DE565799C - Verfahren zur Herstellung von 1-Pheny1-3-methy1-4-alkyl- und -4-aralkylpyrazolonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1-Pheny1-3-methy1-4-alkyl- und -4-aralkylpyrazolonen

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DE565799C DEH128482D DEH0128482D DE565799C DE 565799 C DE565799 C DE 565799C DE H128482 D DEH128482 D DE H128482D DE H0128482 D DEH0128482 D DE H0128482D DE 565799 C DE565799 C DE 565799C
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  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

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  • Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-3-methyl-4-alkyl- und -4-aralkylpyrazolonen i-Phenyl-3-methyl-4-alkylpyrazolone und die entsprechenden Aralkylpyrazolone sind auf dem bekannten Wege über die Monoalkylacetessigester beschränkt zugänglich, weil die Monoalkylierung des Acetessigesters nur bei den niedrigsten Gliedern befriedigende Ausbeuten liefert. Auch die Monoalkylierung der 4-Stellung des i-Phenyl-3-methylpyrazolons verläuft nicht einheitlich.
  • Es wurde nun gefunden, daß die aus Aldehyden oder Ketonen nach K n o r r (Annalen der Chemie 238 [1887], S. 181) sich bildenden Alkyliden- und Aralkylidenderivate des i -Phenyl-3-methylpyrazolons durchkatalytische Hydrierung in die 4-Alkylpyrazolone überführbar sind, ohne daß die im Pyrazolonkern vorhandene Doppelbindung angegriffen wird. Die i-Phenyl-3-methyl-4-alkyl- und -4-aralkylpyrazolone fallen nach dieser Arbeitsweise in sehr reiner Form und in sehr guter Ausbeute an.
  • Besonders vorteilhaft ist es, derart zu arbeiten, daß man die Alkyliden- und Aralkylidenpyrazolone im Augenblick ihrer Bildung aus Pyrazolon- und Oxoverbindungen hydriert, also die Kondensation und Hydrierung gleichzeitig vornimmt. Die Kondensation des 1-Phenyl-3-methylpyrazolons mit Oxoverbindungen verläuft nämlich nicht einheitlich. So läßt es sich z. B. bei der Kondensation mit Aceton nicht vermeiden, daß ein ziemlich großer Teil des Ausgangsstoffes in das Isopropyliden - (bis - phenylmethylpyrazolon) übergeht. Noch ungünstiger reagieren die Homologen des Acetons. Arbeitet man aber so, daß man das i-Phenyl-3-methylpyrazolon mit einer Oxoverbindung bei Gegenwart von Wasserstoff und einem Hydrierungskatalysator erhitzt, so entsteht als einziges Produkt der Reaktion das entsprechende i-Phenyl-3-methyl-4-alkyl- oder -aralkylpyrazolon in einem Arbeitsgang mit nahezu quantitativer Ausbeute.
  • K n o r r (Annalen der Chemie 238 [1887J, Seite 181) hat aus i-Phenyl-3-methyl-4-benzylidenpyrazolon mit Zinkstaub und Essigsäure eine Verbindung erhalten, die er ohne weitere Untersuchung als i-Phenyl-3-methyl-4-benzylpyrazolon anspricht. Die Nacharbeitung hat indessen gezeigt, daß bei der Reduktion des i-Phenyl-3-methyl-4-benzylidenpyrazolons mit Zinkstaub und Essigsäure zwar ein natronlaugelöslicher Körper entsteht, der aber amorph ist und ganz andere Eigenschaften als i-Phenyl-3-methYl-4-benzylpyrazolon besitzt.
  • Die neuen Verbindungen bilden Zwischenprodukte für die Darstellung .von Arzneimitteln. Beispiel i Man verteilt io Teile i-Phenyl-3-methyl-4-isopropylidenpyrazolon in 5o Teilen Alkohol, erhitzt in Wasserstoff bei i o Atm. Druck unter Zugabe von Nickelkatalysator und dauerndem Rühren auf 8.o bis i oo°, bis keine Wasserstoffaufnahme mehr erfolgt, filtriert vom Katalysator, verdampft den größten Teil des Lösungsmittels und setzt zum Rückstand Wasser zu. Es scheiden sich etwa i o Teile i -Phenyl- 3 -methyl- 4 -isopropylpyrazolon ab. Durch Umkristallisieren aus Aceton oder Alkohol gewinnt man die Verbindung völlig rein in Form von farblosen Nadeln mit dem F. 117 bis i i g'. Beispiel 2 2o Teile i-Phenyl-3-methyl-4-sek.-butylidenpyrazolon (hergestellt durch Kondensation von i-Phenyl-3-methylpyrazolon mit Äthylmethylketon, gelbe Prismen vom F. 85°) werden in i oo Teilen Äthylmethylketon unter Zugabe von Nickelkatalysator bei i oo° so lange mit Wasserstoff von 5. bis i o Atm. behandelt, bis die berechnete Menge Wasserstoff aufgenommen ist. Nun filtriert man vom Nickelkatalysator ab, verdampft das Lösungsmittel unter vermindertem Druck, nimmt den Rückstand in Äther auf, schüttelt den Äther mit verdünnter Natronlauge und fällt aus der stark verdünnten und gekühlten alka-Iischen Lösung das i-Phenyl-3-methyl-4-sek -butylpyrazolon -mit Essigsäure aus. Man erhält etwa 2o Teile eines rasch erstarrenden Öles, das nach dem Trocknen aus 70%igem Aceton kristallisiert werden kann und dann farblose Blättchen vom F.92° bildet. Beispiel 3 Man verteilt 35 Teile i-Phenyl-3-methylpyrazolon in 7o Teilen Cyclohexanon, versetzt mit Nickelkatalysator und erhitzt mit Wasserstoff bei io Atm. unter dauerndem Rühren auf i oo bis i 2o°. Nach etwä 1/2 Stunde sind i io bis 120 % der berechneten Menge Wasserstoff aufgenommen. Man kühlt ab und arbeitet wie im Beispie12 auf. Das gebildete i-Phenyl-3-methyl-4-cyclohexylpyrazolon entsteht in quantitativer Ausbeute und bildet, aus Methylalkohol umkristallisiert, farblose Blättchen vom F. ißo bis 132°. Beispiel 4 Man verteilt 2o Teile i-Phenyl-3-methyl-_ pyrazolon in 4o Teilen Aceton und erhitzt nach Zugabe von Nickelkatalysator unter io Atm. Druck mit Wasserstoff auf i io bis i 2o'. , Nach Beendigung der Umsetzung filtriert man heiß vom Katalysator ab. Aus der erkaltenden Lösung kristallisiert das i-Phenyl-3-methyl-4-isopropylpyrazolon in ausgezeichneter Ausbeute und ,Reinheit aus.
  • Beispiel 5 2o Teile i-Phenyl-3-methylpyrazolon werden in 4o Teilen Benzaldehyd verteilt. Man erhitzt unter ioAtm. Wasserstoffdruck bei Gegenwart von Nickelkatalysator auf i i o bis i 2o°, bis i i o bis i 2o % der nötigen Menge Wasserstoff aufgenommen sind, sodann filtriert man vom Nickelkatalysator ab, verdünnt mit Äther und schüttelt mit 5D/oiger Natronlauge. Durch Ansäuern mit Essigsäure fällt das in quantitativer Ausbeute gebildete i-Phenyl-3-methyl-4-benzylpyrazolonaus. Aus Methylalkohol kristallisiert, besitzt es den Schmelzpunkt 14o bis 142°. Beispiel 6 Eine Suspension von 2o Teilen i-Phenyl-3-methylpyrazolon in 4o Teilen Isobutylaldehyd wird unter Zusatz von Nickelkatalysator bei i o Atm. Wasserstoffdruck auf i i o bis i 2o° erhitzt, bis etwa 1200/0 der nötigen Menge Wasserstoff aufgenommen sind. Man filtriert dann vom Katalysator ab, verdünnt mit Äther, schüttelt mit verdünnter Natronlauge aus und fällt das entstandene i-Phenyl-3-methyl-4-isobutylpyrazolon aus der stark verdünnten, eiskalten alkalischen Lösung mit Essigsäure aus. Durch Anreiben mit Äther und Umkristallisieren aus verdünntem Methylalkohol wird die gewonnene Verbindung gereinigt. Sie kristallisiert in derben Prismen vom F. i i 8 bis i i 9°.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von i-Phenyl-3-methyl-4-alkyl- und. -4-aralkylpyrazolonen, dadurch gekennzeichnet, daß man i-Phenyl-3-methyl-4-alkyliden- oder -4-aralkylidenpyrazolone katalytisch hydriert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die katalytische Hydrierung der i-Phenyl-3-methyl-4-alkyliden- oder -4-arälkylidenpyrazolone gleichzeitig mit ihrer Bildung vornimmt.
DEH128482D 1931-09-08 1931-09-08 Verfahren zur Herstellung von 1-Pheny1-3-methy1-4-alkyl- und -4-aralkylpyrazolonen Expired DE565799C (de)

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