DE51602A - Typensetzmaschine - Google Patents
TypensetzmaschineInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung behandelt die Construction einer Typensetzmaschine, in welcher die entsprechend
eingerichteten Typen colonnenförmig angeordnet sind und durch Bewegung von
Tasten eines Tastenbrettes gleichzeitig gesetzt und reihenweise in der Reihenfolge in einem
Colonnenkasten angeordnet werden, wie dies für die Justirung vor der Anwendung in der
Druckpresse erforderlich ist. Das Setzen geschieht durch den die Maschine bedienenden
Setzer zunächst dadurch, dafs die bezügliche Taste niedergedrückt wird, um die Typen in
eine Längsbahn zu bringen. Durch einen geeigneten Antrieb, z. B. einen Tritt, werden die
Typen alsdann in der Längsbahn zusammengedrückt und am Ende der Maschine gegen
einen Auslöser gepackt, bis genügend Typen zur Bildung einer Zeile in der Bahn vorhanden
sind. Hierauf wird die Auslösevorrichtung weit genug zurückgedrückt, um einen Schie-.
ber freizugeben, der die ν gesetzte Typenzeile in horizontale Abtheilungen in einen geeigneten
Colonnenkasten drückt, der durch eine näher zu beschreibende Bewegung ausgelöst und
intermittirend gehoben wird, um zur Aufnahme der nächsten Zeile des Satzes bereit zu sein.
Die erwähnten Bewegungen werden gleichzeitig ausgeführt, so dafs beim Setzen einer
Reihe von Worten die vorher gesetzte Reihe verschoben und in. den Colonnenkasten gebracht
wird. Die Vorrichtung, welche in dieser Weise den Satz einstellt, geht ■ dann
zurück, um bereit zu sein, den nächsten Satz in ähnlicher Weise zu behandeln. Zuweilen
wird der in dem Colonnenkasten befindliche Satz eine Justirung erfordern, um die Spatien
zwischen den Worten richtig zu bemessen.
Bei der vorliegenden Maschine wird das stufenförmig ausgebildete Tastenbrett oben an
einem geeigneten Rahmen getragen, und am hinteren Ende, das auf einer horizontalen
Platte ruht, ist ein Setzkasten oder eine Lade angeordnet, die eine Anzahl verticaler Nuthen
hat. Dieser Setzkasten oder diese Lade neigt sich ein wenig nach dem Tastenbrett hin, und
in den Nuthen oder Kanälen derselben werden die Typencolonnen, welche zum Satz verwendet
werden, vertheilt, so dafs durch Niederdrücken einer Taste die unterste Type
der dieser Taste entsprechenden Colonne durch einen mit der Taste verbundenen Stöfser
herausgedrückt wird. Dieser Stöfser wird mittelst einer Feder in seine normale Lage zurückgeführt.
Die horizontale Platte, auf welcher der Setzkasten ruht, liegt in derselben Ebene
mit der Unterfläche der tiefsten Type, d. h. die' unterste Type jeder Colonne ruht auf
dieser horizontalen Platte und längs derselben läuft ein Träger, welcher eine gleitende Fingerstange
hat, die die ausgeworfene Type die horizontale Plattenbahn entlang trägt. Ueber dieser Platte ist eine Stange angeordnet, welche
gespannte Drähte und zweckmäfsig ein Widerlager aus Gummi hat; die Stange ist um ein
passendes Stück über der horizontalen Platte angeordnet, damit die ausgeworfene Type längs
der Bahn vorgetrieben werden kann. Es empfiehlt sich die Anwendung eines Widerlagers
aus Gummi für die den oberen Theil dieser horizontalen Bahn bildenden Drähte, da ohne
ein solches Widerlager immer nur zwei Typen auf einmal, mit demselben dagegen mehr als
zwei Typen gesetzt werden können. Die gleitende Fingerstange ist so angeordnet, dafs
sie sich selbst beim Beginn ihres Hubes in der Lage fixirt, um mit der Type in Eingriff zu
kommen und dieselbe entlang zu schieben; nachdem, dies geschehen, wird eine Falle auf
der Stange ausgelöst und letztere durch eine Feder ausgezogen, so dafs beim Rückgang der
Stange die Type freigegeben ist.
Eine Gleitvorrichtung ist am Ende der horizontalen Platte oder Bahn vorgesehen, um die
Typenzeile auf die Bretter des Colonnenkastens zu drücken; diese Gleiteinrichtung ist
mit einer Vorrichtung versehen, welche eine Bewegung des Colonnenkastens nach oben gestattet,
und zwar ist diese Bewegung intermittirend bei jedem vollen Hub der Gleitvorrichtung.
Nach der Erfindung können danach mehrere Buchstaben, z. B. ein ganzes Wort, auf einmal gesetzt werden, indem mehrere
Sätze der häufiger auftretenden Buchstaben vorgesehen werden und die Anordnung der
Tasten der Maschine in der Weise getroffen wird, dafs eine Auswahl von Buchstaben geboten
wird, wodurch sie in die Bahn in der Reihenfolge getrieben werden können, in welcher
sie für den Satz erfordert werden. Die Bethätigung der verschiedenen in Bewegung zu
setzenden Theile der Maschine erfolgt zweckmäfsig durch einen oder mehrere Tritte und
geeignete Zwischenmechanismen.
Auf den anliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Hinteransicht und
Fig. 2 eine Oberansicht der Setzmaschine;
Fig. 3 ist ein Verticalschnitt nach der Linie x-x von Fig. i,
Fig. 4 eine Oberansicht und
Fig. 5 eine Seitenansicht des Typenträgers, um die Typen längs der Bahn nach ihrer
Stellung gegenüber dem Colonnenkasten zu führen;
Fig. 6 ist die Oberansicht der Vorrichtung, welche die gesetzte Zeile auf eines der Brettchen
des Colonnenkastens drückt, und die auch gestattet, dafs sich dieser Kasten intermittirend
in die Lage hebt, um die nächste ' Zeile aufzunehmen;
Fig. 7 ist der Grundrifs des Mechanismus am Ende des hinteren Gestelles zur Auslösung
der Falle des Fingers des Trägers, um eine Alarmglocke zum Tönen zu bringen, die gesetzte
Typenzeile in den Colonnenkasten zu drücken und zuzulassen, dafs dieser Kasten
intermittirend in die Lage geht, um die nächste Typenzeile aufzunehmen;
Fig. 8 ist eine Einzeldarstellung der Einrichtung und Anordnung der Tasten, Stöfser
und der Bahn;
Fig. 9 und io sind Unter- und Seitenansicht
der Druckplatte, welche über der horizontalen Bahn vorgesehen wird;
Fig. ii, 12, 13 und 14 sind diagrammatische
Darstellungen der Arbeitsweise der Vorrichtung, um den Colonnenkasten intermittirend in die
Stellung gelangen zu lassen, um eine neue , Zeile Satz aufzunehmen.
A A sind die Tasten, welche am Ende mit einem Auge oder Lagertheil versehen sind,
um sie auf Stangen α zu tragen, die in dem oberen schwingenden Rahmen B der Maschine
befestigt sind. Jede Taste hat einen Arm λ1, der mit seinem unteren Ende in ein Auge c
der horizontalen Typenstofsstange C tritt, deren hinteres Ende auf einer Tragstange cl
aufliegt. Diese Stofsstangen und Tasten werden in ihre normale Lage durch Spiralfedern a?
zurückgeführt, welche je an einem Ende mit einer dieser Stofsstangen und am anderen Ende
mit einem passenden Theil des Maschinenobertheiles B verbunden sind. C* stellt die
Typenlade oder den Typenkasten dar, welcher eine Anzahl getrennter Kanäle hat, in welchen
die erforderliche Anzahl zu setzender Typen vertheilt wird. Für jede Type ist mindestens
ein Kanal vorgesehen, und für häufiger vorkommende Typen können mehrere Kanäle
oder Colonnen angeordnet werden. Die Lade ist gegen das Tastenbrett hin geneigt,· um das
Herausfallen der Typen zu verhindern, und die Böden der Kanäle sind hinten offen, um
die Stofsstangen C nach Bewegung durch ihre Tasten eintreten und die unterste Type in die
Bahn D hinausdrücken zu lassen. Der Boden der letzteren ist ein fester Theil der hinteren
Gestellplatte E, während ihr oberer Theil von
einer Anzahl Drähte J2 gebildet wird, die an
ihren Enden an Spannschrauben -d3, Fig. 9 und 10, befestigt sind, welche in die Stange d1
verschraubt werden, die an der Gestellplatte E durch Bolzen e e befestigt ist. Der Zweck
dieser Drähte ist, einen nachgiebigen Obertheil für die Bahn zu bilden, so dafs er an
irgend einem Punkte seiner Länge stets mäfsig gegen die Kante der Type drückt und so ein
Umlegen auf die flache Seite verhindert. Es wird zuweilen ein Widerlager aus Gummi oder
anderem geeigneten Material d hinter diesen Drähten angebracht, da sich gezeigt hat, dafs
bei Anbringung blöfser Drähte nur zwei Typen auf einmal gesetzt werden könnten, während
durch Anwendung des Widerlagers das Setzen von mehr als zwei Typen möglich ist.
Der Typenträger F, welcher die Gleitfingerstange/
trägt, läuft in einer schwalbenschwanzförmigen Nuth f2 in der oberen Fläche der
horizontalen Bahnplatte E, und der Typenträger hat einen nach aufsen tretenden Theil/3,
an welchem das eine Ende einer Spiralfeder /4
befestigt ist. Das andere Ende dieser Spiralfeder/4 ist an dem hinteren Ende der gleitenden
Fingerstange/ befestigt, auf deren unteren Seite eine kleine Antifrictionsrolle /5 angebracht
ist. Diese gleitende Fingerstange / wird in ihrer Rückwärtsbewegung durch (aus der
Zeichnung nicht ersichtliche) Anschlagstifte festgestellt , welche in dem vortretenden Theil /3
befestigt sind und das Mafs der Bewegung bestimmen; am inneren Ende der Stange ist ein
vortretender Theil /6 angebracht, f ist eine
Federfalle, welche an dem einen Ende an dem Träger F befestigt ist und einen Stift/8
trägt, der durch ein Loch in dem vortretenden Theil/3 geht und in ein Loch tritt, das
in der Stange/ vorgesehen ist, wodurch diese Stange nach aufsen gegen die Wirkung der
Feder /4 gehalten wird, um mit der Type in
Eingriff zu treten und die Typen die Bahn D entlang zu führen, welche durch die Stöfserstangen
C auf dieselbe ausgeworfen worden waren.
Am Ende der Gestellplatte E ist ein drehbarer
Hebel G vorgesehen, dessen Ende g durch eine kleine Feder gl in normaler Lage,
Fig. i, gehalten wird. Das Ende g dieses Hebels ist so construirt und angeordnet, Fig. 2
und 7, dafs das Ende der Federfalle/7 unter den nach innen vortretenden Theil desselben
tritt, sobald der Träger F sich von links nach rechts, Fig. 2, bewegt, wobei dieses Ende g
gegen die Wirkung der Feder g1 gehoben wird; bei der Rückbewegung des Trägers F
jedoch geht das Ende der Federfalle /7 über
den nach innen vortretenden Theil des Endes g und wird dadurch gehoben, um den Stift/8
aus dem Loch in der Stange / freizusetzen, worauf die Feder /* sofort diese Fingerstange
zurückzieht, so dafs sie bei dieser Rückbewegung von jeder Type freiläuft, welche in die
Bahn D gebracht worden sein sollte.
An der Kante der Gestellplatte E ist am anderen oder Anlafsende eine schräge Stange H
befestigt, mit welcher die Antifrictionsrolle /5
in Berührung gebracht wird, um die gleitende Fingerstange / . genügend weit einzudrücken,
damit der Stift/8 auf der Federfalle/4 in sein Loch in der gleitenden Fingerstange treten
kann, um dieselbe in ihrer ausgezogenen Lage, Fig. 2, zurückzuhalten, so dafs sie alle Typen
in der Bahn D nach dem anderen Ende beim Vorwärtshub von links nach rechts führt.
Ein gebogener Arm / ist bei i drehbar an einem Ansatz i1 der Gestellplatte E angebracht
und erhält eine derartige Bewegung, dafs er bei gewissen Lagen in Contact mit einer Antifrictionsrolle
j auf einer Gleitplatte J, Fig. 1, 2, 6 und 7, kommt. Diese Gleitplatte regelt
die Bewegung des Colonnenkastens K,_ Fig. 1, 2, 11, 12, 13 und 14, nach oben und hat eine
Treiberplatte L auf der oberen Fläche, Fig. 6 und 7. Die Platte J läuft in einer unterschnittenen,
Nuthy1 der Gestellplatte E, und ihr
hinteres Ende ist an einer Spiralfeder ja befestigt,
deren anderes Ende an dem vorderen Gestell der Maschine angreift. Die Gleitplatte J
ist mit zwei flachen Zungen versehen, von denen die eine /4 in einer Ebene mit der
oberen und die andere ji mit der unteren
Fläche liegt. Zweck dieser Platte ist, zuzulassen , dafs der Colonnenkasten K um ein
Zeilenmafs gehoben wird, nachdem jeder Zeilensatz durch einen vollständigen Hub der
Einstofsvorrichtung in diesen Kasten getrieben worden ist.
Der Columnenkasten besteht aus einem Metallkasten von einer Weite, welche der zu
druckenden Colonne entspricht. Er enthält eine Anzahl Scheidewände k, von denen jede
eine Typenzeile zu tragen hat. Dieser Kasten K wird durch eine Schnur oder Kette kJ aufgehängt,
welche über eine kleine, Rolle k2 geht und am anderen Ende ein Ausgleichgewicht
ks hat. Eine gleitende Abzugs- oder
Auslösungsstange M, welche durch eine Spiralfeder Ot in normaler Lage gehalten wird, verhindert,
dafs die Vorwärtsbewegung des Colonnenkastens die Platte J und Treiberplatte
L freigiebt, ehe nicht genügend Typen gegen das Ende m1 der Stange M gepackt
werden, worauf sie durch die Wirkung des Typenträgers F.zurückgedrückt wird, bis sie
die Gleit- und Treiberplatten J und L freigiebt. Eine Falle η auf der oberen Fläche
der Auslösestange M schlägt eine Glocke N dadurch an, dafs sie mit einem Ansatz des
Federhammers n1 in Eingriff tritt, wenn genügend
oder nahezu genügend Typen zur Ausfüllung einer Zeile in dem Colonnenkasten gesetzt
worden sind.
Der Typenkasten C*, sowie die Tasten A, Treiberstangen C und einige andere Mechanismen
werden auf einem oberen Gestell oder Rahmen B getragen, welcher an dem Hauptgestell
O der Maschine bei b drehbar angebracht und mit einem Quadranten bl versehen
ist, durch welchen eine Schraube &2 geht, , die
in das Hauptgestell O gezogen ist, und dazu dient, das Gestell B bei jeder Neigung festzuhalten.
Der Zweck dieser drehbaren Anbringung des oberen Gestelles B ist zu gestatten,
dafs es in eine horizontale oder nahezu horizontale Lage geschwungen werden kann,
um die Entfernung eines leeren Typenkastens oder einer Lade und den Ersatz durch einen
gefüllten zu erleichtern. Ein weiterer Zweck ist der, die Neigung des Typenkastens verstellbar
zu machen, um ihn in die Lage zu bringen, welche nach praktischer Erfahrung
das Vorfallen der Typen aus dem Kasten verhindert, während sie andererseits ein unbe-
hindertes und regelmäßiges Niedergleiten in den Kanälen zulä'fst. Die Maschine kann so
eingerichtet sein,. dafs sie durch ein Paar Tritte P auf der Welle ρ angetrieben . wird,
deren anderes Ende mit einem Kurbelarm pl versehen ist, der eine drehende Bewegung auf
das Schwungrad p2 durch eine Stange p3
durch Vermittelung einer Kurbel j?4 auf der
Spindel des Schwungrades überträgt. Von dieser Kurbel wird eine oscillirende Bewegung
auf die gekrümmte Stange / durch die Stange P übertragen und der Träger F wird dadurch
veranlagst, in der Bahn D hin- und herzulaufen, dafs er durch die Stange f9 mit einem
Arm f10 verbunden ist, welcher an der Kurbel
p% Fig. ι, befestigt ist.
Die Arbeitsweise der Setzmaschine ist folgende:
* Die verschiedenen Schriftzeichen, Buchstaben
etc. des Satzes werden zunächst in ihren Kanälen oder Colonnen des Typenkastens
entweder von Hand oder 'einer besonderen Ablegemaschine vertheilt. Da der Typenkasten hinter dem Tastenbrett angeordnet
ist, dessen Tasten so bezeichnet sind, dafs sie mit den Typen in den Kanälen oder
Colonnen übereinstimmen, mit denen sie verbunden sind, so folgt daraus, dafs, wenn der
Setzer die Tasten niederdrückt, welche nach der Bahn die zur Bildung des Satzes erforderlichen
Typen abgeben, letztere in entsprechender Folge angeordnet und gegen das.Ende
der Stange M gelegt und eventuell in den Colonnenkasten in Zeilen von bestimmter
Länge gedruckt werden. Dieses Setzen erfolgt dadurch, dafs beim Niederdrücken einer
Taste A ihr Arm a1 die Stange C nach vorn
bewegt, so dafs sie die unterste Type in der Colonne, mit welcher sie verbunden ist, in
die Bahn D drückt, die in gleicher Höhe mit dem Boden des Kastens liegt und gewöhnlich
rechtwinklig dagegen angeordnet wird. Wenn die Tasten freigegeben werden, führen die
Federn a2 dieselben, sowie ihre Treiberstangen in ihre normale Lage zurück, in welcher die
Drückerstange die Typen in der Lade nicht berührt, so dafs die Colonne Typen infolge
der Schwere nachfallen und die unterste Type wieder in die Lage gelangen kann, um durch
die Treiberstange ausgestofsen zu werden.
Der Setzer bethätigt gleichzeitig beim Niederdrücken der Tasten das Pedal und überträgt
so durch den vorbeschriebenen Mechanismus auf den Typenträger F Bewegung, welche den
Hub des Trägers mit der Antifrictionsrolle _/5
an dem oberen Ende der schrägen Stange H anläfst; infolge dessen wird die gleitende
Fingerstange f bei einer Lage, die gerade ausreicht, um die Vorderseite der Typenlade freizulegen
, durch den Stift /8 der Federfalle /7
ausgelöst, so dafs, wenn der Träger läuft, die vordere Kante der Fingerstange in Contact mit
der ausgeworfenen Type kommt. Der Ansatz f 6 der gleitenden Fingerstange geht. nach
dem hinteren und unteren Ende der Typen, um zu verhindern, dafs sie sich gegen die
Fläche des Typenkastens reiben, während sie nach dem anderen Ende der Bahn geleitet
werden.
Sobald der Träger sich dem Ende seines Hubes nähert, geht das Ende der Federfalle f
unter den seitlichen Ansatz odernach dem innen vortretenden Theil des Endes g des Hebels G;
bei der Rückbewegung geht indessen das Ende von f über den oberen Theil des Seitenansatzes
oder nach innen tretenden Theiles des Endes g des Hebels G, so dafs der Stift fs
aus der gleitenden Fingerstange f herausgezogen wird; die Feder _/4 zieht sofort die
Stange f weit genug aus, damit sie beim Rückgange mit den Typen nicht in Berührung
kommt, welche inzwischen etwa aus den Kanälen oder Colonnen der Lade ausgeworfen
worden. Die Antifrictionsrolle fs tritt dann
wieder auf die schräge Stange H, wodurch die gleitende Fingerstange f herausgedrückt wird,
um für eine weitere Operation bereit zu sein. In dieser herausgedrückten Lage wird die Stange
durch den Stift fs wie vorher gehalten. Die Typen werden durch den Träger F gegen das
Ende m1 der Auslösestange M gepackt und drücken sie allmälig gegen den Druck der
Spiralfeder m heraus, bis noch ein Raum von etwa sechs Typen bleibt, worauf der vortretende
Hammer n1 mit der Falle η auf der
Stange Min Berührung kommt und die Glocke N
'zum Tönen bringt, Fig. i.
Der Zweck des Glockensignals ist, dem Setzer zu ermöglichen, die Justirung des Satzes
für das Schlufswort vor Beendigung der Zeile einzurichten, was der Fall ist, wenn genügend
Typen abgegeben sind, so dafs der Träger (durch die Typen) das Ende der Auslösestange
M über die Typeneintreibestange L hinausdrücken kann, so dafs diese Stange L
sofort zusammen mit der den Colonnenkasten auslösenden Platte J durch die Feder j 3 nach
vorn gedrückt werden kann, um die Typen in die Zeilenräüme des Colonnenkastens K zu
bringen. Die Rückbewegung wird der Eintreibestange L durch den gebogenen Arm /
mitgetheilt, welcher die Gleitplatten J und L weit genug auszieht, dafs L wieder gegen die
Kante der Stange M anliegt.
Diese hin- und hergehende Bewegung der Typeneintreibestange L und der gleitenden
Platte J regelt auch das Hochgehen des Colonnenkastens K, um den nä'chsten Zeilenraum
in eine Lage zu bringen, wie sie zur Aufnahme der nächsten Zeile des Satzes geeignet
ist; in Fig. 11 ist die Gleitplatte / mit
den Zungen ji und /5 in ihrer normalen Lage,
Claims (6)
- d. h. am Anfange des Hubes dargestellt. Nach Fig. 12 ist die Platte J etwa auf Mitte des Hubes, wodurch der Colonnenkasten sich um einen halben Raum hat heben können und in der Lage ist, nun die Zeile Satz aufzunehmen, welche durch die Bewegung der Eintreibestange L eingedrückt worden ist. Nach Fig. 13 hat die Platte/ ihren Hub nach vorn beendet und nach Fig. 14 ist sie wieder in ihre normale Lage zurückgekehrt.Die Arbeitsweise der den Colonnenkasten auslösenden Platte J ist folgende: Unter der Annahme, dafs sie sich in normaler Lage befinde, wie in Fig. 11 angegeben, wird bei Bewegung der Platte nach vorn durch die Wirkung der Feder j3 nach Zurückziehen der Auslösestange M die Zunge _/5 aus dem Colonnenkasten K herausbewegt, so dafs der Kasten frei hochgehen kann, bis er durch die andere Zunge ji angehalten wird, die inzwischen den von _/5 soeben verlassenen Raum betreten hat. Die Platte J beginnt bei Fortsetzung ihrer Bewegung die Zeile Satz in den Raum /c*, d. h. in den Raum zu drücken, den die Zunge _/5 soeben verlassen hat. Beim Rückgange der Platte J wird die Zunge j* aus dem Raum k k**, d. h. demjenigen Raum zurückgezogen, der unter dem liegt, in welchen die Zeile Satz eben eingetrieben worden; dadurch kann der Colonnenkasten in die Stellung für. eine neue Zeile Satz hochgehen, welcher in den Raum k k** zu drücken ist, wie aus Fig. 14 ersichtlich.Pa τ en τ-Anspruch:
Eine Typensetzmaschine, gekennzeichnet durchfolgende Einrichtungen:ι. die Vorrichtung zum Auswerfen der untersten Type aus dem Typenkasten oder der LadeC* in eine Bahn D, bestehend aus den Tasten A mit nach unten tretenden Armen a1 und den unter Wirkung der Federn α2 stehenden Stöfserstangen C (Fig. 2, 3 und 8); - 2. die Anwendung von Drähten d2 (eventuell mit einer Hinterlage aus Gummi) zu dem Zwecke, eine nachgebende und elastische Decke für eine Bahn zu schaffen, längs welcher die Typen zu führen sind, wodurch ein elastischer Druck auf die Kante der Type aufrecht erhalten wird, um ihn Kanten auf die flache Seite zu verhindern (Fig. i, 3, 9 und 10);
- 3. die Einrichtung des in schwalbenschwanzförmiger Nuth vor der Bahn D gleitenden Typenträgers F, bestehend aus der gleitenden Fingerstange / mit der Spitze /6 am vorderen Ende und einer Feder /4 und Reibungsrolle /5 in Verbindung mit der Federfalle /7 mit Ansatz /8, welcher mit der Stange/ in Eingriff tritt (Fig. 1, 2, 3, 4 .und 5);
- 4. in Verbindung mit dem unter 3. angegebenen Typenträger:a) die schräge Stange H zum Vorschub eines Theiles des Trägers, z. B. der gleitenden Fingerstange /, um die. Type an das Ende der Bahn D zu bringen (Fig. 1, 2 und 3);b) der Federhebel G, um die Federfalle /7 des Trägers F beim Beginn der Rückbewegung desselben zu heben und den vorgeschobenen Theil des Trägers (z.B. die Stange/) zwecks Freigabe der Typen zurückzuziehen;
- 5. die Vorrichtung, um die gesetzten Typenzeilen in den Colonnenkasten zu drücken und dessen intermittirende Bewegung zuzulassen, um ein neues Fach in die Lage zu bringen, eine neue Zeile Satz aufzunehmen , bestehend aus der Gleitplatte J mit den Zungen ji und j6, der Stöfserplatte L und Feder js in Verbindung mit der gleitenden Auslöserstange M mit Feder m, um dieselbe in ihre normale Lage zurückzuführen, und einer continuirlich schwingenden drehbaren gekrümmten Stange 7, um die Vorrichtung in ihre nor-- malen Lagen zurückzubringen (Fig. 1, 2, 6 und 7);
- 6. eine Auslösestange M, deren Falle η mit dem Hammer η* der Signalglocke N in Berührung kommt, um das nahe Ende einer gesetzten Zeile anzuzeigen (Fig. 1, 2 und 7).Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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