DE12930C - Apparate zur Carburirung des Leuchtgases - Google Patents
Apparate zur Carburirung des LeuchtgasesInfo
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- DE12930C DE12930C DENDAT12930D DE12930DA DE12930C DE 12930 C DE12930 C DE 12930C DE NDAT12930 D DENDAT12930 D DE NDAT12930D DE 12930D A DE12930D A DE 12930DA DE 12930 C DE12930 C DE 12930C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
- C10J1/00—Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis
- C10J1/213—Carburetting by pyrolysis of solid carbonaceous material in a carburettor
-
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Description
1880.
Klasse 26.
PAUL BISCHOFF in HAMBURG. Apparate zur Carburirung des Leuchtgases.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Juli 1880 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Sie in beiliegenden Zeichnungen dargestellten
Apparate, welche zur Vermehrung der Leuchtkraft geringwerthiger Leuchtgase durch Carburirung
mit Benzin, Petroleumäther oder ähnlichen flüchtigen Kohlenwasserstoffen dienen sollen.
Diese Apparate können mit Erfolg im Grofsen angewendet werden, da eine Uebersättigung
des Leuchtgases mit den aus den Kohlenwasserstoffen aufgenommenen Dämpfen und daher
die Condensation der letzteren in der Rohrleitung vermieden wird.
In Fig. ι bis 6 ist ein Appaiat dargestellt, bei
welchem die Entwickelung der Dämpfe aus den Kohlenwasserstoffen durch Wasserdämpfe unterstützt
werden kann, deren Temperatur durch eine geeignete Vorrichtung selbstthätig regulirt
wird. Fig. 7 bis 10 stellen einen Apparat ohne Vorrichtung zur Erwärmung dar, doch bleibt die
Anwendung derselben für diese Apparate nicht ausgeschlossen.
Bei dem in Fig. 1 bis 6 dargestellten Apparat ist bei α der Gaseintritt, welcher durch ein
Ventil b regulirt werden kann. Das Gas tritt unter dem Ventil b in einen aus Hartgummi
hergestellten Schwimmer c, von.wo aus dasselbe in kleinen, radial angeordneten und schräg nach
unten gerichteten Röhrchen e e1 e2 . . . auf die
flüchtigen Kohlenwasserstoffe geleitet wird und auf diese Weise, mit den Öämpfen derselben
innig gemischt, durch den Ausgangsstutzen d in der anschliefsenden Rohrleitung zu den Flammen
gelangt.
Der Apparat, welcher an irgend einer Stelle in die Hauptrohrleitung eingeschaltet wird, kann
während des Betriebes ohne Gefahr durch das mit Verschlufsschraube g versehene Füllrohr /
mit Benzin etc. gefüllt werden, da die im Apparat vorhandene Flüssigkeit das Rohr /
unterhalb abschliefst und das Entweichen des Gases verhindert. Das Schauglas h dient zur
Beobachtung der im Apparat enthaltenen Menge Kohlenwasserstoffs.
Es ist leicht erkennbar, dafs durch.Anwendung eines Schwimmers in der gezeichneten
Anordnung eine bei jedem Stand der carburirenden Flüssigkeit gleich innige Mischung der
Dämpfe aus dieser mit dem Leuchtgas bewirkt, daher eine unveränderte Lichtstärke und, infolge
des über den flüchtigen Kohlenwasserstoffen vorhandenen Raumes, auch ein gleichmäfsiger
Zutritt des Gases zu den Flammen erzielt und das Flackern derselben vermieden wird.
Um bei grofser Kälte die Verdunstung der flüchtigen Kohlenwasserstoffe im beschriebenen
Apparat zu befördern, kann unterhalb desselben ein mit Wasser angefülltes Becken k angehängt
werden, welches von der Flamme i einer am Apparat angebrachten Gaslampe / auf der gewünschten
Temperatur erhalten wird. Die letztere wird dadurch geregelt, dafs ein aus zwei verschiedenen Metallen bestehender Stab υ,
welcher um das Becken k gebogen und an letzterem befestigt ist, vermöge der. ungleichen
Ausdehnung dieser Metalle derart auf die Stellvorrichtung der Flamme einwirkt, dafs eine erhöhte
Temperatur des Wassers das Schliefsen, eine Verminderung das weitere Oeffnen des
Hahnes in der Lampe / zur Folge hat, wodurch
die erwähnte Regulirung der Temperatur selbstthätig ermöglicht wird.
Der in Fig. 7 bis 10 dargestellte Apparat besteht aus zwei getrennten Behältern A und B,
von denen A als Reservoir der flüchtigen Kohlenwasserstoffe dient, B aber als Raum, in welchem
die Mischung der Kohlenwasserstoffdämpfe mit dem Leuchtgas stattfindet. Die innige
Mischung beider Gasarten wird bewirkt, während das bei a1 eintretende Leuchtgas durch
eine Anzahl in verschiedener Höhe angeordneter Lochreihen η η1 ;z2 zwischen mit Benzin,
Petroleumäther etc. getränkten Filz- oder Flanellstreifen p p1 p2 passirt und infolge des geringeren
Querschnitts der Austrittsöffnungen 001O2
Zeit zur Sättigung mit den flüchtigen Kohlenwasserstoffen gewinnt, welche durch die feinen
Härchen des Wollstoffes den Raum B nebelartig ausfüllen und durch das fein perforirte
Rohr r aus dem Behälter A zugeführt werden. Das carburirte Gas gelangt durch b1 in die
Rohrleitung zur weiteren Benutzung. Um den Grad der Sättigung des Leuchtgases mit den
Dämpfen der flüchtigen Kohlenwasserstoffe zu
reguliren, dient das Ventil q, durch welches der Zuflufs der flüchtigen Kohlenwasserstoffe
auf die Flanell- oder Filzschichten von aufsen genau eingestellt werden kann. Ein Schauglas
h1 und Füllrohr f1 dienen auch hier zur
Controle bezw. zum Nachfüllen der in A enthaltenen Flüssigkeitsmenge. Das Röhrchen ί
dient zur Ausgleichung der Spannung in den Räumen A und B.
Claims (3)
- P ATENT-AN SPRÜCHE:i. An dem in Fig. ι bis 6 dargestellten Apparat zur Carburirung des Leuchtgases die Combination des mit den in einem Kegelmantel angeordneten Röhrchen e e1 e2. . . versehenen Schwimmers . C mit dem Gas ein tritts ventil b und die Anordnung des letzteren im lösbaren Deckel des Apparates.
- 2. Das zu dem angegebenen Zweck dienende Wasserbassin k in Verbindung mit dem Expansionsring v, welcher die Stellung des Hahnes m der Gasflamme i selbstthätig regulirt. ,..„
- 3. An dem in Fig. 7 bis 10 dargestellten Apparat die Anordnung der Wollstoffschichten//1/2 und 0 o1 o1 im unteren Mischungsraum B des Apparates, sowie die Construction des Ventiles q und die Combination desselben mit dem Reservoir A.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE12930C true DE12930C (de) |
Family
ID=290118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT12930D Active DE12930C (de) | Apparate zur Carburirung des Leuchtgases |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE12930C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204389B (de) * | 1958-05-30 | 1965-11-04 | Franz Zwick | Anwendung einer poroesen durchlaessigen Form beim Verfahren zum Herstellen durchlaessiger poroeser Formkoerper durch Sintern von Koernern eines thermoplastischen Kunststoffs |
| DE1209096B (de) * | 1958-10-17 | 1966-01-20 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Hydrophobiermitteln mit einer schaumigen Struktur |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204389B (de) * | 1958-05-30 | 1965-11-04 | Franz Zwick | Anwendung einer poroesen durchlaessigen Form beim Verfahren zum Herstellen durchlaessiger poroeser Formkoerper durch Sintern von Koernern eines thermoplastischen Kunststoffs |
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