DE46594C - Maschine zum Laden und Zeichnen von Schrot-Patronen - Google Patents
Maschine zum Laden und Zeichnen von Schrot-PatronenInfo
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Description
he* θίο
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Construction derjenigen Maschinen zum
selbsttätigen Laden von Schrotpatronen, welche einen um eine verticale Achse drehbaren Tisch
mit Gehäusen zur Aufnahme der Patronenhülsen enthalten, der von einem die Ladewerkzeuge
tragenden feststehenden Tisch umgeben ist. Bei diesen Maschinen werden die von dem drehbaren Tisch getragenen Hülsen
den einzelnen Ladevorrichtungen nach einander zugeführt und diese führen dann mittelst
ihrer Werkzeuge die nöthigen Operationen selbstthätig aus.
Bei der vorliegenden Maschine ist zunächst der Antrieb der mitten durch die, Hohlachse
des ,periodisch gedrehten Tisches hindurchführenden centralen Schubstange, welche die
Werkzeuge des festen Tisches bewegt, eigenthümlich. Dieser Antrieb erfolgt durch eine
mit passender Schubnuth versehene Scheibe, die mittelst Schlittens, geschlitzten Hebels und
einer Knaggenschaltscheibe, die ihre Drehung von einem Schaltarm mit selbstthätig vorspringendem
Schaltzahn erhält, zugleich die periodische Drehung des Tisches bewirkt. Die
einzelnen Werkzeuge sind mit einer achteckigen Kopfscheibe der centralen Schubstange, die in
der Scheibe frei drehbar ist, in Verbindung. Wesentlich ist, dafs der die Maschine Bedienende
erkennen kann, ob die durch eine Führung aus Draht stattfindende Einführung der Patronenhülsen in die Gehäuse des drehbaren
Tisches regelrecht erfolgt. Die Einführung des Pulvers in die Hülsen geschieht aus einem Behälter
mittelst eines Mefsöffnungen enthaltenden Drehschiebers, und auch die Einführung
der erforderlichen Menge Schrot besorgt ein Drehschieber entsprechender Einrichtung. Namentlich
ist auch die Einrichtung bemerkenswerth, , die zum Bewegen des die Pfropfen aus einem
Streifen Pappdeckel oder Filz ausschneidenden rohrförmigen Schneidstempels dient, und das
Verhä'ltnifs der Bewegung des letzteren zu derjenigen des die Pfropfen aufdrückenden centralen
Druckstempels. Mittelst eines an der Unterseite des drehbaren Tisches sitzenden Knaggenschubkranzes werden die Transportwalzen
zum Vorschieben der Streifen bewegt. Ferner ist die Einrichtung eigenthümlich, die
dazu dient, die Patronenhülse dicht über dem letzten Schlufspfropfen einzudrücken, um diesen
Pfropfen am Platz zu halten, zu welchem Zwecke die Hülsen an den Stellen, woselbst
die Eindrücke gemacht werden, sowohl oben als unten eingeschnitten werden.
Die Fig. ι bis 7 beiliegender Zeichnungen zeigen in Ansichten und Schnitten das Gestell
der Maschine mit dem feststehenden Tisch und dem drehbaren Tisch nebst der Bewegungsvorrichtung für den letzteren, die Fig. 8 bis 18
Einzelheiten dieser letzteren, die Fig. 19 bis 23 die Vorrichtung zum Einführen der zu ladenden
Patronenhülsen in den Einstellblock und Einzelheiten dieser Vorrichtung, die Fig. 24
bis 28 die Vorrichtung zum Einführen der Hülsen aus dem Einstellblock in die cylindri-
sehen Gehäuse des drehbaren Tisches und
Einzelheiten dieser Vorrichtung, die Fig. 29 bis 33 die Vorrichtung zum Einführen einer
bestimmten Menge Pulvers oder Schrotes in Patronenhülsen, die Fig. 34 bis 38 die Vorrichtung
zum Ausschneiden und Aufsetzen der Pfropfen, die Fig. 39 bis 42 die Vorrichtung zum Eindrücken der Patronenhülsen dicht über
dem Schlufspfropfen und die Fig. 43 bis 45 die Vorrichtung zum Ausstofsen und Zeichnen
der fertigen Patronen.
Das Gestell K der Maschine, Fig. 1 bis 7, trägt den feststehenden Tisch K1, Fig. 4, mit
der Vorrichtung Q1 zum Einführen der Patronenhülsen in die cylindrischen Gehäuse Af1
des drehbaren Tisches L, der Vorrichtung R1
zum Einfüllen des Pulvers, der Vorrichtung .S1
zum Ausschneiden und Aufsetzen des Pappdeckelpfropfens, der Vorrichtung T1 zum Ausschneiden
und Aufsetzen des Filzpfropfens, der Vorrichtung U1 zum Einfüllen des Schrotes,
der Vorrichtung F1 zum Ausschneiden und Aufsetzen des Schlufspfropfens, der Vorrichtung
W1 zum Eindrücken der Hülsen und endlich der Vorrichtung X1 zum Ausstofsen und
Zeichnen der fertigen Patronen.
Die Schubscheibe D zum Auf- und Abbewegen der centralen Stange F, die oben den
achtseitigen Kopf Y1 trägt, mit welchem obige Vorrichtungen behufs Antriebes durch die
Schubstange F verbunden sind, erhält ihren Antrieb von der Riemscheibe B, Fig. 1, und
einer das Schwungrad A tragenden Welle mittelst zweier Stirnräder C. Die Wellen von B
und D sind auf den Querstücken J des Gestelles K gelagert.
In der etwa alle 900 eine andere Richtung nehmenden Curvennuth Z1 der Scheibe Z),
Fig. 7, liegt die Rolle E, Fig. 17, des unteren
Stückes A2 der Schubstange F und diese wird durch Schenkel B2 an Führungen S, Fig. 1,
des Gestelles K gerade geführt.
Die Hohlachse F, Fig. 5, der Schaltscheibe T mit Knaggen U und des Tisches L * mit
unterem Knaggenkranz G2 ist in einer Hülse des Quersteges H2, Fig. 7, des Gestelles K
drehbar, und durch diese Hohlachse F, den scheibenförmigen Tisch L1 und seine Nabe C2,
Fig. 5, führt die Schubstange F frei hindurch. In der Curvennuth Zx der Scheibe D liegt
ferner die mittelst Schraube Q, Fig. 9, am Schlitten H befestigte Rolle G, um den bei L,
Fig. 8, heruntergebogenen Schlitten H, sowie mittelst des geschlitzten Hebels /, Fig. 5, und
der Stange Y den mit Schaltzahn X, Fig. 2, versehenen Schaltarm W hin - und herzubewegen
und den Tisch L : periodisch nach einer und derselben Richtung zu drehen. Auf
einem Quersteg J ist der Schlitten.H bei M, Fig. 8, horizontal geführt, und durch einen
Schlitz des Schlittens H fafst ein Stift N dieser Führung M. Die Rollen P an dem Auge O
des Schlittens H wirken in den Schlitzen D2, Fig. 5, der unteren Gabel des Hebels 7, und
mittelst einer Einsteckstange E2 und Schraube F2
kann die Hebellänge verändert werden. Die Nabe J1 des Schaltarmes W, Fig. 2 und 13,
dreht sich auf der Hohlachse F, wenn der Hebel I hin- und herschwingt, der Schaltzahn
X springt jedesmal hinter einem folgenden Knaggen U der Scheibe T ein und dreht
den Tisch L1 um das Mafs des Abstandes der Knaggen weiter. Der Kolben F1 , Fig. 2
und 11, des am Gestell K befestigten Luftcylinders D1 mit Hahn E1 wirkt hierbei stofsabschwächend.
Nach jedesmaliger Einstellung des Tisches springt ein Sperrzahn Z, Fig. 2,
hinter einem einen Querriegel A\ Fig. 11, des
Kolbens F1 erfassenden Knaggen U ein und verhindert die Rückwärtsdrehung der Schaltscheibe
T. Der Querriegel A1 wird, wenn ein Ausschlag des Ausrückarmes C1 entgegen
der Pfeilrichtung erfolgt, dadurch hochgeschoben, dafs C1 auf eine Abschrägung des Riegels
A1 trifft, Fig. 11, so dafs dann der am
Sperrzahn Z liegende Knaggen U unter dem Riegel frei fortgleiten kann.
Zum Ausrücken der Reibungskupplung J2 der Riemscheibe B, Fig. 16, wird der Hebel P,
Fig. 7, der Achse B1, Fig. 6, hochgeschlagen und durch den unten bei X2, Fig. 7, drehbaren
Hebel I2 einwärts gedreht, worauf Stillstand der Maschine eintritt.
Fig. 19 zeigt in Seitenansicht die Vorrichtung zum Zuführen der Patronenhülsen. Dieselbe
kann über der Maschine an passender Stelle angeordnet und von der Welle der Schubscheibe D mittelst Riemens getrieben
werden. Wesentlich an dieser Vorrichtung ist, dafs der Arbeiter erkennen kann, ob die
Zuführung der Hülsen den richtigen Fortgang nimmt. Zum Anhalten einer in die aus
Drähten gebildete Führung M2 unrichtig eingeführten Patronenhülse dient der Haken 2V2.
Die von diesem angehaltenen Hülsen werden durch eine Fallbrücke O2 abgeworfen und mittelst
des Riemens P2 wieder in den Einführungstrichter Q2 zurückgeführt.
Die Hülsen werden zunächst in den Trichter Q.2 gebracht, der sich zu einem aufsteigenden
Kanal R2 verengt, über dessen Boden das Band S2 mit rauher Oberfläche
sich verschiebt. Wegen der Enge des Kanalesi?2
kann immer nur eine Patronenhülse der Länge nach vom Transportband S2 gefafst werden.
Der Kanal ist an dem oberen Theil abgeflacht, damit für den Fall, dafs mehrere Hülsen auf
einander zu liegen kommen, die oberen Hülsen herabrollen und in den Behälter T2 fallen,
um aus diesem mittelst des durch einen gekreuzten Riemen der Riemscheibe X2, Fig. 20,
getriebenen Rückführungsbandes P2 wieder in
den Trichter Q2 zurückgeführt zu werden.
Um das Herüberrollen von Hülsen über andere zu verhindern, empfiehlt es sich, dem Trichter
eine solche Neigung zu geben, dafs die Hülsen zurückfallen müssen. Aufserdem kann im
Kanal i?2 auch · eine Feder angeordnet werden,
welche die betreffenden Hülsen zurückhält.
Sämmtliche Hülsen müssen, beim Transport durch das Band S2, um mittelst eines noch zu
beschreibenden Einstellblockes richtig in die Gehäuse Af1 des drehbaren Tisches eingeführt
zu werden, ihr vorderes Ende nach vorn kehren. Falls eine Hülse dieser Bedingung
nicht entspricht, wird dieselbe von dem Haken IV2, Fig. 22, erfafst und aufgehalten. Um
das offene Ende der Hülse dem Haken besser zugänglich zu machen, tritt die Brücke O2,
Fig. .21, etwas über den Haken vor, so dafs einer vorbeigegangenen Hülse ein Niederfallen
aus der Bahn möglich ist.
Wenn die Hülsen dagegen richtig den Boden nach vorn kehren, so wird der Haken JV2 aus der
Bahn hochgestofsen und die Hülse gleitet dann frei unter ihm fort. Die um Zapfen Y2,
Fig. 2i, drehbare Brücke O 2 hat ein Gegengewicht
W2, das so eingestellt werden kann, dafs, wenn drei oder vier Hülsen auf einmal
auf die Brücke O2 gerathen, die Brücke herumklappt und die Hülsen in den Behälter T2 abwirft,
aus welchem dieselben durch Band P2 wieder in den Trichter Q.2 eingeführt werden.
Dieses Ansammeln der Hülsen tritt ein, wenn die Führung Mf gefüllt ist oder wenn der Haken
N2 eine Hülse anhält. Ein Ansammeln von Hülsen darf nur nicht an der Stelle U2
staltfinden, da sonst das Ueberschlagen und Niederfallen verhindert wird. Die Führung Af2
aus Drähten Z'2, Fig. 22 und 23, ist von der Brücke O2 ab nach unten gebogen und führt
senkrecht nach dem Tisch K1, welcher die Hülsen durch die Oeffnung O1 in den Hülseneinstellblock
A3, Fig. 24, befördert.
Die unter den festen Tisch K1 beförderten
Hülsen werden nun durch den Einstellblock A3 passend eingestellt. Fig. 24 zeigt denselben
theils in Seitenansicht und theils im Schnitt. Mit ihrem Boden nach vorn gelangen die
Hülsen in den Kanal dieses vor- und rückwärts verschiebbaren Blockes A3. Derselbe ist
oben und unten offän und liegt auf einem Halter B3, der den Kanal des Blockes unten
verschliefst. Die Tiefe und Weite des Kanales sind so bemessen, dafs er jedesmal nur
für eine einzelne Hülse Platz hat. Der Block bewegt sich mit einer Hülse direct bis unter
einen der am drehbaren Tisch L* sitzenden Hülsengehäuse Af1 und über den Stempel C3,
der sich zugleich mit dem Block A3 bewegt und die Hülse durch die Oeffnung N1 des
Tisches in das Hülsengehäuse Af1 hochschiebt,
worauf Block und Stempel wieder in die alte Stellung zurückgehen. Beide erhalten ihre
Bewegung von dem Kopf Y1 der centralen Stange F mittelst des Doppelhebels H3 und
der beiden Stangen D3, Fig. 25, und zwar der bei EB angeschlossene Stempel C3 direct, der
Block A3 dagegen mittelst in den Schlitzen G3 der Stangen D3 liegender Rollen F3. Durch
den oberen Theil der Schlitze G3 wird der
Block A3 vorbewegt, er bleibt aber, während der Stempel C3 in demselben hochgeht, in
Ruhe. Wenn der Gehäuseblock A3 vorbewegt wird, so verschliefst seine obere Fläche I3 die
Führung Af2 und verhindert das Herausfallen der Hülsen.
Die Stangen D3 sind am Tisch .RT1 und
aufserdem am Halter B3 bei J3, Fig. 26, geführt.
Ist eine Patronenhülse nun in den Cylinder Ai1 hochbefördert, so wird sie mittelst
zweier in die Durchlafsöffnung 2V1 des Tisches stofsender Schieber durch Feder K3, Fig. 28,
gehalten.
Die beiden Einrichtungen zum Füllen der Patronenhülsen mit Pulver und Schrot sind
übereinstimmend. Es bedarf also nur der Erklärung einer derselben. An das obere Ende
des das Pulver enthaltenden Behälters L3, Fig. 29, ist Gewinde Ai3 angeschnitten, auf
welches ein Rohr geschraubt. wird, das über das Dach der Arbeitskammer hochführt, um
die Wirkung einer etwaigen Explosion unschädlich zu machen. Der mit dem mehrerwähnten
Kopf F1 verbundene Hebel N3 treibt das Schaltrad O3 für die Einführung
des Pulvers mittelst eines Zwischenhebels P3, einer Stange, eines Schaltarmes und einer Klinke,
und durch den Schieber Q3 wird die Einführung
des Pulvers in die Patronenhülse im Cylinder Ai1 geregelt. Der Untersatz S3 des
Behälters trägt den Einführungsmechanismus, dessen Drehschieber S3, Fig. 30, vier oder
mehr Mefsöffnungen T3 enthält, Fig. 33, durch die das Pulver bezw. Schrot in die mittelst
eines Gehäuses Ai1 untergestellte Patronenhülse fällt.
Bei jeder Bewegung der centralen Stange F des Schaltrades O3 und des durch dieses getriebenen
Kegelradpaares F3, Fig. 30, wird eine solche Mefsöffnung über die Hülse gebracht'.
Die Gröfse der Oeffnungen kann mittelst der Hülfsschieber U3, Fig. 33, verändert
werden, die durch die über dem Drehschieber <S3 liegende Scheibe W3 stellbar sind.
Diese ist mit schrägen Schlitzen C4 versehen, in welche Stifte Di der Schieber U3 eintreten,
und ihre Achse führt durch die Hohlachse von S3 und trägt eine Scalenscheibe X3 zur Angabe
der Gröfsen der Ladungen. Letztere wird nach der Einstellung mittelst sich gegen
das Kegelrad F3 legender Schrauben F3 am
Platz gehalten.
Ueber den schrägen, die Scheibe W3 überdeckenden
Boden Z3, Fig. 31, des Behälters L3
wird das Pulver bezw. das Schrot in die Oeffnung T3 übergeführt. Zum Abhalten des Gewichtes
des Pulvers vom Drehschieber S3 ist über Z3 eine Wand A4, Fig. 31, angeordnet.
Der unmittelbar unter dem Drehschieber SB angeordnete Stellschieber Q.3 dient zum Verschliefsen
und Oeffnen der Mefsöffnungen T3,
während durch die unmittelbar über dem Cylinder M1 im Untersatz R3 enthaltene Oeffnung
.B4 das Pulver oder Schrot jedesmal in die in dem Gehäuse Af1 steckende Patronenhülse
eingeführt wird, wenn eine Mefsöffnung T3 des Drehschiebers S3 darübertritt.
Der Boden Z3 ist so gestaltet, dafs, wenn eine der Oeffnungen T3 eine Ladung in eine Patronenhülse
abliefert, die anderen gefüllt werden, und dafs immer ein genaues Mafs erzielt
wird.
Fig. 34 zeigt in Seitenansicht die Vorrichtung zum Ausschneiden und Aufsetzen der
Pfropfen, deren zwei vorhanden sind, und zwar eine für Herstellung der Päppdeckelpfropfen
und eine für Herstellung der FiIzpfropfen. Diese Einrichtung ist im wesentlichen
übereinstimmend und bedarf es somit wiederum der Erklärung nur einer derselben.
Mittelst des rohrförmigen Schneidstempels F4, Fig. 3 5, werden die Pfropfen ausgeschnitten
und dann mittelst des in F4 geführten Stempels G4 in die Patronenhülsen eingestofsen.
Die Pappdeckel bezw. Filzstreifen /* werden mittelst der Transportwalzen H* vorgeschoben,
die durch Schaltrad J4, Klinkenarm mit Klinke und die Winkelhebel K1 von dem vorgenannten
Knaggenkranz G2 des drehbaren Tisches L1
getrieben werden.
Eigentümlich ist besonders die Art und
Weise des Betriebes des rohrförmigen Schneidstempels F4 und des darin beweglichen vollen
Aufsetzstempels G4, sowie die Vorrichtung, welche die Genauigkeit der Füllung zu controliren
gestattet.
Der Stempel G4 wird unmittelbar von dem Arm L4 bewegt, der an dem Kopfstück Y1
der centralen Schubstange F sitzt. Von dem Arm L4 wird auch der Schneidstempel F4
mittelst der beiden Winkelhebel Mi bewegt, die zu beiden Seiten der Stempel an einem
Halter des Tisches ΚΎ bei iV4 gelagert sind
und deren Schlitze O4 Stifte des Armes L4 umfassen. Die ausgeschnittenen Pfropfen werden
durch sofortigen Niedergang des Aufsetzstempels G4 in die mittelst des Tisches L1
eingestellte Patronenhülse eingedrückt. Die hierfür erforderlichen Bewegungen erfolgen
mittelst der Schlitze P4 der Winkelhebel M4, in welchen Zapfen Q4 des mit dem Schneidstempel
F4 verbundenen Schlittens C5 liegen.
So lange der, zum Drehpunkt 2V4, Fig. 34,
concentrische Theil der Schlitze an den Zapfen Q4 liegt, steht der Schneidstempel still,
während der Druckstempel vor- und wieder zurückgeht, worauf das Spiel von neuem beginnt.
Um nun controliren zu können, ob das Aufsetzen der Pfropfen und die Einfüllung
der erforderlichen Menge Pulvers und Schrotes in die Patronenhülsen regelrecht erfolgt, ist
eine Signalglocke R* angeordnet. Bei etwaigen Unregelmäfsigkeiten trifft der stellbare Anschlag
S4 des Stempels G4 auf den Arm Γ4
und dieser schnellt den Klöppel an die Glocke. Mittelst des Armes J*4, der an einem am
Halter C/4, Fig. 34, sitzenden Steg drehbar ist, der durch Schraube F4 eingestellt werden
kann, könnte natürlich auch durch Stromschlufs ein elektrisches Signal abgegeben werden.
Behufs Controle wird zunächst festgestellt, bis zu welchem Punkt der Stempel G4 bei
einer bestimmten Füllung der Patronenhülse vorgehen mufs, um danach den Arm Γ4 mittelst
der Schraube F4 einzustellen. Wenn dann auch nur die geringste Menge Pulver
oder Schrot an der nöthigen Ladung oder wenn ein Pfropfen fehlt, so geht der Druckstempel tiefer herunter, Arm T4 wird infolge
dessen von dem Anschlag S4 getroffen und das Signal ertönt.
In dem Kopf X4, Fig. 35, des bei B5,
Fig. 35, geführten Armes L4 ist eine Feder Z4
angeordnet, durch welche der obere Theil des Stempels G4 hindurchführt, der an diesem
Kopf X1 mittelst eines Randes F4 gehalten
wird.
Mittelst der Mutter A% kann man die Anspannung
der Feder regeln, und diese, einmal eingestellt, wird für eine bestimmte Ladung dann immer bis zu einem bestimmten Punkt
zusammengedrückt. Wenn demnach die nöthige Menge Ladung nicht vorhanden ist, so wird
der Stempel durch die Feder Z^ weiter als gewöhnlich vorbewegt und Glocke JR4 ertönt
alsdann.
Die Transportwalzen H^ zum Vorschieben
der Papp- oder Filzstreifen werden durch in einander greifende Zahnräder D5 getrieben,
Fig. 35, deren Zähne lang genug sind, um ein geringes Auseinanderrücken bezw. Zusammenrücken
nach Bedarf zu gestatten. Von oben her wird der Streifen /4 durch eine rahmenförmige
Erweiterung E 5 des Armes Li, Fig. 38,
zwischen die Walzen H* eingeführt.
Die Einrichtung, die dazu dient, die Patronenhülse dicht über dem letzten Pfropfen,
durch welchen die ganze Ladung zusammengehalten wird, einzudrücken, ist in Fig. 39
dargestellt. Die Halter F5 des Stempels GB
tragen die Eindrückstanzen H^ und führen
zugleich die gebogenen Schubschienen/5 zum Vor- und Zurückbewegen dieser Schieber. Eindrücke
unten am Stempel G5 entsprechen den Druckspitzen der Stanzen bezw. den in den
Patronenhülsen herzustellenden Eindrücken.
Die Schubschienen /5 sitzen bei L5 direct
am Arm K5 des Kopfes Y1 der centralen Stange F, während der die Halter F5 tragende
Stempel G5 eine solche Verbindung mit K5
hat, dafs er nur um ein bestimmtes Mafs gesenkt und festgehalten wird, während die
Hülseneindrücke hergestellt werden. Am Arm K&
sitzen zu diesem Zwecke die beiden Schubschienen M5 mit den Schlitzen iV5, deren
äufsere Theile vertical stehen. In diesen Schlitzen N5 liegen die Stifte O5 zweier
Arme P5, in deren Schlitze Q5 der Stift F5,
Fig. 41, des Kopfes R5 des Stempels G5 fafst.
Der abgeflachte Stempelkopf i?5 ist in dem Kopf S5 des bei Z^ geführten Armes K5 geführt
und Kopf S5 enthält Schlitze, durch
welche der in die Schlitze Q5 der Arme P5
fassende Stift von JR5 hindurchführt. Dadurch werden beim Niedergang des Armes K 5 Arme P5
und Stempel G5 mit den Haltern F5 nur so weit mitgenommen, bis die Stifte Q5 der nach
rechts ausschlagenden Arme P5 an den senkrechten Theil der Schlitze 2V5 gelangen. ■ Von
nun an bleiben die Arme P5 mit dem Stempel G5 in Ruhe, während der Arm K5 die
Bewegung fortsetzt und mittelst der Schienen P die Eindrückstanzen H 5 gegen die Patronenhülse
vor- und zurückschiebt. Die Schraube U5 dient zum Einstellen der geschlitzten Schienen
M°, während die Schrauben Vs und W5
zum Einstellen des Lagers Xh der Arme P5
dienen. *
An den Stellen, wo die Eindrücke gemacht werden, werden die Patronenhülsen sowohl
oben als unten eingeschnitten. Die Eindrückstanzen tragen zu diesem Zwecke oben und
unten eine Schneide Ae, Fig. 42, an senkrechter
Kante ß6.
Nach dem Herstellen der Eindrücke wird noch mittelst des Ausstofsers, Fig. 43, die
Bezeichnung der Ladung (nach Nummer und Gröfse etc.) aufgedruckt. Die Patrone wird
aus dem Gehäuse Ai1 des drehbaren Tisches
durch die Oeffnung P des feststehenden Tisches K1 mittelst des Ausstofsers C e geworfen, der
wiederum von ' der centralen Stange F niederbewegt wird. Das untere Ende des Ausstofsers
ist an dem Halter D6 geführt, während das obere Ende an den am Halter F6,
Fig. 44, geführten Block Ea angreift. Mittelst des durch den Arm H? bewegten Hebels G6
wird dem Ausstofser die erforderliche Verschiebung mitgetheilt.
Der stellbare Typendruckstempel /6 wird
durch die Farbrolle J6 aus Filz oder anderem Material mit Farbe versehen, und die die
Rolle J6 tragenden Arme i£e sind bei L6
derart nachgiebig gelagert, dafs die Rolle beim Niedergang des Ausstofsers Ce über die Fläche
des Druckstempels 7e streicht und zur Seite
ausweicht, wobei die Federn Me, Fig. 45, die
Farbwalze J6 dicht an den Druckstempel halten und sie beim Rückgang des Ausstofsers
zurückführen. Die Federn sind an die Arme Ke angehakt. Um den abwärtsgehenden Ausstofser
nicht mit Farbe zu beschmutzen, wird die Farbwalze von einem Schutzbleche N6
überdeckt.
Claims (5)
1. Die Anordnung einer Schubscheibe (D), die mittelst Schlittens (H), geschlitzten
Hebels (I) und Schaltwerkes (WXT) die periodische Drehung des Tisches (L1) bewirkt
(Fig. ι bis 7 bezw. 8 bis 18).
2. Die Anordnung einer aus Drähten gebildeten Führung' (M2) zum Einführen der
Patronenhülsen in die Gehäuse (M1) des drehbaren Tischers (L1), welche Führung
den Haken (N2) und die Brücke (0%) enthält,
die durch Herabschlagen überflüssige Hülsen in den- Behälter (T2) abwirft, aus
dem sie durch Band (P2) wieder in den
Trichter (Q2) eingeführt werden (Fig. 19 bis 23).
3. Der auf dem Halter (B3) liegende Einstellblock
(A3), aus welchem die Hülsen mittelst Stempels (Cs) in die Gehäuse (M1)
hochgeschoben werden, wobei der Block von der Schubstange (F), Doppelhebel (H3)
und den beiden Stangen (D3) bewegt wird, in deren Schlitze Rollen (F3) des Blockes
liegen (Fig. 24 bis 28).
4. Die Einrichtung zum Füllen der Patronenhülsen mit Pulver oder Schrot mit dem
die Mefsöffhungen (Ts) enthaltenden Drehschieber
(S3), der, durch Stange (F) mittelst Schaltwerkes gedreht, bei jeder Bewegung
von (F) eine Mefsöffnung über die Patronenhülse einstellt, wobei die Gröfse
der Oeffnungen mittelst stellbarer Schieber (Us) verändert werden kann (Fig. 29
bis 33).
5. Der Antrieb des Schneidstempels (F*) mittelst
des Armes (L*), der geschlitzten Winkelhebel (M*) und des in (F*) verschiebbaren
Druckstempels (G*) durch den Arm (L*)
direct, sowie die durch Anschlag (S41J des
Stempels (G^) und Armes (T^) beeinflufste
Signalglocke (R4J (Fig. 34 bis 38).
Die Bewegung der die Patronenhülsen dicht über dem Schlufspfropfen eindrückenden Schieber (H5J mittelst der Schubschienen (P)1 die in den Haltern (F5) des Stempels (G5) geführt sind, während letzterer seine Bewegung durch die Schubschienen (M5) und die durch deren Schlitze beeinflufsten Arme (P5) erhält (Fig. 39 bis 42).
Die Vorrichtung zum Zeichnen und Ausstofsen der fertigen Patronen, bestehend aus dem von der centralen Stange .(F) bewegten Ausstofser (C6) und dem stellbaren Typendruckstempel (P) mit Farbrolle (J6), deren Arme (K6) bei (L6) derart nach-, giebig gelagert sind, dafs die Rolle beim Niedergang des Ausstofsers (C6) über die Fläche des Druckstempels (I6) streicht, wobei die Federn (M6) die Farbrolle (J6) dicht an den Druckstempel halten und sie beim Rückgange des Ausstofsers zurückführen (Fig. 43 bis 45).
Die Bewegung der die Patronenhülsen dicht über dem Schlufspfropfen eindrückenden Schieber (H5J mittelst der Schubschienen (P)1 die in den Haltern (F5) des Stempels (G5) geführt sind, während letzterer seine Bewegung durch die Schubschienen (M5) und die durch deren Schlitze beeinflufsten Arme (P5) erhält (Fig. 39 bis 42).
Die Vorrichtung zum Zeichnen und Ausstofsen der fertigen Patronen, bestehend aus dem von der centralen Stange .(F) bewegten Ausstofser (C6) und dem stellbaren Typendruckstempel (P) mit Farbrolle (J6), deren Arme (K6) bei (L6) derart nach-, giebig gelagert sind, dafs die Rolle beim Niedergang des Ausstofsers (C6) über die Fläche des Druckstempels (I6) streicht, wobei die Federn (M6) die Farbrolle (J6) dicht an den Druckstempel halten und sie beim Rückgange des Ausstofsers zurückführen (Fig. 43 bis 45).
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46594C true DE46594C (de) |
Family
ID=321691
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT46594D Expired - Lifetime DE46594C (de) | Maschine zum Laden und Zeichnen von Schrot-Patronen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46594C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1017951B (de) * | 1953-09-10 | 1957-10-17 | Haut Rhin Manufacture Machines | Automatische Patronenlademaschine |
-
0
- DE DENDAT46594D patent/DE46594C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1017951B (de) * | 1953-09-10 | 1957-10-17 | Haut Rhin Manufacture Machines | Automatische Patronenlademaschine |
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