DE485639C - Verfahren zur Herstellung von Eisen durch thermische Zersetzung von Eisencarbonyl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Eisen durch thermische Zersetzung von Eisencarbonyl

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DE485639C
DE485639C DEB117130D DEB0117130D DE485639C DE 485639 C DE485639 C DE 485639C DE B117130 D DEB117130 D DE B117130D DE B0117130 D DEB0117130 D DE B0117130D DE 485639 C DE485639 C DE 485639C
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DE
Germany
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iron
carbonyl
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thermal decomposition
iron carbonyl
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Expired
Application number
DEB117130D
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English (en)
Inventor
Dr Eduard Linkh
Dr Alwin Mittasch
Dr Carl Mueller
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B5/00General methods of reducing to metals
    • C22B5/02Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes
    • C22B5/20Dry methods smelting of sulfides or formation of mattes from metal carbonyls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Eisen durch thermische Zersetzung von Eisencarbonyl Zur Her_stellung-__von festem Eisen aus Eisenscliwämm hat man schon vorgeschlagen, den Eisenschwamm mit Kohlenoxyd zu behandeln und das hierbei erhaltene, mit Kohlenoxyd verdünnte Eisencarbonyl durch Erhitzen an einer kompakten Unterlage, z. B an dem erhitzten Eisenkern eines Induktionsofens, in Kohlenoxyd und zusammenhängendes festes Eisen zu zersetzen. Dieses Verfahren gestattet jedoch kein kontinuierliches Arbeiten, da man die abgeschiedene Eisenschicht, wenn sie eine gewisse Dicke erreicht hat, von der Unterlage gewaltsam abnehmen muß. Außerdem erhält man auf diese Weise nur schwierig ein Eisenstück, das homogene Zusammensetzung aufweist; dieses ist vielmehr meist durch schichtenweis abgelagerten Kohlenstoff und Eisencarbid verunreinigt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man aus Eisencarbönyl in kontinuierlichem Betrieb Eisen von gleichmäßiger Beschaffenheit gewinnen kann, wenn man Eisencarbonyldämpfe in verdünntem Zustande mit mäßiger Geschwindigkeit über erhitzte kleine Metallkörper, z.B. Eisendrehspäne, oder durch er-I lit zte--iii -f erente Flüssigkeiten, z. B. hochsiedende öle oder Quecksilber, oder Schmelzen von z. B. Anthracen. Phenanthren, hochniolekularen Paraffinkohlenwasserstoüen leitet, und zwar zweckmäßig bei Temperaturen zwischen ioo und q.00°. Jedoch auch oberhalb ieoo° erzielt man ein gutes Produkt, wobei man die Zersetzung des Carbonyls besonders vorteilhaft an geschmolzenem Eisen vornimmt. Die Verdünnung-kann durch Verminderung des Druckes oder vorzugsweise durch indifferente oder reduzierende Gase erfolgen. Auf diese Weise gelingt es, die Zersetzung des Eisencarbonyls so zu leiten, daß das abgeschiedene Eisen völlig oder nahezu kohlenstofffrei ist, und daß das zur Bildung von Eisencarbonyl verwendete Kohlenoxyd keine wesentliche Zersetzung erleidet, sondern praktisch vollständig zurückgewonnen wird. Das Verfahren gibt die Möglichkeit, aus unreinem Eisen bzw. aus minderwertigen Eisenerzen auf dem Wege über das Eisencarbonyl reines Eisen zu gewinnen.
  • Praktisch verfährt man bei der Ausführung des Verfahrens zweckmäßig so, daß man das durch Oberleiten von Kohlenoxyd oder kohlenoxydhaltigen Gasen über Eisenmassen gebildete und für die Eisengewinnung bestimmte Eisencarbonyl nicht erst in flüssiger Form abscheidet, sondern im Gasgemisch selbst, gegebenenfalls nach weiterer VerdünnÜng, der Zersetzung an kleinen '.#\Ietallkörpern oder in Flüssigkeiten oder Schmelzen unterwirft. Im einzelnen kann bei der Ausübung des Verfahrens sehr verschieden -earbeitet «erden, je nach der Beschaffenheit, in der das Eisen erhalten werden soll; man kann durch Regelung der Arbeitsbedingungen das Eisen in beliebiger Form, also beispielsweise in feinster Pulverform bis zu zusammenhän'Tenden Stücken, auch Formstücken, darstellen. Beispiel über auf 25o bis 3oo° erhitzte -Fisendrehspäne wird ein Eisencarbonyldampf-Stickstoff-Gemisch, welches .1o 0.,0 Carbon N#ldampf enthält. -eleitet. Die Strömungsgeschwindigkeit des Gases wird so eingestellt, daß kein Car uonvl unzerse tzt entweicht. Es scheidet sich Eisen von hoher Reinheit in feinverteilter Form ab.
  • Als hontaktinasse für die Zersetzung des Carbonvls kann man mit Vorteil auch Eisen verwenden, welches selbst auf diesem Wege erhalten worden ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Eisen durch thermische Zersetzung --vön Eisencarbonyl in dampfförmigem und verdünntem Zustand, dadurch gekennzeichnet, daß man die Eisencarbonyl enthaltenden Gase bzw. Diimpfe über erhitzte kleine «Metallkörper oder durch erhitzte Flüssigkeiten oder Schmelzen leitet.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. daß man die bei der Herstellung des Eisencarbonyls erhaltenen Gasgemische unmittelbar über oder durch die erhitzten Stoffe leitet.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1024942B (de) * 1956-03-27 1958-02-27 Eberhard Schwabe Dipl Phys Verfahren zur Herstellung von hartmagnetischen Feinstmetallpulvern
DE977064C (de) * 1950-05-12 1965-01-07 Gen Aniline & Film Corp Verfahren zur Herstellung von Metallen gleichmaessiger, sehr kleiner Teilchengroesse durch thermische Zersetzung von Metallcarbonylen

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE977064C (de) * 1950-05-12 1965-01-07 Gen Aniline & Film Corp Verfahren zur Herstellung von Metallen gleichmaessiger, sehr kleiner Teilchengroesse durch thermische Zersetzung von Metallcarbonylen
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