DE443245C - Verfahren zur Herstellung von Benzoylekgoninallylesterhydrohalogeniden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Benzoylekgoninallylesterhydrohalogeniden

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DE443245C
DE443245C DEP48075D DEP0048075D DE443245C DE 443245 C DE443245 C DE 443245C DE P48075 D DEP48075 D DE P48075D DE P0048075 D DEP0048075 D DE P0048075D DE 443245 C DE443245 C DE 443245C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Benzoylekgoninallylesterhydrohalogeniden. Das Verfahren ist in erster Linie dadurch gekennzeichnet, daB an Stelle des Carboxylwasserstoffes im Ekgonin der Allylrest und an Stelle des Hydroxylwasserstoffes der Benzoylrest in das Ekgoninmolekül eingeführt wird.
  • Der Benzoylekgoninallylester ist bisher nicht hergestellt worden.
  • Das Verfahren lehnt sich an eine von W. Merck im Jahre 1885 (Ber. 18 S. 2953) angegebene Alkylierungsmethode an, bei welcher Benzoylekgonin mit Alkylhalogenid behandelt wird.
  • Beispiel. 5,o g wasserfreies Benzoylekgonin werden mit 4. ccm Allyljodid in einem Mörser gut gemischt. Die Mischung wird in einer zugeschmolzenen Röhre q. Stunden auf io5 ° erhitzt. Es findet kein Schmelzen statt. Das Reaktionsprodukt ist braun gefärbt. Es ist ziemlich leicht in kaltem Wasser löslich, leichter in warmem. Das Reaktionsprodukt löst sich in kochendem Alkohol, aus dem es sich beim Abkühlen schön kristallinisch und beinahe farblos abscheidet. Der Schmelzpunkt des Hydrojodids des Benzoylekgoninallylesters liegt bei 18?-'. Die Ausbeute beträgt 6,1 g.
  • Das freie Alkaloid wird durch Lösen des Hydrojödids in Wasser und Zusatz von Sodalösung hergestellt. Es scheidet sich in Form von Öltropfen aus, die nach einigen Stunden kristallinisch erstarren. Es werden schöne Kristalle mit Schmelzpunkt 92' beim Umkristallisieren aus 5oprozentigem Alkohol erhalten. Das Alkaloid ist in den gewöhnlichen organischen Lösungsmitteln leicht löslich, beinahe unlöslich in Wasser.
  • Eine Lösung in absolutem Alkohol, welche i,5o g auf ioo ccm Alkohol enthält, dreht das polarisierte Licht in einer 2-dcm-Röhre o,93° nach links, entsprechend: [a] D = = 31,00.
  • Das Hydrochlorid wird durch Lösen des freien Alkaloids in der berechneten Menge absolut alkoholischer Salzsäure hergestellt und mit trockenem Äther gefüllt. Hierbei scheidet sich das Hydrochlorid sofort in fester Form aus. Es wird durch Lösen in absolutem Alkohol und Zusatz von trockenem Äther gereinigt, wobei es sich in gut ausgebildeten Kristallen vom Schmelzpunkt 176' abscheidet.
  • Aus io g Benzoylekgonin erhält man auf diese Weise 8,2 g reines Benzoylekgoninallylester-Hydrochlorid, entsprechend etwa 65 Prozent der Theorie.
  • Eine Lösung in absolutem Alkohol, die 1,3919 auf ioo ccm Alkohol enthält, dreht das polarisierte Licht in einer 2-dcm-Röhre 1,o4° nach links, entsprechend: [a] D = _- 37,30.
  • Der Benzoylekgoninallylester bildet in der Form seiner halogenwasserstoffsauren Salze ein wertvolles Lokalbetäubungsmittel und eignet sich, wie vergleichende Versuche ergeben haben, für verschiedene Zwecke, z. B. für die Augenpraxis, besser als Cocain.

Claims (2)

  1. PATENTAN SPRTIGFI.E: z. Verfahren zur Herstellung von Benzoylekgoninallylesterhydrohalogeniden, dadurch gekennzeichnet, daB man Benzoylekgonin nach bekannter Methode mit Allylhalogeniden, insbesondere mit Allyljodid, behandelt und das erhaltene halogenwasserstoffsaure Salz aus Aceton oder absolutem Alkohol umkristallisiert.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch z, darin bestehend, daB man den in üblicher Weise abgeschiedenen freien Benzoylekgoninallylester durch Lösen in absoluter alkoholischer Halogenwasserstoffsäure und Füllen mit trockenem Äther in die jeweils entsprechende Halogenwasserstoffverbindung überführt.
DEP48075D 1923-05-15 1924-05-15 Verfahren zur Herstellung von Benzoylekgoninallylesterhydrohalogeniden Expired DE443245C (de)

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