DE50826C - Vielfach - Drucktelegraph - Google Patents
Vielfach - DrucktelegraphInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Gegenstand dieser Erfindung bildende Einrichtung zur Vielfach telegraphie ist
zum Gebrauch mit Hu gh es'sehen Apparaten bestimmt und bezweckt die gröfstmögliche Ausnutzung
der Linie.
Das Wesen der Vielfachtelegraphie als bekannt vorausgesetzt, so ist unter Berücksichtigung
der Fig. 1 die der Einrichtung zu Grunde liegende Idee die, dafs die Tasten der Klaviatur
in Gruppen getheilt werden und dafs durch Entsendung von höchstens zwei Strömen in
die Linie durch die Tastenbewegung auf der Empfangsstation so viele Primärstromkreise
(Localstromkreise) hergestellt werden können, als jede Tastengruppe Zeichen umfafst, und
der Weg jedes dieser Primärstromkreise eben so viel Male geändert werden kann, als Zeichengruppen
vorhanden sind. . Hierzu ist die Anordnung so, dafs jeder Tastengruppe auf der Empfangsstation eine durch polarisirten
(Hughes'schen) ElektromagnetenE1(Ei Ea...)
beeinflufste Schaltvorrichtung entspricht, welche die den Tasten ihrer Gruppe entsprechenden
Stromwege (^1 bis ^28 für alle Tasten) nach
den entsprechenden Theilungen der Zeichenscheibe ΖΎ normal offen hält; dafs die sich
bezüglich ihrer Reihenfolge entsprechenden Stromwege1 jeder Gruppe durch eine gemeinsame
Leitung (i x, 2X .·.'.). mit dem ihre Verbindung
mit der Localbatterie Z vermittelnden Anker (t1 t 2...) eines polarisirten Relais (T 1 T2...)
verbunden sind, und dafs nun durch Niederdrücken einer beliebigen Taste ein Strom über
die der betreffenden Tastengruppe entsprechenden und durch die Linie X verbundenen Vertheilerabschnitte
VE 5° und F1 D S0 in den
polarisirten Elektromagneten der dieser Gruppe entsprechenden Einschaltvorrichtung S1 (L C)
bezw. S2 (L CJ . . . gesendet wird, welche nun alle ihr unterstellten Contacte schliefst, während
ein zweiter Strom über die der Tastengruppe entsprechenden Vertheilerabschnitte V
E W0 und F1 D W0, welche von denen S0
durch einen zur Erde abgeleiteten Abschnitt T0 getrennt sind, in das dem betreffenden Abschnitt
W0 entsprechende polarisirte und zur Erde abgeleitete Relais ΤΎ . . . tritt, so dafs
dieses durch Loslassen seines Ankers die Verbindung der Localbatterie Z mit dem ihm entsprechenden,
der durch eine Schaltvorrichtung 5 (L C) S1 (L C) . . . hergestellten Stromwege ^1
bis ^28 bewirkt.
Um das Telegraphiren mit der möglich geringsten Anzahl von polarisirten Elektromagneten
und polarisirien Relais bewirken zu können und dazu im Maximum nur zwei
Ströme zu benöthigen, sind:
a) die 28 Tasten der Klaviatur bezüglich der ersteren in fünf Gruppen getheilt, so dafs fünf
Schaltvorrichtungen S (L C) S1 (L C) . . . rtothwendig
werden, und um diese ferner mit vier Elektromagneten bethätigen zu können, ist die
Einrichtung so getroffen, dafs eine Schaltvorrichtung, und zwar die für die erste Tastengruppe
(Taste ι bis 6) beständig geschlossen und mit den Ankern der polarisirten Elektromagnete
mechanisch So in Verbindung gebracht . ist, dafs sie beim Angezogenwerden jedes derselben
ihre Contacte öffnet; um weiter für die vier Elektromagnete: mit nur zwei Vertheilerabschnitten
VES0 und F1 D S0 auszukommen,
sind diese Elektromagnete paarweise mit Umkehr der 'Stromeintrittsrichtung in Hintereinanderschaltung
mit einander verbunden, und sind
b) die 28 Tasten bezüglich der polarisirten Relais T1 . . . systematisch in drei Gruppen zerlegt,
für deren jede ein Vertheilerabschnitt W0 vorgesehen ist, und sind mit jedem solchen
Abschnitt W0 je zwei Relais in Hintereinanderschaltung mit Umkehrung der Stromeintrittsrichtung
verbunden.
Ein nach Mafsgabe dieser Erfindung eingerichteter Multiplex-Drucktelegraph ist schematisch
in Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen dargestellt. Links der strichpunktirten Linie a-a
liegt die Sendestation und rechts davon die Empfangsstation. K ist die Klaviatur, F der
Vertheiler der sendenden Station, X die Linie, V1 der Vertheiler der empfangenden Station,
U deren Gruppenschaltvorrichtung, T deren Localstrom- (Druckstrom-) Vertheiler, Z1 deren
Zeichenscheibe und Z2 der Druckelektromagnet.
Angenommen ist als Beispiel, dafs auf jeder Station gleichzeitig vier Apparate mit der einen
Linie X arbeiten sollen. Dementsprechend sind die Vertheiler V und F1 je in vier sich entsprechende
Sectoren 1,2,3 und 4 getheilt..
Jeder Sector ist von dem anderen durch einen zur Erde abgeleiteten Abschnitt T0 getrennt;
jeder Sector ist ferner zum Geben und Empfangen eingerichtet und demgemäfs sowohl
mit einer Klaviatur, wie durch die oben gekennzeichnete Einrichtung mit der Zeichenscheibe
Z1 verbunden, und zwar dient die Vertheilerzone E zum Geben und D zum
Empfangen. Da für die Zwecke der vorliegenden Beschreibung die Betrachtung der Vorgänge
in einem Apparat genügt, so ist auf der Zeichnung nur ein Sector, ζ. Β. 2, des gebenden
Vertheilers F unter Fortlassung seiner Einrichtung zum Empfangen mit seiner Klaviatur
verbunden, und ebenso nur der entsprechende Sector 2 des empfangenden Vertheilers V\
unter Fortlassung seiner Klaviatur, mit der stromvertheilenden Einrichtung verbunden dargestellt.
Die mit den Ziffern 1 bis 28 bezeichneten Tasten der Klaviatur sind in fünf Hauptgruppen
zerlegt: 1 bis 6, 7 bis 12, 13 bis 18, 19
bis 24 und 25 bis 28 und oberhalb zweier Schienen N1 und N2 angeordnet; von diesen
ist iV1 mit dem positiven Pol der Linienbatterie
X1, und 2V2 mit dem negativen Pol
3 5
246
246
7 9
8 ι ο
8 ι ο
der Linienbatterie X2 verbunden; der andere Pol jeder Batterie hat Verbindung mit der
Erde. Zwischen diesen Schienen und den Tasten sind abwechselnd Contactfedern Z1 und /
und aufserdem für jede Taste von 7 bis 28 noch eine Contactfeder Z1 und bezw. Z2 angeordnet.
Diese sä'mmtlichen Contactfedern sind von einander isolirt. Die Federn / und Z1 gerathen
bei Niederdrücken der betreffenden Taste in Verbindung mit der Schiene JV2 und
entsenden somit negative Ströme, dagegen die Federn Z1 und Z2 in Verbindung mit der
Schiene N1 und entsenden positive Ströme, und zwar- entsenden (—) Z1 und (+) Z2 Strom
in die polarisirten Elektromagnete des Schalters U, dagegen (—) Z und (+) Z1 Strom in die polarisirten
Relais des Localstromvertheilers T.
Die Federn Z1 und Z2 alterniren in vier
Gruppen: die erste Gruppe geht von 7 bis 13
und enthält sechs Federn Z2 (+); die zweite Gruppe geht von 13 bis 19 und enthält sechs
Federn Z1 (—); die dritte Gruppe geht_ von 19 bis 25 und enthält wieder sechs Federn Z2 (+);
die vierte Gruppe geht von 25 bis 28 und enthält wieder, und zwar vier Federn Z1 (—).
Die Federn der ersten und zweiten dieser Gruppen sind durch gemeinsame Leitung v1
mit einem Abschnitt 5° 1 der gebenden Zone E des Sectors 2 des Vertheilers V, und die Federn
der dritten und vierten dieser Gruppen sind durch gemeinsame Leitung v2 mit einem Abschnitt
S0 2 derselben Zone E verbunden.
Die Federn Z (—) und Z1 (+) sind paarweise
mit einander verbunden (1 mit 2, 3 mit 4, 5 mit 6 u. s. f.), so dafs jede Hauptgruppe von
sechs Tasten in je drei Untergruppen von je zwei und die letzte Hauptgruppe in zwei
Untergruppen von je zwei zerlegt sind. Sämmtliche je ersten Untergruppen sind durch
gemeinschaftliche Leitung v3 mit einem Abschnitt W0 3 der Zone E des Vertheilersectors F2
verbunden, sämmtliche je zweiten Untergruppen durch v4 mit F E W0 4 und sämmtliche je
dritten Untergruppen durch v5 mit VEW0C1.
Infolge dieser Einrichtung wird mittelst der ersten sechs Tasten immer nur ein Strom, je
negativ oder positiv, entsendet; mittelst jeder der übrigen Tasten werden dagegen immer
zwei Ströme entsendet, und zwar:
12
Die beiden Vertheiler F und F1 sind übereinstimmend
in bekannter Weise gebildet, d. h. enthalten nach obigen je zwei concentrische Zonen D zum Empfangen und E zum Senden,
jede getheilt in drei von einander isolirte Ab19 21 23
20 22 24
15 17 25 27
16 18 26 28.
schnitte W0 1 bis 3 und je zwei von einander
isolirte Abschnitte S0 1 bis 2. W0 und 5°
sind durch einen behufs Entladung der Linie nach der Erde abgeleiteten Abschnitt T° geschieden
und endet auch jede Zone in einen
solchen Abschnitt T0. Den Mittelraum jeder Vertheilerscheibe nimmt eine ununterbrochene
Metallzone -F ein und sind die beiden Zonen F
mit der Linie X verbunden. Ueber die Zonen jedes Vertheilers schleift eine Contactbürste ii,
und rotiren diese beiden Bürsten synchronisch. Schleift also auf V die Bürste H mit h1 über
S0 ι und ist dieses durch Niederdrücken einer
Taste mit der Linienbatterie verbunden, so geht ein Strom von VE S0 ι über h1 h2 nach
F, durch Linie X in die Zone F des empfangenden Vertheilers F1 und von hier über
/?2 Λ1 in den Abschnitt 5° ι von dessen empfangender
Zone υ. Und ebenso für .die übrigen Abtheilungen. Jeder Vertheiler ist
mit der aus dem .Hughes'schen Telegraphen bekannten Correctionsvorrichtung versehen.
Der Abschnitt V1DS0I sendet den Strom
durch zwei polarisirte (Hughes'sche) Elektromagnete E1 und E2, welche hinter einander
geschaltet und so gewickelt sind, dafs der Strom in E2 bezw. E1 in entgegengesetzter
Richtung eintritt, so dafs, wenn der Strom positiv ist, z. B. nur E1 entmagnetisirt wird,
E2 erregt bleibt, während beim negativen Strom das Umgekehrte eintritt. In gleicher
Weise ist der Abschnitt V1 D S0 2 mit zwei Hughes'schen Elektromagneten E3 und Ei
in Verbindung. Der Anker jedes dieser polarisirten Elektromagnete ist in einem vom Gestell
r getragenen Säulchen p, Fig. 5 und 6, drehbar gelagert; sein Theil α bildet den
eigentlichen Anker und wird dieser gegen den durch Schraube v° regulirbaren Widerstand
der'Abreifsfeder R1 (bezw. J?2 R3 jR") von dem
permanenten Magneten, auf welchem die Elektromagnetkerne sitzen, gegen letztere herangezogen
gehalten, so dafs der vordere Theil b gehoben ist. Letzterer trägt eine Schiene S1
(bezw. S2 S3 S4) aus nichtleitendem Material,
und sind auf diese, von einander isolirt, elastische (d. i. federnde) Metallzungen L gestützt
, welche am anderen Ende, durch eine Unterlage m isolirt, am Gestell r befestigt sind.
Jede Zunge L ist durch eine Leitung ^ mit einem Abschnitt der Zeichenscheibe Z1 verbunden
und entspricht also jeder Elektromagnet E1 E2 E3 E1 einer Gruppe von so
vielen Zeichen , als eine Schiene S1 S2 ...
Zungen L trägt, und zwar ist je eine Schiene für jede Hauptgruppe von Tasten vorgesehen.
Angenommen wurde eine Theilung der 28 Tasten in fünf Hauptgruppen: vier zu je sechs
und eine zu vier Tasten, und sind somit auch fünf Schienen 5 51S2A3S* vorhanden, und
zwar vier mit je sechs und eine mit vier Zungen L combinirt. Um nun mit vier polarisirten
Elektromagneten, d. h. mit zwei bezüglichen Vertheilerabschnitten auszukommen, ist die Einrichtung so getroffen, dafs die
Schiene S für die Zungen L der ersten sechs Zeichen mittelst starren Armes d an einer in
den vom Gestell r getragenen Säulchen q, Fig. 5 und i, gelagerten oscillirenden Welle /
befestigt ist und sich von dieser ein starrer Arm bezw. d1 d2 d3 d* bis über den Anker a
des entsprechenden Elektromagneten E1E2E3E*
erstreckt und hier mit der Spitze der durch ihn hindurchgeschraubten Schraube ν in kurzem
Abstande oberhalb des Ankers liegt. Wird also einer der Elektromagnete E1 E2 E3 Ei
durch den ihn passirenden Strom neutralisirt, so reifst die Feder R 2 (R 2 . . .) den Anker ab
und stöfst ihn gegen den entsprechenden Arm der Welle 7, so dafs diese Drehung empfängt
und den Arm d mit Schiene S und ihren Zungen L senkt.
Für jede Zunge L ist im Gerüst r, Fig. 5, ein Contact C angeordnet und dabei die Einrichtung
so getroffen, dafs die normal angezogenen Elektromagnetanker α die von ihnen
getragenen Zungen von deren Contacten C abgehoben halten, dagegen die von der Welle /
getragenen Zungen L auf ihren Contacten C aufliegen (Stellung Fig. 5). Jeder Contact C
kann mit dem einen Pol der am anderen Pol zur Erde abgeleiteten Localbatterie Z verbunden
werden, welche über die Abschnitte der Zeichenscheibe Z1 Strom in den Druckelektromagneten
Z2 zu senden hat. Zu dem Ende sind auch die Contacte C den Zungen L
entsprechend in Gruppen getheilt, und sind je die ersten Contacte jeder Gruppe durch eine
gemeinsame Leitung ix, je die zweiten durch
eine gemeinsame Leitung 2X, je die dritten
durch 3X, je die vierten durch 4X, je die
fünften durch 5 x und je die sechsten durch 6 x
unter sich verbunden. Jede dieser Verbindungen communicirt durch eine Leitung 1 ° bezw.
3'
und 6° mit dem Anker
bezw. t2 . . . te eines polarisirten Relais T1
bezw. T2 ... Te. Letztere sind zu je zweien
wie die polarisirten Elektromagnete der Einschaltvorrichtung in Hintereinanderschaltung mit
Umkehrung der Stromeintrittsrichtung verbunden, und communicirt das Paar Tx T2 mit
dem Abschnitt D W0 3 des Vertheilers F1, T3 r4mit F1DWo4UnCl Γ5 Γ6 mit F1DW5.
Empfängt eines der Relaispaare Strom, so wird infolge obiger Anordnung nur eines entmagnetisirt
und infolge dessen sein Anker, z. B. i5, von der Feder r5 gegen den mit Z
C W* d
verbundenen Contact
gezogen,
d
d
so dafs
gg
nun Strom aus Z über W5 durch 5 °, 5 x nach
dem mit letzterem verbundenen geschlossenen Contact L C derjenigen der fünf Zungengruppen
fliefst, deren Elektromagnet neutralisirt worden ist, indem infolge dieser Neutralisation
die normal geschlossenen Contacte der ersten Zungengruppe geöffnet wurden.
Gesetzt, man drücke eine der Tasten 1 bis 6 nieder, z. B. No. 3, so wird mittelst IN1 ein
positiver Strom aus X1 durch v4, VE W0 4,
Linie, V1 D W04 und Relaispaar T3T* ge-
schickt. Von letzteren wird Ti nicht, dagegen
aber T3 neutralisirt, so dafs Anker t3 sich
gegen W3 legt, infolge dessen Strom aus Z über i3, 3 °, 3x und geschlossenen Contact
L C (3) nach dem Abschnitt 3 der Zeichenscheibe Z1 fliefst. Sobald der mit dem Typenrad
synchron laufende Bürstenarm P auf 3 tritt, fliefst der Strom über ρ 1^2 nach der
Zone B und aus dieser in den Druckelektromagneten Z-. Im Augenblick, wo der Druck
erfolgt, 'stellt der Anker O2 von Z2 durch
Antreffen gegen den Arm O1 des (Hughesschen)
Auslösehebels O Verbindung zwischen der Localbatteriej*' und dem Elektromagneten Y
her, Fig. 1, 2 bis 4, der nun durch Anziehen seines Ankers / den Relaisanker t3 vom Contact
W3 abreifst und auf das Relais zurückdrückt, so dafs der Localstromkreis Z, 3, Z2
wieder geöffnet wird. Nach Fig. 3 sind die Relais jedes Paares einander gegenübergestellt.
Jeder Relaisanker ist drehbar in einem kleinen Gerüst g gelagert und mit einer regulifbaren
Feder r1 bezw. r2 . . . re combinirt; die Contacte
W1 W6 sitzen an einem Rahmen G, der
von zwei hohlen Säulchen k an den beiden Enden der Apparatachse gehalten wird. Zwischen
den Relais liegt, in den Säulchen k auf Federnj1
getragen, eine Schiene J aus weichem Eisen, von welcher sich je ein Arm j bis über jeden
Relaisanker streckt. Diese Schiene / bildet den Anker für den Elektromagneten Y. Liegt nun
ein Relaisanker gegen einen Batteriecontact an und empfängt Y Strom, so wird / angezogen
und drückt dabei dessen betreffender Arm j den abgehobenen Anker auf das Relais zurück.
Nach Unterbrechung der Verbindung mit y heben dann die Federn jl den Anker / wieder
in die obere Stellung zurück.
Nun drücke man die Taste 20 nieder; jetzt wird eine Feder / mit N2 und eine Feder I2
mit N1 in Berührung gebracht, infolge dessen geht negativer Strom aus N'2 über I und, da
die Taste 20 dem ersten Paar (19, 20) einer Hauptgruppe (19 bis 24) angehört, über v3
nach VE W0 3, dagegen positiver Strom aus
N1 über Z2 und v2 nach VE S0 2. Die
Bürste H verbindet zuerst S ° 2 mit der Linie; der +-Strom fliefst also über V1 D S0 2 in
die Elektromagnete E3 Ei und tritt in E3 in
solcher Richtung ein, dafs dessen Kern entmagnetisirt wird; infolge dessen reifst die
Feder R3 den Anker α von E3 ab (während
der von E4 kleben bleibt), so dafs sich
Schiene S3 senkt und ihre sechs Zungen L auf die zugehörigen sechs Contacte C gelegt
und in dieser Lage gehalten und so hier sechs Stromwege nach den betreffenden Abschnitten
der Zeichenscheibe geschlossen werden. Infolge der durch den Anker α vollführten Bewegung
ist die Schiene £ mit den sechs Zungen für die ersten sechs Zeichen von den
betreffenden Contacten C abgehoben worden.
Sobald nun Bürste H über VE W0 3 schleift,
fliefst negativer Strom, nachdem die Linie über Fh2Ii1T0 entladen worden, durch die Linie
V1 D W0 3 und von hier durch das polarisirte Relaispaar T1 T2 und tritt in solcher Richtung
in T2 ein, dafs dasselbe neutralisirt und also sein Anker i2 von seiner Feder r2 gegen den
Batteriecontact W2 gelegt wird, womit Strom aus Z über t2, 2°, 2 * fliefst, bis er den geschlossenen
Contact L C 20 findet, der ihn nun über den Abschnitt 20 der Zeichenscheibe
in den Druckelektromagneten Z2 sendet. Im Moment des Druckes erfolgt auch hier, wie
oben beschrieben, wieder die Oeffnung des Localstromes (Z, 2, Z2) und zugleich auch das
Zurückführen des Ankers α auf den Elektromagneten E3, indem der Auslösehebel O in
der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise durch den Arm dh die Welle / zurückdreht und mit
ihrem Arm d3 gegen α drückt. Durch diese
Drehung wird gleichzeitig auch der Wiederschlufs der ersten sechs Contacte L C hergestellt. -
Durch Niederdrücken der Taste 11 z. B. entsendet man positiven Strom durch v1,
VES0I, X, V1DS0I nach E1 und positiven
Strom durch v5, VE W0 5, X1 V1 D W0 5
nach Ts und dirigirt dadurch den Strom von
Z über 50, 5 x, L C 11, Abschnitt 11 von Z1
nach Z2.
Durch Niederdrücken der Taste 26 z. B. entsendet man negativen Strom über v2, VE S0 2,
X, Vx D S° 2 nach E* und negativen Strom
über v3, VE W0 3, X, V1 D W0 3 nach Γ2, so
dafs Strom aus Z durch f2, 20, 2X, L C 26
über Theilung 26 von Z1 nach Z2 geschickt
wird.
Zur Vermeidung von Unregelmäfsigkeiten in dem rechtzeitigen Niederdrücken der Tasten,
d. h. um zu vermeiden, dafs nicht Ströme über W° vor den über S0 zu entsendenden
Strömen abgehen, ist am Anfang jedes Sectors ι, 2 ... der aus dem Drucktelegraphen bekannte
Takthalter angeordnet, der dem TeIegraphirenden den geeigneten Zeitpunkt für das
Niederdrücken der Taste anzeigt. ;
Die beschriebene Einrichtung gestattet eine bedeutende ' Vermehrung der auf derselben
Linie mittelst der gewöhnlichen Hu gh esschen Apparate entsendbaren Depeschenzahl,
sowie Benutzung der zahlreichen, zur Zeit in den verschiedenen Dienstzweigen functionireriden
Hughes-Apparate, ohne etwas an deren Handhabung zu ändern, was den grofsen Vortheil
bietet, dafs die Telegraphisten nicht erst eino besondere Lehrzeit durchzumachen brauchen;
sie ist einfach, nur schwer zu stören und gegenüber allen bekannten, gleichen Zweck verfolgenden
Einrichtungen auch sehr billig. ;
Die Erfindung ist nicht auf eine Theilung der Vertheiler in vier Sectoren beschränkt, indem
diese Theilung sich nur durch die der Stromentsendung zu gebende Minimaldauer be-
grenzt findet; die Empfangsorgane bleiben in jedem Falle dieselben und hängt die Rotationsgeschwindigkeit nur von der Länge der Linie
ab. Auch ist die Erfindung nicht auf ein Alphabet von 28 Zeichen beschränkt, indem
sich für jede Zeichenzahl eine solche Gruppeneintheilung feststellen läfst, dafs durch die Entsendung
von im Maximum zwei Strömen in die Empfangsstation dort so viel Primärstromkreise
geschaffen werden können, als jede Gruppe Zeichen umfafst, und der Weg jedes
dieser Primärstromkreise eben so viel Male geändert werden kann, als Zeichengruppen vorhanden
sind.
Claims (3)
1. Eine mit dem Hugh es'sehen· Apparate zu
benutzende Einrichtung zur Vielfachtelegraphie, darin bestehend, dafs die Tasten
der Klaviatur in Gruppen getheilt' sind, dafs jeder solchen Gruppe auf der Empfangsstation
eine durch polarisirte Elektromagnete (E1E2...) beeinflufste Schaltvorrichtung
(S1 (L C) bezw. S* (L C) . . .).
entspricht, welche die den Tasten ihrer Gruppe entsprechenden Stromwege fa1 %2a)
nach den entsprechenden Abschnitten der (den Strom der Localbatterie Z in den
DruckelektromagnetenZ^sendenden) Zeichenscheibe Z1 normal offen hält, dafs die sich
bezüglich ihrer Reihenfolge entsprechenden Stromwege jeder Gruppe durch eine gemeinsame
Leitung mit dem ihre Verbindung mit der Localbatterie Z vermittelnden Anker t1 t2 . . . eines polarisirten Relais
T1 T2 . . . verbunden sind, und dafs durch
die Tastenbewegung ein Strom über den der betreffenden Tastengruppe entsprechenden
Vertheilerabschnitt 5*° in den polarisirten Elektromagneten der betreffenden
Einschaltvorrichtung S1 (L C) bezw. S2
(L C) . : . zum Schliefsen des Stromweges und ein Strom über den der betreffenden
Tastengruppe entsprechenden und von S0 durch einen zur Erde abgeleiteten Abschnitt
T0 getrennten Abschnitt W0 in das der Taste entsprechende polarisirte Relais
(T1T2...) gesendet wird, wodurch dasselbe
die Verbindung der Localbatterie Z mit dem diesem Relais ■ entsprechenden
Stromwege der geschlossenen Stromgruppe nach der Zeichenscheibe Z1 herstellt (Fig..i).
2. Bei der Einrichtung unter 1. auf den Vertheilern V und V1 die Anordnung von je
drei Abschnitten W0 und je zwei Abschnitten
S0 in Verbindung mit
a) der Anordnung, zwischen den Tasten der Klaviatur und den bezw. mit dem
positiven Pol und dem negativen Pol je einer der beiden Linienbatterien (X1
und X2) communicir.enden Schienen N1
und N2, von Contactfedern I1 I für
die ersten sechs Tasten und von Contactfedern I1IL2 bezw. I1Il1 in der
Ordnung nach Fig.1 1 für die übrigen Tasten, von welchen Federn / und I1
negativen Strom, I1 und /2 dagegen
positiven Strom, und zwar I1I nach
VF0 und /1Z2 nach S° entsenden
■ (Kg· 0;
b) der Anordnung, dafs sowohl die mit W° ι bis 3 verbundenen polarisirten
Relais T1 . . . Γ6, wie die mit 5° 1
bis 2 verbundenen Elektromagnete E1 . . . Ei zu je zweien in Hintereinander-
. schaltung und mit Umkehrung der Stromeintrittsrichtung verbunden sind,
und
c) der Anordnung, dafs die Schaltvorrichtung S (L C) für die ersten sechs
Tasten die ihr unterstellten Stromwege normal geschlossen hält und mit einer Welle / in Verbindung gesetzt
ist, welche von den Ankern der polarisirten Elektromagnete E1E2E3E*
der übrigen Schaltvorrichtungen S1 ,(LC) ... Si (L C) beim Stromempfang
so gedreht wird, dafs die erste Schaltvorrichtung ihre Contacte öffnet,
so dafs das Telegraphiren nur fünf Vertheilerabschnitte benöthigt, ein Elektromagnet für das Schalten erspart wird und für die ersten sechs Zeichen nur ein Strom entsendet zu werden braucht.
so dafs das Telegraphiren nur fünf Vertheilerabschnitte benöthigt, ein Elektromagnet für das Schalten erspart wird und für die ersten sechs Zeichen nur ein Strom entsendet zu werden braucht.
3. In Verbindung mit der Einrichtung unter i.'und 2. die Anordnung, dafs im Moment
des Zeichendruckes der Hughes'sche Auslösehebel O
a) die Welle / zurückdreht und dadurch den gehobenen Anker α auf seinen
Elektromagneten E1 bezw. E2 E3 E^
zurückdrückt, sowie die erste Stromweggruppe wieder schliefst, und
b) einen Elektromagneten F einschaltet, der durch Anziehen seines Ankers J
(Fig. 2 bis 4) mittelst dessen Arme j den abgerissenen Anker (t1 . . . t6) des
beeinflufsten polarisirten Relais (T1 ... T6) zum Unterbrechen des Localstromkreises
des Druckelektromagneten Z2 auf sein Relais zurückdrückt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50826C true DE50826C (de) |
Family
ID=325641
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50826D Active DE50826C (de) | Vielfach - Drucktelegraph |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50826C (de) |
-
0
- DE DENDAT50826D patent/DE50826C/de active Active
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