DE60495C - Papierröhren-Maschine - Google Patents
Papierröhren-MaschineInfo
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- DE60495C DE60495C DENDAT60495D DE60495DA DE60495C DE 60495 C DE60495 C DE 60495C DE NDAT60495 D DENDAT60495 D DE NDAT60495D DE 60495D A DE60495D A DE 60495DA DE 60495 C DE60495 C DE 60495C
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- B31C3/00—Making tubes or pipes by feeding obliquely to the winding mandrel centre line
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 134: Papiererzeügnisse.
DANIEL NOLTON HURLBUT in NEW-YORK
(Staat New-York, V. St. Α.).
Papierröhren - Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. December 1890 ab.
Nachstehend beschriebene Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Papierröhren von folgender Beschaffenheit (s. Fig. 1.7
bis 19 beiliegender Zeichnungen):
Um ein Kernrohr α sind ein oder mehrere Streifen c d gelegt, wobei α aus einem Längsstreifen
gebildet ist, der entweder zusammenstofsende oder über einander liegende Kanten b
besitzt. Die Umlagen c d werden schraubenförmig um den Kern gewunden, und zwar,
wenn mehrere Unterlagen verwendet werden, derart, dafs die zusammenstofsenden Kanten
der unteren und inneren Umlage überdeckt werden (s. Fig. 18). Die Streifen werden vor
dem Umwickeln auf ihrer die spätere Innenseite der Umlage bildenden Seite mit Leim
bestrichen, so dafs die aufgewickelten Streifen fest auf dem Kern und auf einander haften.
Die Maschine zur Herstellung derartiger Röhren ist auf beiliegenden Zeichnungen zur
Darstellung gebracht, und zeigt Fig. 1 eine Ober^ ansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht der Maschine.
Fig. 3 zeigt die Formvorrichtung für den Kern am Vordertheil der Maschine, Fig. 4 im
Längsschnitt eine Prefsvorrichtung für den bereits umwickelten Streifen, sowie die Vorrichtung
zum Abschneiden bestimmter Längen der fertigen Papierröhre. Fig. 5 zeigt im Längsschnitt Führungen für die fertige Röhre,
Fig. 6 die Vorrichtung zum Zerlegen der Papierröhre in bestimmte Längen, Fig. 7 in
gröfserem Mafsstab die Vorrichtung zum Umwickeln des Kernes, Fig. 8 die innere Einrichtung
der Leimkästen. Fig. 9 und 10 sind Längsschnitt und Obefansicht der Vorrichtung,
um die Umlagen an den Kern zu pressen. Fig. 11 zeigt die Vorderansicht des verstellbaren Mundstückes nach Fig. 3, Fig. 12 giebt
die Oberansicht desselben, Fig. 13 die Vorrichtung zum Zwecke des Herabdrückens des
Messers der Schneidvorrichtung. Fig. 14 zeigt die vordere Kappe zur Aufnahme der Kernspindel
oder des Domes, Fig. 15 eine Oberansicht des Antriebes, der Leimvorrichtung und
Vorschubeinrichtung für den Papierstreifen. Fig. 16 ist.eine Vorderansicht nach Fig. 15.
Um einen verstellbaren, aus einzelnen bestimmten Längen bestehenden Dorn (die Kernspindel),
welcher durch eine besondere Vorrichtung der Maschine zugeführt wird, wird ein Papierstreifen gelegt, der von einem besonderen,
sich um den Kern drehenden Haspel kommt und derart der eigentlichen Formvorrichtung
zugeführt wird, dafs er sich cylindrisch um den Dorn legt. Der so hergestellte
Dorn wird zunächst einer Führung übergeben, welche ihn nach der Stelle bringt, wo
der mit dem Papierkern versehene Dorn mit der Umlage umwickelt wird. Hier liegt auch
die Vorrichtung, welche die aufgebogene Umlage gegen den Kern prefst und glättet. Die
so hergestellte Papierröhre wird mit dem Kern einem weiteren Vorschubmechanismus übergeben,
welcher die Papierröhre zur Schneidvorrichtung bringt, welche in bestimmten Augenblicken wirkt und mittelst eines Kreismessers
einen Schnitt in die sich drehende Papierröhre ausführt, so dafs letztere zerlegt
wird. Hierbei bewegt sich die Schneidvorrichtung mit der ebenfalls stetig vorrückenden
Papierröhre, so dafs der Schnitt, den die Schneidvorrichtung auf der Papierröhre erzielt,
ein Kreisschnitt ist. Durch einen Anschlag wird die Länge des abgeschnittenen Rohrstückes
bestimmt und gleichzeitig die Schneidvorrichtung derart eingestellt, dafs sie wieder
arbeitsfertig ist. Der Dorn, welcher das Innere der Papierröhre ausfüllt, geht durch die Maschine
hindurch und wird nach dem Abschneiden, in seine einzelnen Theile zerlegt, aus der Papierröhre entfernt. Bei der Weiterbeförderung
der fertigen Papierröhre durch die hintere Abschneidvorrichtung wird die Röhre
von einer Führung umgeben.
Die Maschine hat einen langen, schmalen Tisch ι, der von Beinen 2 getragen wird.
Dasjenige Ende, von wo aus die Herstellung der Papierröhre stattfindet, ist das vordere
Ende, das Ausgangsende der fertigen Papierröhre das hintere Ende der Maschine. Der
Dorn oder die Kernspindel 3 wird vortheilhaft aus verschiedenen Longen oder Theilen
hergestellt, die mit einander verschraubt sind und eine Länge haben, welche der Länge
der herzustellenden einzelnen Papierrohrstücke gleichkommt.
Die Vorrichtung zum Zuführen des Domes in die Maschine ist folgende: Auf einem der
Länge nach genutheten Tisch 4 am vorderen Ende der Maschine gleitet das Prefsstück 5
(s. Fig. i, 2 und 14), dessen aufrechtstehender Arm die drehbare Kappe 6 trägt, zur Aufnahme
des hinteren Endes des Domes. Die waagrechte Gleitfläche des Prefsstückes ist mit
einer Schnur 7 verbunden, welche über eine Rolle 8 führt und am anderen Ende das Gewicht
9 trägt. Das Gewicht 9 ist ungefähr so schwer wie der Dorn und dient dazu, letzteren in die Maschine zu treiben, damit er
in Berührung mit den Speisewalzen kommt. Letztere übernehmen dann die Weiterführung
des Domes. Der Dorn 3 tritt zunächst in den Führungstrichter 10, sodann durch den schleifenförmigen
Rahmen 81 hindurch in die Formvorrichtung 11. In der Formvorrichtung wird
um den Kern der Papierstreifen gelegt. Sie besteht aus einem cylindrisch ausgehöhlten
Formstück 13, Fig. 3, welches nach dem
vorderen Ende der Maschine zu bei 12 trichterförmig erweitert ist. Diese Formvorrichtung
wird in der später beschriebenen Weise mit einem Rahmen 81 gedreht. Der Papierstreifen
83 für den Kern befindet sich auf einem Haspel 86, der am besonderen Arm an dem Rahmen 81 drehbar ist. Das Gewicht
des Haspels 86 wird durch ein Gewicht 84 am Ende des Armes 85 aufgehoben. Der
Papierstreifen 83 geht über eine Zwischenrolle 86a von dem Haspel 86 aus, der durch
eine Welle 87 in dem Rahmen 81 drehbar gehalten ist, und sodann nach der Formvorrichtung
11 zu. Seine Drehung erhält der Arm 81 von dem Rahmen 53.
Infolge der beschriebenen Einrichtung wird der von dem Haspel 86 kommende Streifen
nach dem Trichter 12 des Formstückes 13
geführt und dadurch allmälig um den Dorn 3 gelegt, so dafs er cylindrische Gestalt annimmt
und einen Mantel um den Dorn bildet, worauf letzterer der Speisevorrichtung zugeführt wird;
letztere ist in Fig. 1, 2 und 3 dargestellt. Die Speisewalzen 14 und 15 erhalten geriffelte
Umfange, um die Papierröhre besser greifen zu können, und sind in Lagern 17 des Rahmens
53 drehbar. Stellschrauben 16 gestatten die Verstellung der Walzen zu einander, wobei
mindestens eine derselben durch eine Feder angeprefst wird, damit die Walzen einem zu
starken Druck nachgeben können.
Die Speisewalzen werden auf folgende Weise in Drehung versetzt: Der Rahmen 53 für die
Speisewalzen 14 und 15 erhält seine Drehung
von dem Treibriemen 46, der auf der losen und festen Scheibe 47 und 48 einer Vorgelegewelle
läuft, die die Zahnräder 49 und 50 trägt. Das Zahnrad 49 greift in dasjenige 51,
das auf einer Büchse 52 sitzt, welche einen Lagerzapfen des Rahmens 53 bildet und sich
mit letzterem dreht. Der Rahmen 53 ist auf der anderen, dem Rahmen 81 zugekehrten
Seite durch die als Lagerzapfen dienende Büchse 54 gehalten; gegen Verschiebung in
der Längsrichtung ist der Rahmen 53 durch Bordscheiben 57, 59 an den Naben 52 bezw. 54
gesichert, welche in dem Lagerkörper 56 drehbar sind. Mit dem Lagerkörper 56 ist
das Rad 55 durch Stifte 58 fest verbunden. In die Zähne des Rades 55 greift ein Zahnrad
61 (s. Fig. ι und 2), welches an dem
Arm 59a des Rahmens 53 drehbar ist. Wenn
sich der Rahmen 53 und damit der Arm 59a dreht, so wird durch den Eingriff von 55
und 61 letzterer um seine Achse gedreht. Die Achse des Zahnrades 61 trägt ein Zahnrad
62, das in das Zahnrad 63 auf der Vorschubwelle 64 greift. Letztere ist in einem
abgebogenen Theil Ö4a des Armes 59a gelagert
und trägt die obere Speisewalze 14, von der die untere 15 durch Vermittlung
von Zahnrädern 65 angetrieben wird. Durch Drehen der Stellschrauben 16 kann eine Verstellung
der Speisewalzen zu einander erfolgen. Durch das Drehen des Rahmens 53 wird so ein Verschieben des Domes sammt des darüber
geschobenen Papierkernes hervorgerufen. Der Dorn tritt, von den Speisevvalzen 14 und 15
fortgeschoben, in die Vorrichtung 18, Fig. 3; letztere bildet ein Rohr von der erforderlichen
Bohrung und mit zugespitztem Eintrittsende und ist an ihrem hinteren Ende mit einer Klemmvorrichtung versehen, von deren
beiden Theilen 19 und 20 jeder mit Längsnuthen versehen ist, um ein' Gleiten des
Domes und des Kernmaterials während der Drehung desselben zu verhindern (s. Fig. 11,
12 und 13). Die Theile 19 und 20 sind
durch Schwalbenschwanz mit dem Ende des Rohres 18 verbunden, und die Blattfedern 22
und 23, welche mit ihrem hinteren Ende mit dem Rohr 18 verbunden sind, legen sich
mittelst der Stellschrauben 24, 25 gegen die Theile 19 und 20, und zwar kann durch die
Stellschrauben der Federdruck verändert werden. Wenn die Theile 19 und 20 einander
berühren (Fig. 11), so ist der Kreis, welcher durch die Längsnuthen 21 eingeschlossen wird,
kleiner als die Bohrung von 18. Durch Zahnräder 49 und 51 wird das Rohr 18 gedreht,
welches durch die Büchse 52 mit dem Rahmen 53 verbunden ist. Aus den Theilen 19, 20 tritt der über den Dorn gezogene Kern
heraus, um mit den Umlagen bewickelt und mit Klebstoff bestrichen zu werden.
Diese Einrichtung ist in Fig. 15 und 16,
sowie in Fig. 7 bis 10 dargestellt. Die Spulen 89, 90 für die Papierstreifen sind in einem
Kasten 9 r gelagert, der um lothrechte Zapfen 92 und 108 drehbar ist und die
Streifen 117, 118 zunächst zwei Leimgefäfsen
zuführt, um die eine Seite des Streifens mit Leim zu versehen. Die Leimkästen werden
von einer Welle 106 getragen; letztere wird in einem Arm 107 gehalten, der an einem
Zapfen 108 am Kasten 91 sitzt. An dem oberen Ende geht die Spindel 106, Fig. 9,
durch einen langen Schlitz 109 der Tischplatte und trägt einen Ring 110, mit welchem
sie auf der Bettplatte ruht, sowie eine Mutter 111 unterhalb der Tischplatte, welche auf dem
Gewindetheil der Spindel 106 sitzt; ferner trägt die Spindel oberhalb des Bockes 102
einen Zapfen 113, auf dem die Platte 114
ruht und um welche die Platte schwingen kann. Die Platte 114 trägt die beiden Leimkästen
115 und 116, wobei letzterer drehbar
an der Platte 114 ist, so dafs er auf derselben verstellt werden kann. Da der Kasten 91 um
den lothrechten Zapfen 92 drehbar ist und die Spindel 106 von dieser getragen wird, so
können die Spindel und die von ihr getragenen Theile in der Längsrichtung sowie
auch im Schlitz 109 gedreht und in der gewünschten Lage mittelst der Mutter 111 gehalten
werden. Durch Festziehen der Mutter 111
wird dann die Spindel 106 vollkommen festgelegt. Die drehbare Anordnung dieser Kästen
hat den Zweck, den Winkel zwischen den aufzuwindenden Streifen und dem Kernstreifen
beliebig zu verändern; ferner hat der Leimkasten eine Verstellung 116 derart, dafs der
durch ihn gelieferte Streifen unter einem solchen Winkel zugeführt wird, als infolge
der Verstärkung der Röhre erforderlich ist. Die Streifen 117 und 118 werden zunächst
durch einen Schlitz 119 an der Seite des Leimkastens 11 5 geführt und nach den Führungsrollen 120, 121 geleitet. Der Streifen 117
von der Rolle 120 über das obere Ende des Kastens 115, sodann über Rolle 121
zwischen den Rollen 124, 125 hindurch
ebenfalls zum Kernstreifen. Der Leim wird auf einer Seite des Streifens bei seinem
Durchgang zwischen den Rollen 124 und 125
untergebracht. Letztere Rolle ist mit Filz oder ähnlichem Stoff bedeckt, um eine gewisse
Menge Leim anzunehmen. Die Rolle 124 wird von einem drehbaren Rahmen gehalten,
um den Druck zwischen den Rollen 124 und 125 veränderlich zu machen. Die Rolle 124
ist kleiner als diejenige 125, und da dieselbe mit letzterer im Eingriff steht, so übt sie eine
reibende Wirkung auf den Papierstreifen aus, so dafs der Leim auf demselben glatt gestrichen
wird. ■ Der Rahmen zum Halten der oberen Rolle 124 ist mit 126 bezeichnet.
Seine Seitentheile sind an einer. Welle 127 aufgehängt und an dem anderen Ende durch
einen Querarm vereinigt, welcher an jedem Ende einen Schlitz 128 besitzt, durch den die
Stellschrauben 129 greifen; letztere sind ■ mit
einer Spiralfeder 130 verbunden, welche an der Seite des Kastens befestigt ist. Durch
Verstellen der Schraube kann der Zwischenraum zwischen den Rollen 124 und 125 so
geregelt werden, dafs mehr oder weniger Leim auf den Streifen gebracht und die Spannung des
Streifens gröfser oder geringer wird. Ein Zahnrad 13ia am Ende der Welle der Rolle 124
treibt ein ähnliches Zahnrad auf der Welle der Rolle 125, wobei die Zähne dieser Räder, eine
Verstellung der Rollen 124 und 12 5 zulassen.
Die um den Kernstreifen gewundenen Umlagen werden sodann fest ■ auf den Kern geprefst. Die dazu dienende Vorrichtung besteht aus zwei Blöcken 92a und 93, welche in ihren Einzelheiten in Fig. 9 und 10 dargestellt sind. Diese Presser werden in einem Rahmen 94 durch eine Stellschraube 95 gehalten und sind mit Handgriffen 96 und 97 versehen. An ihrem hinteren Ende werden die beiden Presser durch Schraubenfedern 98 und 99 vorwärts gedrückt, welche sich einestheils gegen die Presser, anderenteils gegen die Platten 100 und 101 legen. Um die Spannung der Schraubenfedern zu regeln, werden excentrische Scheiben 102 und 103, welche Stell wellen 104 und 105 tragen, in Anwendung gebracht. An der Vorderkante besitzen die Presser Halbkreisform von der Gröfse der herzustellenden Röhren und sind mit schnabelförmigen Ansätzen versehen. Wenn die Röhre dahin kommt, wo die Umlagen mit dem inneren Kern verbunden werden, wird sie mittelst einer zweiten Vorrichtung dem Schneidapparat zugeführt, wobei sie von einem Führungsrohr umgeben wird, welches einen so grofsen Durchmesser hat, als dem durch die Umwickelung der Umlagen vergröfserten Durchmesser der Papierröhre entspricht.
Die um den Kernstreifen gewundenen Umlagen werden sodann fest ■ auf den Kern geprefst. Die dazu dienende Vorrichtung besteht aus zwei Blöcken 92a und 93, welche in ihren Einzelheiten in Fig. 9 und 10 dargestellt sind. Diese Presser werden in einem Rahmen 94 durch eine Stellschraube 95 gehalten und sind mit Handgriffen 96 und 97 versehen. An ihrem hinteren Ende werden die beiden Presser durch Schraubenfedern 98 und 99 vorwärts gedrückt, welche sich einestheils gegen die Presser, anderenteils gegen die Platten 100 und 101 legen. Um die Spannung der Schraubenfedern zu regeln, werden excentrische Scheiben 102 und 103, welche Stell wellen 104 und 105 tragen, in Anwendung gebracht. An der Vorderkante besitzen die Presser Halbkreisform von der Gröfse der herzustellenden Röhren und sind mit schnabelförmigen Ansätzen versehen. Wenn die Röhre dahin kommt, wo die Umlagen mit dem inneren Kern verbunden werden, wird sie mittelst einer zweiten Vorrichtung dem Schneidapparat zugeführt, wobei sie von einem Führungsrohr umgeben wird, welches einen so grofsen Durchmesser hat, als dem durch die Umwickelung der Umlagen vergröfserten Durchmesser der Papierröhre entspricht.
Die zweite Speisevorrichtung ist in Fig. 4 dargestellt und hat folgende Anordnung: Die
Speisewalzen 28, 29, 30 und 31 sind von bebekannter Einrichtung. Ihr Antrieb erfolgt
von dem Zahnrad 50 aus mittelst des Rades 66, welches an dem nabenartigen Lagerzapfen 26
des Rahmens sitzt und ein Mundstück 27 zum Führen der Papierröhre besitzt. Der Rahmen
73a, in welchem die Speisewalzen eingeschlossen
sind, dreht letztere dadurch, dafs sein Zahnrad 70 in ein am Lagerbock 32 befestigtes
Zahnrad 69 eingreift und dadurch getrieben wird, wobei das Zahnrad 70 durch Vermittelung der Zahnräder 71, 72 des hinteren
Paares Speisewalzen sich dreht. Die vorderen Speisewalzen werden durch das Zwischenrad
68 von den hinteren Speisewalzen aus in Drehung versetzt. Der Rahmen 73s1 trägt an
seinem hinteren Ende die als Nabe ausgebildete Büchse 36, welche in dem Lagerstück 32 ruht
und ein Zahnrad 76 trägt. Letzteres dient dazu, die Drehbewegungen des Rahmens 73a
auf andere Theile der Maschine zu übertragen.
Die Büchse 33 der Nabe 36 nimmt ein Führungsrohr 34 für die Papierröhre sammt
Kern auf, welches an seinem hinteren Ende der Länge nach bei 35 geschlitzt ist (Fig. 4)
und infolge dessen federt. Dieses Ende wird von einem Gummiring 37 umgeben, welcher
infolge der Bewegung auf dem geschlitzten Ende des Rohres dessen Ende erweitert oder
zusammenprefst, wodurch die Art des Greifens der Spindel geregelt werden kann.
Das Rohr 34 führt die Papierröhre dem Schneidapparat zu und hält es während des
Schneidens. Das hintere Ende des Führungsrohres trägt zwei Ringe 38, zwischen denen
ein Lagerstück 39 ruht. Durch das Lagerstück 39 ist das Rohr 34 in der später beschriebenen
Weise mit dem Führungsrohr 34* verbunden.
Die Vorrichtung zum Zerschneiden der Papierröhre in bestimmte Längen ist folgende:
Das Kreismesser 131, Fig. 6, ist in einem
Rahmen 132 drehbar, welcher an einem von hinten vorstehenden Arm 133 getragen \vird.
Der Arm 133 ist an dem Lager 39 befestigt, das auf seiner unteren Fläche mit einer Keilnuth
versehen ist, welche auf der schwalbenschwanzförmigen Rippe 134 des Führungstisches 135 am Ständer 136 gleitet. Das
Führungsrohr 34 ist durch die Ringe 38 von dem Lager 39 gehalten, und wenn letzteres
verschoben wird, so mufs sich auch das Führungsrohr 39, die Schneidvorrichtung 131 und
das Führungsrohr 34 s verschieben. Das
Lager 39 hängt an einer Schnur 154, welche
mit einem Gewicht 155 verbunden ist; letzteres veranlafst, dafs das Lager 39 und damit die
beiden Führungsrohre 34 und 34s sowie die
Schneidvorrichtung zurückgezogen werden, wenn der übrige Theil des Mechanismus ausgelöst
ist. Das Schneidmesser 131 ist derart eingerichtet, dafs es auf der Papierröhre aufliegt.
Um nun zum Zwecke des Schneidens das Messer herabzudrücken, ist der Rahmen 132 mit einem vorn schräg abgeschnittenen Finger
157 versehen (Fig. 13), welcher gegen den
Anschlag 158 stöfst, der an einem Ständer des Lagerbockes 136 befestigt ist. Der Anschlag
hat dem Finger gegenüber eine vordere und hintere Abschrägung und ist etwas schräg gestellt,
so dafs beim Anschlagen des Fingers 157 an den Anschlag 158 zunächst der Finger abwärts
geprefst und dadurch der Rahmen 132 mit dem Kreismesser 131 gesenkt wird, während
allmälig ein noch etwa weiteres Herabgehen des Fingers und infolge dessen des
Rahmens mit dem Messer stattfindet.
Wenn dann die Führungsrohre bezw. der Dorn ausgelöst sind, so dafs mittelst des Gewichtes
155 die Schneidvorrichtung, welche mit der nach hinten gehenden Papierröhre
fortgerückt wurde, wieder in ihre Anfangsstellung zurückgeht, so gleitet der Finger auf
der Oberfläche des Anschlages 158 vorbei und hebt das Kreismesser 131 von dem Dorn ab.
Im übrigen wird mittelst der Feder 163 der Rahmen 132 sofort nach Auslösen von dem
Anschlag 158 in die Höhe bewegt. Das Führungsrohr 34a wird von demjenigen 34
aus durch die Verzahnungen 76, yj, der
Welle 78 und den Zahnrädern 79, 80 mit derselben Geschwindigkeit gedreht. Das Rad-8o
sitzt auf dem Führungsrohr 34a derart, dafs
es eine Drehung desselben ermöglicht, eine Verschiebung desselben aber nicht hindert.
Das Führungsrohr 34a ruht in Lagerständern
42, 43, und zwar unter Vermittelung von verschiebbaren Büchsen 44, 45, welche genuthet
sind und in den Lagerfiächen jener Lagerböcke in der Richtung des Führungsrohres
gleiten können, während sie selbst Lagerstellen für das sich drehende Führungsrohr abgeben.
Die Längsverschiebung des Führungsrohres wird theilweise von den vorschiebenden Büchsen 44
und 45 aufgenommen (Fig. 5).
Um nun Rohre regelmäfsig abzuschneiden, besitzt die hintere Büchse 45 mit dem Längsschlitz
143, in den die Führungsschraube 145 greift, an ihrem hinteren Ende Federklinken
149, 150, welche ein Kappenstück 146 tragen.
Letzteres ist an seinem . Boden geschlossen, trägt eine Höhlung 147 zur Aufnahme des
Domes und eine weitere gröfsere Bohrung 148 zur Aufnahme des Führungsrohres. Dieses
Kappenstück wird durch eine Anschlagstütze 151
ausgelöst, welche an ihrem oberen Theil 152 einen nach dem vorderen Ende der Maschine
hin zugeschärften Rand 153 besitzt, dessen Keilfläche dazu dient, die Federklinken 149, 150
auszulösen. Denn wenn der Dorn schliefslich mit seinem Ende gegen den Boden der Kappe 146 anstöfst, so zieht er bei weiterem
Vorrücken die Kappe mit der Büchse 45 nach hinten, bis letztere von dem Anschlagring 1 5 2
umgeben wird. Die Abschrägung 153 desselben zieht die Federklinken 149, 150 von
der Büchse ab, so dafs die Kappe 146 freigegeben wird und herabfällt. Der in dem
Führungsrohr 34s befindliche Dorn 3 findet sodann keinen, Widerstand mehr, und das
Führungsrohr 34s veranlafst, dafs die Büchsen 45
und 42 nach dem Abschneiden der Rohrlänge wieder in ihre Anfangslage zurückgehen.
Beim Herausdrücken der Kappe 146, bei welchem eine Bewegung der Führungsrohr 34, 34a
eintrat, wurde so das mit dem Lager 39 verbundene Gewicht gehoben ; letzteres wird beim
Auslösen der Kappe 146 und dem dadurch erfolgenden Zurückgehen des Lagers 39 in
seine frühere Stellung wieder gesenkt.
Bei vorliegender Maschine hat somit der dieselbe bedienende Arbeiter nur nöthig, den
Streifen von dem Haspel 86 in die Formvorrichtung 11 einzuführen. Der inzwischen von
dem Gewicht 9 vorgeschobene Dorn 3 veranlafst beim Drehen der Maschine das Umlegen
des Papierstreifens um den Dorn.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Maschine zur Herstellung von Papierröhren mit um einen runden Dorn gebogenem Kernstreifen, dessen Kante parallel der Dornachse liegt, und spiralförmig und in derselben Richtung und Steigung nach einander um den Kern gewickelten Umlagen, welche an der Innenseite mit einem Klebmittel bestrichen sind, gekennzeichnet durch die Zusammenwirkung folgender einzelner Einrichtungen:a) des durch Gewicht 9 bewegten, mit Kappe 6 versehenen Prefsstückes zum Einführen des Domes 3 in die Maschine;b) des um seine und die Dornachse sich drehenden, excentrisch zur Dornachse liegenden Haspels 86 für den Kernstreifen;c) der mit kegelförmigen Einlaufen 12 versehenen, von dem Rahmen 53 gedrehten Formvorrichtung für den Kernstreifen;d) der durch Zahnräder 55,61 um die eigene Achse gedrehten, in dem Rahmen 53 liegenden Speisewalzen 15, 16, welcher Rahmen von den Antriebsscheiben 47,48 aus in Drehungen um die Dornachse versetzt wird;e) der Leimvorrichtung für die Umlagestreifen, welche in ihrer Richtung zum Kernstreifen verstellt werden kann;f) der Anprefsvorrichtung, bestehend aus zwei durch Federn vorgedrUckten Pressern zum festen Umlegen der Umlagestreifen um den Kern;g) einer zweiten Vorrichtung zum Weiterführen des fertiggestellten Papierrohres, welches von dem Rahmen 7γ unter Vermittelung der Zahnräder 50, 66 von den Antriebsscheiben aus um die Dornachse gedreht wird;h) der Schneidevorrichtung zur Zerlegung des Papierrohres in einzelne Längen, wobei das in einem Rahmen 132 drehbar aufgehängte Messer 131 durch Vermittelung eines am Rahmen befindlichen Fingers 157 und eines am Tisch / der Maschine befindlichen Anschlages 158 gegen das Papierrohr gedrückt wird;i) einer Auslösung für das Messer 131, gekennzeichnet durch die von der vorschiebenden Büchse 45 mittelst Federklinken 149, 150 gehaltene Kappe 146, deren Federklinken von einem festen Anschlag 151 bei Vordringen der durch den Dorn 3 bewegten Kappe 146 ausgelöst werden.
- 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung der Scheiben 89, 90 für die Umlegestreifen in einem um Zapfen 92, 108 drehbaren Kasten, ferner die Anordnung der Leimkästen 115, 116 auf einer Stange 106, wobei Leimkasten 116 drehbar auf der Platte 114 sitzt, sowie die drehbare Aufhängung der oberen Rollen 124, welche gegen die mit Filz belegte Leimrolle 125 pressen, in Rahmen 126 derart, dafs der Druck des Papierstreifens gegen die Leimrolle 125 beliebig geregelt werden kann.
- 3. Bei der unter Ί. gekennzeichneten Maschine zur Herstellung von Papierröhren die Verbindung der Führungsrohre 34 und 34a durch das Zahnradvorgelege 76, Jj^ 79, 80 behufs Erzielung gleich schneller Drehung derselben, ferner mittelst des Lagerarmes 39 und des Führungsbockes 39a zur Erzielung gleicher Längsbewegung.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60495C true DE60495C (de) |
Family
ID=334625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60495D Expired - Lifetime DE60495C (de) | Papierröhren-Maschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60495C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1029218B (de) * | 1956-03-07 | 1958-04-30 | Lorenz Westerbarkey | Leimauftragvorrichtung zur Herstellung schraubenartig gewickelter Rohre |
-
0
- DE DENDAT60495D patent/DE60495C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1029218B (de) * | 1956-03-07 | 1958-04-30 | Lorenz Westerbarkey | Leimauftragvorrichtung zur Herstellung schraubenartig gewickelter Rohre |
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