kg Glycerin werden in einem emaillirten Kessel unter Rühren allmählich auf ca. iio° erhitzt. Unter Aufschäumen vollzieht sich die Reaction. Gegen Ende derselben erstarrt die Masse krystallinisch. Man löst das Reactionsproduct in 150 1 heifsem Wasser, versetzt mit 1,5 kg Soda und treibt das regenerirte o-Toluidin mit Dampf ab. Die zurückbleibende Lösung des Farbstoffs wird nach einigem Stehen filtrirt und der Farbstoff nach dem Ansäuern mit Kochsalz gefällt.
Statt Glycerin lassen sich auch Wasser, Spiritus oder andere passende Verdünnungsmittel verwenden. Das Arbeiten mit freiem o-Amidodimethyl-p-toluidin ist weniger vortheilhaft.
Die so erhaltenen Farbstoffe zeigen die allgemeinen Eigenschaften der Safranine und besitzen insbesondere eine hohe Krystallisationsfähigkeit. Sie repräsentiren die ersten rein scharlachrothen basischen Farbstoffe von genügender Beständigkeit. Scharlachrothe Nuancen auf gebeizter Baumwolle konnten bisher immer nur durch Mischung blaurother Farbstoffe (ins-
besondere des Safranins selbst) mit gelben Farbstoffen erhalten werden. Derartige Mischfarben haben aber bekanntlich in ihrer Anwendung stets die mannigfachsten Uebelstände im ■ Gefolge, welche verschwinden, sobald einheitliche Producte verwendet werden.
Es ergiebt sich hieraus der technische Fortschritt, der durch das beanspruchte Verfahren gegenüber früheren Arbeiten erzielt wird. Nach der Patentschrift Nr. 59063 werden unter Anwendung von Nitrosodialkylanilin nur fuchsinrothe bis violette Farbstoffe erhalten; gleichfalls violettroth sind die Farbstoffe der Patentschrift Nr. 69188, welche ebenfalls von p-Dimethylamido-o-toluidin ausgeht, einer Base, die in der Patentschrift Nr. 59063 zwar vorgesehen, aber nicht namentlich erwähnt ist; das Verfahren der Patentschrift Nr. 77116 endlich verwendet andere Basen und erzielt damit nur graublaue, violette bis grünliche Farbtöne; stark basische Farbstoffe vom Typus des Safranins werden nach letzterem Patent überhaupt nicht erhalten.
Demnach besteht das Wesentliche des beanspruchten Verfahrens darin, von einem bestimmten Amin, eben jenem p-Dimethylamidoo-toluidin auszugehen und aus demselben durch Einwirkung bestimmter unsubstituirter p-Amidoazokörper scharlachrothe stark basische Farbstoffe vom Typus des Safranins zu erhalten.
Im Folgenden sind einige Eigenschaften der neuen Farbstoffe tabellarisch zusammengestellt:
Farbstoff aus Lösung
in concentrirter
Schwefelsäure
Beim Verdünnen
mit Wasser
Löslich
in
Spiritus
Wässerige Lösung
beim Kochen mit
Natronlauge
Die wässerige
Lösung giebt
beim Diazotiren
Amidoazo-
benzol
blaugrün violett, dann
scharlachroth
scharlachroth
mit gelber
Fluorescenz
unverändert blaue Lösung
Amidoazotoluol grün violett, dann
scharlachroth
scharlachroth
mit gelber
Fluorescenz
unverändert blaue Lösung
Amidoazoxylol grün violett, dann
scharlachroth
scharlachroth
mit gelber
Fluorescenz
unverändert blaue Lösung
Benzolazo-a-
, naphtylamin
grün erst violett, dann
roth
scharlachroth
mit gelber
Fluorescenz
unverändert violettblaue
Lösung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren- zur Darstellung, scharlachrother Farbstoffe der Safraninreihe gemäfs dem durch das Patent Nr. 69188 geschützten Verfahren durch Einwirkung der Salze von nicht substituirten ρ -Amidoazokörpern auf p-Dimethylamido-o-toluidin bezw. dessen Salze bei erhöhter Temperatur und bei Gegenwart indifferenter Lösungs- oder Vertheilungsmittel.
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