DE45657C - Neuerung an dem unter Nr. 41 301 patentirten Carburir- oder Gaserzeugungsapparate - Google Patents
Neuerung an dem unter Nr. 41 301 patentirten Carburir- oder GaserzeugungsapparateInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen an den unter No. 41301 patentirten Carburir-
und Gaserzeugungsapparaten. Solche Apparate sind an ihrem oberen Theil mit einer Condensationskammer
ausgestattet, in welcher das Gas, bevor es den Apparat verläfst, von einem aufgenommenen. Ueberschufs an Carburirungssubstanz
völlig befreit wird, wodurch die infolge von nachträglicher Condensation in der weiteren Leitung bei Carburir- und Gaserzeugungsapparaten
sich zeigenden Unzuträglichkeiten vermieden werden. Direct in diese Kammer führt ein Zuleitungsarm für das zu
carburirende Gas oder für die zu carburirende Luft, um durch eventuelle Zuleitung von uncarburirtem
Gas oder uncarburirter Luft zu dem in die Condensationskammer gelangenden, mit Carburirflüssigkeit gesättigten oder übersättigten
Gas den Gehalt desselben an Carburirflüssigkeitsdampf in leichter Weise reguliren
und so besondere Reinigungs-, Misch- und Verbesserungsapparate entbehren zu können
und ein für Leuchtzwecke selbst in den weitesten Brennern, und auch für Heizzwecke rauchfrei
brennendes Gas zu erhallen. Dieses, besonders die Regulirurig des Gehaltes des Gases oder
der Luft an Carburirflüssigkeit, war bei dem durch Patent No. 41301 nur durch entsprechende
Wahl des zu carburirenden Gases und der Carburirungsflüssigkeit und dann auch nur in unvollkommenem Mafse möglich, während
durch die neue Einrichtung jederzeit durch einfache Hahnstellung ~ ein stark oder schwach
leuchtendes Gas je nach Bedarf und zum sofortigen Gebrauch erhalten werden kann, ohne
Aenderung in der Wahl der Substanzen. Für Bethätigung des Ventils ist nach vorliegender
Erfindung die Einrichtung derart getroffen, dafs es nicht nöthig ist, die Führung durch die
Decke des Reservoirs zu leiten, so dafs auf diese Weise eine Veranlassung für Undichtheiten,
durch welche Dämpfe entweichen könnten, vermieden und zugleich die Benutzung eines
einzigen Reservoirs für mehrere Apparate mit Leichtigkeit ermöglicht wird.
• Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Neuerungen sind in ihren Einzelheiten und ihrer Combination auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und zwar stellt Fig. ι einen Carburir- oder Gaserzeugungsapparat in verticalem Längsschnitt in der Längsachse desselben mit theilweiser Ansicht dar, Fig. 2 denselben Apparat in die Anordnung .der Rohre veranschaulichender Seitenansicht; Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt nach x-x der Fig. ι und 2, Fig. 4 eine untere Ansicht des Sammel- oder Gasableitungsrohres und der Gaszuleitungsabzweigung, Fig. 5 ebenfalls eine untere Ansicht des Gaszuleitungs- bezw. Gasvertheilungsrohres, Fig. 6 eine perspectiyische Ansicht der Pfannen, Fig. 7 eine solche des Verbindungsrohrstückes zwischen den runden
• Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Neuerungen sind in ihren Einzelheiten und ihrer Combination auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und zwar stellt Fig. ι einen Carburir- oder Gaserzeugungsapparat in verticalem Längsschnitt in der Längsachse desselben mit theilweiser Ansicht dar, Fig. 2 denselben Apparat in die Anordnung .der Rohre veranschaulichender Seitenansicht; Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt nach x-x der Fig. ι und 2, Fig. 4 eine untere Ansicht des Sammel- oder Gasableitungsrohres und der Gaszuleitungsabzweigung, Fig. 5 ebenfalls eine untere Ansicht des Gaszuleitungs- bezw. Gasvertheilungsrohres, Fig. 6 eine perspectiyische Ansicht der Pfannen, Fig. 7 eine solche des Verbindungsrohrstückes zwischen den runden
und vierkantigen Rohren, und Fig. 8 endlich ebenfalls eine perspectivische Ansicht eines
Trägers für Rohre und Pfannen.
Fig. i, 6, 7 und 8 sind in etwas gröfserem Mafsstabe gezeichnet als die Fig. 2, 3, 4 und 5.
Der Generator A ist aus Kupfer oder einem anderen geeigneten Material gefertigt und mit
einem absorptionsfähigen Material, z. B. mit der unter, der Bezeichnung «Excelsior« be-,
kannten, kurzgeschnittenen Holzwolle beschickt. Auf der Decke des Generators ist ein Reservoir
B von gleichem Querschnitt angeordnet, dessen Boden stark genug ist, um das Gewicht
des Oeles zu ertragen. In dieses Reservoir wird das OeI durch einen von den beiden
Absperrhähnen b eingefüllt, von welchen der zweite zur Ableitung für das Gas dient, das
durch eine geeignete Verbindung in den Vorrathsbehälter zurückgeführt werden kann. Jeder
Absperrhahn ist mit einem kurzen Rohr b1 ausgestattet und jedes dieser Rohre an seinem
Aufseilende mit einer Kappe verschraubt, welche zwecks einer erforderlichen Verbindung entfernt
werden kann.
In der Reservoirdecke ist eine ein Schraubengewinde besitzende Oeffnung-angebracht,'welche
grofs genug ist, dafs ein Mann mit dem Arm bequem hindurchreichen kann, und welche mit
einem Schraubenverschlufs ρ versehen ist.
Auf dem Reservoir B ist eine mit Klappdeckel c verschliefsbare Kammer C angeordnet,
welche zur Abdichtung der Absperrhähne b und der Oeffhung 0 mit Wasser angefüllt ist,
um so ein Entweichen von Gas aus dem Reservoir zu verhindern.
In der Längsachse des Apparates befindet sich eine zweckmäfsig ungefähr 125 mm starke hohle
Säule D, welche in die Nähe des Bodens desselben reicht. Das obere Ende ist mit einer
Kappe d verschraubt, während das untere Ende in eine mit Trägerfüfsen d2 ausgestattete
Mutter d1 eingeschraubt ist. Diese hohle
Säule D ist dazu bestimmt, den Pfannen als Unterstützung und zur Aufnahme des Ventilmechanismus
zu dienen in von der durch Patent No. 41301 gekennzeichneten wesentlich
verschiedenen Anordnung, zur Vermeidung von Undichtheiten, hervorgerufen durch die Hebelanordnung des genannten Apparates.
Durch das in dem Hohlraum der Säule D angeordnete und an derselben befestigte, ungefähr
13 mm starke Rohr E führt die an dem einen Ende mit dem hohlen, aus Kupfer gefertigten
Schwimmer F verbundene Stange f1. Der
Schwimmer F ist mit einem Schirm f aus Draht umgeben. Das andere Ende der Stange/1
ist mit dem einen Ende eines Hebels/2 drehbar verbunden, dessen anderes Ende drehbar
eine rechtwinklig gebogene Stange g trägt, deren verticaler Theil in dem Hohlraum der Säule
sich befindet, während der rechtwinklig abgebogene Theil dieser Stange durch einen
Schlitz d3 der Säule D führt. Mit dem Ende
dieses äufseren Theiles der Stange g ist ein röhrenförmiges Stück g 1 verbunden, welches
in seinem Innern Schraubenwindungen besitzt, behufs Aufnahme einer Ventilspindel g2, die
durch die Oeffhung eines Ventilsitzes bs führt und an ihrem oberen Ende ein in den Ventilsitz
b3 genau eingepafstes Korkventil G trägt. Durch diese Einrichtung wird vermieden, dafs
die Reservoirdecke behufs Einführung bezw. Bethä'tigung des Ventils durchbrochen wird
und dafs bei geschlossenem Ventil aus dem Reservoir keine Dämpfe entweichen können.
Da aus diesem Grunde aber auch kein OeI übersteigen kann, so wird es dadurch für die
Benutzung mehrerer Carburirapparate möglich, die Reservoirs sämmtlicher Apparate 'von einem
Hauptbehälter aus zu füllen.
Ferner kann durch die Anordnung der Oeffnung 0 das Ventil G sowohl wie auch die
Stange g durch den Schlitz in der Säule D entfernt werden.
In dem Carburirbehälter A sind mehrere viereckige, ungefähr 65 mm hohe Pfannen H
angeordnet, deren äufserer Durchmesser in der einen Richtung mit dem inneren Durchmesser
des genannten Behälters übereinstimmt, dagegen in der um go° von dieser verschiedenen Richtung
kleiner als der entsprechende innere Durchmesser des Carburirbehälters ist. Infolge
dieser Mafsverhältnisse kann man die Pfannen mit drei Seiten an die Innenseite des Carburirbehälters
anlegen, mit welchen sie auch an dieselbe festgenietet und festgelöthet werden, während zwischen der vierten Pfannen- und
der vierten Behälterseite ein Zwischenraum h bleibt. Die Pfannen werden in gewissen Abständen
über einander derart angeordnet und in dem Carburirapparat befestigt, dafs die Oeffnungen
h sich auf der einen und auf der gegenüberliegenden Seite abwechseln. Die an
dieser Oeffnung befindliche Seitenwand h1 der
Pfanne ist höher als die drei anderen an der Innenseite des Carburirbehälters A befestigten
Seitenwände. Um die Pfannen über die Säule D, an welcher dieselben befestigt werden, schieben
zu können, sind die Pfannenboden an entsprechender Stelle mit passender Oeffnung h2
versehen. Von dem Oberrande der höheren Pfannenseitenwände nach der gegenüberliegenden
Innenwand des Carburirgefäfses sind Drahtnetzwände h 3 gezogen, um den Faserfüllstoff
im Apparat in seiner Lage zu erhalten. Die oberste Pfanne, welche als Vertheilungspfanne
für die Carburirflüssigkeit dient, ist — was als wesentliche Verbesserung des unter Patent
No. 41301 patentirten Apparates anzusehen ist,
indem dadurch die Condensationskammer bezüglich ihrer Temperatur nicht von dem übrigen
Apparat beeinfiufst wird,— mit einem die Wärme
schlecht leitenden Material, vorzugsweise mit Holzkohle, gefüllt und bildet gewissermafsen
die Unterwand der Condensationskammer /, deren Decke von dem Boden des Reservoirs B
gebildet wird. Ueber dieser Pfanne ist eine Drahtgazedecke gezogen. Unmittelbar unter
der untersten Pfanne ist das von Stützen t, welche durch Fig. 8 veranschaulicht sind, getragene
vierkantige Gas- bezw. Luftvertheilungsrohr J angeordnet. Dieses Rohr ist auf seiner
Unterseite derart perforirt, dafs die Perforationen mit der Entfernung von dem Eintritt an
Gröfse oder Zahl wachsen, um das Gas oder die Luft an allen Stellen (mit Rücksicht darauf,
dafs der Druck in dem Rohr mit wachsender Entfernung von dem Eintritt abnimmt) möglichst
gleichmäfsig aus diesem Vertheilungsrohr J aus- und in den Carbidbehälter einströmen
zu lassen. Da die Perforationen sich auf der Unterseite des Rohres befinden, so können alle Niederschläge in demselben durch
diese Oeffnungen leicht aus dem Rohr hinausgelangen. Da das Vertlieilungsrohr J vierkantig
ist, so wird dasselbe mit dem runden Gas- bezw. Luftzuführungsrohr durch ein hohles, theilweise vierkantiges, theilweise rundes
Rohrstück K verbunden, in dessen runden Theil ein Schraubengewinde eingeschnitten ist,
um in das runde Zuleitungsrohr eingeschraubt zu werden. Ein solches · Verbindungsstück K
ist durch Fig. 7 dargestellt. Das Vierkantende dieses Stückes ist in dem Vertheilungsrohr J
festgelöthet.
In der Condensationskammer / ist eine an den Innenwandungen des Carburirbehälters aufgelagerte
perforirte Vertheilungsplatte L angeordnet. Hierdurch wird der aufsteigende
Gasstrom in viele kleine Strahlen zertheilt und eine bessere Mischung des Gases bewirkt.
Unmittelbar unter dem Reservoirboden befindet, sich ebenfalls im Vierkantrohr M, das
Sammelrohr, welches auf gleichen. Stützen t ruht wie das Vertheilungsrohr J, nur dafs die
Stützen dieses Rohres auf dem Carburirbeliälterboden, die des Sammelrohres auf dem
Boden der obersten Pfanne ruhen. Letzteres ist ebenfalls auf seiner Unterseite perforirt und
mit dem Gasableitungsrohr in gleicher Weise verbunden, wie das Vertheilungsrohr mit dem
Gaszuleitungsrohr. Das Sammelrohr und das Vertbeilungsrohr sind entsprechend dem viereckigen
Querschnitt des Carburirbehälters in Viereckform gelegt, ebenso auch das Nebenvertheilungsrohr
N, welches, vierkantig, unmittelbar unter dem Sammelrohr angeordnet und in gleicher Weise unterstützt ist. Dieses
Nebenvertheilungsrohr steht mit einer Abzweigung N1 des Hauptzuleitungsrohres durch
ein ebenso wie die beschriebenen Verbindungsstücke k geformtes Rohrstück in Verbindung.
Dieses Nebenvertheilungsrohr, welches auf seiner Unterseite in gleicher Weise perforirt ist
wie das Vertheilungsrohr J, hat den Zweck, in die Condensationskammer / direct Gas bezw.
Luft einzuleiten. Genannte Rohre können auch anstatt des viereckigen runden Querschnitt
besitzen.
Sämmtliche Pfannen ruhen gleich den Vertheilungs- und Sammelrohren auf Stützen t.
Sämmtliche Stützen sind genau über einander angeordnet.
Die am Boden des Carburirbehälters und der Pfannen sich ansammelnden Unreinigkeiten
werden durch sogenannte Reinigungsrohre E1, welche durch die Säulenwandung hindurch in
dem Säulenhohlraum hochführen, durch Absaugen, z. B. durch eine Luftpumpe, weggeleitet.
Diese Reinigungsrohre sind an ihrem oberen Ende behufs Verbindung mit der Absaugevorrichtung
zweckmäfsig mit Gewinde versehen und könnten erforderlichenfalls mit Kappen
verschlossen- sein.
Das Gas- bezw. Luftzuführungsrohr O führt an der Aufsenseite des Apparates entlang bis
in die Nähe des Bodens, wo es an das Vertheilungsrohr derart angeschlossen wird, dafs
das Verbindungsstück durch die Behälterwand führt. Das Sammelrohr M ist mit dem aufserhalb
des Apparates befindlichen Gas-Ab- bezw. -Weiterleitimgsrohr P auf gleiche Weise Vermittelst
eines Verbindungsstückes k verbunden. Die Rohre O und P sind durch ein Zwischenrohr
Q mit einander verbunden.
Das Hauptzuleitungsrohr O ist mit ehiem
Hahn 1, die Abzweigung desselben mit einem Hahn 2, das Ableitungsrohr P mit einem
Hahn 3 und das Zwischenrohr Q mit einem Hahn 4 versehen.
Der ganze Apparat ist erforderlichenfalls, wie auch durch Fig. 1 veranschaulicht, mit einer
Bekleidung versehen.
Der Betrieb gestaltet sich mit Hülfe des beschriebenen Apparates folgendermafsen:
Aus dem mit, meistens aus Kohlenwasserstofföl bestehender, Carburirflüssigkeit gefüllten
Reservoir fliefst durch die Ventilöffnung OeI in die oberste Pfanne, wo dasselbe durch das
Filtermaterial von seinen Verunreinigungen befreit wird. Sobald die Pfanne vollständig angefüllt
ist, fliefst das überschüssige OeI über
die erhöhte Seitenwand h1 in einem schwachen, breiten Strom durch die Oeffnung h, durchtränkt
das Faserfüllmaterial, gelangt in die nächste Pfanne und, nachdem diese gefüllt ist,
in eine weitere Pfanne, bis sich schliefslich, nachdem sämmtliche Pfannen gefüllt sind und
der ganze Füllstoff durchtränkt ist, OeI auf dem Behälterboden ansammelt.
Ist die Menge des an dem Boden angesammelten Oeles genügend grofs geworden,
so wird der Schwimmer F in die Höhe steigen und vermittelst der Schwimmerstange f1, des
Hebels /2 und der Stange g den Ventilkörper
G nach unten ziehen und das Ventil schliefsen, so dafs Carburirfiüssigkeit nicht mehr
zufliefsen kann. Sobald infolge genügender Verdunstung der Carburirfiüssigkeit der Schwimmer
F sinkt, wird der Ventilkörper allmälig gehoben und das Ventil geöffnet, so dafs wieder
Carburirfiüssigkeit in den Behälter A nachfliefsen kann.
Die zu carburirende Luft oder das betreffende Gas wird unter Druck durch Rohr O dem
Vertheilungsrohr / zugeführt und durch dessen Perforationen in das Innere des Gasgenerators
hineingeprefst. Da die Perforationen mit dem in dem Vertheilungsrohr abnehmenden Druck
gröfser bezw. zahlreicher werden, so durchdringt die Luft oder das Gas in möglichst
gleichmäfsiger Vertheilung das Innere des Gasgenerators oder des Carburirbehä'lters, und
wegen der noch dazukommenden abwechselnden Anordnung der Oeffnungen k durchdringt
das Gas bezw. die Luft den mit Carburirfiüssigkeit durchtränkten Füllstoff, gelangt
schliefslich an der obersten Pfanne vorbei in den Condensationsraum und durch die perforirte
Zwischenwand hindurch nach dem Sammelrohr und dem Ableitungsrohr.
Da .der Condensationsraum oben durch das Oelreservoir, unten durch die mit einem
schlechten Wärmeleiter gefüllte Pfanne eingeschlossen ist, so ist es klar, dafs durch die
infolge des eben beschriebenen Vorganges in dem Apparat erzeugte starke Verdunstung die
Condensationskammer eine verhältnifsmäfsig sehr niedrige Temperatur besitzen und auch
behalten wird. Infolge dessen kann eine Uebersättigung nicht eintreten bezw. mufs ein etwaiger
Ueberschufs an verdampfter Carburirflüssigkeit sofort wieder condensirt werden, so dafs hierdurch
ein Grund für eine rauchentwickelnde Verbrennung des so gewonnenen Gases wegfällt.
Will man z. B. dieses Gas zu Leuchtzwecken unter Anwendung sehr grofser Brenner benutzen
und jede Möglichkeit des Rauchens vermeiden, so hat man nur nöthig, Hahn ι
theilweise zu schliefsen und Hahn 2 theilweise zu öffnen, so dafs noch nicht carburirtes Gas
oder solche Luft durch Rohr N1 und N direct in die Condensationskammer gelangt, sich mit
dem carburirten Gase oder der carburirten Luft mengt und so ein weniger carburirtes Gas aus
dem Apparat abgeleitet wird und zur Verwendung gelangt.
Durch diese eigenthümliche Anordnung ist man in der Lage, die Zusammensetzung des
Gases nach seiner Verwendungsart und je nach der Beschaffenheit der vorhandenen Brenner
bezw. Brennvorrichtungen zu reguliren, während man bisher genöthigt war, die Brenner
gemäfs der Beschaffenheit des Gases einzurichten.
Man ist durch die Anordnung der Rohrabzweigung von dem Zuleitungsrohr und des
Nebenvertheilungsrohres in der Condensationskammer in der Lage, je nach Bedarf den Gehalt
des carburirten Gases oder der betreffenden Luft an Kohlenwasserstoff zu vermindern und
das Gas so für jede Brennerart und Verwendung einzurichten; z. B. für Heizzwecke verwendet
man reiches Gas ohne Benutzung des Nebenvertheilungsrohres, für Brenner dagegen unter
Umständen ärmeres Gas unter Benutzung des Nebenvertheilungsrohres. Durch geeignete Handhabung
des beschriebenen Apparates kann man rauchfreie Flammen von 6 bis 50 Lichtstärken
•erzeugen.
Claims (3)
1. die Anordnung einer die Wärme schlecht'
leitenden Filtrirschicht H als unterer Abschlufs der in dem oberen Theil des Apparates
unterhalb des Reservoirs angeordneten Condensationskammer /;
2. die Anordnung eines Nebenvertheilungsrohres N N1 für uncarburirtes Gas oder
uncarburirte Luft in der Condensationskammer, welches Rohr gespeist wird durch eine Abzweigung der Hauptzuleitung für
Gas oder Luft;
3. die derartige Anordnung eines Schwimmers F in dem unteren Theil des Apparates,
dafs von diesem Schwimmer eine Stange durch ein an der Innenwand der die Vertheilungspfannen
unterstützenden hohlen Mittelsäule angebrachtes Rohr in den oberen Theil dieser Säule führt, wo diese Stange
mit dem einen Ende eines Hebels drehbar verbunden ist, von dessen anderem Ende eine damit drehbar verbundene, rechtwinklig
gebogene Stange abwärts und ' mit dem abgebogenen Theil durch einen in der Säulenwand angeordneten Schlitz aufserhalb
des Säulenhohlraumes führt, wo dieser abgebogene Theil durch einen im Carburirflüssigkeitsreservoir
am Boden desselben angeordneten Ventilsitz führt und an seinem Ende einen passenden Korkventilkörper
trägt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45657C true DE45657C (de) |
Family
ID=320811
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45657D Expired - Lifetime DE45657C (de) | Neuerung an dem unter Nr. 41 301 patentirten Carburir- oder Gaserzeugungsapparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45657C (de) |
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0
- DE DENDAT45657D patent/DE45657C/de not_active Expired - Lifetime
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