DE56544C - Maschine zum Drehen und Poliren der Zapfen und Anpasse der Achsen von Uhrenrädern u. dergl - Google Patents
Maschine zum Drehen und Poliren der Zapfen und Anpasse der Achsen von Uhrenrädern u. derglInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B3/00—General-purpose turning-machines or devices, e.g. centre lathes with feed rod and lead screw; Sets of turning-machines
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die Zapfen und Anpasse der Achsen (bezw. Getriebe)
von Uhrenrädern mechanisch zu drehen und zu poliren; hierbei soll die Arbeit viel schneller
und doch ebenso sorgfältig und viel genauer ausgeführt werden als von Hand, so dafs die
nach einem Muster hergestellten Achsen alle genau gleiche Dimensionen haben und ebenso
gut polirt seien, als die von Hand gedrehten und polirten Achsen. Die mechanische Herstellung
der Zapfen schliefst ferner die Eventualität des Bruches auch der schwächsten Zapfen aus, indem die Bearbeitung stets mit
ganz gleichmäfsigem Drucke und gleicher Geschwindigkeit stattfindet, was bei der Handarbeit
nicht immer der Fall ist.
In der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 einen Grundrifs der ganzen Maschine dar;
Fig. 2 ist eine Vorderansicht derselben; Fig. 3 ist eine Seitenansicht von rechts und links in
Fig. i. Fig. 4 stellt die unten beschriebene automatische Abstellvorrichtung dar.
In allen Figuren bezeichnen' gleiche Buchstaben gleiche Bestandtheile.
Auf einer Grundplatte A sind zwei Hauptschlitten B und C senkrecht zu einander angebracht.
Der Schlitten B trägt das zu bearbeitende Stück und der Schlitten C trägt die
Werkzeuge,* welche die Arbeit verrichten sollen.
Die Seilrollen D E und F der Maschine sind mit entsprechenden Seilrollen eines Vorgeleges
verbunden, dessen feste Riemscheibe von einer Transmissionswelle aus getrieben wird. Der
das Vorgelege treibende Riemen wird mittelst einer durch eine Feder bewegten Abstellgabel
auf eine Leerscheibe geschoben, sobald die weiter unten beschriebene automatische Abstellvorrichtung
dies gestattet.
Die Basis A trägt zwei Lager α und b, in
welchen die Achse/, welche die Riemscheibe F trägt, gelagert ist.
Die Lager α und b haben Anpasse a' und b1,
welche den auf der Traverse G' befestigten Stellschrauben d' und dx als Anschlag dienen.
Die Traverse G' ist mittelst Schrauben g' am Schlitten B befestigt. Die Basis A trägt ferner
einen festen Aufbau c, welcher durch einen Ausschnitt des Schlittens B hindurchreicht und
welcher den Stellschrauben d" und d'" der Traverse G' als Anschlag dient. Die Anpasse
a' c und b' sind derart durchbohrt, dafs sie die Schrauben d' d" d"' dx durchlassen,
wenn die Züngelchen e' e" e"' und ex nicht
vor jene Bohrungen geschoben sind, wie dies in Fig. 3 der Fall ist.
Je nachdem die eine oder die andere der Stellschrauben d' d" d'" und d* länger oder
kürzer geschraubt worden ist, wird die eine oder andere derselben zuerst das entsprechende
Züngelchen e' e" e'" oder ex berühren, wenn
der Schlitten B von rechts nach links fährt. Sobald jene Begegnung stattfindet, steht der
Schlitten still; wird aber das fragliche Züngelchen herabgelassen, so fährt der Schlitten fort,
sich vorwärs zu bewegen, bis die zweitlängste Schraube ihren Anschlag trifft u. s. w. Die vier
Stellschrauben dienen z. B. dazu, vier Anpasse zu begrenzen, die auf dem in Arbeit stehenden
Stücke gedreht werden sollen.
Der Schlitten B wird durch die Federn A' und A" von rechts nach links gezogen, deren
eines Ende an der Basis A, während das andere Ende derselben an B befestigt ist. Eine Spindel
G, deren mit Gewinde versehener Theil durch die Traverse G' geschraubt ist, hat einen
vierkantigen Theil und endigt mit einem Zapfen g, der durch c hindurchreicht und über
deren Fläche etwas vorsteht. Mittelst einer Kurbel Gx kann die Spindel G gedreht werden;
wird dieselbe rechts gedreht, so wird der Schlitten B von links nach rechts geschoben,
wobei die Federn A' und A" ausgezogen werden
; dreht man die Spindel G links herum, so gestattet man hierdurch den Federn A' und A",
den Schlitten B wieder nach links zurückzuführen, bis eine der Schrauben d ihrem Anschlag
begegnet. Aber die Drehung der Spindel G wird gewöhnlich durch das Schraubenrad Fx bewirkt, in welches die durch die
Riemscheibe F getriebene Schraube F' eingreift. Das Rad Fx sitzt lose auf der Spindel G und
bewegt die letztere durch Vermittelung einer Kupplung g x, welche mittelst eines Hebels h
ein- oder ausgeschaltet werden kann, der durch einen in b gelagerten Schieber h x verstellt wird.
Durch Verstellen von h* kann also der Schlitten B in Bewegung versetzt oder zum
Stehen gebracht werden. Wenn die Kupplung gx ausgeschaltet ist, kann die Rückwärtsbewegung
des Schlittens B von Hand durch Drehung der Kurbel Gx nach rechts bewirkt werden, oder
es kann durch Linksdrehung der Kurbel den Federn A' A" freies Spiel gelassen werden, um
den Schlitten B nach links zu führen. In beiden Fällen wird der Schlitten stehen bleiben,
sobald die eine der Schrauben d dem entsprechenden Anschlage begegnet. Findet dieses
statt und fährt man fort, die Spindel G zu drehen (sei es nun mittelst der Kurbel Gx
oder mittelst der Seilrolle F), so wird der durch c hindurchreichende Zapfen g mit der
Spindel G zurückgezogen. Ein kleiner Winkelhebel η ist drehbar an c befestigt und lehnt
sich mit seinem verticalen Arme gegen den vorspringenden Zapfen g, während an seinem
anderen Ende die Kette befestigt ist, welche die Abstellgabel des Vorgeleges in derjenigen
Lage festhält,'in welcher der Riemen auf der festen Rolle liegt. Tritt nun, wie eben beschrieben,
der vorspringende Zapfen g zurück, so wird der Winkelhebel η frei und die eben
erwähnte Kette ebenfalls, wodurch bewirkt wird, dafs die weiter oben erwähnte Feder die
Abstellgabel so verstellt, dafs der Riemen auf die Leerrolle gelangt und die Maschine demnach
abgestellt wird. Diese Abstellung findet also statt, sobald eine der Schrauben d ihrem
Anschlage e begegnet. Der Schlitten B trägt die Lager H' und H", zwischen welchen eine
mit konischen Zapfen versehene hohle Welle/'
gelagert ist. Die letztere enthält eine mit sanfter Reibung eingepafste Röhre /", in welche
eine Spindel/ ebenfalls mit sanfter Reibung eingepafst ist. Die Spindel 1 ist mit einem
Schraubengewinde i versehen, auf welchem die federnde Klauenzange J befestigt ist, deren
konischer Kopf durch den inneren Konus der Röhre I" mehr oder weniger zusammengedrückt
werden kann. Die Zange / wird demnach geöffnet, wenn die Spindel I von rechts
nach links geschoben wird, und schliefst sich im Gegentheil, wenn die Spindel / von links
nach rechts geschoben wird. Die Mutter ix bestimmt die Lage der Spindel I gegenüber der
Welle /'. Die beiden letzteren sind mit einer länglichen Oeffnung V durchbohrt (Fig. ι und 2),
in welcher ein Keil J' hindurchreicht, der in der Röhre /" befestigt ist. Dieser Keil verhindert
jede gegenseitige Drehung von / /' und /", gestattet aber der Spindel I", sich
gegenüber / und /' axial zu verstellen. Eine auf den mit Gewinde versehenen Theil der
Welle I' (woselbst sich auch die Oeffnung V befindet) geschraubte Mutter /x stöfst den
Keil J' nach links, wenn die Mutter rechts gedreht wird. Demzufolge schiebt die Röhre I"
ihre konische Mündung gegen den äufseren ■Konus der Zange J, wodurch die letztere geschlossen
wird. Wird die Mutter lx losgeschraubt, so wird die Röhre /" durch die
Konicität der federnden Zange J zurückgeschoben, soweit der Keil J' dies gestattet.
Durch Hin- oder Herschrauben der Mutter /' wird demnach die Zange J zu- oder aufgeschraubt.
Die Spindel Γ trägt eine Seilrolle K, welche durch das oben erwähnte Vorgelege
getrieben wird, so dafs das an J befestigte zu bearbeitende Stück continuirlich rotirt, sobald
die Maschine in Bewegung ist.
Der Schlitten C trägt die Fräser L und N
und den Brünirstahl M, welche successive auf das zu bearbeitende Stück einwirken sollen.
Für Specialfälle werden auch noch weitere Werkzeuge auf dem Schlitten C befestigt werden
können. Der Fräser L ist an einer Welle Lx
befestigt, die durch eine Seilscheibe D getrieben wird und in Lagern L' L" gelagert ist. Die
letzteren sind auf einem Schlitten JJ" befestigt. Der Fräser N ist an einer Welle N* befestigt,
welche durch eine Seilrolle E getrieben wird und in Lagern N' N" gelagert ist. 'Die letzteren
sind auf einem Schlitten C befestigt, dessen Bahn Cx mittelst eines in Fig. 1 punktirt eingezeichneten
Zapfens m mit dem Schlitten C
Claims (1)
- verbunden ist. Eine Feder w, welche einestheils an Gx und andererseits an C befestigt ist, bewirkt, dafs der Schnabel cx des Schlittens C' sich stets gegen die Stellschraube w' anlehnt, welche durch einen auf C befestigten Support hindurchgeschraubt ist. Durch Hin- oder Herschrauben der Schraube #>' wird demnach der Winkel, welchen die Achse des Fräsers N mit der Achse der Zange J bildet, geändert. Diese Anordnung bezweckt es, die Spitzen, die Schrägflächen etc. zu drehen. Der Brünirstahl M ist an einer im Lager M' gelagerten Spindel Mx befestigt und wird mittelst eines einfachen Knopfes von Hand hin- und hergeschoben bezw. gedreht.In der Zeichnung (Fig. i) ist das zu bearbeitende Stück durch den Fräser L bearbeitet angenommen. Der Schlitten L'" des Fräsers L wird mittelst Stellschrauben Γ I" gestellt. Der Schlitten C steht unter dem Einflüsse einer Feder Q, welche einestheils an C und anderentheils an der Basis A befestigt ist. Ein auf der letzteren befestigter Support R ist mit Stellschrauben c' und c". versehen, gegen welche der Schlitten C durch die Feder Q geprefst wird. Das fragliche Ende des Schlittens ist mit Züngelchen p' und p" versehen, welche ähnlich wie die weiter oben beschriebenen Züngelchen e wirken. Wenn die am meisten vorstehende der Schrauben c' und c" dem entsprechenden Züngelchen p' oder p" begegnet, so wird, die letztere herabgehoben, was der Schraube gestattet, in das dahinter befindliche Loch hineinzufahren, so dafs der Schlitten seinen Weg fortsetzen kann, bis die andere Schraube c ihrem Anschlage ρ begegnet. Ein zweiarmiger Hebel O, dessen Drehpunkt sich auf A befindet, lehnt sich gegen einen Anschlag O' des Schlittens C Wird dieser Hebel in die in Fig. ι punktirt eingezeichnete Lage gedreht, so gelangt der Fräser N in die Arbeitsstellung, ζ. B. um die Spitze der in Arbeit stehenden Achse zu drehen. Die Richtung der erzeugten schiefen Ebene wird mittelst der Schraube n>' bestimmt. Die Lage des Schlittens C auf der Bahn Cx wird durch die Schrauben r' r" bestimmt. Will man den Fräser N aus dem Wege scharfen, so hängt man den an dessen Schlitten befestigten Stift o' an den Haken ο des Schlittens C ein.Ein zweiarmiger Hebel P, dessen Drehpunkt sich auf A befindet, dient dazu, den Schlitten C in ähnlicher Weise zu verstellen, wie dies mittelst des Hebels O geschieht. Stellt man den Hebel P in die in Fig. ι punktirt eingezeichnete Lage (wobei der Hebel O in die mit vollen Linien dargestellte Lage angenommen wird), so stellt sich der Schlitten C so, dafs der Brünirstahl M in die Arbeitslage gelangt. Der Hebel P lehnt sich gegen das eine Ende des Hebels P', dessen Drehzapfen in C befestigt ist und dessen anderes Ende durch eine* Stellschraube Px verstellt werden kann, so dafs durch Drehen der Schraube Px die Lage, in welche der Schlitten C durch den Hebel P gestellt wird, genau regulirt werden kann.Ein im Punkte S' auf A drehbarer doppelarmiger Hebel S ist mit Stellschrauben s' s" versehen, welche gegen die Züngelchen t' t" eines auf C befestigten Anschlages T anschlagen. Das freie Ende des Armes S lehnt sich gegen eine auf dem Schlitten B drehbar befestigte Platte Sx. Eine durch ein längliches Loch der Platte Sx hindurchgeschraubte Schraube sx gestattet es, jene Platte mehr oder weniger schräg zu stellen. Wenn die Platte, wie in der Zeichnung, gerade liegt, so ist ihre Wirkung auf den Arm S gleich Null. Ist dagegen die Platte schräg gestellt, so stöfst dieselbe die Spitze des Armes 5 progressiv von der Drehungsachse des Arbeitsstückes zurück, und zwar nach Mafsgabe der Vorwärtsbewegung des Schlittens B. Der Arm S stöfst seinerseits durch Vermittelung der Stellschrauben s' s" und des Supports T den Schlitten C zurück.Hierbei wird der Fräser parallel zu seiner Achse verstellt, und zwar nach Mafsgabe des Vorrückens des in Arbeit stehenden Stückes, wodurch eine konische Fläche gedreht wird, deren Neigung durch die Lage der Platte Sx bestimmt wird.Der im Punkte u drehbar auf A befestigte Winkelhebel U kann ebenfalls zum Fräsen von konischen Flächen (Schrä'gflächen) verwendet werden. Zu diesem Zwecke genügt es, den Anschlag X mit Hülfe der kleinen Kurbel Y in die in den Fig. ι und 2 dargestellte Lage zu stellen. Jener Anschlag schlägt dann gegen den einen Arm des Hebels U an und stöfst denselben, nach Mafsgabe des Vorrückens von B, zurück, so dafs der Schlitten C in einem durch die relativen Dimensionen der Arme von U bestimmten Verhältnisse zur Vorwärtsbewegung von B zurückgestofsen wird. Um den Anschlag X aufser Thätigkeit zu setzen, genügt es, die Kurbel Y, wie in Fig. 2 durch einen Pfeil angedeutet, um 90 ° zu verstellen.Patent-A ns ρruch:Eine Maschine zum Drehen und Poliren der Zapfen und Anpasse der Achsen von Uhrenrädern und ähnlichen Getrieben, in welcher das zu bearbeitende Stück mittelst einer an einer Spindel/befestigten, mittelst einer Röhre/", eines Keiles J' und einer Mutter /x auf- oder zugemachten Zange J und einer Hohlwelle /' mit Triebscheibe K auf einem Schlitten B befestigt ist und ein senkrecht zur Schubrichtung von B verstellbarer Schlitten C die Fräser Lund N und den Brünirstahl M trägt, wobei die Bewegung der Schlitten B und C durch den successiven Anschlag der Stellschrauben d'd" u. s. w. bezw. c' c" u. s. w. gegen die verstellbaren, entsprechende Vertiefungen verdeckenden Züngelchen e' e" u. s. w. bezw. p' p" u. s. w. begrenzt wird, die Abstellung des Vorgeleges dadurch erfolgt, dafs der Zapfeng- der Spindel G, welcher dem Winkelhebel η zum Stützpunkt dient, zurückgezogen wird, was ein Auslösen der Kupplung gx erzeugt, welche die Drehung des Schraubenrades F* auf die Spindel G überträgt und der Schlitten C entweder durch den Hebel O oder durch den einstellbaren Anschlag 5X und Hebel -5 oder durch den Hebel P eingestellt werden kann, und endlich der Schlitten. C durch die Feder w und die Stellschraube w' eingestellt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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