-
Vorrichtung zur Steuerung eines Regelschalters mit einem an der Welle
der zu regelnden Maschine mittels Federn o. dgl. beweglich befestigten Fliehgewicht
Es ist eine Vorrichtung zur Steuerung von Regelschaltern bekannt, durch die der
Regelschalter einerseits bei langsamer Drehzahlzunahme, andererseits bei ungewöhnlich
schnellem Drehzahlanstieg, wie er z. B. beim Durchgehen einer Maschine auftreten
kann, schon im Augenblick des Entstehens der Drehzahlbeschleunigung in Tätigkeit
tritt. Gewöhnlich ist an der Welle der zu regelnden Maschine mittels Federn o. dgl.
ein Fliehgewicht in der Weise beweglich befestigt, daß es bei überschreiten einer
bestimmten Drehzahl oder bei sehr schneller Drehzahlzunahme sich von der Drehachse
der Maschinenwelle entfernt und hierbei den Regelschalter auslöst. Um sicher zu
sein, daß diese Vorrichtung im Ernstfalle auch richtig arbeitet, muß der ordnungsmäßige
Betriebszustand der Einrichtung öfter nachgeprüft werden. Im folgenden wird nun
eine Vorrichtung gezeigt, die eine derartige Nachprüfung zu jeder Zeit ohne Schwierigkeiten
ermöglicht.
-
Erfindungsgemäß ist bei der Vorrichtung zur Steuerung des Regelschalters
das Fliehgewicht z. B. durch einen zu der Welle der zu regelnden Maschine exzentrisch
und drehbar angeordneten Ring derart verstellbar eingerichtet, daß zwecks Prüfung
der V orrichtung der Schwerpunktsradius des Fliehgewichtes vorübergehend vergrößert
werden kann. Dadurch ist es möglich, ohne Schwierigkeit die richtige Einstellung
und Betriebsbrauchbarkeit der Vorrichtung nachzuprüfen.
-
In den Abb. i bis d. ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt:
Die Abb. i und 2 zeigen die Vorrichtung zur Steuerung des Regelschalters im Querschnitt
und in Seitenansicht, und zwar bei eingeschaltetem Regelschalter.
-
Die Abb. 3 zeigt die Vorrichtung mit durch das Fliehgewicht ausgelöstem
Regelschalter. In der Abb. q. ist die Vorrichtung mit zum Zweck der Prüfung vorübergehend
exzentrisch verstelltem Fliehgewicht dargestellt.
-
i ist die Maschinenwelle, deren Drehzahl überwacht werden soll. Auf
ihrem aus dem Lager herausragenden Ende sitzt die Nabe :2 des Fliehkraftschalters,
auf der ein als Fliehgewicht dienender Ring 3 aufgeschoben ist. Er hat reichlichen
Spielraum auf der Nabe, so daß er aus seiner im Ruhezustand konzentrischen Lage
in Richtung der Fliehkraft ausweichen kann. Der Fliehgewichtsring3 ist auf dem an
der Nabe :2 parallel zur Maschinenwelle i befestigten Bolzend. drehbar gelagert.
Im Ruhezustande der Maschinenwelle i wird er durch eine an seinem Bolzen 5 angreifende
Feder 6 !gegen den Nabenkörper 2 gezogen und in konzentrischer Lage zur Maschinenwelle
i gehalten. Die Feder 6 ist mit
ihrem anderen Ende an dem Querstück
7 befestigt, das durch die beiden in den Nabenkörper 2 eingelassenen Schrauben 8
und 9 getragen wird. In der Nähe des Bolzens 5 sind an dem Fliehgewichtsring 3 Zusatzgewichte
io und ii angebracht, die eine Fliehkraft entgegen der Wirkung der Feder hervorrufen.
-
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Solange die Drehzahl der
Maschine die zulässige Grenze nicht überschreitet und sich nicht außergewöhnlich
schnell ändert, verbleibt der Fliehgewichtsring 3 konzentrisch zur Maschinenwelle
i. Überschreitet jedoch die Maschinenwelle i ihre zugelassen: Höchstdrehzahl, so
entfernt sich infolge der immer größer werdenden Beschleunigung durch die beiden
Zusatzgewichte io und i i der Fliehgewichtsring 3 entgegen der Zugkraft der Feder
6 sehr rasch von der Drehachse der Maschinenwelle, trifft auf die Sperrklinke 12,
löst diese und bringt damit den Schalter 13 zum Abschalten, so daß dadurch der zum
Antrieb der Maschine dienende Strom unterbrochen wird. Diese Stellung der Einrichtung
ist in der Abb. 3 dargestellt. An Stelle des Schalters 13 kann natürlich auch eine
mechanische Vorrichtung ausgelöst werden, welche die Gefahr beseitigt. Diese Wirkung
tritt aber nicht nur beim Überschreiten der höchst zulässigen Drehzahl ein, sondern
auch schon bei erheblich niedrigeren Drehzahlen, wenn die Drehzahl aus irgendeinem
Grunde außergewöhnlich schnell zu steigen anfängt. Im Augenblick des Auftretens
der übermäßigen Drehzahlbeschleunigung pendelt der Fliehgewichtsring 3 entgegen
der Spannung der Feder 6 aus seiner zur Maschinenwelle konzentrischen Lage heraus
und bringt den Kontaktschalter 13 zur Auslösung.
-
Um bei normaler Maschinendrehzahl den Fliehkraftschalter auf richtiges
Arbeiten prüfen zu können, ist nun auf der Welle bzw. der Nabe 2 des Fliehkraftschalters
ein exzentrischer, zwecks bequemer Handhabung am Rande gezahnter Ring 14 angeordnet,
der das Fliehgewicht entgegen der Wirkung der Feder 6 aus seiner konzentrischen
Lage zu verschieben gestattet. Bei der Grundeinstellung des Fliehkraftschalters
wird nämlich, wie vorher beschrieben, der Fliehgewichtsring 3 durch die Feder6 auf
das Nabenstück2 gezogen. Wird nun der exzentrische Ring 14 gedreht, so wird dadurch
der Fliehgewichtsring 3 entgegen der Wirkung der Feder 6 vom Nabengehäuse 2 abgehoben
und dadurch der Schwerpunktsabstand des Fliehgewichtsringes 3 von der Drehachse
der Maschinenwelle i vergrößert. Die Abb. 4 zeigt ,den Fliehgewichtsring 3 in dieser
neuen Stellung. Wenn jetzt die Maschinenwelle i in Umdrehungen versetzt wird, so
schaltet der Fliehkraftschalter schon bei entsprechend niedrigeren Drehzahlen, z.
B. der normalen Betriebsdrehzahl, den Kontaktschalter 13 ab. Nachdem man so bei
einer Drehzahl, die ungefährlich und deren Höhe ohne eine besondere Drehzahlmessung
bekannt ist, die Wirkung des Fliehkraftschalters geprüft hat, kann man durch einfaches
Zurückdrehen des Ringes 14 in seine Anfangstellung den Fliehkraftschalter wieder
in die Betriebstellung bringen.
-
Zum Feststellen des Ringes 14 in jeder gewünschte@n Stellung ist eine
Federraste 15 vorgesehen, die in entsprechende Vertiefungen auf dem Stellring eingreift
und ihn so in jeder Lage festhält.