DE564433C - Verfahren zur katalytischen Oxydation von Kohlenwasserstoffen, Wachsen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Oxydation von Kohlenwasserstoffen, Wachsen u. dgl.

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DE564433C
DE564433C DE1930564433D DE564433DD DE564433C DE 564433 C DE564433 C DE 564433C DE 1930564433 D DE1930564433 D DE 1930564433D DE 564433D D DE564433D D DE 564433DD DE 564433 C DE564433 C DE 564433C
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oxidation
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DE1930564433D
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Dr Adolf Von Friedolsheim
Dr Martin Luther
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/02Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen
    • C07C69/22Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen having three or more carbon atoms in the acid moiety
    • C07C69/24Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen having three or more carbon atoms in the acid moiety esterified with monohydroxylic compounds
    • C07C69/26Synthetic waxes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09GPOLISHING COMPOSITIONS; SKI WAXES
    • C09G1/00Polishing compositions
    • C09G1/06Other polishing compositions
    • C09G1/08Other polishing compositions based on wax

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur katalytischen Oxydation von Kohlenwasserstoffen, Wachsen u. dgl. Es ist bekannt, die Oxydation von festen oder flüssigen Kohlenwasserstoffen, Wachsen u. dgl. mit Luft oder anderen sauerstoffabgebenden Gasen in der Weise durchzuführen, daß zur Vermeidung von unerwünschten Nebenprodukten die Oxydation nach Umsetzung eines Teiles des angewandten Ausgangsmaterials bzw. nach Erreichung einer bestimmten niederen Säurezahl unterbrochen wird und die nicht angegriffenen Kohlenwasserstoffe nach Abtrennung der oxydierten Anteile, gegebenenfalls mit frischem Ausgangsmaterial gemischt, wiederum der Oxydation unterworfen werden. Hierbei wird jeweils nur eine geringe Menge der Kohlenwasserstoffe in Oxydationsprodukte umgewandelt, so daß die restlose Umsetzung des angewandten Materials längere Zeit und eine Reihe von Arbeitsgängen erfordert.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in erheblich kürzerer Zeit und weit größerer Ausbeute farblose Produkte erhält, wenn man die Oxydation in Anwesenheit von in dem entstehenden Reaktionsgemisch löslichen Alkaliverbindungen als Katalysatoren durchführt und die Oxydation nach Umsetzung von höchstens 70 0 o des angewandten Ausgangsmaterials abbricht. Die Bildung von unerwünschten Nebenprodukten, wie Harz- oder Zersetzungsprodukten, färbenden Bestandteilen usw., tritt hierbei überraschenderweise nicht ein. Die Reaktionsprodukte werden im wesentlichen in Form freier Säuren ohne jede Verfärbung und fast frei von Oxysäuren, Lactonen und Estern erhalten, so daß die Produkte unmittelbar für die weitere Bearbeitung, z. B. auf Seifen oder Emulgiermittel, geeignet sind. Die Menge, in der diese Verbindungen der Alkalimetalle zur Anwendung gelangen, kann sehr gering sein; es genügen vielfach schon ein oder einige Promille auf den zu oxydierenden Kohlenwasserstoff bezogen. Die Zugabe des Katalysators erfolgt vorteilhaft vor oder kurz nach Beginn der Oxydationsreaktion.
  • Das Verfahren eignet sich zur Oxydation von flüssigen oder festen Kohlenwasserstoffen- der aliphatischen Reihe, wie Hart- oder Weichparaffin, Ceresin, Schwer- oder Mittelölen, ferner Naphthenkohlenwasserstoffen, wie Paraffinöl, von Erdölfraktionen, wie Gasöl, ferner auf synthetischem Wege erhaltenen Kohlenwasserstoffen, wie der durch Druckhydrierung oder Schwelung von Kohlen, Braunkohlen, Teeren usw. hergestellten Produkte. In gleicher Weise kommen auch Wachse, wie Montanwachs u. dgl., in Betracht. Zweckmäßig führt man die Oxydation gemäß der in der Patentschrift q.o5 85o beschriebenen Arbeitsweise durch, wobei es sich empfiehlt, in mit Aluminiumfüllkörpern gefüllten Aluminiumgefäßen zu arbeiten. An Stelle von Aluminium sind jedoch auch. andere korrosionsbeständige Materialien, .z. B. Spezialstähle, verwendbar.
  • Beispiel i 50o kg Hartparaffin werden nach Zusatz von 500 g Ätznatron, die in i 1 Wasser gelöst sind, unter Einblasen von Luft zwecks Einleiten der Reaktion auf i60° erhitzt und alsdann bei I40° einige Stunden oxydiert. Nachdem etwa 700/0 des angewandten Hartparaffins in sauerstoffhaltige Oxydationsprodukte übergeführt sind, wird die Oxydation unterbrochen. Das erhaltene Reaktionsprodukt hat die Säurezahl ioo und eine nur wenig höhere Verseifungszahl; es enthält 6 % Oxysäuren und Ester und ist farblos. Nach Abtrennung des oxydierten Anteils auf chemischem oder physikalischem Wege, z. B. durch Verseifung, Extraktion u. dgl., wird das nicht angegriffene Ausgangsmaterial, gegebenenfalls in Mischung mit frischem Ausgangsmaterial, wiederum der Oxydation unterworfen.
  • Beispiel 2 5ookg Weichparaffin werden auf I55° erhitzt und mit 25o cbm Luft je Stunde geblasen. Nach Erreichen der Säurezahl io wird dem Reaktionsgemisch eine Mischung von 250g Natriumhydroxyd und 250g Lithiumcarbonat in i 1 Wasser zugefügt. Nach etwa 3 Stunden ist eine Säurezahl von 6o erreicht, worauf die Oxydation abgebrochen wird. Das Produkt ist praktisch frei von Oxycarbonsäuren und farblos. Die Verseifungszahl ist nur wenig höher als die Säurezahl.
  • Die einzelnen Stufen des beschriebenen Verfahrens sind an sich bereits bekannt. Der Vorteil, der durch die beanspruchte Kombination erzielt wird, besteht darin, daß die Ausgangsstoffe in verhältnismäßig kurzer Zeit ohne Verlust und in glatter Reaktion in eise wertvolles, z. B. fast nur aus Fettsäuren bestehendes Oxydationsprodukt übergeführt werden können. Eine Bildung von unerwünschten Nebenprodukten, wie Oxysäuren und Lactonen, findet im Gegensatz zu den bisherigen Oxydationsverfahren bei dem Arbeiten gemäß vorliegender Erfindung praktisch nicht statt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Oxydation von festen oder flüssigen, nicht aromatischen Kohlenwasserstoffen, Wachsen u. dgl. in flüssiger Form durch Behandlung mit Sauerstoff oder sauerstoffabgebenden Gasen unter Abtrennung der oxydierten Anteile aus dem erhaltenen Oxydationsprodukt auf physikalischem oder chemischem Weg und Weiteroxydation der nicht angegriffenen Ausgangsstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise in Gegenwart von in dem entstehenden Reaktionsgemisch löslichen Alkaliverbindungen als Katalysatoren, zweckmäßig in Mengen von einem oder einigen Promillen, arbeitet und die Oxydation nach Umsetzung von höchstens 70 % des angewandten Ausgangsmaterials abbricht.
DE1930564433D 1930-04-06 1930-04-06 Verfahren zur katalytischen Oxydation von Kohlenwasserstoffen, Wachsen u. dgl. Expired DE564433C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE879245C (de) * 1936-09-30 1953-06-11 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung von Fettsaeuren im Gemisch mit anderen Oxydationserzeugnissen
DE767801C (de) * 1937-05-01 1953-10-12 Maerkische Seifen Ind Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren aus den durch Oxydation von Kohlenwasserstoffen gewonnenen Erzeugnissen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE879245C (de) * 1936-09-30 1953-06-11 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung von Fettsaeuren im Gemisch mit anderen Oxydationserzeugnissen
DE767801C (de) * 1937-05-01 1953-10-12 Maerkische Seifen Ind Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren aus den durch Oxydation von Kohlenwasserstoffen gewonnenen Erzeugnissen

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