DE558939C - Kartenschlag- und Kopiermaschine - Google Patents

Kartenschlag- und Kopiermaschine

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DE558939C
DE558939C DE1930558939D DE558939DD DE558939C DE 558939 C DE558939 C DE 558939C DE 1930558939 D DE1930558939 D DE 1930558939D DE 558939D D DE558939D D DE 558939DD DE 558939 C DE558939 C DE 558939C
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DE
Germany
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slide
machine
rake
guided
card
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DE1930558939D
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GEORG SCHWABE FA
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GEORG SCHWABE FA
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C17/00Card-punching apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

  • Kartenschlag- und Kopiermaschine In den mechanischen Webereien mit jacquardwebstühlen werden bisher drei verschiedene Arten von Kartenschlageinrichtungen verwendet, und zwar .entweder die Handschlagplatte oder die Klaviaturkartenschlagmaschine oder aber die Kartenschlag- und Kopiermaschine mit Hand- oder Maschinenantrieb. Während beim Lochen von Hand mit Locheisen und Handhammer nur immer ein Loch auf einmal geschlagen werden kann, ermöglicht die hlaviaturschlagmaschine bereits mit einem einzigen Arbeitsgang das Schlagen einer ganzen Lochreihe und die selbsttätige Kartenschlag- und Kopiermaschine vollends das Schlagen der ganzen Karte. Trotz der durch die hohe Leistungsfähigkeit der letztgenannten Maschine erreichbaren großen Zeitersparnis und der durch die genaue Ausführung der Karten erzielten Vorteile können sich mit Rücksicht auf den hohen Preis der Maschine nur die allergrößten Webereien eine solche Maschine anschaffen.
  • Von den bekannten Kartenschlagmaschinen arbeiten die sogenannten Levierkartenschlagmaschinen mit einer darüber aufgestellten Jacquardmaschine üblicher Bauart zusammen, indem eine auf den jacquardzylinder aufgelegte, zu kopierende Karte mittels an den Platinen der jacquardmaschine befestigter Platinenschnüre .eine Anzahl in der jacquardkartenschlagmaschine angeordneter Platinen schaltet. Bei Herstellung eines neuen Musters muß indessen die Lochung der Karte nach der gezeichneten Bindung gestochen oder eingelesen werden, was bekanntlich verhältnismäßig umständlich ist. Außerdem ist ein besonderes Nachprüfen oder Überwachen der Einstellung der Platinen der Kartenschlagmaschine erforderlich.
  • Es sind ferner Kartenschlag- und Kopiermaschinen bekannt, die nach Einstellung von Hand oder durch eine Pappkarte jeweils eine einzige Querreihe der Löcher in einem Hub lochen und nach der Lochung die Karte um die entsprechende Teilung zum Ausstanzen der folgenden Lochreihe vorschieben. Die Leistungsfähigkeit dieser Maschinen ist naturgemäß nur begrenzt, und außerdem erfolgt die Einstellung der Widerlager für die Lochstempel nicht unmittelbar, sondern erst mit Hilfe von Zwischengliedern, die die Bauart verwickelt machen.
  • Auch zum Lochen mehrreihiger Karten in einem Arbeitsgange wurden bereits durch ein zu kopierendes Kartenspiel schaltbare Schieber in einer der Reihenzahl der Karte entsprechenden Zahl übereinanderliegend angeordnet und mit Anschlägen für die Lochstempel versehen. Eine Einstellung der Schieber von Hand ist indessen bei diesen Einrichtungen nicht ins Auge gefaßt, und außerdem liegen die Schieber nicht unmittelbar aufeinander auf, so daß sie sich nicht gegenseitig ,abstützen und der Druck der Lochstempel von den einzelnen Schiebern allein aufgenommen werden muß. Teilweise werden die Anschläge 'auch durch sich gegen den Maschinenkopf legende lange Stempel gebildet, die mit ihren spitz zulaufenden Enden in entsprechende Aushöhlungen am Kopfende der eigentlichen Lochstempel eingreifen, diese aber bei einem Verbiegen oder Verkanten leicht ver-' fehlen können.
  • Erfindungsgemäß bilden die einstellbaren Schieber, die in bekannter Weise in ihrer einen Endstellung mit einem Anschlage in den Weg der Lochstempel hineinragen und diesen als Widerlager dienen, eine als Anschlag dienende Doppelkröpfung und arbeiten mit ihrem einen m einem Schieberrechen geführten Ende mit einem Jacquardprisma zusammen, während sie an ihrem anderen in der Maschinenwand geführten Ende mit einem Handgriff versehen sind. Dadurch ist -ein festes Widerlager für die Lochstempel und eine sichere, zwangsläufige Führung der Schieber geschaffen. Vorzugsweise sind dabei die einer Lochquerreihe zugeordneten Schieber, die dem Abstand der Lochreihen voneinander entsprechend hoch ausgeführt sind, in einem Schlitz der Maschinenwand so geführt, daß sie sich gegenseitig stützen und aufeinander aufliegen. Der am Maschinenkopf geführte Schieb:errechen wird von der Zylinderlaterne durch zwei aneinander angelenkte Winkelhebel derart bewegt, daß der Rechen beim Vorwärtsgang der Laterne ohne Verstellung der Schieber in seine Ausgangsstellung zurückgebracht wird, während beim Rückwärtsgang der Laterne der Rechen mit vorgezogen wird und dabei sämtliche Schieber mittels Anschlägen an diesen in die Bereitschaftsstellung bringt.
  • Um eine ungewollte Verschiebung der Schieber zu verhüten, wird vorzugsweise zwischen den die Schieber führenden Maschinenwänden ein nachgiebiger Baustoff eingelegt, der eine durch Verstellung des Abstandes zwischen den beiden Wänden einstellbare Bremswirkung auf die Schieberausübt. Durch die einfache zwangsläufige Schiebersteuerung wird das Schlagen von mehrreihigen Karten in einem Arbeitsgang durch Einstellung von Hand oder mittels einer zu kopierenden Jacquardkarte auf einfache und sichere Weise ermöglicht.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung veranschaulicht, die in Abb. i einen lotrechten Schnitt der Einrichtung unter Freilegung einer Lochstempelreihe wiedergibt, während Abb. 2 die Anordnung der Schieberklaviatur in einem waagerechten, oberhalb der Schieber geführten Schnitt durch die Einrichtung zeigt.
  • Die dargestellte Schlagmaschine besteht aus zwei seitlichen Ständern i, welche mit einer Kopfplatte 2 fest verschraubt sind. In den Seitenwänden sind ein Matrizenträger 3 mit Stahlmatrize ¢ und eine Stempelführung 5 gut eingepaßt befestigt, die beispielsweise in bekannter Weise von einer Exzenterwelle 6 durch Handgriff oder einen Getriebemotor auf und ab bewegt werden. In die Kopfplatte 2 ist die in der Zeichnung für eine vierreihige Karte dargestellte Schiebergarnitur eingebaut. Die Schieber 6, 7, 8, 9 besitzen die in den Abb. i und 2 wiedergegebene Form und bestehen aus Stahlstäben, die vorn in eine Spitze io auslaufen. Nächst der Spitze io ist eine Aussparung i i angeordnet, hinter welcher der Schieberein Knie 12 bildet. Das andere Ende 13 des Schiebers ist ebenfalls so weit rechtwinklig abgebogen, daß die ganze Breite des Schiebers einer Karhenteilung entspricht. Mit ihrem Ende 13 können die Schieber von Hand aus so eingestellt werden, daß beim Hochgang der Matrize beispielsweise die Lochstempel i q. und 15 auf dem Schieberknie 12 der Schieber 6 und 7 aufliegen oder neben diesem vorbeigehen, wie dies bei den mit den Lochstempeln 16 und 17 zusammenarbeitenden Schiebern 8 und 9 der Fall ist. Bei einer derartigen Einstellung wird eine zwischen Stempelführung und Matrize eingelegte Karte 18 durch die Stempel 14 und 15 gelocht, durch die Stempel 16 und 17 hingegen nicht. Damit die aufeinanderliegenden Schieber 6, 7, 8, 9 einzeln guteingestellt werden können und ein Mitnehmen des darunter- oder Barüberliegenden Schiebers nicht stattfinden kann, werden zwischen die Schieber seitlich Leder-, Filz- oder Gummieinlagen i 9 zur Vergrößerung der Reibung vorgesehen. Mit Hilfe der Plattee 2o kann dann die gewünschte Bremsung beliebig eingestellt werden.
  • Der Bremsbelag i9, der zwischen der Maschinenwand 2 und der verstellbaren Platte 20 eingelegt ist, kann beispielsweise mittels zweier Schrauben, welche in der Platte 20 festsitzen und durch die Maschinenwand 2 hindurchgehen, und mittels zweier Muttern zusammengedrückt werden, wodurch die Reibung auf die Schieber vergrößert wird. Je nachdem nun der Abstand zwischen der verstellbaren Platte 20 und der Gestellwand 2 durch die Muttern verringert oder vergrößert wird, wird eine schwächere oder stärkere Bremsung stattfinden.
  • Die bei Verwendung seiner Musterkarte benutzte Kopiereinrichtung besteht aus einem Zylinder 21, welcher in einer Zylinderlaterne 22 gelagert ist. Die Bewegung der Zylinderlaterne 22 erfolgt entsprechend der Pfeilrichtung 23 in der Längsrichtung der Schieber und wird beispielsweise von der Matrizenbewegung . abgeleitet. An der Zylinderlaterne 22 ist an jeder Seite ein Winkelhebel 24 auf einem Bolzen 25 drehbar angebracht. Im gebogenen Arm des Winkelhebels 24 ist eine durchgehende Welle 27 gelagert, auf welcher eine Kartenführungswalze 28 läuft. Der andere Arm 26 stößt beim Andrücken des Zylinders 2 1 entgegengesetzt der Pfeilrichtung 23 gegen eine Vertiefung 29a eines zweiten Winkelhebels 29. Der Winkelhebel 29 ist in einem Schieberrechen 30 auf einem Bolzen 3 i drehbar gelagert. Beide Winkelhebel 29 und 24 sind durch einen federnden Lenker 32 miteinander verbunden.
  • Im Schieberrechen 30 sind so viel Längsschlitze vorgesehen, als Lochreihen vorhanden sind. Der Schieberrechen 3o erhält beispielsweise durch Schrauben 33 eine derartig begrenzte Führung, daß sich derselbe in der Längsrichtung der Schieber 6, 7, 8, 9 nur so weit verschieben läßt, daß in der einen Endstellung des Rechens die Schieberkniee 12 auf den Lochstempeln aufliegen, in der anderen Endstellung des Schieberrechens aber die Lochstempel an den Schieberknien vorbeigehen können.
  • Die Schieberrechenbewegung wird durch das Winkelhebelgelenk 24, 32, 29 von der Zylinderlaternenbewegung abgeleitet, und zwar derart, daß beim Vorgehen der Laterne in Pfeilrichtung 23 auf dem Weg von Stellung 34 bis zur Stellung 35 das Vorziehen sämtlicher Schieber 6, 7, 8, 9 erfolgen muß. Beim Zurückgehen der Zylinderlaterne mit dem Zylinder, auf welchem das zu kopierende Kartensp'_el 36 aufgelegt ist, werden sich die ausgeschwungenen Winkelhebelgelenke 24, 32, 29 beiderseits des Zylinders langsam schließen, und der gerade Arm 26 des Winkelhebels 24 wird gegen dieVertiefung 29a des Winkelhebels 29 stoßen, wodurch endlich der Schieberrechen 3o in seinen Führungen 33 bis an die Kopfplatte 2 verschoben wird, ohne daß die von der Karte 36 abgefühlte Einstellung der Schieber verändert wird. Fühlt z. B. der Schieber 6 und 7 ein Loch, so bleiben die Schieber vorn, und nur die ungelochten Kartenstellen schieben die Schieber 8 und 9 mit nach rückwärts, so daß beim Hochgehen der Exzenterwelle 6 nur die Lochstempel 14 und 15 lochen. Beim Vorgehen des Zylinders 21 in der Pfeilrichtung 23 findet, sobald die Schieberspitzen io die Karte freigeben, ein Wenden des Zylinders statt.
  • Für besondere Zwecke ist in der Zylinderlaterne 22 ein Kartenträger 37 mit einer beliebig gelochten Karte durch eine Welle 38 drehbar angeordnet. Auf der Karte kann beispielsweiseeine Grundbindung eingeschlagen werden, die für alle Karten dieselbe ist, und es braucht dann nur die Zierbindung von Hand aus gewählt und eingestellt werden, wie dies an sich bekannt ist. Der Kartenhalter 37 wird für diesen Fall im Sinne des Pfeiles 39 auf den Zylinder 21 aufgelegt.
  • Die Schwenkbewegung des Hebels 29 gegenüber dem Schieberrechen 30 kann erforderlichenfalls durch einen Anschlag begrenzt werden, um bei Bewegung der Zylinderlaterne in Richtung des Pfeiles 23 die Mitnahme des Rechens zu sichern.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kartenschlag- und Kopiermaschine für mehrreihige Papp-, insbesondere Jacquardkarten mit einstellbaren Schiebern, die in ihrer einen Endstellung mit einem Anschlag in den Weg der Lochstempel hineinragen - und diesen als Widerlager dienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (6 bis 9) eine als Anschlag dienende Doppelkröpfung (12) bilden und mit ihrem einen m einem Schieberrechen (3o). geführien Ende (io) mit einem jacquardprisma (2 i) zusammenarbeiten, während sie an ihrem anderen, in der Maschinenwand (2) geführten Ende mit einem Handgriff (13-' versehen sind.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die eine dem Abstand der Lochreihen voneinander entsprechende Höhe besitzenden Schieber (6 bis 9) einer Lochquerreihe sich gegenseitig stützend und aufeinanderliegend gemeinsam in einem Schlitz der Maschinen-,vand (2) geführt sind.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der am Maschinenkopf (2) geführte Schieberrechen (30) von der Zylinderlaterne (22) durch zwei aneinander (federnd) angelenkte Winkelhebel (z4,29) derart bewegt wird, daß der Schieberrechen (36) beim Vorwärtsgang der Laterne ohne Verstellung der Schieber (6 bis 9) in seine Ausgangsstellung zurückgebracht wird, während beim Rückwärtsgang der Laterne der Rechen mit vorgezogen wird, der dabei sämtliche Schieber (6 bis 9) mittels Anschlägen o. dgl. an diesen in die Bereitschaftsstellung bringt. ¢. Maschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den die Schieber (6 bis 9) führenden Maschinenwänden (2o, 2) ein nachgiebiger Baustoff (i 9) eingelegt ist, der eine durch Verstellung des Abstandes zwischen den beiden Wänden (20, 2) einstellbare Bremswirkung auf die Schieber ausübt.
DE1930558939D 1930-08-14 1930-08-14 Kartenschlag- und Kopiermaschine Expired DE558939C (de)

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