DE45657C - Neuerung an dem unter Nr. 41 301 patentirten Carburir- oder Gaserzeugungsapparate - Google Patents

Neuerung an dem unter Nr. 41 301 patentirten Carburir- oder Gaserzeugungsapparate

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DE45657C
DE45657C DENDAT45657D DE45657DA DE45657C DE 45657 C DE45657 C DE 45657C DE NDAT45657 D DENDAT45657 D DE NDAT45657D DE 45657D A DE45657D A DE 45657DA DE 45657 C DE45657 C DE 45657C
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R. S. LAWRENCE in Nr. 871 Preston Street in Philadelphia, Pensylvania, V. St. A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J1/00Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis
    • C10J1/02Carburetting air
    • C10J1/06Carburetting air with materials which are liquid at ordinary temperatures
    • C10J1/08Carburetting air with materials which are liquid at ordinary temperatures by passage of air through or over the surface of the liquid
    • C10J1/10Carburetting air with materials which are liquid at ordinary temperatures by passage of air through or over the surface of the liquid with the liquid absorbed on carriers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen an den unter No. 41301 patentirten Carburir- und Gaserzeugungsapparaten. Solche Apparate sind an ihrem oberen Theil mit einer Condensationskammer ausgestattet, in welcher das Gas, bevor es den Apparat verläfst, von einem aufgenommenen. Ueberschufs an Carburirungssubstanz völlig befreit wird, wodurch die infolge von nachträglicher Condensation in der weiteren Leitung bei Carburir- und Gaserzeugungsapparaten sich zeigenden Unzuträglichkeiten vermieden werden. Direct in diese Kammer führt ein Zuleitungsarm für das zu carburirende Gas oder für die zu carburirende Luft, um durch eventuelle Zuleitung von uncarburirtem Gas oder uncarburirter Luft zu dem in die Condensationskammer gelangenden, mit Carburirflüssigkeit gesättigten oder übersättigten Gas den Gehalt desselben an Carburirflüssigkeitsdampf in leichter Weise reguliren und so besondere Reinigungs-, Misch- und Verbesserungsapparate entbehren zu können und ein für Leuchtzwecke selbst in den weitesten Brennern, und auch für Heizzwecke rauchfrei brennendes Gas zu erhallen. Dieses, besonders die Regulirurig des Gehaltes des Gases oder der Luft an Carburirflüssigkeit, war bei dem durch Patent No. 41301 nur durch entsprechende Wahl des zu carburirenden Gases und der Carburirungsflüssigkeit und dann auch nur in unvollkommenem Mafse möglich, während durch die neue Einrichtung jederzeit durch einfache Hahnstellung ~ ein stark oder schwach leuchtendes Gas je nach Bedarf und zum sofortigen Gebrauch erhalten werden kann, ohne Aenderung in der Wahl der Substanzen. Für Bethätigung des Ventils ist nach vorliegender Erfindung die Einrichtung derart getroffen, dafs es nicht nöthig ist, die Führung durch die Decke des Reservoirs zu leiten, so dafs auf diese Weise eine Veranlassung für Undichtheiten, durch welche Dämpfe entweichen könnten, vermieden und zugleich die Benutzung eines einzigen Reservoirs für mehrere Apparate mit Leichtigkeit ermöglicht wird.
• Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Neuerungen sind in ihren Einzelheiten und ihrer Combination auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und zwar stellt Fig. ι einen Carburir- oder Gaserzeugungsapparat in verticalem Längsschnitt in der Längsachse desselben mit theilweiser Ansicht dar, Fig. 2 denselben Apparat in die Anordnung .der Rohre veranschaulichender Seitenansicht; Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt nach x-x der Fig. ι und 2, Fig. 4 eine untere Ansicht des Sammel- oder Gasableitungsrohres und der Gaszuleitungsabzweigung, Fig. 5 ebenfalls eine untere Ansicht des Gaszuleitungs- bezw. Gasvertheilungsrohres, Fig. 6 eine perspectiyische Ansicht der Pfannen, Fig. 7 eine solche des Verbindungsrohrstückes zwischen den runden
und vierkantigen Rohren, und Fig. 8 endlich ebenfalls eine perspectivische Ansicht eines Trägers für Rohre und Pfannen.
Fig. i, 6, 7 und 8 sind in etwas gröfserem Mafsstabe gezeichnet als die Fig. 2, 3, 4 und 5.
Der Generator A ist aus Kupfer oder einem anderen geeigneten Material gefertigt und mit einem absorptionsfähigen Material, z. B. mit der unter, der Bezeichnung «Excelsior« be-, kannten, kurzgeschnittenen Holzwolle beschickt. Auf der Decke des Generators ist ein Reservoir B von gleichem Querschnitt angeordnet, dessen Boden stark genug ist, um das Gewicht des Oeles zu ertragen. In dieses Reservoir wird das OeI durch einen von den beiden Absperrhähnen b eingefüllt, von welchen der zweite zur Ableitung für das Gas dient, das durch eine geeignete Verbindung in den Vorrathsbehälter zurückgeführt werden kann. Jeder Absperrhahn ist mit einem kurzen Rohr b1 ausgestattet und jedes dieser Rohre an seinem Aufseilende mit einer Kappe verschraubt, welche zwecks einer erforderlichen Verbindung entfernt werden kann.
In der Reservoirdecke ist eine ein Schraubengewinde besitzende Oeffnung-angebracht,'welche grofs genug ist, dafs ein Mann mit dem Arm bequem hindurchreichen kann, und welche mit einem Schraubenverschlufs ρ versehen ist.
Auf dem Reservoir B ist eine mit Klappdeckel c verschliefsbare Kammer C angeordnet, welche zur Abdichtung der Absperrhähne b und der Oeffhung 0 mit Wasser angefüllt ist, um so ein Entweichen von Gas aus dem Reservoir zu verhindern.
In der Längsachse des Apparates befindet sich eine zweckmäfsig ungefähr 125 mm starke hohle Säule D, welche in die Nähe des Bodens desselben reicht. Das obere Ende ist mit einer Kappe d verschraubt, während das untere Ende in eine mit Trägerfüfsen d2 ausgestattete Mutter d1 eingeschraubt ist. Diese hohle Säule D ist dazu bestimmt, den Pfannen als Unterstützung und zur Aufnahme des Ventilmechanismus zu dienen in von der durch Patent No. 41301 gekennzeichneten wesentlich verschiedenen Anordnung, zur Vermeidung von Undichtheiten, hervorgerufen durch die Hebelanordnung des genannten Apparates. Durch das in dem Hohlraum der Säule D angeordnete und an derselben befestigte, ungefähr 13 mm starke Rohr E führt die an dem einen Ende mit dem hohlen, aus Kupfer gefertigten Schwimmer F verbundene Stange f1. Der Schwimmer F ist mit einem Schirm f aus Draht umgeben. Das andere Ende der Stange/1 ist mit dem einen Ende eines Hebels/2 drehbar verbunden, dessen anderes Ende drehbar eine rechtwinklig gebogene Stange g trägt, deren verticaler Theil in dem Hohlraum der Säule sich befindet, während der rechtwinklig abgebogene Theil dieser Stange durch einen Schlitz d3 der Säule D führt. Mit dem Ende dieses äufseren Theiles der Stange g ist ein röhrenförmiges Stück g 1 verbunden, welches in seinem Innern Schraubenwindungen besitzt, behufs Aufnahme einer Ventilspindel g2, die durch die Oeffhung eines Ventilsitzes bs führt und an ihrem oberen Ende ein in den Ventilsitz b3 genau eingepafstes Korkventil G trägt. Durch diese Einrichtung wird vermieden, dafs die Reservoirdecke behufs Einführung bezw. Bethä'tigung des Ventils durchbrochen wird und dafs bei geschlossenem Ventil aus dem Reservoir keine Dämpfe entweichen können. Da aus diesem Grunde aber auch kein OeI übersteigen kann, so wird es dadurch für die Benutzung mehrerer Carburirapparate möglich, die Reservoirs sämmtlicher Apparate 'von einem Hauptbehälter aus zu füllen.
Ferner kann durch die Anordnung der Oeffnung 0 das Ventil G sowohl wie auch die Stange g durch den Schlitz in der Säule D entfernt werden.
In dem Carburirbehälter A sind mehrere viereckige, ungefähr 65 mm hohe Pfannen H angeordnet, deren äufserer Durchmesser in der einen Richtung mit dem inneren Durchmesser des genannten Behälters übereinstimmt, dagegen in der um go° von dieser verschiedenen Richtung kleiner als der entsprechende innere Durchmesser des Carburirbehälters ist. Infolge dieser Mafsverhältnisse kann man die Pfannen mit drei Seiten an die Innenseite des Carburirbehälters anlegen, mit welchen sie auch an dieselbe festgenietet und festgelöthet werden, während zwischen der vierten Pfannen- und der vierten Behälterseite ein Zwischenraum h bleibt. Die Pfannen werden in gewissen Abständen über einander derart angeordnet und in dem Carburirapparat befestigt, dafs die Oeffnungen h sich auf der einen und auf der gegenüberliegenden Seite abwechseln. Die an dieser Oeffnung befindliche Seitenwand h1 der Pfanne ist höher als die drei anderen an der Innenseite des Carburirbehälters A befestigten Seitenwände. Um die Pfannen über die Säule D, an welcher dieselben befestigt werden, schieben zu können, sind die Pfannenboden an entsprechender Stelle mit passender Oeffnung h2 versehen. Von dem Oberrande der höheren Pfannenseitenwände nach der gegenüberliegenden Innenwand des Carburirgefäfses sind Drahtnetzwände h 3 gezogen, um den Faserfüllstoff im Apparat in seiner Lage zu erhalten. Die oberste Pfanne, welche als Vertheilungspfanne für die Carburirflüssigkeit dient, ist — was als wesentliche Verbesserung des unter Patent No. 41301 patentirten Apparates anzusehen ist, indem dadurch die Condensationskammer bezüglich ihrer Temperatur nicht von dem übrigen Apparat beeinfiufst wird,— mit einem die Wärme
schlecht leitenden Material, vorzugsweise mit Holzkohle, gefüllt und bildet gewissermafsen die Unterwand der Condensationskammer /, deren Decke von dem Boden des Reservoirs B gebildet wird. Ueber dieser Pfanne ist eine Drahtgazedecke gezogen. Unmittelbar unter der untersten Pfanne ist das von Stützen t, welche durch Fig. 8 veranschaulicht sind, getragene vierkantige Gas- bezw. Luftvertheilungsrohr J angeordnet. Dieses Rohr ist auf seiner Unterseite derart perforirt, dafs die Perforationen mit der Entfernung von dem Eintritt an Gröfse oder Zahl wachsen, um das Gas oder die Luft an allen Stellen (mit Rücksicht darauf, dafs der Druck in dem Rohr mit wachsender Entfernung von dem Eintritt abnimmt) möglichst gleichmäfsig aus diesem Vertheilungsrohr J aus- und in den Carbidbehälter einströmen zu lassen. Da die Perforationen sich auf der Unterseite des Rohres befinden, so können alle Niederschläge in demselben durch diese Oeffnungen leicht aus dem Rohr hinausgelangen. Da das Vertlieilungsrohr J vierkantig ist, so wird dasselbe mit dem runden Gas- bezw. Luftzuführungsrohr durch ein hohles, theilweise vierkantiges, theilweise rundes Rohrstück K verbunden, in dessen runden Theil ein Schraubengewinde eingeschnitten ist, um in das runde Zuleitungsrohr eingeschraubt zu werden. Ein solches · Verbindungsstück K ist durch Fig. 7 dargestellt. Das Vierkantende dieses Stückes ist in dem Vertheilungsrohr J festgelöthet.
In der Condensationskammer / ist eine an den Innenwandungen des Carburirbehälters aufgelagerte perforirte Vertheilungsplatte L angeordnet. Hierdurch wird der aufsteigende Gasstrom in viele kleine Strahlen zertheilt und eine bessere Mischung des Gases bewirkt.
Unmittelbar unter dem Reservoirboden befindet, sich ebenfalls im Vierkantrohr M, das Sammelrohr, welches auf gleichen. Stützen t ruht wie das Vertheilungsrohr J, nur dafs die Stützen dieses Rohres auf dem Carburirbeliälterboden, die des Sammelrohres auf dem Boden der obersten Pfanne ruhen. Letzteres ist ebenfalls auf seiner Unterseite perforirt und mit dem Gasableitungsrohr in gleicher Weise verbunden, wie das Vertheilungsrohr mit dem Gaszuleitungsrohr. Das Sammelrohr und das Vertbeilungsrohr sind entsprechend dem viereckigen Querschnitt des Carburirbehälters in Viereckform gelegt, ebenso auch das Nebenvertheilungsrohr N, welches, vierkantig, unmittelbar unter dem Sammelrohr angeordnet und in gleicher Weise unterstützt ist. Dieses Nebenvertheilungsrohr steht mit einer Abzweigung N1 des Hauptzuleitungsrohres durch ein ebenso wie die beschriebenen Verbindungsstücke k geformtes Rohrstück in Verbindung.
Dieses Nebenvertheilungsrohr, welches auf seiner Unterseite in gleicher Weise perforirt ist wie das Vertheilungsrohr J, hat den Zweck, in die Condensationskammer / direct Gas bezw. Luft einzuleiten. Genannte Rohre können auch anstatt des viereckigen runden Querschnitt besitzen.
Sämmtliche Pfannen ruhen gleich den Vertheilungs- und Sammelrohren auf Stützen t. Sämmtliche Stützen sind genau über einander angeordnet.
Die am Boden des Carburirbehälters und der Pfannen sich ansammelnden Unreinigkeiten werden durch sogenannte Reinigungsrohre E1, welche durch die Säulenwandung hindurch in dem Säulenhohlraum hochführen, durch Absaugen, z. B. durch eine Luftpumpe, weggeleitet. Diese Reinigungsrohre sind an ihrem oberen Ende behufs Verbindung mit der Absaugevorrichtung zweckmäfsig mit Gewinde versehen und könnten erforderlichenfalls mit Kappen verschlossen- sein.
Das Gas- bezw. Luftzuführungsrohr O führt an der Aufsenseite des Apparates entlang bis in die Nähe des Bodens, wo es an das Vertheilungsrohr derart angeschlossen wird, dafs das Verbindungsstück durch die Behälterwand führt. Das Sammelrohr M ist mit dem aufserhalb des Apparates befindlichen Gas-Ab- bezw. -Weiterleitimgsrohr P auf gleiche Weise Vermittelst eines Verbindungsstückes k verbunden. Die Rohre O und P sind durch ein Zwischenrohr Q mit einander verbunden.
Das Hauptzuleitungsrohr O ist mit ehiem Hahn 1, die Abzweigung desselben mit einem Hahn 2, das Ableitungsrohr P mit einem Hahn 3 und das Zwischenrohr Q mit einem Hahn 4 versehen.
Der ganze Apparat ist erforderlichenfalls, wie auch durch Fig. 1 veranschaulicht, mit einer Bekleidung versehen.
Der Betrieb gestaltet sich mit Hülfe des beschriebenen Apparates folgendermafsen:
Aus dem mit, meistens aus Kohlenwasserstofföl bestehender, Carburirflüssigkeit gefüllten Reservoir fliefst durch die Ventilöffnung OeI in die oberste Pfanne, wo dasselbe durch das Filtermaterial von seinen Verunreinigungen befreit wird. Sobald die Pfanne vollständig angefüllt ist, fliefst das überschüssige OeI über die erhöhte Seitenwand h1 in einem schwachen, breiten Strom durch die Oeffnung h, durchtränkt das Faserfüllmaterial, gelangt in die nächste Pfanne und, nachdem diese gefüllt ist, in eine weitere Pfanne, bis sich schliefslich, nachdem sämmtliche Pfannen gefüllt sind und der ganze Füllstoff durchtränkt ist, OeI auf dem Behälterboden ansammelt.
Ist die Menge des an dem Boden angesammelten Oeles genügend grofs geworden, so wird der Schwimmer F in die Höhe steigen und vermittelst der Schwimmerstange f1, des
Hebels /2 und der Stange g den Ventilkörper G nach unten ziehen und das Ventil schliefsen, so dafs Carburirfiüssigkeit nicht mehr zufliefsen kann. Sobald infolge genügender Verdunstung der Carburirfiüssigkeit der Schwimmer F sinkt, wird der Ventilkörper allmälig gehoben und das Ventil geöffnet, so dafs wieder Carburirfiüssigkeit in den Behälter A nachfliefsen kann.
Die zu carburirende Luft oder das betreffende Gas wird unter Druck durch Rohr O dem Vertheilungsrohr / zugeführt und durch dessen Perforationen in das Innere des Gasgenerators hineingeprefst. Da die Perforationen mit dem in dem Vertheilungsrohr abnehmenden Druck gröfser bezw. zahlreicher werden, so durchdringt die Luft oder das Gas in möglichst gleichmäfsiger Vertheilung das Innere des Gasgenerators oder des Carburirbehä'lters, und wegen der noch dazukommenden abwechselnden Anordnung der Oeffnungen k durchdringt das Gas bezw. die Luft den mit Carburirfiüssigkeit durchtränkten Füllstoff, gelangt schliefslich an der obersten Pfanne vorbei in den Condensationsraum und durch die perforirte Zwischenwand hindurch nach dem Sammelrohr und dem Ableitungsrohr.
Da .der Condensationsraum oben durch das Oelreservoir, unten durch die mit einem schlechten Wärmeleiter gefüllte Pfanne eingeschlossen ist, so ist es klar, dafs durch die infolge des eben beschriebenen Vorganges in dem Apparat erzeugte starke Verdunstung die Condensationskammer eine verhältnifsmäfsig sehr niedrige Temperatur besitzen und auch behalten wird. Infolge dessen kann eine Uebersättigung nicht eintreten bezw. mufs ein etwaiger Ueberschufs an verdampfter Carburirflüssigkeit sofort wieder condensirt werden, so dafs hierdurch ein Grund für eine rauchentwickelnde Verbrennung des so gewonnenen Gases wegfällt.
Will man z. B. dieses Gas zu Leuchtzwecken unter Anwendung sehr grofser Brenner benutzen und jede Möglichkeit des Rauchens vermeiden, so hat man nur nöthig, Hahn ι theilweise zu schliefsen und Hahn 2 theilweise zu öffnen, so dafs noch nicht carburirtes Gas oder solche Luft durch Rohr N1 und N direct in die Condensationskammer gelangt, sich mit dem carburirten Gase oder der carburirten Luft mengt und so ein weniger carburirtes Gas aus dem Apparat abgeleitet wird und zur Verwendung gelangt.
Durch diese eigenthümliche Anordnung ist man in der Lage, die Zusammensetzung des Gases nach seiner Verwendungsart und je nach der Beschaffenheit der vorhandenen Brenner bezw. Brennvorrichtungen zu reguliren, während man bisher genöthigt war, die Brenner gemäfs der Beschaffenheit des Gases einzurichten.
Man ist durch die Anordnung der Rohrabzweigung von dem Zuleitungsrohr und des Nebenvertheilungsrohres in der Condensationskammer in der Lage, je nach Bedarf den Gehalt des carburirten Gases oder der betreffenden Luft an Kohlenwasserstoff zu vermindern und das Gas so für jede Brennerart und Verwendung einzurichten; z. B. für Heizzwecke verwendet man reiches Gas ohne Benutzung des Nebenvertheilungsrohres, für Brenner dagegen unter Umständen ärmeres Gas unter Benutzung des Nebenvertheilungsrohres. Durch geeignete Handhabung des beschriebenen Apparates kann man rauchfreie Flammen von 6 bis 50 Lichtstärken •erzeugen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: An dem unter No. 4130 Γ geschützten Carburir- oder Gaserzeugungsapparate:
1. die Anordnung einer die Wärme schlecht' leitenden Filtrirschicht H als unterer Abschlufs der in dem oberen Theil des Apparates unterhalb des Reservoirs angeordneten Condensationskammer /;
2. die Anordnung eines Nebenvertheilungsrohres N N1 für uncarburirtes Gas oder uncarburirte Luft in der Condensationskammer, welches Rohr gespeist wird durch eine Abzweigung der Hauptzuleitung für Gas oder Luft;
3. die derartige Anordnung eines Schwimmers F in dem unteren Theil des Apparates, dafs von diesem Schwimmer eine Stange durch ein an der Innenwand der die Vertheilungspfannen unterstützenden hohlen Mittelsäule angebrachtes Rohr in den oberen Theil dieser Säule führt, wo diese Stange mit dem einen Ende eines Hebels drehbar verbunden ist, von dessen anderem Ende eine damit drehbar verbundene, rechtwinklig gebogene Stange abwärts und ' mit dem abgebogenen Theil durch einen in der Säulenwand angeordneten Schlitz aufserhalb des Säulenhohlraumes führt, wo dieser abgebogene Theil durch einen im Carburirflüssigkeitsreservoir am Boden desselben angeordneten Ventilsitz führt und an seinem Ende einen passenden Korkventilkörper trägt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT45657D Neuerung an dem unter Nr. 41 301 patentirten Carburir- oder Gaserzeugungsapparate Expired - Lifetime DE45657C (de)

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