DE26869C - Apparat zum Carburiren von Luft - Google Patents

Apparat zum Carburiren von Luft

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DE26869C
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Germany
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DENDAT26869D
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Original Assignee
G. A. SCHOTH in London
Publication of DE26869C publication Critical patent/DE26869C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J1/00Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulichen Fig. i, 2 und 3 den Apparat zum Mischen von Luft und brennbaren Dämpfen für Beleuchtungszwecke in Oberansicht, Seitenansicht und Verticalschnitt. Das Gefäfs α zur Aufnahme der zu verdampfenden Flüssigkeiten, als leichte Kohlenwasserstoffe, Benzin, Gasolin etc., wird entsprechend grofs gewählt, je nachdem mehr oder weniger Brenner von demselben gespeist werden sollen, und ist mit einer Kammer e versehen, welche durch die Scheidewand b von der Form eines umgekehrten, vom Deckel ausgehenden Trichters gebildet wird, der die Mischungsröhren für Dampf und Luft aufnimmt. Die auf diese Weise gebildete Kammer c dient als Reservoir für die zu verdampfende Flüssigkeit, ist zu diesem Zwecke mit einer durch Kapsel d verschliefsbaren Füllöffnung versehen und an ihrem unteren Ende durch Rohr g mit Hahn h mit der Kammer e verbunden.
Die in c befindliche Flüssigkeit kann durch dieses Rohr g in die Kammer e gelangen und wird der Stand der Flüssigkeit in e durch ein zweites Rohr / bestimmt, welches innerhalb c an höchster Stelle in e, aber nur etwas höher als das Rohr g mündet und ebenfalls mit einem Hahn h versehen ist; die Flüssigkeit in der Kammer e kann nur so hoch steigen, bis der Flüssigkeitsspiegel in e die Einmündung des Rohres/ in e erreicht.
Die Luft wird durch Stutzen k mit Hahn mittelst eines Gebläses in den Behälter α eingeleitet und gelangt durch Rohr i in die Kammer e, bringt die in derselben befindliche Flüssigkeit zum Verdampfen und entweicht, mit den brennbaren Dämpfen gemischt, durch Rohr ιχ und den Stutzen / mit Hahn nach ihrem Verbrauchsorte.
Beide Röhren i und il sind in der Kapsel P befestigt und das Ganze wird auf einen am oberen Boden des Behälters α angebrachten Stutzen aufgeschraubt, so dafs die Röhren iil in das Innere des Behälters e hineinhängen. Die Röhren ti1 gehen ungefähr bis auf ein Drittel in denselben und ihr unteres Ende ist von einem gemeinschaftlichen Rohr m umgeben, das sich mittelst der Stange 0 höher und niedriger stellen läfst. Ist das Rohr m ganz hoch gestellt, so dafs seine untere Mündung mit denjenigen der Röhren iil gleich ist oder die Mündungen derselben freiläfst, so wird der aus i kommende Luftstrom sich ungehindert in der Kammer e mit Dämpfen sättigen können, wobei die Verdampfung in e noch durch Erwärmung begünstigt werden kann. Schiebt man aber das Rohr m etwas herab, so dafs es über die Mündungen der Rohre i i1 hinwegragt, so wird der nach Rohr i1 aufsteigende Strom unmittelbar neben dem aus Rohr i kommenden Strom frischer Luft liegen und mit einem Theil derselben sich mischen, bevor die frische Luft aus Rohr m herausgetreten ist, und diese sofortige Mischung der frischen Luft mit der entweichenden carburirten Luft wird um so gröfser sein, je tiefer das Rohr m gestellt ist.
Man ist somit im Stande, durch Verstellung des Rohres m die Vermischung der Dämpfe mit der Luft zu regulären und eine mehr oder minder starke Carburation der Luft auf höchst einfache Weise zu erzielen.
Die Verstellung des Rohres m mittelst Stange o kann durch einfaches Verschieben oder auch unter Anwendung einer Schraube erfolgen.
Fig. 4 zeigt den beschriebenen Apparat in Verbindung mit einem Gummiballgebläse η und Lampe β1 für mikroskopische und ärztliche Zwecke. Die Luft tritt bei k in den Apparat und verläfst ihn bei / in carburirtem Zustande.
Die Verbindung des Gebläses und der Lampe mit dem Apparat' geschieht durch Gummischläuche.
In Fig. 5 ist die Lampe oder der Brenner«1 direct an einer Verlängerung des Rohres / angebracht; Fig. 6 zeigt einen Apparat für Cauterisirzwecke. Das Reservoir α der in den Fig. 4, S und 6 dargestellten Apparate α enthält keine Scheidewand b, besteht vielmehr nur aus einer Abtheilung, ist aber im übrigen mit den Röhren it1 und dem Regulirungsrohr m versehen. Die vorzugsweise für carburirte Luft angewendeten Brenner sind in den Fig. 7 bis 10 dargestellt und bestehen im wesentlichen aus einer kleinen Kappe aus Platindrahtgewebe oder anderem Metall, oder feuerfestem Material von meistentheils konischer oder fingerartiger Form. Diese Kappe wird an einem kürzeren .Metallrohre befestigt, das auf das Ende der Leitung aufgeschraubt wird, wie Fig. 7 zeigt. Ueber- diese Kappe wird zweckmäfsig eine zweite ähnlich gestaltete gröfsere, Fig. 8, und selbst eine dritte noch etwas gröfsere Kappe angebracht, Fig. 9, so dafs zwischen den einzelnen Kappen ein gewisser Zwischenraum verbleibt.
Fig. 10 zeigt die Combination von drei solchen Kappen mit einer dreifingerigen zweiten und einer lappenförmigen dritten Kappe, um darzuthun, dafs in Bezug auf Form die Kappen mannigfach variirt werden können.
Ein solcher Brenner wird an einem mit Hahn versehenen -Halter befestigt.
Beim Anzünden des Brenners läfst man zunächst nur eine geringe Menge carburirter Luft ausströmen und hält dann ein Licht an den Brenner, um die Entzündung des demselben entströmenden Gemisches zu bewirken. Alsdann fängt der Brenner sofort an zu glühen; öffnet man nun den Hahn am Brenner ganz, so wird das Gewebe sofort weifs glühen, ohne dafs eine Flamme sich bildet, was von der vollständigen Verbrennung der Dämpfe herrührt.
Anstatt Gewebe könnte man auch fein perforirte Oberflächen für die Herstellung des Brenners benutzen.
Dieses Beleuchtungssystem eignet sich für alle Beleuchtungszwecke, ferner für ärztliche und chirurgische Zwecke. Die Mischung der Luft mit den brennbaren Dämpfen ist höchst innig, und es entsteht eine so vollkommene und intensive Verbrennung ohne Flamme, dafs die Brenner fast bis zum Schmelzpunkt des Piatinas erhitzt werden und ein Maximum an Licht viel billiger erzeugt wird als Leuchtgas zu liefern im Stande ist.
Da keine Flamme entsteht, so ist das Licht sehr beständig und wird nur wenig Wärme entwickelt, es bildet sich somit auch kein Rauch oder die Zimmerdecorationen zerstörende Verbrennungsproducte. Die Brenner brauchen ferner nicht völlig ausgelöscht zu werden, da man . sie durch Regulirung des Mischungsverhältnisses von Luft und brennbarem Dampf schwach glühend erhalten kann.

Claims (1)

  1. Pat ent-Anspruch:
    Bei. Apparaten zum Mischen von Luft mitbrennbaren ■; Dämpfen für Beleuchtungszwecke die Anordnung der in den mit Kohlenwasserstoffen theilweise gefülltem Behälter tauchenden Rohre i i1, über deren Mündung das Rohr m mittelst Stange 0 zu dem Zweck verschoben werden kann, um in beschriebener Weise das Mischungsverhältnifs zwischen Luft und brennbaren Dämpfen zu reguliren.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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