DE48539C - Herstellung von Doppelsalzen aus Verbindungen des Quecksilbers mit Phenolen und Quecksilbersalzen - Google Patents

Herstellung von Doppelsalzen aus Verbindungen des Quecksilbers mit Phenolen und Quecksilbersalzen

Info

Publication number
DE48539C
DE48539C DENDAT48539D DE48539DC DE48539C DE 48539 C DE48539 C DE 48539C DE NDAT48539 D DENDAT48539 D DE NDAT48539D DE 48539D C DE48539D C DE 48539DC DE 48539 C DE48539 C DE 48539C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mercury
salts
double
phenols
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48539D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck KGaA
Original Assignee
E Merck AG
Publication of DE48539C publication Critical patent/DE48539C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Doppelsalzen aus Verbindungen des Quecksilbers mit ein- oder mehratomigen Phenolen und von Quecksilbersalzen unter Anwendung angesäuerter Lösungen der entsprechenden Quecksilbersalze. '
Bis jetzt war das von Schadeck durch Fällen einer verdünnten wässerigen Sublimatlösung mit einer concentrirten alkoholischen Lösung von Kaliumphenol hergestellte amorphe gelblich bis weifse Hydrargyrum carbolicum oxydatum, ferner das von Rom ei beschriebene, als rother Niederschlag aus dem Kaliumsalz des Phenols und Sublimat gewonnene Quecksilberphenolsalz und endlich das. auf analoge Weise gewonnene L allem and'sehe basische Quecksilberthymolsalz bekannt.
Nach diesen bekannten Verfahren verwendet man eine neutrale wässerige Sublimatlösung.
Nach dem den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Verfahren wird Quecksilberthymoldoppelsalz bezw. Quecksilberdoppelsalze der anderen Phenole dargestellt, und zwar mittelst einer sauren Lösung von salpetersaurem Quecksilberoxyd, wodurch man ein krystallinisches, manchmal z. B. bei ß-Naphtol und Resorcin nur mikrokrystallinisches Salz erhält, während nach den anderen, z. B. nach dem Schade ck'schen Verfahren ein amorphes Pulver erhalten wurde.
Analysen und angestellte Versuche ergaben,-dafs die nach vorliegender Erfindung hergestellten Verbindungen Doppelsalze der Quecksilberphenolate mit einem Quecksilbersalz sind; so wurde z. B. bei Anwendung von Quecksilbernitrat und Thymol ein Salz von der Formel: (C10H13OJHg^Hg(NO3J,
oder bei Anwendung von Quecksilberacetat und Thymol ein Salz von der Formel:
(C10 H1, O) Hg - Hg (C, Hs O2)
erhalten; diese Formeln entsprechen den angestellten Analysen.
Das vorliegende Verfahren wird am besten etwa wie folgt ausgeführt:
Man trägt eine warme, mit Salpetersäure ziemlich angesäuerte Lösung von salpetersaurem Quecksilberoxyd in. eine ebenfalls warme alkalische Thymollösung in kleinen Portionen unter Umschütteln so lange ein, als sich der entstandene gelbe Niederschlag noch eben wieder auflöst, so dafs bei kräftigem Umschütteln eine aber nur schwache Trübung bestehen bleibt. Alsdann läfst man die Flüssigkeit ruhig stehen und erkalten, worauf dieselbe sich durch Ausscheidung von aus der Doppelverbindung Quecksilberthymolat - Quecksilbernitrat bestehenden farblosen verfilzten Nädelchen in einen Krystallbrei verwandelt. Da diese Verbindung in verdünnter Natronlauge vorzüglich in der Wärme ziemlich leicht löslich ist, so kann man sie durch Umkrystallisiren aus letzterer reinigen.
Versetzt man eine solche alkalische Lösung des Quecksilberthymoldoppelsalzes mit Säure, so scheidet sich dasselbe wegen seiner Schwerlöslichkeit in letzterer wieder aus.
Infolge dieser Schwerlöslichkeit kann man das beschriebene Verfahren auch modificiren, z. B. dafs man die warme, schwach angesäuerte Lösung von salpertersaurem Quecksilberoxyd in eine alkoholische Lösung von Thymol giebt. Beim Erkalten gesteht das Gemisch ebenfalls z^ einem Brei aus weichen, farblosen verfilzten Nadeln.
Diese Modification ist insofern von Vortheil, als die alkalische Thymollösung nicht nur sich leicht dunkel färbt, infolge dessen das Product nicht rein weifs erscheint, sondern auch die Bildung von Natriumnitrit veranlafst, welches erst durch - längeres Waschen entfernt werden mufs.
Das reine Quecksilberthymoldoppelsalz ist völlig färb- und geruchlos, färbt sich aber nach einigem Stehen, besonders bei Tageslicht, röthlich und- -'-nimmt alsdann auch einen .schwachen Thymolgeruch an. Das Salz ist somit leicht zersefzlicli.'
Die Phenole: Phenol, Resorcin, Naphtol, Tribromphenol, Phloroglucin geben analoge Verbindungen; die entsprechenden Niederschläge sind gelb, mikrokrystallinisch und unterscheiden sich von Thymolquecksilberdoppelsalz durch leichtere Löslichkeit in Säuren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung von aus Verbindungen des Quecksilbers mit Phenol, Thymol, Naphtol, Resorcin, Tribromphenol, Phloroglucin und einem Quecksilbersalz bestehenden Doppelsalzen unter Anwendung einer angesäuerten Lösung von Quecksilbersalz.
DENDAT48539D Herstellung von Doppelsalzen aus Verbindungen des Quecksilbers mit Phenolen und Quecksilbersalzen Expired - Lifetime DE48539C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE48539C true DE48539C (de)

Family

ID=323516

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT48539D Expired - Lifetime DE48539C (de) Herstellung von Doppelsalzen aus Verbindungen des Quecksilbers mit Phenolen und Quecksilbersalzen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE48539C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE48539C (de) Herstellung von Doppelsalzen aus Verbindungen des Quecksilbers mit Phenolen und Quecksilbersalzen
DE578213C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Antimonsalze
DE398406C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiatloesungen
DE415320C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Oxy-1-arylaminonaphthalinsulfosaeuren
DE254187C (de)
DE854952C (de) Verfahren zur Herstellung von komplexen Aureomycin-Verbindungen
DE74688C (de) Verfahren zur Darstellung von ß-Naphtyla min, ßi txi -Naphtylaminsulfosäure und ß~ Naphtylsulfaminsäure aus /?iai-Naphtholsu!fosäure (y5-NaphtyIschwefelsäure)
DE587509C (de) Faerbepraeparate
DE175593C (de)
DE218728C (de)
DE484763C (de) Verfahren zur Darstellung von Quecksilberverbindungen der Pyrazolonreihe
DE399904C (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Quecksilberverbindungen
DE574190C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffenolschwefelsaeureestern
DE729341C (de) Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen Arsenobenzolen der Harnstoffreihe
DE438371C (de) Verfahren zur Herstellung von kolloidalen Metallen, Metalloiden bzw. von Verbindungen beider
AT153500B (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Sulfhydrylkeratinsäure.
AT38550B (de) Verfahren zur Herstellung einer im Magensaft unlöslichen und im Darmsaft schwerlöslichen Tannin-Silber-Eiweißverbindung.
DE738814C (de) Verfahren zur Abtrennung von Mellitsaeure
DE180529C (de)
DE303450C (de)
DE722468C (de) Verfahren zur Herstellung neuer organischer Antimonverbindungen
DE514504C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenkomplexsalzen
DE188435C (de)
DE632073C (de) Verfahren zur Herstellung von selenhaltigen organischen Verbindungen
DE810027C (de) Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Abkoemmlings des ª‡-Phenylaethylalkohols