DE55657C - Maschine zur Herstellung von Ci' garren, Ciga retten u. dergl - Google Patents
Maschine zur Herstellung von Ci' garren, Ciga retten u. derglInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24C—MACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
- A24C1/00—Elements of cigar manufacture
- A24C1/08—Making tobacco bunches
- A24C1/10—Bunch-making machines with aprons and tables for wrapping
Landscapes
- Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch vorliegende Neuerungen an Cigarren- und Cigarettenmaschinen soll nicht allein die
Arbeitsleistung dieser Maschinen erhöht, sondern auch ein sachgemäfses Rollen des Tabaks erzielt
werden. Aufserdem, soll die Maschine auch durch wenig geübte Arbeiter bedient werden
können, ohne an Leistungsfähigkeit einzubüfsen. Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen zeigt die
Maschine in Seitenansicht; ,Fig. 2 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Mitte der Maschine
und Fig. 3 ein Grundrifs derselben. Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen Einzelheiten
und die Fig. 6, 7 und 8 eine Abart, der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Maschine in entsprechenden
Ansichten. Fig. 9 zeigt einen waagerecht gedachten Schnitt durch diese Abart
und die Fig. 10 und 11 die Verbindung der Maschine mit einer Tretvorrichtung.
Als Arbeitsfläche dient bei vorliegender Maschine ein Theil einer Walze A, welche aus
Metall, Holz oder anderem geeigneten Material bestehen und von kreisrundem oder länglich
rundem Querschnitt sein kann. Die Walze ist in dem Gestell B gelagert, worin sie festliegend
oder auch auf ihrer Achse a1 drehbar angeordnet sein kann, je nach der besonderen Art
des Gegenstandes, welcher auf der Maschine angefertigt werden soll. Die Länge der Arbeitswalze A richtet sich nach der Länge und nach
der Anzahl der neben einander liegenden, auf der Maschine herzustellenden Cigarren etc.
Der Theil des Walzenmantels, auf welchem die Cigarren oder Cigaretten gerollt werden,
ist aus dem Mittelpunkt a? nach einem Kreisbogen
geschlagen (Fig. 2). Excentrisch hierzu ist bei a1 eine Handhabe D drehbar gelagert,
so dafs eine Rolle if, welche drehbar an der Handhabe D befestigt ist, bei Bewegung der
letzteren eine kreisförmige Bahn beschreibt, derart, dafs sie sich bei der Vorwärtsbewegung
allmälig der Walze nähert, bis sie den Punkt a3
erreicht hat (s. punktirte Lage, Fig. 2). An dem gegenüberliegenden, d. h. dem hinteren
Ende des Gestelles B ist bei b] ein Band F
aus vulcanisirtem Gummituch oder ähnlichem Stoff einstellbar befestigt, dessen Breite dem
herzustellenden Gegenstande entspricht. An der Unterseite dieses Bandes F bewegt sich die
Rolle E, wobei das erstere so lose gehalten wird, dafs ein Theil desselben zwischen der
Rolle E und der Walze A zu einer Falte gelegt werden kann, wie dies bei _/', Fig. 2 und 6,
dargestellt ist. Das andere Ende des Bandes F ist bei b'2 am Gestell B befestigt. Durch diese
Einrichtung wird der bei fl eingeführte Tabak
bei seiner Fortbewegung bis zum Punkt α3 allmälig stärker zusammengeprefst, wodurch ein
besseres und dichteres Gefüge des Wickels erzielt wird, als wenn die Mittelpunkte α α und α2
zusammenfielen. Zwecks sofortiger Vollendung der Cigarre u. dergl. ist es erwünscht, dafs derselbe
erst gerollt wird, nachdem die äufsere Hülle einen Klebrand erhalten hat. Um dem Mifsstand,
dafs unter Umständen ein Kniffen der äufseren Hülle eintreten könnte, vorzubeugen, ist die
Walze A drehbar auf dem Zapfen αλ gelagert.
Die Drehung der Walze tritt ein, sobald der anzufertigende Gegenstand bis zum Punkte der
stärksten Zusammenpressung bei aB gerollt ist,
woselbst die äufsere Hülle befestigt ist. Die Walze A dreht sich mit dem Handgriff D
mit, so dafs das Band den Gegenstand einfach
rollt, ohne denselben noch weiter zusammenzupressen, wobei dem Gegenstand nunmehr
die glatte vollendete Oberfläche gegeben wird; während die Rolle E über den ersten Theil
der Walze A geht, wird letztere durch Reibung am Mitdrehen verhindert. Diese auf das
Lager wirkende Reibung wird so geregelt, dafs die Bewegung der Walze eintritt, unmittelbar
bevor die Rolle den Punkt a3 erreicht. Während des Einlegens frischen Tabaks wird die
Walze von Hand in ihre ursprüngliche Lage zurückgedreht. Die Drehung der Walze A
wird durch den Stift <ze begrenzt, welche in
eine im Gestell angeordnete Nuth έ>* eingreift.
Hinter dem Punkt a3 fällt die Walze A ab,
so dafs die Rolle E noch weiter bewegt werden und der Gegenstand E* herausfallen kann.
Anstatt die Rolle E an einer Handhabe anzuordnen, kann dieselbe (oder mehrere derselben)
auch in Scheiben D3 gelagert sein (Fig. 6 bis 8), welche drehbar auf der Achse a1
sitzen, während der Umfang der Walze wiederum aus einem oder mehreren Mittelpunkten geschlagen
sein kann. Die Scheiben D3 besitzen Naben dB, welche zur Aufnahme einer Kurbel
oder einer Riemenscheibe aufsen als Vierkant geformt sind.
Die Drehung der Scheiben D3 erfolgt entweder
mittelst der auf der Achse dh sitzenden Kurbel oder durch einen Fufstritt H,
welcher vermittelst einer gekröpften Welle h1, darauf sitzender Riemenscheibe und eines
Riemens J die Bewegung auf eine eigenthümlich gestaltete, längliche Riemenscheibe K der
Achse Z)5 überträgt. Bei jedesmaligem Niederdrücken des Fufstritts wird dann die eine
Rolle E über die Arbeitsfläche der Walze A geführt und die nächste Rolle E in die „Arbeitsstellung
gebracht (Fig. 6, io und ii).
Zar Herstellung von Cigarren wird die Oberfläche der .Walze A und der Rollen E der
Form der Cigarren entsprechend gestaltet (siehe Fig. 5, E6 und A9).
Die Walze A kann ausgewechselt werden. Um verschieden starke Cigarren herstellen zu
können, sind die Rollen E in Schlitzen d2 verstellbar. Die Schlitze d2 können, anstatt
wie in Fig. ι parallel zur Längsachse der Handhabe d\ auch schräg angeordnet sein,
wie in Fig. 4 bei d1 oder ds angedeutet ist,
so dafs die Rollen gleichzeitig auch mehr vor- oder zurückgesetzt werden können. Schliefslich
kann man auch die Rollen E auswechselbar machen, um verschieden gestaltete Rollen von
verschiedener Gröfse zur Anwendung zu bringen.
Bei der Herstellung von Cigaretten oder anderen zusammengeklebten Gegenständen kommen
Stützen M, Fig. 6, zur Anwendung, welche eine Leiste tnl aus Holz oder dergleichen
tragen, deren Fläche m2 so breit ist, wie der Gummistreifen auf dem Papier werden soll.
Diese Fläche n2 wird zuerst mit Gummi bestrichen
und dann auf das Cigarettenpapier N gedrückt, welches daran hängen bleibt, wie in
Fig. 6 dargestellt ist. Wird dann die Rolle E über die Walze A geführt, so wird das gummirte
Papier N von der Leiste m1 abgezogen
und in das Band eingerollt.
Die Art und Weise, wie Cigaretten mit dieser Maschine hergestellt werden, ist somit
folgende: Der Tabak wird vermittelst eines geeigneten Werkzeuges in die Höhlung/1 des
Bandes F geprefst und ein Stück Papier N an die Klebleiste m1 gehängt und die Rolle E
über die Walze A gezogen. Hierbei wird der Tabak durch das Band F zusammen- und bei
der Vorwärtsbewegung der Falte f1 in das Papier JV eingerollt, wobei der Druck immer
gröfser wird, bis die Cigarette den Punkt a% erreicht, woselbst sich die Walze A mitzudrehen
beginnt, wodurch die Cigarette über die Abflachung der Walze in die Fangrinne o, Fig. 1
und 2, fällt.
Schliefslich sei noch bemerkt, dafs unter Benutzung auswechselbarer, verschiedenartig geformter
Rollen E bei excentrischem Antrieb eine Walze angewendet werden kann, . deren
Oberfläche nach der Bahn der Rollen gekrümmt ist.
Claims (3)
- Patent-An Sprüche:ι. Eine Maschine zur Herstellung von Cigarren, Cigaretten u. dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs die Walze (A) von dem Augenblick an, wo die Pressung des zu bearbeitenden Gegenstandes das Maximum erreicht, mittelst der durch die Pressung erzeugten Reibung ein begrenztes Stück mitgenommen wird, zu dem Zweck, der äufseren Hülle durch blofses Weiterrollen des Gegenstandes — ohne Erhöhung des Druckes — eine vollendete Oberfläche zu ertheilen.
- 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung eines Schlitzes (b*) im Gestell (B) und eines Stiftes (a6) in der Walze (A) zur Begrenzung der Mitdrehung der Walze (A).
- 3. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung von Bügeln (M) mit einer Querleiste (m1), welche an einer Seite (in2) mit Klebstoff bestrichen ist und zum Gummiren und Festhalten des Cigarettenpapiers dient.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55657C true DE55657C (de) |
Family
ID=330168
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55657D Expired - Lifetime DE55657C (de) | Maschine zur Herstellung von Ci' garren, Ciga retten u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55657C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3244181A (en) * | 1964-04-30 | 1966-04-05 | American Mach & Foundry | Rolling table |
-
0
- DE DENDAT55657D patent/DE55657C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3244181A (en) * | 1964-04-30 | 1966-04-05 | American Mach & Foundry | Rolling table |
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