DE563442C - Einrichtung zur Regelung der pneumatischen oder pneumatisch-hydraulischen Be- und Entlastung von Presswalzen fuer die Papier-, Zellstoff- und Karton-Industrie - Google Patents
Einrichtung zur Regelung der pneumatischen oder pneumatisch-hydraulischen Be- und Entlastung von Presswalzen fuer die Papier-, Zellstoff- und Karton-IndustrieInfo
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- DE563442C DE563442C DE1930563442D DE563442DD DE563442C DE 563442 C DE563442 C DE 563442C DE 1930563442 D DE1930563442 D DE 1930563442D DE 563442D D DE563442D D DE 563442DD DE 563442 C DE563442 C DE 563442C
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Description
- Einrichtung zur Regelung der pneumatischen oder pneumatisch-hydraulischen Be-und Entlastung von Preßwalzen für die Papier-, Zellstoff- und Karton-Industrie Die Erfindung betrifft . die pneumatische oder pneurnatisch-hydraulische Anpressung der W alzenpres.sen für die Papier-, Zellstoff-und Karton-Industrie und besteht darin, daß mittels eines Differenzdruckreglers der Druck in den Arbeitszylindern der Pressen geregelt bzw. konstant gehalten wird.
- Es ist bereits versucht worden, auf hydraulischem Wege eine Regelung vorzunehmen. Hydraulische Preßvorrichtungen versagten jedoch, weil die Wassersäule unelastisch ist. Ferner hat man auch pneumatische oder, unter Zwischenschaltung eines Luftpolsters, pneumatisch-hydraulische Be- und Entlastung von Preßwalzen für Papier-, Zellstoff- und Kartonmaschinen angewendet.
- Erfindungsgemäß wird hierbei durch die Druckdifferenz zwischen dem auf den Arbeitskolben gerade wirkenden Druck (Istdruck) und dein gewünschten Druck (Solldruck) ein Regulierorgan automatisch betätigt.
- Die Anpreßwalze wird dabei in gebräuchlicher Weise in SchNvinghebeln gelagert, der direkte Angriff auf diese Schwinghebel erfolgt aber direkt durch die Kolbenstange des in einem Arbeitszylinder gleitenden Druckkolbens, auf den die Druckluft wirkt. Der Arbeitszylinder kann so ausgebildet werden, daß nur mit Druckluft allein gearbeitet wird, oder, wie vorerwähnt, mit hydraulischem Druck unter Einbau eines elastischen Luftpolsters. Im ersten Fall arbeitet man also lediglich mit Druckluft, im zweiten wird Druckluft in eine Kammer des Preßz_vlinders als Luftpolster eingeführt, und das Manövrieren kann mit hydraulischen Mitteln erfolgen.
- Eine dritte Möglichkeit, außer Druckluft allein oder hydraulische Druckmittel und Druckluft anzuwenden, ist gegeben, indem man zwischen dem Angriff auf die Preßhebel ein federndes Zwischenglied einschaltet.
- Ein wichtiger Punkt beim Arbeiten mit den vorerwähnten Fabrikationsmaschinen ist ferner der, daß der einmal eingestellte Arbeitsdruck (Istdruck) sowohl auf der Führerseite als auch Triebseite der Walzenpresse in stets gleicher Höhe gehalten wird,. andererseits muß aber die Möglichkeit bestehen, die beiden Walzenzapfenseiten voneinander unabhängig unter beliebig hohen Druck zu setzen, d. h., die eine Seite mehr oder weniger als die andere zu belasten.
- Gerade diese wichtige Bedingung wird in zweckmäßigster Weise durch die in vorliegender Erfindung zur Verwendung kommenden Regulierorgane erfüllt. Auch kann. durch Einschaltung von Registriermanometern stets eine genaue Nachprüfung der Pressenbeiastung erfolgen.
- Auf den Zeichnungen sind Einrichtungen gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt. Fig. i, 2 und 3 zeigen die Anordnung des Differenzdruckreglers im Zusammenhang mit den \Valzenpressen, Fig..l, 5 und 6 die verschiedenen Stellungen des Regulierventils im einzelnen.
- Durch die Rohrleitung 26 (Fig. i) tritt Rohdruckluft von der Erzeugungsanlage (Kompressor oder Luftpumpe) in die Druckv erteilerstellen B. Eine Zweigleitung 28 mündet in die Hähnchen 12, durch welche Druckluft in die Einstelldruckkammern 2q über den Membranen io geleitet wird. Die Manometer i i: zeigen den gewünschten Einstelldruck an.
- Von der Leitung z8 wird Rohluft durch die Abzweigungen 16 in die Regulierventile 9 (unterhalb der Membrane io) geleitet. Hier wird die Rohdruckluft auf den Arbeitsdruck (Istdruck) reguliert. Die Luft geht durch die Leitungen 2 1 über den Druckverteiler 8 in die Arbeitszylinder 31 und 3t (der Index »t« bedeutet dabei Führerseite und »t« Triebseite der Walzenpresse).
- Die Druckverteilerstelle 8 kann beliebig konstruiert werden, im Ausführungsbeispiel nach Fig. i ist diese aus drei parallel geschalteten Hähnen zusammengesetzt, 3o ist der Hahn für die Preßstelle auf Führerseite, 31 der Hahn für die Preßstelle auf Triebseite, und 32 ist der Hahn für Zu- und Abschaltung der Regulierventile 9.
- Steht beispielsweise nach Ausführung Fig. i der Hebel i9 am Schaltbahn 32 nach rechts gerichtet, so ist die Druckluft zum N;Ianövrieren zwecks Anhebens der Walzen (Entlastung) geschaltet, dadurch sind die Leitungen 21 (von den Regulierventilen 9 zu den Arbeitszylindern 3) und 28 (Rohdruckluftleitung zum Regulierventil 9) abgesperrt. Die Rohdruckluft tritt also direkt durch die Leitungen 71 und 171 in die Arbeitszylinder 3f und 3t, die Kolben .4f und 4t werden also nach oben gedrückt, und dadurch wird die obere Preßwatze von der unteren abgehoben. Die Luft in den Preßzvlindern über dem Kolben entweicht durch die Leitungen 71 bzw. 7t ins Freie.
- Ist der Schalthebel i9 beispielsweise nach links geneigt, so sind die Regulierventile 9 ebenfalls wie vorgeschrieben abgesperrt, und die Rohdruckluft tritt durch Leitung 26 über den Schalthahn 32 in die Leitungen 7' bzw. 7t, dadurch erfolgt die gegensätzliche Bewegung, d. h. die obere Prellwalze senkt sich in die Arbeitsstellung der Arbeitskolben 4f und 4t, während die Luft unter dem Arbeitskolben durch Leitungen 17' und 17t ins Freie entweicht.
- Ist der Schalthebel i9 senkrecht eingestellt, dann kommt nur die in den Regulierventilen auf einen gewünschten Einstelldruck regulierte Druckluft zur Wirkung, d. 1i. die regulierte Druckluft tritt aus den Ventilen 9 durch die Leitungen 21 und 71 bzw. 7' in die oberen Kammern der Arbeitszylinder 31 bzw. 3t. Der Arbeitsdruck (Istdruck) ist dann gleich dem Einstelldruck (Solldruck). Aus den Fig.4, 5 und 6 ist die Wirkungsweise der Regulierventile klar ersichtlich; die Ventile bestehen im wesentlichen aus zwei Teilen, das Oberteil über der Membrane io ist die Einstelldruckkammer 29, das Unterteil enthält den Regulierkolben und die erforderlichen Luftführungskanäle.
- Fig. 5. zeigt das Regulierventil 9 in einer Stellung, in welcher der auf die Walzenpresse wirkende Arbeitsdruck zu niedrig ist; die Membrane io ist infolge des Überdruckes in der Kammer 29 über der Membrane nach unten durchgebogen. Der Regulierkolben 13 öffnet den Luftkanal, in welchen aus der Leitung 16 Rohdruckluft einströmt. Letztere drückt nun die Membrane nach oben, bis die Rohluft abgedrosselt ist. Dieser Zustand tritt ein, wenn die Membrane die Lage nach Fig. 4 eingenommen hat, d. h. sobald Druckgleichheit zwischen dem Raum über und unter der Membrane herrscht.
- Angenommen, in den Räumen unter der Membrane ist der Druck zu hoch, dann ergibt sich eine Stellung nach Fig.6; die Membrane beult sich nach oben durch, und der Steuerkolben 13 öffnet die Auspufföffnung 14, es findet Druckausgleich mit der Atmosphäre statt.
- Der Einstelldruck wird in der Kammer 29 über der Membrane io in der Weise erzielt, daß man den Hahn 12 öffnet und Rohdruckluft so lange einströmen läßt, bis das Manometer i i die gewünschte Einstelldruckhöhe zeigt, darauf wird der Hahn 12 abgeschlossen. Sollte ein zu hoher Druck in der Kaminer 29 herrschen, dann öffnet man das Ablaßventil 33, bis' das Manometer i i die gewünschte Druckhöhe anzeigt.
- Die Manometer i i können mit zwei Skalen versehen werden, eine für die Abtesung des Luftdruckes und eine für die Ablesung des Liniendruckes der Walzenpresse (d. h. des Druckes auf je i cm Bahnlänge der Walze bezogen). Außerdem kann man ein Schreibmanometer anordnen, um die eingangs erwähnte Kontrolle ausüben zu können.
- Dadurch, daß sowohl für Führerseite als auch für Triebseite der Walzenpresse ein besonderes Regulierventil vorgesehen ist, kann man die auf die Lagerstellen der Preßwalzen wirkenden Preßdrücke nicht nur gleich, sondern je nach Bedarf verschieden hochhalten.
- Ausführungsbeispiel Fig. 2 stellt diese Einrichtung für hydraulischen Druckmittelbetrieb mit Einschaltung eines elastischen Luftpolsters dar. Im Druckzylinder 3 ist beispielsweise zwecks Vermeidung der Durchmischung von Wasser und Luft ein frei schwebender Trennungskolben 22 eingebaut. Zwischen diesem Trennungskolben 22 und dem Druckkolben q. befindet sich das Arbeitsdruckwasser. Über dem Schwebekolben 22 befindet sich ein Luftpolster 23, dessen Druck mit dem Einstellpreßdruck ungefähr auf gleicher Höhe gehalten wird.
- In Fig.3 ist die oben beschriebene Einrichtung mit Zwischenschaltung eines weiteren elastischen Angriffspunktes (zwischen Schwinghebel 2 und Arbeitskolben q.) angedeutet. Im Ausführungsbeispiel ist dieses elastische Zwischenglied als Spiralfederung 24 am Angriffspunkte 25 des Schwinghebels 2 kenntlich gemacht.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Regelung der pneumatischen oder pneumatisch-hydraulischen Be- und Entlastung von Preßwalzen für die Papier-, Zellstoff- und Karton-Industrie, bestehend aus einem Difterenzdruckregler, dessen eine Arbeitsseite von einem bestimmten einstellbaren Druck (Solldruck) und dessen andere Arbeitsseite von dem im Arbeitszylinder herrschenden Druck (Istdrück) beeinflußt wird, so daß bei Abweichungen des Istdruckes vom Solldruck durch den Regler die Arbeitszylinder mit der Druckluftquelle oder mit der Atmosphäre verbunden oder von diesen abgesperrt werden.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine solche Anwendung der Verbindungsleitungen zwischen Regler und Arbeitszylinder, daß die Preßdrucke auf die Lagerstellen der Preßwalzen auf Führerseite und Triebseite gleichzeitig zusammen und in gleicher Stärke oder einzeln jede für sich in beliebiger Stärke einstellbar betätigt werden können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE563442T | 1930-08-07 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE563442C true DE563442C (de) | 1932-11-05 |
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ID=6566737
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930563442D Expired DE563442C (de) | 1930-08-07 | 1930-08-07 | Einrichtung zur Regelung der pneumatischen oder pneumatisch-hydraulischen Be- und Entlastung von Presswalzen fuer die Papier-, Zellstoff- und Karton-Industrie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE563442C (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742231C (de) * | 1941-01-17 | 1943-11-24 | J M Voith Fa | Be- und Entlastungsvorrichtung fuer Walzenpressen, insbesondere fuer Papiermaschinen |
| DE1010043B (de) * | 1951-05-02 | 1957-06-13 | Sucker G M B H Geb | Verfahren und Vorrichtung zum Heben und Senken und zur AEnderung des Anpressdruckes von Walzen, insbesondere von Textilmaschinen |
| DE1051290B (de) * | 1956-04-27 | 1959-02-26 | Saviem | Hydraulische Steuerung einer Druckwalze, insbesondere einer solchen Walze einer Druckmaschine |
| DE1053301B (de) * | 1957-01-03 | 1959-03-19 | Smith Paper Mills Ltd Howard | Praegevorrichtung, insbesondere zum Praegen von Papier, mit einem oder mehreren Praegeraedern |
| DE1081477B (de) * | 1957-07-06 | 1960-05-12 | Halley & Sons Ltd James | Rotationstiefdruckmaschine |
| DE1117139B (de) * | 1960-07-01 | 1961-11-16 | Kroenert Max Maschf | Anstellvorrichtung fuer den Formzylinder einer Rotations-Tiefdruckmaschine |
| DE1121626B (de) * | 1958-07-05 | 1962-01-11 | Halley & Sons Ltd James | Rotationstiefdruckmaschine |
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-
1930
- 1930-08-07 DE DE1930563442D patent/DE563442C/de not_active Expired
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