DE522969C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Anthrachinonacridonreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Anthrachinonacridonreihe

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DE522969C
DE522969C DEI37878D DEI0037878D DE522969C DE 522969 C DE522969 C DE 522969C DE I37878 D DEI37878 D DE I37878D DE I0037878 D DEI0037878 D DE I0037878D DE 522969 C DE522969 C DE 522969C
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anthraquinone
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acridone
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DEI37878D
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Dr Walter Bruck
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Antbrachinonacridonreihe Das AnthrachinOn-2 - i-acridon (L i eb i g s Ann., Bd. 38 1, S. 6) und seine bisher bekannten Halogensubstitutionsprodukte sind orange bis rote KÜpenfarbstoffe, welche zwar im allgemeinen vorzügliche Echtheitseigenschaften besitzen, aber die Reinheit des Farbtons anderer roter Küpenfarbstoffe, z. B. der Thioindigoklasse, nicht erreichen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man wertvolle Farbstoffe der Anthrachinonaeri(lonreihe erhalten kann, wenn inan in Anthrachinon-2 - i -ac ridon der Forinel die Stellungen 2', 3', 4' und 5' des Benzolkernes und die 4-Stelliung des Anthrachinonkernes mit Halogen besetzt. Durch das Haloggenatom in 4-Stellung erfährt das orangegelb gefärbte :2' - 3' - 4' - 5'-Tetrachlorderivat eine überraschend starke Verschiebung der Nuance. Die neuen Farbstoffe sind rote Küpenfarbstoffe, welch-, neben hervorragenden Echtheitstigenschaften die Leuchtkraft der im Farbton naheliegenden Farbstoffe der Thioindigoklasse aufweisen.
  • Die neuen Farbstoffe können z. B. dargestellt werden durch Kondensation von I - 4-Dihalogenantlirachin#on-2-ca#rbonsäure oder deren Derivaten mit Tetrahalogenanilin zur i-Tetrahalogenanilido-4-halo,-en,anthrachinon-:2-carbonsäur#e und darauffolgenden Acridonringschluß oder durch Einwirkung von halogenierenden Mitteln auf 2'- 3" 4- 5'-Tetrahalogenanthrachinonacridon oder auch durch weitere Halogenierung von 4 - 3' - 5'-Trihaloggen- oder 3'- 5'-Dihalogeiianthrachinonacridon.
  • Beispiel i 22 Teile 1 - 4-Dichloranthracl-Yinon-2-earbünsäurebenzylester werden mit io Teilen :2 - 3 - 4 - 5-Tetrachloranilin, 6 Teilen wasserfreiem Natriumacetat, 0,3 Teilen Kupferoxyd und :25 Teilen Nitrobenz01 4'/.-, Stunden lang auf igo bis igo' erwärmt. Nach dem Ab- kühlen trägt man die Schmelze in 2ooTeile konzentrierter Schwefelsäure ein und rührt i Stunde lang bei 35 bis 40c>. Alsdann wird die Lösung in Wasser gegossen und das Nitrobeilzol mit Wasserdampf abgetrieben. Die zurückbleibende i-F#etracliloranili,do-4-clilorantliraeliinon-2-earbo#ti;slur,e wird abg#esaugt und getrocknet. 22'#f,elle der Säure werden mit 8o Teilen trockenem --'#'itrobenzol und io,Teilen Essigsäureanhy-drid i'/, Stunden lang bei 145 bis 155' verrührt; darafuf --wird die Schmelze mit 8o Teilen trockenem -.\7itroben7-ol verdürmt, worauf man bei 95 bi-s'IOO' langsam 2,5 Teile konzentrierte Schwefelsäure hinzufügt. Man hält die Temperatur etwa 3 Stun-den lang auf gleicher Höhe, läßt danach erkalten und sat-t das Reaktionsprodukt ab. 23 Es wird ini t Nitrobenzol gewaschen und durch Wasserdampfdestillation vom Lösungsmittel befreit. Das Produkt löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit orangeroter Farbe, liefert eine violette Küpe und gibt auf Baumwolle ein leuchtendes blaustiohiges Rosa von hervorragender Echtheit.
  • Der Farbstoff kann aus Trichlorbenzol, in id,ern er wie in allen organischen Lösungsmitteln sehr schwer löslich ist, umkristallisiert werden und so in prisinatischen ' Nadeln erhalten werden.
  • B ei s p iel :2 23Teile Tetrachloranthrachinonacridon (erhältlich aus i-Chloranthrachinoli-2-earbonsäure durch Umisetzung mit 2 - 3 - 4 - 5-Tetraohloranilin zur Tetrachlor-i-allilidoanthrachinon-2-carbollsäute und darauffolgende Wasserabspaltung) werden in 5oo Teilen trockenem Nitrobenzol suspendiert, worauf man nach Zugabe von 2 Teilen Jod innerhalb etwa i Stunde bei go bis ioo' etwa go Teile Sulfurvlchlorid unter Rühren hinzufügt. Man rührt bei der gleichen Temperatur etwa 5 Stunden lang weiter, verdrängt das überschüssige Sulfurylchlorid #durch einen trokkenen Luftstrom und saugt das Reaktionspro-dukt nach dem Erkalten ab. Es wird mit Nitrobenzol gewaschen und. danach, durch Wasserdampfdestillation vom Lösungsmittel befreit. Das so erhaltene Produkt kann aus Trichlorbenzol umkristallioiert werden. Es stimmt in seinen färberischen und sonstigen Eigenschaften mit dem Farbstoff des Beispiels i überein.
  • B c i s p i e 13 4,3 Teile 4 - 3' - 5'-Trichloranthraeliinonacridon (erhältlich z. B. aus 1 - 4-Dichloraiitbracliiiion-:2-cai,bollsäur-e durch Umsetzung mit 3 - 5-Dichloranilin zur 3'- 5'-Dichloranili#10-4-chl#oranthr-achinon-2-carboiisäure und darauffolgenden Acridonringschluß) werden mit 0,4 Teilen Jod und i 2o Teilen trockenem Nitrobenzol verrührt, worauf man bei 95 bis ioo' allmählich 9 Teile SulfurvIchlorh.1 hinzufügt. Ma.n rührt bei der gleichen Teniperatur etwa 3 Stunden weiter und läßt danach abkühlen. D2.s Reaktionsprodukt wird abgesaugt und in üblicher Weise isoliert.
  • B e'i sPiel 4 Zu einer Suspension von 13 Teilen 3'- 5'-Dichloranthrachinonacridon (erhältlich durch Kondensation von i-Chloranthrachinon-2-r-arbonsäure mit 3 - 5-Dichloranilin und darauffolgende Wasserabspfaltung) in 2-5o Teilen trockenem Nitrobenzol werden nach Zugabe von 0,7Teilen Jod bei 9 bis 100' 3oTeile Sulfurylchlorid allmählich hinzugefügt. Man rührt etwa 4Stunden lang bei der gleichen Temperatur und saugt danach die abgeküblte Reaktionsmasse ab. Die Aufrarbeitung ist die gleiche wie in den vorigen Beispielen. Das aus Trichlorbenzol umkristallisierte Produkt i,st >der Analyse und den Eigenschaften nach das oben charakterisierte Pentachloranthraoliinonacri#dc>n.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Farb-e, stoffen der Anthrachinonacriclonreibe, dadurch gekennze..ichn-et,,d-aß man in Anthrachinon-2 - i-acridon der Formel die Stellungen 2' - 3' - 4' - 5' des Benzolkerns und die 4-Stellung des Anthrachinonkerns mit Halogen besetzt.
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