DE561867C - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffbildern fuer Ein- und Mehrfarbenphotographie und -kinematographie - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffbildern fuer Ein- und Mehrfarbenphotographie und -kinematographie

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DE561867C
DE561867C DEI41571A DEI0041571A DE561867C DE 561867 C DE561867 C DE 561867C DE I41571 A DEI41571 A DE I41571A DE I0041571 A DEI0041571 A DE I0041571A DE 561867 C DE561867 C DE 561867C
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DE
Germany
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silver
coupling
dye images
production
image
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Expired
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DEI41571A
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Inventor
Dr Alfred Froehlich
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/46Subtractive processes not covered by the group G03C7/26; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S430/00Radiation imagery chemistry: process, composition, or product thereof
    • Y10S430/135Cine film

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbstoffbildern für Ein- und Mehrfarbenphotographie und -kinematographie Es wurde gefunden, daß die Silbersalze der Diazotate, insbesondere der Antidiazotate vom Typ außerordentlich schwer löslich sind. Sokann z. B. Silberchlorid durch Schütteln mit Diazotatlösung zu Silberdiazotat umgesetzt werden, wobei Chlorionen in Lösung gehen.
  • Diese Tatsache wird erfindungsgemäß zur Herstellung von Farbstoffbildern aus in üblicher Weise auf photographischem Wege erzeugten Metall=, insbesondere Silberbildern benutzt. Man bleicht z. B. ein Silberbild zu Silberchlorid aus, behandelt dies einige Minuten mit einer Lösung eines löslichen Antidiazotates - besonders geeignet sind die Alkaliverbindungen -, wässert das überschüssige Diazotat aus und kuppelt dann das in der Bildschicht entstandene Silberdiazotat mit einer beliebigen Azofarbstoffkomponente zu einem Azofarbstoff der jeweils gewünschten Färbung.
  • Die Kupplung kann sowohl in saurer wie in alkalischer Lösung vor sich gehen. Während sich die Kupplung in saurer Lösung sehr leicht vollzieht, empfiehlt es sich, in alkalischem Medium den Vorgang durch Wärme zu beschleunigen und eine gehärtete Bildschicht anzuwenden. Nach dem Kuppeln wässert man einige Minuten aus, worauf man das etwa noch in der Schicht vorhandene, aus dem Silberdiazotat stammende Silber bzw. Silbersalz in der üblichen Weise mit Hilfe eines Fixierbades bzw. eines Silberlösungsmittels herauslöst, damit ein reines Azofarbstoffbild entsteht.
  • Man kann bei diesem Verfahren durch geeignete Wahl der Komponenten alle Farbstofftöne darstellen und insbesondere auch die geeigneten Farbstoffe für Zwecke der Zwei-und Dreifarbenphotographie und -kinematographie erzielen. Wenn ein Zwei- oder Dreifarbenbild hergestellt werden soll, so muß man die Bildschichten auf durchsichtigen Schichtträgern, insbesondere Filmen aus Celluloseestern oder regenerierter Cellulose, anordnen und die durch Kopieren der einzelnen Teilfarbennegative nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Teilfarbenbilder übereinander zur Deckung bringen. Gegebenenfalls kann man auch auf einem einzigen Schichtträger mehrere Bildschichten übereinander bzw. auf seinen beiden Seiten anordnen, so daß nach dem Kopieren ein besonderes Zurdeckungbringen der Teilbilder nicht mehr notwendig ist. Ebenso ist es möglich, farbige Aufsichtsbilder auf undurchsichtigen Schichtträgern, z. B. Papier, herzustellen.
  • ' Geeignete Antidiazotate sind z. B. diejenigen des p-N itranilins, ß-Naphthylan-iins, Benzidins, Dianisidins, p-Aminoazobenzols und viele andere. Als Kupplungskomponenten eignen sich alle in der Azofarbstoffchemie gebräuchlichen Komponenten, jedoch sind diejenigen vorzuziehen, welche zu wasserunlöslichen Farbstoffen führen, da sie besonders scharfe Bilder ergeben. Falls die Farbstoffe noch nicht hinreichend unlöslich sind, kann man z. B. durch aussalzende Mittel ihre Schwerlöslichkeit steigern.
  • Bei Verwendung von Kupplungskomponenten, die von photographischen Entwicklungs-und Fixierbädern nicht angegriffen bzw. gelöst werden, kann man die Kupplungskomponenten auch von vornherein der Metall-, insbesondere Silberhalogenidemulsion einverleiben. Hierbei wird es möglich, Silbersalzemulsionen mit verschiedenen Kupplungskomponenten übereinanderzugießen. Sind zwei solche Kupplungskomponenten so gewählt, daß man mit der gleichen Diazokomponente in dem einen Fall einen gelben, in dem andern Fall einen Purpurfarbstoff erhält, so kann man mit geeigneten sensibilisierten Emulsionen auf der einen Seita eines Schichtträgers das gelbe und rote Teilbild erzeugen, während man das blaue Teilbild auf der Rückseite des Films mit blau kuppelnden Komponenten in ähnlicher Weise erzeugt. Beispiel i Ein zu Chlorsilber ausgebleichtes Silberpositiv wird io Minuten in eine filtrierte, mit einigen Tropfen Natronlauge versetzte Lösung von i g a-Naphthalin-1Tatrium-Antidiazotat in ioo ccm Wasser gebracht und sodann 45 Minuten in fließendem Wasser gewässert. Das Bild besteht jetzt aus a-Naphthalin-Silber-Antidiazotat, während die weißen frei von Diazotat sind. Das Bild wird nun 5 Minuten in einer 2prozentigen Lösung von i, 8-Diaminonaphthalin in ilr,prozentiger Schwefelsäure gebadet und dann gewässert. Gegebenenfalls kann man noch ein Thiosulfatbad zum beschleunigten Lösen des bei der Umsetzung entstandenen Silbersulfats anschließen sowie eine Nachbehandlung in schwach angesäuertem Wasser. Das Bild ist blau. Beispiel Ein zu Ag Cl ausgebleichtes Silberbild in mit Formaldehyd gehärteter Gelatine wird io Minuten in einer gesättigten, mit etwas Natronlauge versetzten und filtrierten Lösung des Antidiazotates von Dianisidin gebadet und i Stunde gewässert. Zur Kupplung bringt man das Bild in eine iprozentige auf 70° erwärmte H-Säurelösung. Die Kupplung ist nach i bis 1l/2 Minuten beendet. Es wird gut gewässert, in Kupferchloridlösung das entstandene Silber bzw. Silberoxyd gebleicht, das Chlorsilber in Thiosulfat gelöst, gewässert und in schwachsaurem Wasser nachgebadet. Das Bild ist ebenfalls blau. Beispiel 3 Ein nach Beispiele hergestelltes Chlorsilberbild wird in einer mit etwas Natronlauge versetzten und filtrierten iprozentigen Lösung von a-Naphthalinantidiazotat io Minnuten gebadet, gewässert und in einer iprozentigen 7o° warmen H-Säurelösung in etwa i Minute gekuppelt. Gewässert wird in 2prozentiger Kali-Alaun-Lösung. Den Bleich-und Fixierbädern nach Beispiel e ist hier ebenfalls zur Verhinderung des Ausblutens Kali-Alaun zuzusetzen. Das Bild ist rot. Beispiel 4. Ein nach Beispie13 hergestelltes Bild aus ac-Naphthalin-Silber-Antidiazotat wird in einer mit Kochsalz gesättigten 7o° warmen iprozentigen Resorcinlösung i Minute gekuppelt. Es wird kurz gewässert, mit Kupferchlorid gebleicht, fixiert und nochmals gewässert. Das Bild ist gelb. Beispiel s Das nach dem Beispiel 3 hergestellte Silberdiazotatbild wird 5 Minuten in einer Bicarbonat enthaltenden Anthranilsäurelösung gebadet und getrocknet. Gekuppelt wird in einem mit etwas Essigsäure beladenen Dampfstrom in 2 Minuten. Es wird gewässert und fixiert. Das Bild ist orange.
  • Beispiel 6 Das Silberbild wird nach einer der bekannten Methoden in ein Halogensilberbild umgewandelt und gut ausgewässert. Nun wird es in einer gesättigten, filtrierten, mit einigen Tropfen Natronlauge versetzten Lösung von a-Naphthalin-Natrium-Antidiazotat io Minuten gebadet und i Stunde ausgewässert. Zur Kupplung bringt man das Bild in eine iprozentige.mit einigen Tropfen Essigsäure versetzte Lösung von i-Amino-8-naphthol-2, ¢-disulfonsäure. Die Kupplung ist bei q.0° nach i Minute beendet. Nach abermaligem Ausbleichen und Fixieren entsteht ein purpurrotes Bild. .

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Farbstoffbildern für Ein- und Mehrfarbenphotographie und -kinematographie, da- durch gekennzeichnet, daß man ein Metall-, insbesondere Silberbild ausbleicht, mit Hilfe eines löslichen Diazotats zu Silberdiazotat umsetzt und dies mit einer Azofarbstoffkomponente kuppelt, wobei zweckmäßig während oder nach der Kupplung das Metallsalz aus der Schicht herausgelöst wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Farbstoffbildern nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungskomponente der Emulsionsschicht bereits vor der Erzeugung des Metallbildes einverleibt wird.
  3. 3. Vejfahren zur Herstellung von Farbstoffbildern nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man mehrere Emulsionsschichten mit verschiedenen Kupplungskomponenten übereinandergießt.
DEI41571A 1931-05-16 1931-05-16 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffbildern fuer Ein- und Mehrfarbenphotographie und -kinematographie Expired DE561867C (de)

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US611757A US1963197A (en) 1931-05-16 1932-05-16 Color photography and cinematography
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