DE199846C - - Google Patents

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DE199846C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/005Gallocyanine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Kondensation der Gallocyanine mit den Aminen der Fettreihe sowie mit aromatischen Aminen ist durch die Patentschriften 57459, 64387, 65080, 69546, 55942, 57453. 59134 und 87935 bekannt geworden. Eine Kondensation derselben Farbstoffe mit Ammoniak wurde bisher nirgends beschrieben.
Es wurde nun gefunden, daß1 diese Kondensation ausführbar ist, jedoch nur mit denjenigen Gallocyaninen, welche sich von der Gallaminsäure ableiten, und nur in Gegenwart eines aromatischen Nitrokohlenwasserstoffes gemäß den Angaben des Hauptpatents. Die so erhaltenen Kondensationsprodukte aus den von der Gallaminsäure abgeleiteten Gallocyaninen und Ammoniak sind in konzentrierter Schwefelsäure mit rotbrauner Färbung löslich. Sie enthalten wahrscheinlich eine NH2- Gruppe, da sie sich diazotieren lassen und ihre Diazoderivate sich mit den gebräuchlichen Azokomponenten kuppeln lassen. Sie stellen dunkelbraune Pulver dar, die in Wasser fast unlöslich sind, sich in Alkohol etwas lösen mit grünblauer Färbung. Zu ihrer gewerblichen Verwendung ist es vorteilhaft, die neuen Kondensationsprodukte in Leukoderivate überzuführen, deren Chlorhydrate in Wasser leicht löslich sind und auf chromierten Fasern lebhafte, reine, grünblaue Nuancen liefern.
Es ist zwar schon durch die Patentschrift 59084 bekannt geworden, daß gewisse Oxazinfarbstoffe , wie Dimethyl- und Diäthylneublau, sich mit Ammoniak verbinden lassen. Es war aber nicht vorauszusehen, daß die von der Gallaminsäure abgeleiteten GaIIo-cyanine ebenfalls mit Ammoniak reagieren würden, denn die Gallocyanine nehmen unter den Oxazinen eine Sonderstellung ein [die Gallocyanine kondensieren sich z. B. mit Phenolen (Patentschriften 77452 und 84775), nicht aber das Dimethyl- bzw. Diäthylneublau], und außerdem ist es überraschend, daß von den Gallocyaninen nur diejenigen, die von der Gallaminsäure abgeleitet sind, mit Ammoniak brauchbare Kondensationsprodukte liefern.
Das Verfahren wird durch folgendes Beispiel erläutert: In einen Autoklaven werden 60 1 Alkohol, 30 kg eines von der Gallaminsäure abgeleiteten Gallocyanins (z. B. des Kondensationsproduktes aus Nitrosodiäthylanilin und Gallaminsäure) und 5 kg Dinitrobenzol hineingebracht und hierauf — nach gutem Rühren — 100 1 einer alkoholischen, 15 kg Ammoniak enthaltenden Ammoniak^ lösung zugesetzt; man verschließt dann den Autoklaven und erhitzt unter gutem Umrühren auf 110 bis 1300 C, bis eine Probe der Reaktionsmasse sich in Schwefelsäure mit brauner Färbung löst. Das überschüssige Ammoniak und ein Teil des Alkohols werden dann abdestilliert, man läßt erkalten, filtriert, wäscht mit Alkohol nach und trock-
net das Reaktionsprodukt. Letzteres löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit braunroter Färbung, die sich auf Zusatz von Wasser ■ kaum verändert. In Wasser und den Alkalien ist es unlöslich, wenig löslich in Alkohol und sehr wenig löslich in Benzol. Um es als Farbstoff zu verwenden, wird es vorteilhaft durch Reduktion in Leukoderivat übergeführt.
Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Kondensationsprodukte von Ammoniak mit den von der Gallaminsäure abgeleiteten Gallocyaninen unterscheiden sich .von den als Ausgangsprodukte verwendeten Gallocyaninen dadurch, daß sie chromgebeizte Wolle in grünblauen Nuancen färben und sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rötlichbrauner Färbung lösen, die bei Zusatz von Wasser kaum verändert wird, während ihre Ausgangsprodukte chrömgebeizte Wolle in violettblauen Nuancen färben und sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Färbung lösen, die auf Zusatz von Wasser rot wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten der Gallocyanine mit Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Gallaminsäure sich ableitenden Gallocyanine entsprechend dem Verfahren des Hauptpatentes in Gegenwart eines aromatischen Nitrokohlenwasserstoffes mit Ammoniak erhitzt werden.
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