DE47713C - Verfahren zur Darstellung von Alkaloiden aus den Estern des Ecgonins durch Einführung von Säureradicalen in die letzteren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Alkaloiden aus den Estern des Ecgonins durch Einführung von Säureradicalen in die letzteren

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DE47713C
DE47713C DENDAT47713D DE47713DA DE47713C DE 47713 C DE47713 C DE 47713C DE NDAT47713 D DENDAT47713 D DE NDAT47713D DE 47713D A DE47713D A DE 47713DA DE 47713 C DE47713 C DE 47713C
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ecgonine
alkaloids
esters
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hydrochloric acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D451/00Heterocyclic compounds containing 8-azabicyclo [3.2.1] octane, 9-azabicyclo [3.3.1] nonane, or 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring systems, e.g. tropane or granatane alkaloids, scopolamine; Cyclic acetals thereof
    • C07D451/02Heterocyclic compounds containing 8-azabicyclo [3.2.1] octane, 9-azabicyclo [3.3.1] nonane, or 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring systems, e.g. tropane or granatane alkaloids, scopolamine; Cyclic acetals thereof containing not further condensed 8-azabicyclo [3.2.1] octane or 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring systems, e.g. tropane; Cyclic acetals thereof
    • C07D451/04Heterocyclic compounds containing 8-azabicyclo [3.2.1] octane, 9-azabicyclo [3.3.1] nonane, or 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring systems, e.g. tropane or granatane alkaloids, scopolamine; Cyclic acetals thereof containing not further condensed 8-azabicyclo [3.2.1] octane or 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring systems, e.g. tropane; Cyclic acetals thereof with hetero atoms directly attached in position 3 of the 8-azabicyclo [3.2.1] octane or in position 7 of the 3-oxa-9-azatricyclo [3.3.1.0<2,4>] nonane ring system
    • C07D451/06Oxygen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
y C
1. Darstellung des , Ecgoninmethylesters. 1 kg salzsaures Ecgonin wird mit ι ο kg absolutem Methylalkohol auf 6o° erhitzt und trockenes Salzsäuregas bis zur Sättigung während 2 bis 3 Stunden eingeleitet. Die Flüssigkeit wird abkühlen gelassen, mit 10 kg Aether versetzt, wobei der salzsaure Ecgoninmethylester auskrystallisirt, während unangegriffenes Ecgonin in der Lösung verbleibt. Die Krystalle des salzsauren Esters werden filtrirt, mit etwas Aether gewaschen und getrocknet. Der ■ salzsaure Ecgoninmethylester ist in absolutem Alkohol, Aether, Benzol und Benzin schwer löslich, in Wasser sehr leicht löslich, mit Alkalien nicht fällbar und durch solche leicht zersetzlich in Ecgonin und Methylalkohol.
Starke Mineralsäuren führen in der Wärme ebenfalls diese Zersetzung herbei.
2. Darstellung des Cocains aus salzsaurem Ecgoninmethylester und Benzoylchlorid. 1 kg salzsaurer Ecgoninmethylester wird fein gepulvert, mit 1 kg Benzoylchlorid einige Stunden in einem Glaskolben im kochenden Wasserbade erhitzt, bis die Salzsäuregasentwickelung nachgelassen hat und die Mischung zusammengeschmolzen ist. Die Schmelze wird in 10 1 kalten Wassers vertheilt, wobei sich Benzoesäure abscheidet. Diese wird abfiltrirt und mit Wasser gewaschen. Das Filtrat wird mit Sodalösung niedergeschlagen, das ausfallende Cocain mit Wasser gewaschen, getrocknet und in bekannter Weise gereinigt. Es besitzt alle Eigenschaften des unter Anwendung Methylalkohol) aus salzsaure Ecgonind lih
natürlichen Cocains. Aus der alkalischen Lauge kann durch Eindampfen derselben und Extraction des Verdampfungsrückstandes mit Alkohol Ecgonin wiedergewonnen werden.
3. In gleicher Weise, wie unter 1. beschrieben wurde, wird
von Aethylalkohol (statt
salzsaurem . Ecgonin der
äthylester dargestellt und unter den gleichen Bedingungen, wie unter 2. angegeben ist, in Benzoylecgoninäthylester verwandelt, welcher Cocäthylin oder Homcocain genannt wird.
4. Aus gleichen Gewichtstheilen salzsaurem Ecgoninmethylester und Orthophtalylchlorid erhält man unter Entwickelung von Salzsäuregas bei 5 stündigem Erwärmen im kochenden Wasserbade eine halbfeste Schmelze, welche, in Sodalösung vertheilt, den freien Phtalyldiecgoninmethylester:
r „ C O
°6 ^i . C O
in Form eines Harzkuchens ergiebt. Die freie Base, mit Bromwasserstoffsäure in alkoholischer Lösung neutralisirt, ergiebt ein bromwasserstoffsaures Salz in kleinen körnigen Krystallen. Die freie Base ist in Wasser unlöslich, in Sprit leicht löslich. Die Salze mit Mineralsäuren sind leicht löslich in Wasser.
5. Gleiche Gewichtstheile salzsaurer Ecgoninmethylester und Isovalerylchlörid werden am Rückflufskühler im kochenden Wasserbade erhitzt. Die Reaction geht unter lebhafter Entwickelung von Salzsäuregas vor sich und ist in Y2 Stunde beendigt. Die geschmolzene
C10 H16 N O3
C10 H1, N O3
Masse wird in Wasser gegossen und mit Soda der freien Isovalerylecgoninmethylester
• C5Zi9 0-C10 H16 N O3
in Form eines Oeles ausgefällt. Dieses wird, von der alkalischen Flüssigkeit getrennt, in absoluter alkoholischer Lösung mit Jod- oder Bromwasserstoffsäure neutralisirt. Es krystallisiren beide Salze in schönen Krystallblättern. Die Salze dieser Verbindung mit Mineralsäuren sind in Wasser löslich. Schwer löslich ist das Ferrocyanat. Das freie Alkaloid ist in Wasser schwer löslich.
6. Phenylacetylchlorid und salzsaurer Ecgoninmethylester werden zu gleichen Theilen in einem Glaskolben im kochenden Wasserbade während 4 Stunden erhitzt. Die geschmolzene Masse wird in Wasser gegossen, der gebildete Phenylacetylecgoninmethylester C6 Hh CH2C O- C10 H16 N O3 mit Soda gefällt. Die freie Base fällt ölig aus und wird in absoluter alkoholischer Lösung mit Jodwasserstoffsäure neutralisirt. Auf Zusatz von etwas Aether fällt das jodwasserstoffsaure Salz in kleinen Blättchen aus. Das jod- und bromwasserstoffsaure Salz, sowie das schwefelsaure Salz des Phenylacetylecgoninmethylesters sind in Wasser leicht löslich. Die freie Base ist ölig, in Wasser unlöslich und in Sprit leicht löslich. Die genannten neuen Alkaloide sollen zu medicinischen Zwecken Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Alkaloiden durch Einwirkung des Chlorids, Bromids oder Anhydrids, der Benzoesäure, Phtalsäure, Phenylessigsäure, Isovaleriansäure auf den Methyloder Aethylester des Ecgonins oder deren Salze in der Wärme und Isolirung des Cocains bezw. der mittelst der genannten Säuren entstandenen Verbindungen der Ecgoninester durch Fällen mit Alkalien.
DENDAT47713D Verfahren zur Darstellung von Alkaloiden aus den Estern des Ecgonins durch Einführung von Säureradicalen in die letzteren Expired - Lifetime DE47713C (de)

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