DE543791C - Verfahren zur Gewinnung des Phenols aus solches enthaltenden Waessern - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung des Phenols aus solches enthaltenden Waessern

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DE543791C
DE543791C DEO18588D DEO0018588D DE543791C DE 543791 C DE543791 C DE 543791C DE O18588 D DEO18588 D DE O18588D DE O0018588 D DEO0018588 D DE O0018588D DE 543791 C DE543791 C DE 543791C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/005Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by obtaining phenols from products, waste products or side-products of processes, not directed to the production of phenols, by conversion or working-up
    • C07C37/009Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by obtaining phenols from products, waste products or side-products of processes, not directed to the production of phenols, by conversion or working-up from waste water

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung des Phenols aus solches enthaltenden Wässern Ein bekanntes Verfahren zur Entphenolierung von Abwässern besteht darin, daß man die Wässer im Gegenstrom mit Benzol behandelt, wobei man den Waschbehälter mit Raschigringen bestimmter Weite und Achsenlänge anfüllt, um den Wascheffekt zu erhöhen. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, das Phenol aus ammoniakalischen Wässern, Abwässern von Generatoren u. dgl. dadurch zu gewinnen, daß diese Wässer durch einen mit aktiver Kohle angefüllten Behälter geleitet und nach Anreicherung der aktiven Kohle an Phenol dieses durch ein Phenollösungsmittel aus der aktiven Kohle aufgenommen und in bekannter Weise dem Lösungsmittel, beispielsweise durch Behandlung des Lösungsmittels mit Natronlauge, wieder entzogen wird. Die aktive Kohle wird hierbei nacheinander in drei Stufen behandelt, in der ersten nimmt sie das Phenol aus dem Wasser auf, in der zweiten wird ein Phenollösungsmittel durch die Kohle geschickt, und in der dritten werden die in der Kohle verbleibenden Lösungsmittelreste durch Ausdampfen entfernt. Das Verfahren ist daher ziemlich umständlich und erfordert eine größere Anzahl von mit aktiver Kohle angefüllten Behältern.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß aktive Kohle nicht nur ein hohes Aufnahmevermögen für Phenole besitzt, sondern ihre Anwesenheit in starkem '.Maße die Auswaschwirkung des Benzols für das Phenol erhöht. Die Erfindung benutzt diese beiden Eigenschaften der aktiven Kohle, gestaltet aber die Gewinnung der Phenole in bedeutend einfacherer Weise als bekannte, aktive Kohle benutzende Arbeitsweisen, und zwar so, daß in an sich bekannter Weise das phenolhaltige Wasser durch Waschen im Gegenstrom mit dem Phenollösungsmittel behandelt wird, in dem Wasch- bzw. Mischbehälter aber gleichzeitig aktive Kohle zugegen ist. Die aktive Kohle spielt also in diesem Falle zunächst die Rolle eines Adsorptionsmittels für Phenole; und nachdem sie mit Phenol gesättigt ist, dient sie lediglich zur Intensivierung des Waschvorganges, ähnlich wie Raschigringe, nur in erhöhtem Maße. Das Verfahren wird in einfachster Weise so ausgeführt, daß die Wäscher, in denen das Wasser mit dem Phenollösungsmittel, beispielsweise Benzol, behandelt wird, mit aktiver Kohle gefüllt sind, die dort ständig verbleiben kann und nur innerhalb sehr großer Zeiträume ausgewechselt und regeneriert zu werden braucht. Es ist auf diese Weise möglich, mit verhältnismäßig kleinen Waschapparaten eine sehr hohe Phenolabscheidung zu erreichen. Um eine Verschmutzung der aktiven Kohle zu vermeiden, ist es wichtig, daß in bekannter Weise eine Befreiung des phenolhaltigen Wassers von mitgeführten Schmutz- und Teerteilchen beispielsweise mittels Hindurchleitens durch eine Benzolsäule vorgenommen wird.
  • Gegenüber der Verwendung von Raschigringen ergibt das erfindungsgemäße Verfahren bei gleicher Waschmittel- und Abwassermenge einen höheren Wascheffekt. Bei gleicher Waschwirkung ist also der Aufwand an Waschmitteln geringer, und es bedarf nur einer wesentlich kleineren Apparatur, wodurch die Ausbeute an Phenol wirtschaftlicher gestaltet wird. Beispiel Ein mit Abläufen versehener Glaszylinder von 450 m Höhe und 5 cm lichter Weite wird mit aktiver Kohle gefüllt und in ihm Benzol und Ammoniakwasser im Gegenstrom zueinander bewegt, deren Mengenverhältnis sich annähernd wie 2: 1 verhält. Die Gesamtdauer des Versuches beläuft sich auf 2 Stunden, wobei die Flüssigkeitsmengen so reguliert werden, daß in der Stunde 321 Benzol und etwa 6o 1 Ammoniakwasser den Glaszylinder durchfließen. Um die Sättigung der aktiven Kohle mit Phenol abzuwarten, werden erst in der zweiten Stunde alle 1o Minuten Proben von Ammoniakwasser abgezogen und der Phenolgehalt der einzelnen Proben bestimmt.
    Es ergeben sich die Werte:
    o,18 g/1
    -
    0 ,2,7
    017 _
    -
    0,14
    o,16 -
    o,18 -
    0,22 -
    1,329/1.
    Der Durchschnittsphenolgehalt beträgt also o,19 g/1. Der Phenolgehalt des Ammoniakrohwassers wird zu 2,55 g/1 ermittelt, so daß sich hiernach ein Wascheffekt von über 92% errechnet. Das mit Phenol gesättigte Benzol wird sodann mit Natronlauge extrahiert und wieder als Waschmittel benutzt, während die anfallende Phenolatlauge nach Klardampfen mit Kohlensäure ausgefällt wird; nach Absitzenlassen destilliert man die Phenole bis zu 2o3' C ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung des Phenols aus solches enthaltenden Wässern mittels Behandlung der Wässer mit einem Phenollösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem Wasch- bzw. Mischbehälter aktive Kohle befindet.
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