DE49129C - Selbstthätige Aushebevorrichtung an Kipppflügen - Google Patents

Selbstthätige Aushebevorrichtung an Kipppflügen

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DE49129C
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plow
plows
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Application number
DENDAT49129D
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Original Assignee
G. T. YULL in Budapest, Ungarn, Waitzner Boulevard 58
Publication of DE49129C publication Critical patent/DE49129C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/64Cable ploughs; Indicating or signalling devices for cable plough systems
    • A01B3/68Cable systems with one or two engines ; e.g. electrically-driven or with diesel generating set

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung an Kipppflügen für Dampfbodencultur, durch deren Anwendung der Pflug am Ende seines jedesmaligen Hin- und Herganges selbstthätig aus dem Boden gehoben und dadurch nicht blos diese Arbeit, sondern auch die des Wendens und vollständigen Kippens bedeutend vereinfacht wird.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι die Ansicht eines Pfluges, in der ein Theil des Rahmens weggebrochen gedacht ist und mehrere zum Verständnifs' der Erfindung unnöthige, sonst bekannte Theile nicht gezeigt sind,
Fig. 2 eine Oberansicht.
An dem Landbalken α αl des Pflugrahmens sind auf beiden Seiten der Räderachse symmetrisch die ungleicharmigen Hebel b bλ, die Ausheber, um einen kräftigen Bolzen drehbar befestigt. Die längeren Arme laufen in eine nach rückwärts gekrümmte Nase d d1 aus und tragen zwischen Drehbolzen und Nase eine Rolle cc1, die sich um einen horizontalen Stift auf der Innenseite der Arme drehen kann. Die kürzeren Arme laufen, niedriger werdend, zu stumpfen Enden e e1 aus und tragen an der Oberseite Augen ff1, die durch eine Verbindungsstange g verbunden sind. Die Länge dieser Stange g ist so bemessen, dafs, wenn der Ausheber b in seiner Ruhelage sich befindet (in der Zeichnung links in ausgezogenen Linien), der Ausheber b1 quer zu dem Balken α x steht (in der Zeichnung rechts in ausgezogenen Linien), und umgekehrt, wie letzteres durch Punktirung in der Zeichnung dargestellt ist. Die Ausheber b b1 werden in ihrer Ruhelage dadurch gehalten, dafs sie einestheils auf Knaggen ρ p1 der Rahmbalken α α1 aufliegen, anderentheils die federnden, an den Rahmbalken α α1 drehbar befestigten Haken h h1 über die Enden e e1 übergreifen.
An jedes Auge ff1 ist ein Handhebel k k1 angelenkt, der durch eine in einer am Rahmbalken α α1 angenieteten Gabel i i1 sich drehenden Führung η η1 gleiten kann. Dieser Handhebel ist mit einer Ausrückstange mm1 versehen, die einestheils in einen Haken ο ο1 endet, der sich vor den Schwanz des Hakens h h1 legt, anderentheils an einen federnden Handwinkel / Z1 angelenkt ist, der am Handgriff des Hebels k k1 sich befindet. Sobald das Blatt dieses Winkels II1 mit der Hand an den Handgriff des Hebels k k1 gedrückt wird, wird der Haken ο o1 angezogen und damit auch der Haken h h1 so weit zurückbewegt, dafs der in der Ruhelage befindliche Ausheber bb1 von letzterem frei wird. Durch das Uebergewicht des längeren Armes der Ausheber b bl, verbunden mit der Schwere der Rolle cc1, wird nun der eben ausgelöste Ausheber b mit seiner Nase d nach unten schwingen und mit dieser während der Bewegung des Pfluges so tief in den Boden . dringen, bis die Rolle c aufsitzt. Da jetzt das Tiefereindringen unmöglich ist, die Vorwärtsbewegung des Pfluges aber noch audauert, so wird der Drehpunkt des Aushebers b gezwungen, aufzusteigen, und damit mufs der Rahmbalken α ebenfalls aufsteigen, wodurch die Schare dieses Balkens aus dem Boden ausgehoben werden, indem der Pflug um die Räderachse kippt, so dafs die zum Rahmbalken a1 gehörigen Schare heruntersinken und durch die dabei stattfindende Drehung des
Pfluges nach der Landseite richtig bei dem nun anfangenden Rückgang des Pfluges in den Boden eingreifen. Während das Eingreifen der Nase d des Aushebers b statthat und durch die Schwingung des kurzen Armes desselben veranlafst, drückt die Stange g den anderen Ausheber b1 in seine Ruhelage, so dafs er mit dem Ende e1 unter den Haken hl einschnappt. Es versteht sich, dafs der Pflugführer, ehe er den Ausheber auslöst, von seinem Sitze herabgesprungen sein mufs, theils um das im Boden befindliche Ende des Pfluges zu entlasten, theils um nicht beim Ausheben desselben von seinem Sitz in die Luft geschleudert zu werden.
Sobald der Ausheber ausgelöst ist, was gar keine Kraft beansprucht, geht das Ausheben der bis dahin arbeitenden Schare selbstthätig von statten, ohne dafs, wie bisher, zwei Hülfsarbeiter Hand anlegen. Der Pflugführer hat nur darauf zu sehen und eventuell nachzuhelfen, dafs der kippende und dabei sich etwas drehende Pflug richtig wieder in den Boden greift.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine selbstthätige Aushebevorrichtung an Kipppflügen, bei welcher zwei symmetrisch am Pflugrahmen befestigte, mit je einem Zahne (d dl) und je einer Rolle (c c1) ausgerüstete ungleicharmige Hebel (b b1) durch eine Stange (g) derart mit einander verbunden sind, dafs, wenn der eine Hebel durch die federnden Haken (z. B. h) in einer zu dem anliegenden Stücke des Pflugrahmens parallelen Lage festgehalten wird, der andere normal zu dem anliegenden Stücke des Pflugrahmens steht, und wenn er sich auf der Seite der arbeitenden Schare befindet, selbstthätig mit seinem Zahne (d1) in den Acker eingreift, bis er sich mit seiner Rolle (c1) auf den Erdboden stützt und die arbeitenden Schare zwingt, aus dem Boden aufzusteigen und den Pflug zu kippen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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