DE464723C - Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen, gerbend wirkenden Kondensationsprodukten aus Derivaten von aromatischen o-Oxycarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen, gerbend wirkenden Kondensationsprodukten aus Derivaten von aromatischen o-Oxycarbonsaeuren

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DE464723C
DE464723C DEI27492D DEI0027492D DE464723C DE 464723 C DE464723 C DE 464723C DE I27492 D DEI27492 D DE I27492D DE I0027492 D DEI0027492 D DE I0027492D DE 464723 C DE464723 C DE 464723C
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DE
Germany
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water
soluble
esters
condensation products
acid
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Expired
Application number
DEI27492D
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English (en)
Inventor
Dr Oskar Spengler
Dr Alfred Thurm
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • C07G99/002Compounds of unknown constitution containing sulfur

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen, gerbend wirkenden Kondensationsprodukten aus Derivaten von aromatischen o-Oxycarbonsäuren Bekanntlich werden die Ester der Salicylsäure bei der Sulfonierung unter der Einwirkung des Reaktionswassers in ihre Komponenten aufgespalten. So werden z. B. nach C o h n (Journ. f. prakt. Chemie, 61, S. 545) die Phenylester oder Naphthylester der Salicylsäure durch konzentrierte Schwefelsäure glatt verseift, wobei Phenolsulfosäure bzw. Naphthosulfosäure und Salicylsäure oder Sulfosalicylsäure, j e nach den Reaktionsbedingungen, entstehen: Die Salicylide, Disalicylid, Tetrasalicylid, Poly salicylid, die die inneren Ester der Salicylsäure darstellen, geben mit konzentrierter Schwefelsäure Sulfosalicylsäure (vgl. Patentschrift 134 234).
  • Das Anhydrid der p-Oxybenzoesäure wird durch konzentrierte oder rauchende Schwefelsäure in p-Oxybenzoesulfosäure verwandelt (vgl. Journ. f. prakt. Chemie, N. F. 28, S. i94).
  • Wie nun gefunden wurde, erhält man ganz neue Produkte, wenn man die Sulfonierung von Estern der o-Arylcarbonsäuren so leitet, daß eine Verseifung durch entstehendes Reaktionswasser nach Möglichkeit verhindert wird, indem man solche Sulfonierungsmittel wählt, die selbst mit entstehendem Reaktionswasser zu reagieren vermögen, und indem man weiterhin, entgegen den üblichen Verfahren, das Sulfonierungegemisch unter Vermeidung eines Überschusses an diesem zu den zu sulfonierenden Estern gibt. Als Sulfonierungsmittel kommen Chlorsulfonsäure, Pyroschwefelsäure, Oleum und andere Gemische in Betracht.
  • Die Reinigung der Ester oder die Entfernung des Veresterungsmittels ist für die Durchführung der Reaktion nicht immer notwendig.
  • Das Verfahren läßt sich auch auf die Kondensationsprodukte, die gemäß den AngabeA der Patentschrift 416 389 und dem Verfahren des Zusatzpatents 451735 erhalten werden und die u. a. auch Ester von Oxyarylcarbon= säuren enthalten, ausdehnen. Man kann die nach diesen Verfahren erhältlichen Kondensationsprodukte noch einer besonderen Behandlung mit Sulfonierungsmitteln der oben gekennzeichneten Art unterwerfen. Man kann aber auch so arbeiten, daß man die Kondensation mit geringeren Mengen von Oxyarylcarbonsäuresulfochloriden ausführt, als zur Gewinnung von völlig wasserlöslichen Produkten notwendig sind, und danach diese Produkte mit Sulfonierungsmitteln wie oben bis zur Wasserlöslichkeit behandelt.
  • Die nach dem neuen Verfahren gewonnenen Produkte stellen, ähnlich wie die, welche nach dem Verfahren der Patentschrift 416 389 und ihrem Zusatz erhalten werden, in der Mehrzahl hygroskopische, bei Zimmertemperatur spröde Stoffe von harzartigem Charakter dar, die sich unter Bildung kolloidaler Lösungen leicht in Wasser lösen. Salze der Alkalien fällen harzige, klebrige Massen aus, die sich beim Verdünnen wieder lösen.
  • Die Produkte sind Gerbstoffe von recht guten Eigenschaften. Sie fällen stark Gelatine und verwandeln die tierische Haut in weiße oder mehr oder weniger gefärbte Leder von guter Fülle und von großer Weichheit. Durch geeignete Reinigungsmethoden lassen sich die Eigenschaften in günstiger Weise ändern.
  • Beispiel i Zu 21 Teilen Salicylsäurephenylester' gibt man unter Rühren bei i4o bis 16o° tropfenweise Chlorsulfonsäure. Die dünnflüssige Schmelze färbt sich zunächst hellgelb, wird dann dicker und nimmt eine rotgelbe Farbe an. Bei der Reaktion wird Salzsäure frei. Man hört mit der Zugabe von Chlorsulfonsäure auf, sobald sich eine Probe der Schmelze klar im Wasser löst. Das ist nach Zugabe von 13 bis 16 Teilen der Fall.
  • Man erhält eine gelbrote, harzartige; hygroskopische Masse, die bei der Reaktionstemperatur plastisch, bei Zimmertemperatur spröde ist, so daß sie sich bequem zerkleinern läßt. Sie löst sich sehr leicht mit roter Farbe in Wasser.
  • Beispiel e Man verwendet statt des Phenylesters den entsprechenden ß-Naphthylester der Salicylsäure. Man braucht für 26,4 Teile des Esters io bis 13 Teile Chlorsulfonsäure und erhält eine braungefärbte Masse, die sich rotbraun mit roter Fluoreszenz in Wasser löst.
  • Beispiel 3 Zu ig Teilen Acetylsalicylsäure gibt man bei 16o bis r7o° io bis 12 Teile Chlorsulfonsäure. Die tief dunkelgelb gefärbte, spröde Masse löst sich leicht mit dunkelgelber Farbe in Wasser. Beispiel 4 26 Teile Salicylosalicylsäure werden bei i 5o bis i 7o° mit f i bis 13 Teilen Chlorsulfonsäure sulfoniert. Das schwach gelb gefärbte, spröde Produkt löst sich farblos mit geringer Opaleszenz in Wasser.
  • Beispiel 5 Man schmilzt in einem Gefäß mit Rührer und Rückflußkühler 14 Teile Salicylsäure und läßt zur Schmelze unter Rühren i2 Teile Thionylchlorid tropfen. Sobald das Thionylchlorid verbraucht ist, gibt man bei iSo bis i7o° allmählich 3 Teile 65prozentiges Oleum zu. Das schwach gelb gefärbte Produkt löst sich leicht in Wasser.
  • Erhöht man die Thionylchloridmenge bei der Salicyliddarstellung oder vermindert man die Cleummenge bei der Sulfonierung, so erhält man nicht hygroskopische Produkte, die sich erst in der Hitze leicht in Wasser lösen, ohne sich beim Abkühlen wieder auszuscheiden.
  • Beispiel 6 Man verwendet statt Salicylsäure des Beispiels 5 15 Teile eines Gemisches der 3 aus Rohkresol erhältlichen Homosalicylsäuren. Die Kresotide werden nach Zugabe von etwa 5 Teilen Chlorsulfonsäure wasserlöslich. Die Eigenschaften der Produkte sind ähnlich wie die der Produkte im Beispiel 5.
  • Bei-spitl 7 Man kocht unter Rückfluß ein Gemisch von 14 Teilen Salicylsäure, 6 Teilen Toluol und 6 Teilen Phosphoroxychlorid i bis 2 Stunden lang bis zum Verbrauch des Phosphoroxychlorids. Das Toluol destilliert man ab und treibt zur völligen Entfernung des Lösungsmittels die Temperatur bis auf 17o°. In die Schmelze tropft man alsdann bei 17o bis rgo° 4 bis 5 Teile Chlorsulfonsäure ein, bis eine Probe sich klar im Wasser löst.
  • Man erhält eine stark hygroskopische, gelbrot gefärbte, spröde Masse, die sich rosa in Wasser löst. Durch Reduktionsmittel läßt sich die Farbe aufhellen.
  • Beispiel 8 Man erhitzt unter Rühren ein Gemisch von 15 Teilen Salicylsäuresulfochlorid und 6 Teilen ß-Naphthol. Bei etwa 16o bis 17o° setzt die Reaktion unter Aufschäumen und Entbindung von Chlorwasserstoff ein. Nachdem sich die Schmelze wieder beruhigt hat, gibt man i bis 2 Teile Oleum, 65prozentig, zu. Das grünlichschwarze Produkt löst sich grünlichbraun in Wasser. Beispiel 25 Teile Kresotinsäuresulfochlorid werden mit 16 Teilen Salicylsäure auf 165 bis 17S0 erhitzt, bis die Chlorwasserstoffentwicklung beendigt ist und die dünnflüssige Schmelze anfängt, dick zu werden. Das nur unvollständig in Wasser lösliche Produkt wird durch Zugabe von etwa 6 Teilen Chlorsulfonsäure völlig löslich.
  • Beispiel io Man verschmilzt in- der Weise wie in Beispiel 9 angegeben ist, q. Teile Salicylsäuresulfochlorid mit 5 Teilen Polysalicylid und macht bei 17o bis i8o° durch Sulfonieren mit etwa i Teil Chlorsulfonsäure wasserlöslich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen, gerbend wirkenden Kondensationsprodukten aus Derivaten von aromatischen o-Oxycarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ester von o-Oxyarvlcarbonsäuren bei erhöhter Temperatur in der Weise sulfoniert, daß man sie mit so viel eines Sulfonierungsgemisches behandelt, daß gerade der gewünschte Grad der Wasserlöslichkeit erreicht wird, und solche Sulfonierungsmittel verwendet, die entstehendes Reaktionswasser chemisch binden. a. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle der Ester von o-Oxyarylcarbonsäuren die nach dem Verfahren des Patents 416 389 und des Zusatzpatents 451 735 erhältlichen Kondensationsprodukte verwendet. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle der Ester von o-Oxyarylcarbonsäuren die durch Behandlung von aromatischen Oxyverbindungen oder ihren Derivaten oder Oxyarylcarbonsäuren oder deren Estern mit einer zur Gewinnung wasserlöslicher Produkte unzureichenden Menge eines Oxyarylcarbonsäuresulfochlorids erhältlichen Kondensationsprodukte verwendet.
DEI27492D 1926-02-24 1926-02-24 Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen, gerbend wirkenden Kondensationsprodukten aus Derivaten von aromatischen o-Oxycarbonsaeuren Expired DE464723C (de)

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