DE464554C - Verfahren zur Aufarbeitung von Abfallprodukten der Sojabohnenoelgewinnung - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von Abfallprodukten der Sojabohnenoelgewinnung

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DE464554C
DE464554C DER55082D DER0055082D DE464554C DE 464554 C DE464554 C DE 464554C DE R55082 D DER55082 D DE R55082D DE R0055082 D DER0055082 D DE R0055082D DE 464554 C DE464554 C DE 464554C
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DE
Germany
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lecithin
oil
soybean oil
waste products
processing waste
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Expired
Application number
DER55082D
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English (en)
Inventor
Friedrich Boedecker
Richard Rosenbusch
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Honeywell Riedel de Haen AG
Original Assignee
JD Riedel AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/10Phosphatides, e.g. lecithin
    • C07F9/103Extraction or purification by physical or chemical treatment of natural phosphatides; Preparation of compositions containing phosphatides of unknown structure

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  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Aufarbeitung von Abfallprodukten der Sojabohnenölgewinnung Bei der Gewinnung von Sojabohnenöl fallen graße Mengen öldurchtränkter fettiger Emulsionen ab. Eine Untersuchung dieser Produkte ergab, daß sie hauptsächlich aus Öl, Lecithin, Schleimstoffen, phytinartigen Phosphatiden und Wasser bestehen. Aus derartigen Gemischen die einzelnen Bestandteile abzuscheiden, erschien in Anbetracht der .erwähnten Zusammensetzung der Emulsionen sehr schwierig.
  • Es gelingt aber, wie gefunden wurde, auf die Weise, daß man der Masse zunächst das Wasser möglichst vollständig entzieht; ist dieses erst beseitigt, so lassen sich Lecithin, Öl und die Schleimstoffe, welche noch Phosphatide anderer Art als Lecithin enthalten, vorzüglich trennen, da diese letzteren, wie gefunden wurde, zwar in wäßrigem Alkohol, namentlich in Gegenwart von Lecithin, nicht unerheblich, in Alkohol selbst dagegen nahezu unlöslich sind.
  • Beispiel r.
  • t oo kg des lecithinhaltigen - Rohprodukts werden im Vakuum durch Erwärmen bei 40 bis 5o°, zweckmäßig in einer eisernen Rührvorrichtung, von Wasser befreit; alsdann extrahiert man bei gewöhnlicher Temperatur mit etwa der dreifachen Menge Methylalkohol. Hierbei geht nahezu das gesamte Lecithin, nicht aber das vorhandene Öl und die erwähnten Schleimstoffe, in Lösung, so daß man nach Abdestillieren des Alkohols 35 kg eines So- bis goprozentigen Lecithins erhält, das für die meisten Verwendungs: zwecke ahne weiteres brauchbar ist. Gegebenenfalls lassen sich die letzten Spuren von Öl in bekannter Weise entziehen. Dem unlöslichen Rückstand können durch Extraktion mit zoo kg Aceton etwa 30 kg Öl entzogen werden. Man kann aber auch derart verfahren, daß man das Wasser aus der Masse durch Aceton entfernt, wobei man gleichzeitig das gesamte Öl extrahiert. Dem acetonunlöslichen Rückstand, der in der Hauptsache ebenfalls Phosphatide enthält, kann man durch Behandlung mit Alkohol alsdann das Lecithin entziehen.
  • Beispiele. 7 5 Teile des Rohprodukts werden wiederholt mit insgesamt 25o Teilen Aceton bei gewöhnlicher Temperatur verrührt. Alsdann extrahiert man den Rückstand zwei- bis dreimal mit je 4o Teilen möglichst wasserfreiem Äthylalkohol. Nach Abdestillieren des Alkohols hinterbleiben 25 Teile Lecithin, während aus dem Acetonauszug 2o Teile eines sich ausgezeichnet für technische Zwecke;, z. B. zur Seifenfabrikation, eignenden Öls gewonnen werden.
  • Das nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene Lecithin weist einen angenehmen aromatischen Geruch auf und stimmt sowohl hinsichtlich seiner Zusammensetzung als seiner Jodzahl usw. mit Eigelb-Lecithin überein.

Claims (2)

  1. PATtNTANSPRÜCIIE: i. Verfahren zur Aufarbeitung von Abfallprodukten der Sojabohnenölgem2nnung, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst das Wasser aus der Masse entfernt, indem man sie im Vakuum erwärmt, und alsdann das Lecithin mit Methylalkohol extrahiert, wodurch Öl und Schleimstoffe im Rückstand bleiben, die wiederum durch Behandlung mit Aceton getrennt werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Entwässerung. gleichzeitig mit der Abscheidung des Öls durch Behandlung der Masse mit Aceton durchführt, worauf man das Lecithin von den Schleimstoffen durch Extraktion mit Methyl- oder Äthylalkohol trennt.
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