DE51983C - Verfahren zur Darstellung von Bernsteinsäure-Rhodaminen - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Bernsteinsäure-RhodaminenInfo
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- DE51983C DE51983C DENDAT51983D DE51983DA DE51983C DE 51983 C DE51983 C DE 51983C DE NDAT51983 D DENDAT51983 D DE NDAT51983D DE 51983D A DE51983D A DE 51983DA DE 51983 C DE51983 C DE 51983C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B11/00—Diaryl- or thriarylmethane dyes
- C09B11/28—Pyronines ; Xanthon, thioxanthon, selenoxanthan, telluroxanthon dyes
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Die unter dem Namen »Rhodamin« in den Handel gebrachten Farbstoffe (Einwirkungsproduetc
von m-Amidophenol und dessen Subslitutionsproducten auf Phtalsäureanhydrid)
zeichnen sich vor den analog constituirten Fluoresce'inen bezw. Eosinen, abgesehen von
ihrem chemisch entgegengesetzten' Charakter, insgesammt durch die Schönheit ihrer Nuance
und ihre gröfsere Beständigkeit gegen Licht und Luft aus.
Diese Gruppe neuer Farbstoffe eignet sich speciell zum Färben animalischer Faser (Seide
und Wolle), während sie zum Färben vegetabilischer Faser so gut wie gar keine Verwendung
findet und hierfür,werthlos ist.
Erfinder haben nun Farbstoffe ähnlichen Charakters, gleichfalls Derivate des m-Amidophcnols
aufgefunden, welche als die noch fehlenden Glieder der Rhodaminrcihe angeschen
werden müssen, weil sie so schön wie die Rhodamine färben, aber eigenthümlicher
Weise im Gegensatz zu den Rhodiminen so gut wie gar keine Verwandtschaft zujr animalischen
Faser, dagegen eine intensive Verwandtschaft zur vegetabilischen (Baumwolle und Papier)
zeigen und deshalb von hohem Werth sind.
Diese Reihe neuer basischer Farbstoffe sind Derivate 'der Bernsteinsäure.
Schon Ad. Baeyer hat (Ber. VI, S. 664) gezeigt, dafs Bernsteinsäureanhydrid sich ähnlich
wie Phtalsäureanhydrid mit Pyrogallol zu phtale'inähnlichen Producten condensirt.
G. Damm und L. Schreiner (Ber. XV, S. 555) haben dann diese Reaction auf das Resorcin
übertragen und fluorescemähnliche Producte erhalten, welche jedoch ebenso wie die Bernsteinsäurephlalei'ne
technisch werthlos sind.
Läfst man aber m-Amidophenol oder bosser dessen Substitulionsproducte, speciell Dimethyl-
oder Diäthyl-m-amidophenol auf Bernsteinsäure bezw. Bernsteinsäureanhydrid mit oder ohne
Anwendung eines wasserentziehenden Mittels einwirken, so erhält man Producte, welche die
oben geschilderte Eigenschaft besitzen. Für WoIl- und Seidenfürbung so gut wie unbrauchbar,
färben sie im Gegensatz zum Rhodamin Baumwolle (tannirte, wie auch mit zinnsaurcr
Thonerde vorgebeizte), sowie Papier und alle vegetabilischen Fasern prachtvoll bläulich roth
bis violettroth, und zwar ca. 6 bis 8 mal stärker als Rhodamin.
Beispiel. Darstellung des Tetramethylbernstein
säure rhodamin s.
5 kg Bernsteinsäure oder Bernsteinsäureanhydrid werden mit 112 kg m-Oxydimethylanilin
und 2 kg Chlorzink während 3 Stunden auf 1700 im Oelbade erhitzt. Die Schmelze
wird nach dem Erkalten fein pulverisirt und in heifser Salzsäure gelöst. Das neue Product
geht hierbei unter prachtvoller blaurother Färbung in Lösung. Beim Abkühlen des Filtrats
scheidet sich das salzsaure Salz des Bernsteinsäurerhodamins in schönen braunen Nadeln
aus.
Als Condensationsmittel kann in diesem Ver-. fahren das Chlorzink auch durch irgend ein
anderes wasserentziehendes Mittel, wie Schwefelsäure, ersetzt werden.
Ersetzt man in diesem Beispiel das Dimelhylm-amidophenol
durch das Diäthyl-m-amidophenol, so erhält man ein etwas blauer, aber
schwächer färbendes Product, welches nicht die KrystaUisationsfähigkeit des Dimethylderivates
besitzt, sondern nur als OeI aus Seinen Lösungen mit Kochsalz gefüllt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von Bernsteinsäurerhodaminen, darin bestehend, dafs man nach dem durch Anspruch 3. des Patentes No. 44002 gekennzeichneten Verfahren statt Phtalsäure 1 Mol.· Bernsteinsäure oder Bernsteinsäureanhydrid mit 2 Mol. Dimethyl- bezw. Diäthyl-m-amidophcnol mit oder ohne Gegenwart eines wasserentziehenden Mittels', wie Schwefelsäure oder Chlorzink, condensirt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51983C true DE51983C (de) |
Family
ID=326721
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51983D Expired - Lifetime DE51983C (de) | Verfahren zur Darstellung von Bernsteinsäure-Rhodaminen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51983C (de) |
-
0
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