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Farbbandgabelantrieb für kraftangetriebene Schreibmaschinen Bei den
bisher üblichen kraftangetriebenen Schreibmaschinen wird die Farbbandgabel in die
Abdruckstellung mit Hilfe der Universalschiene gebracht, welche durch die Tasten-
oder Typenhebel bewegt wird. Hierdurch entsteht der Nachteil, daß das Anheben vom
Anschlag abhängig ist, also von der Kraft oder Gewandtheit des Schreibenden. Um
diesen Nachteil zu beseitigen, bringt nach der Erfindung ein vom Motor angetriebener
Teil, welcher den Typenanschlag bewirkt, unmittelbar die Farbbandgabel in die Druckstellung.
Der Vorteil dieser Anordnung liegt auch darin, daß es möglich ist, ein schmales
Farbband zu verwenden, da dieses immer sicher in die richtige Lage gebracht wird.
Ferner ist es trotz dieses schmalen Farbbandes möglich, verschiedene nebeneinanderliegende
Farben in sicherer Weise zum Abdruck zu bringen.
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Eine besonders einfache Ausbildung wird dadurch erreicht, daß mit
der Typenhebelantriebsschiene eine Stoßschiene in Verbindung steht, deren als Gabel
mit in waagerechten Ebenen zueinander versetzten Schenkeln ausgebildetes freies
Ende auf einen an der Farbbandgabel angreifenden Winkelhebel wirkt. In der Zeichnung
zeigt: Abb. i den Farbbandgabelantrieb in der ormallage, Abb. 2 bei Umschaltung,
und Abb. 3, 4 und 5 zeigen Einzelteile.
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Die Bewegung der Typenhebel i in die Druckstellung erfolgt mit Hilfe
einer Antriebsschiene 24, die durch eine Federe gegen einen durch die Taste in die
Bahn der Schiene 24 gebrachten Lenker 3 stößt. Mit Hilfe des Motorantriebes wird
die Schiene 24 unter Spannung der Feder :2 wieder zurückgezogen.
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Die wie üblich lotrecht auf und ab bewegte Farbbandgabe127 ist drehbar
und einstellbar mit dem nach vorn hin sich erstreckenden Arm 28 eines Winkelhebels
verbunden, der auf einem Zapfen 29 gelagert ist und dessen anderer Arm 3o sich abwärts
erstreckt. Der Zapfen 29 sitzt an dem vorderen Ende einer Stange 31, die ihrerseits
wieder gelenkig an einem nach vorn hin sich erstreckenden Ansatz.32 angeschlossen
ist, der unbeweglich an einem starren Teil 35 des Rahmens der Feder 2 befestigt
ist.
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An dem Ansatz 35 ist eine Stoßstange 34 drehbar angeschlossen, deren
vorderes Ende gegen die hintere Kante des Armes 3o des Winkelhebels stößt. Wenn
die Antriebsschiene 24 durch die Feder 26 zwecks Ausführung ihres Arbeitshubes nach
vorn gestoßen wird, dreht die Stoßstange 34 den Arm 3o des Winkelhebels nach vorn,
wodurch das Farbband in die Drucklage gehoben wird. Bei der Rückwärtsbewegung der
Antriebsschiene 24 in die unwirksame Lage nimmt sie die Stoßstange 34 rückwärts
mit, wobei die Farbbandgabel sowie der Winkelhebel 28 zufolge ihres Gewichts in
die Normallage zurückkehren. Diese Rückwärtsbewegung kann durch eine Rückzugfeder
36
unterstützt sein, welche zwischen einem Ansatz an der Stange
3 i und einem Lappen an einem nach hinten hin sich erstreckenden Ansatz des waagerechten
Armes 28 des Winkelhebels vorgesehen sein kann. Diese Feder 36 dient nicht nur dazu,
die Rückwärtsbewegung der Teile in die Normallage möglichst schnell zu bewirken,
sondern auch als Puffer zu wirken, um den Stoß der Stange 34 gegen den Winkelarmhebel3o
entsprechend abzuschwächen. Mit Hilfe dieser sehr einfachen Vorrichtung wird die
Farbbandgabel in die Drucklage mit unbedingter Sicherheit jedesmal gebracht, sobald
eine Drucktaste niedergedrückt wird. Es wird hierbei der Gefahr vorgebeugt, daß
die Type an der Farbwalze anschlägt, bevor das Farbband die Drucklage an der Druckwalze
angenommen hat.
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Um die Farbbandgabel höher zu heben, sobald die Papierwalze bei der
Umschaltung angehoben wird, ist die Stoßstange 34 durch eine Stange 38 mit der Stange
31 verbunden, welche durch eine Zugstange 39 mit dem umschaltbaren Papierwagen inVerbindung
steht. Wenn also die Papierwalze umgeschaltet wird, wird auch die Farbbandgabel
mit angehoben.
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Zur Anwendung eines mehrfarbigen Farbbandes ist die Stoßstange 34
in bekannter Weise an ihrem freien Ende als Gabel mit in verschiedenen waagerechten
Ebenen versetzten Schenkeln 44 ausgebildet. Der seitliche Abstand der Schenkel ist
so groß; daß der Arm 30 zwischen die Schenkel treten kann. Wenn die Stoßstange
34 seitlich in die Lage nach Abb. 4 verschoben wird, gehen die beiden Schenkel 44
beim Vorwärtshube der Stoßstange 34 an den beiden Seiten des Winkelhebelarmes
30 vorbei, so daß keine Bewegung des Hebels erfolgt. Diese Einrichtung findet
Anwendung beim Beschreiben von Wachsschablonen. Wenn die Stoßstange in die Lage
nach Abb. 3 seitwärts nach rechts hin bewegt wird, so stößt der eine der Schenkel
44 an den Arm 30 des Winkelhebels, und zwar an einer Stelle, die vom
Drehzapfen 29 des Hebels am weitesten entfernt liegt. Hierbei wird die Farbbandgabel
nur so weit angehoben, daß die obere Farbzone des Farbbandes in die Drucklage gelangt.
Wenn dagegen die Stoßstange weit genug nach links geschwenkt wird, so daß der obere
Schenkel 44 in Wirksamkeit tritt (Abb. 7), wobei die Bewegungsstelle sich mehr in
der Nähe des Drehzapfens 29 befindet, so ergibt sich eine größere Bewegung des Winkelhebels,
demzufolge die Farbbandgabel so angehoben wird, daß die untere Farbzone des Farbbandes
in die Druckstellung tritt.
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Um der Stoßstange 34 zu gestatten, seitlich um ihren Drehzapfen verschwenkt
zu werden, ist sie mit entsprechendem Spielraum gelagert. Zur Verschiebung der Stoßstange
nach der Seite hin ist sie mit einem Ansatz 45 versehen, welcher in den unteren
gegabelten Teil 46 an einer verschiebbaren Einstellstange 47 eingreift.