DE470550C - Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe

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DE470550C
DE470550C DEI30088D DEI0030088D DE470550C DE 470550 C DE470550 C DE 470550C DE I30088 D DEI30088 D DE I30088D DE I0030088 D DEI0030088 D DE I0030088D DE 470550 C DE470550 C DE 470550C
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Germany
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production
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anthraquinone series
water
pyridine
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Expired
Application number
DEI30088D
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English (en)
Inventor
Dr Walter Mieg
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE470550C publication Critical patent/DE470550C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/26Carbazoles of the anthracene series

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe Durch das Hauptpatent 451495 ist ein Verfahren zur Ausführung von Aluminiumchloridschmelzen organischer Verbindungen unter Gewinnung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe unter Schutz gestellt, darin bestehend, daß man die Schmelze in Gegenwart von aromatischen Basen ausführt.
  • Nach diesem Verfahren wurden bei Kondensationen, die meist auch mit anderen Kondensationsmitteln schon durchgeführt- waren., wie bei der Carbazolierung von Dianthrachinonylaminen, wesentlich reinere Produkte und bessere Ausbeuten erzielt.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß man bei der Einwirkung von Aluminiumhalogeniden in Gegenwart.organischer Basen mit oder ohne Zusatz von Wasser auf i-Aminoanthrachinon und seine Derivate zu Produkten gelangt, welche durch andere Kondensationsmittel, wie Ätzalkalien oder Aluminiumchlorid allein bzw. in Mischung mit anorganischen Salzen, überhaupt noch nicht erhalten worden sind.
  • Der Verlauf der Reaktion kann je nach der Base, welche man verwendet, und je nachdem man bei Ausschluß oder bei Anwesenheit von Wasser arbeitet, ganz verschieden sein. Läßt man z. B. Aluminiumchlorid bei Gegenwart von wasserfreiem Pyridin auf i-Aminoanthrachinon einwirken, so. entsteht vorwiegend ein oranger Küpenfarbstoff noch unbekannter Konstitution. Bei Verwendung von Pyridin mit geringem Wassergehalt dagegen .erhält man unter sonst ganz ähnlichen Bedingungen hauptsächlich 1 # 1'-Diamino-2 : 2'-Dianthrachinonyl. Dieselbe Verbindung kann aber auch in guter Ausbeute erhalten werden, -wenn man .statt.wasserhaltigem Pyridin andere Basen, beispielsweise Chinolin, bei Ausschluß von Wasser verwendet. Beispiel i 12 Gewichtsteile wasserfreies, pulverisiertes -Aluminiumchlorid werden unter Umrühren in 4o Raumteile über Bariumoxyd getrocknetes Pyridin eingetragen, wobei durch Kühlung die Temperatur unter ioo ° gehalten wird. Dann rührt man =o Gewichtsteile i-Aminoanthrachinon bei etwa 7o° ein und hält die Schmelze noch etwa eine halbe Stunde unter häufigem Umrühren bei dieser Temperatur, bis eine Probe mit alkalischer Hydrosulfitlösung nicht mehr eine orange, sondern eine bräunlichgelbe Küpe und beim Ausblasen derselben mit Luft eine gelborange Fällung gibt. Zur Aufarbeitung kann man nunmehr die olive Schmelze, zweckmäßig nach Verdünnung mit Pyridin, in eiskalte verdünnte Salzsäure einrühren und den entstandenen dunklen Niederschlag zur Reinigung mit kalter alkalischer Hydrosulfitlösung umkiipen. Durch Kristallisation aus Pyridin oder Anilin wird die Verbindung in feinen bräunlichorangen Nädelchen erhalten. Diese geben in konzentrierter Schwefelsäure eine intensiv orange Lösung, welche in Wasser eine braune Fällung des Sulfates liefert; durch Neutralisieren geht die Farbe der Paste in ein klares Orange über. Auf Baumwolle gibt die Verbindung, deren Konstitution noch nicht feststeht, aus der Küpe kräftige und echte orange Färbungen.
  • Beispiel e, Man trägt io Gewichtsteile i-Amino-6-chloranthrachinön in eine Mischung von 20 Gewichtsteilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 40 Raumteilen trockenem Pyridin bei etwa 8o" ein und erhitzt die Schmelze ungefähr eine halbe Stunde auf 95 bis schließlich i:zo', bis eine Probe beim Verküpen eine bräunlichgelbe Lösung und durch Oxydation der Küpe eine gelbe Fällung ergibt. Die Schmelze kann nun nach Beispiel i aufgearbeitet werden. Das Reaktionsprodukt kann zur Reinigung aus Nitrobenzol kristallisiert werden; es löst sich orange in Schwefelsäure und liefert aus der Küpe auf Baumwolle bräunlichgelbe Färbungen. Beispiel 3.
  • Man rührt 12 Gewichtsteile wasserfreies Aluminiumchlorid in 40 Raumteile Pyridin, welches 2;/,°/o Wasser enthält, ein, wobei man durch Kühlung die Temperatur unter 7o° hält, und setzt dann der Schmelze =o Gewichtsteile i-Aminoanthrachinon zu. Hierauf erwärmt man unter Umrühren kurze Zeit auf 9o°, bis man aus einer Probe durch Umküpen eine rein rote Paste erhält. Die erkaltete Schmelze wird, zweckmäßig nach Verdünnung mit etwas Pyridin, zur Aufarbeitung in kalte Salzsäure eingetragen. Die hierbei entstehende Fällung wird zunächst mit einer Lösung von etwa 0,5 Gewichtsteilen Hydrosulfit in verdünnter Natronlauge kurze Zeit kalt digeriert, wobei geringe Mengen des in Beispiel i beschriebenen Farbstoffes in Lösung gehen. Der Rückstand enthält das Reaktionsprodukt in ziemlich reiner Form. Es kann zur völligen Reinigung beispielsweise aus Schwefelsäure durch Wasserzusatz in Form seines Sulfates in hellen Nädelchen abgeschieden werden. Diese werden durch Wasser leicht zersetzt unter Bildung einer roten Verbindung, welche identisch ist mit dem in der Patentschrift 267 833 beschriebenen x . i'-Diamino-2. 2'-Dianthrachinonyl. Beispiel 4. Bei einer Temperatur von 5o bis 6o° wird eine Mischung von io Gewichtsteilen Aluminiumchlorid, 3o Raumteilen trockenem Chinolin und 5 Gewichtsteilen i-Aminoanthrachinon hergestellt und langsam höher erhitzt. Bei etwa 65' setzt die Reaktion unter Selbsterwärmung ein und ist nach kurzem Erwärmen bis zu 75° beendigt. Aus der wie oben aufgearbeiteten Schmelze erhält man fast ausschließlich i - i'-Diamino-2 - 2'-Dianthrachinonyl.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: BesondereAusführungsform des durch das Hauptpatent45I 495 geschützten Verfahrens zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Antbrachinonreihe, darin bestehend, daß man hier Aluminiumhalogenide in Gegenwart von organischen Basen, mit oder ohne Zusatz von Wasser, auf i-Aminoanthrachinon und seine Derivate einwirken läßt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3471524A (en) * 1963-12-13 1969-10-07 Ciba Ltd Process for the manufacture of 4:4'-diamino - 1:1' - dianthraquinonyl - 3:3' - disulfonic acid

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US3471524A (en) * 1963-12-13 1969-10-07 Ciba Ltd Process for the manufacture of 4:4'-diamino - 1:1' - dianthraquinonyl - 3:3' - disulfonic acid

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