DE471176C - Selbsttaetige Spulenbremsvorrichtung fuer Spinn- oder Zwirnmaschinen - Google Patents
Selbsttaetige Spulenbremsvorrichtung fuer Spinn- oder ZwirnmaschinenInfo
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Description
- Selbsttätige Spulenbremsvorrichtung für Spinn- oder Zwirnmaschinen Bei bekannten Spinn- oder Zwirnmaschinen sind bereits Spulenbremsvorrichtungen zur selbsttätigen Regelung der Fadenspannung vorhanden, die von der auf und ab gehenden Spulenbank gesteuert werden. Die Stärke der Bremsung wird so selbsttätig- entsprechend dem wachsenden Durchmesser des auf der Spule befindlichen Garnwickels geregelt. Die Fadenspannung soll demgemäß während des Spinnens gleichbleibend erhalten werden.
- Die Erfindung betrifft eine solche selbsttätige Bremsvorrichtung und bezweckt, jeder beliebigen Garnnummer und Garnmaterial durch Anordnung eines Planetengetriebes mit. einstellbarem. Steuerzapfen Rechnung zu tragen. Je nach Einstellung des Zapfens wird die Spule- =nach einem bestimmten Gesetz gebremst.
- Die Erfindung ist auf der Zeichnung in drei Abbildungen dargestellt.
- Abb. i zeigt eine Spinnmaschine in Vorderansicht, Abb.2 einen Grundriß im Schnitt a-b von Abb. i ; Abb. 3 zeigt schematisch das zum -Antrieb dienende Planetengetriebe.
- In der Folge wird der Einfachheit halber stets nur von einer Spinnmaschine gesprochen. Auf einem Körper 39, der mit der auf und nieder gehenden Spulenbank o verbunden ist und infolgedessen deren senkrechte Bewegungen mitmacht, befindet sich ein Zahnrad 39" mit Innenverzahnung, in dem sich ein Planeten= rad 36 abwälzt (Abb. 2 und 3). Dieses Planetenrad 36 dreht sich um eine -an einer Scheibe 42 befestigte Achse 41, die sich ihrerseits um die Mittelachse 43 dreht. Diese Mittelachse, mit der ein Zahnrad 44 fest verbunden ist, erhält absatzweise Drehungen, die durch die senkrechten Schwingungen der Spulenbank o, z. B. mittels eines geeigneten Klinkenwerkes, hervorgerufen werden.
- Es verlaufen also die absatzweisen Drehungen der Scheibe 4.2 gleichzeitig mit den Aufundabwärtsbewegungen der Spulenbank o. Derselbe Synchronismus besteht bei den absatzweisen Drehungen des Planetenrades 36, die durch die Bewegungen der Scheibe ¢2 und durch das Eingreifen der Zahnräder 36 und 39" hervorgerufen werden.
- Auf dem Planetenrad 36 sitzt radial einstellbar ein Zapfen 37.
- Das Getriebe wird durch einen Deckel 32 abgeschlossen, der sich zweckmäßig unter Zwischenschaltung von Kugellagern ¢o um die Mittelachse x-y drehen kann und eine radiale Schlitzführung 3 5 für den sich darin verschiebenden Zapfen 37 besitzt. Auf diesem Deckel 32, ist, in radialer Richtung regelbar, ein Knopf 3o angebracht, der in der Schlitzführung 29 eines Bügels 28 gleiten kann. Dieser Bügel sitzt an Stangen 25, die axial verschiebbar sind in Buchsen 26 eines mit dem Körper 39 und infolgedessen mit der Spulenbank o fest verbundenen Querträgers 27. Die Verschiebung des Bügels 28 in der Richtung a-b nach Abb. i wird auf die Stange i beispielsweise durch den Teil 24 übertragen.
- Bei der Abwälzung des Planetenrades 36 im Zahnrad 39" ist der geometrische Ort des Zapfens 37 eine Ellipse, wie sie in Abb. 3 angedeutet ist. Die Form dieser Ellipse hängt von der jeweiligen radialen Einstellung des Zapfens 37 ab.
- Da nun der Zapfen bei seiner Bewegung eine Drehung des Deckels 32 und damit der Stange i hervorruft, kann man durch entsprechende Verstellung des Zapfens 37 eine beliebige Anzahl von Bewegungsgesetzen für die Stange i ableiten, wobei jedes Gesetz der von dem Zapfen 37 beschriebenen Ellipse -entspricht, während die Amplituden der Bewegungen der Stange i durch die Rädialstellung des Knopfes 3o geregelt werden.
- Mit Hilfe dieser Anordnung erhält man für jede Fadenlage auf der Spule das Verschiebungsgesetz, was genau zu dem soeben hergestellten Faden paßt. Das Planetengetriebe dient demnach als Ersatz der verschiedenen Nockensätze, die die bisherigen Maschinen für solche Zwecke zur Verfügung - haben mußten,ohne daß es damit möglich gewesen wäre, eine beliebige Veränderungsmöglichkeit gemäß der Erfindung zu erreichen.
- Die Stange ist auf der Spulenbank o zweckmäßig unter Zwischenschaltung von Kugeln -- verschiebbar gelagert, derart, daß. sie sich gegen diese in der Richtung c-d verschieben kann (Abb.2).
- Auf dieser Stange oder Bank i ist gleichfalls in der Richtung c-d verschiebbar eine weitere Bank 3 angeordnet, die durch eine Feder 4 stets nach links gedrückt wird. Die Verschiebung dieser Bank 3 gegenüber der Stange i wird durch das Schwenken des Hebels-75 im Sinne des Pfeiles 76 (Abb. 2, rechts) bewirkt. Beim Anlaufen der Spinnmaschine drückt man auf den Hebel 7 5, um das Angehen zu erleichtern und vorübergehend den Umspannungswinkel a _ der mit den Gewichten 17 belasteten Bremsseile 15 zu verkleinern. Sobald das Anlaufen erfolgt ist, läßt man den Hebel 7 5 in seine Anfangsstellung zurückkehren.
- Auf der Spulenbank o ist in der Längsrichtung eine Stange 12 angeordnet, die verschiebbare Blöcke 13 trägt, deren Anzahl der Zahl der Spindeln entspricht, und die zum Befestigen der Bremsschnüre i 5 dienen. Diese Stange 12 kann sich in der Längsrichtung gemäß c-d verschieben und in der jeweiligen Stellung irgendwie festgestellt werden. Auf diese Weise kann man beim Anhalten der Spinnmaschine den Winkel (3 ändern, mit dem die Bremsschnüre 15 die Spulen oder die Bremskörper umfassen. Hierdurch hat man eine weitere Regelungsmöglichkeit geschaffen; diese Regelung bleibt für das jeweils zu verarbeitende Spinngut und wahrscheinlich auch für jeden gleichen Faden unveränderlich.
- Die bisher beschriebenen Regelungen der Bremsschnüre 15 sind Gesamtregelungen, die sich also gleichzeitig auf alle Spindeln erstrecken. Abgesehen davon, ist auch eine Einzelregelung der Spindeln vorgesehen. Zu diesem Zweck ist für jede Spindel eine Platte 7 mit den Bremsschnurleitrollen.5 vorgesehen, die auf der Stange 3 einstellbar und in der gewünschten Stellung mittels der Führung 8 und einer Schraube 9 festgestellt werden kann. Auf diese Weise kann man Spindel für Spindel genau einstellen und die geringen Bremsunterschiede der Bremsschnüre 15 für sich einstellen.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätige Spulenbremsvorrichtung für Spinn- oder Zwirnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Spulenbremsschnüre haltende, auf der Spulenbank (o) verschiebbare Stange (i) durch ein Planetengetriebe (36, 39Q) gesteuert wird, dessen sich abwälzendes Planetenrad (36) einen einstellbaren Zapfen (37) besitzt, der j e nach seiner Einstellung die Stange (i) unter Zwischenschaltung eines Getriebes (32, 35, 28) verschieden bewegt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit der verschiebbaren Stange (i) eine verschiebbare Bank (3) verbunden ist, die durch eine Feder (4) ständig nach dem Antriebsende der Vorrichtung hin gedrückt wird und durch einen Hebel (75) ,auf der Stange (1) verschiebbar ist, so daß beim Anlassen der Umspannungswinkel der Bremsschnüre (15) verringerbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der hinteren Seite der auf und nieder gehenden Spuletnbank (o) eine in ihrer Längsrichtung verstellbare Stange (12) vorgesehen ist, an welcher die Enden der Bremsschnüre befestigt sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der vorderen Seite der Spulenbank angebrachten Führungsrollen (5) für die Bremsschnüre in der Längsrichtung der verschiebbaren Stangen (i, 3) einstellbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
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