DE448928C - Schutzvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge gegen Seilsperren - Google Patents

Schutzvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge gegen Seilsperren

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DE448928C
DE448928C DEG67401D DEG0067401D DE448928C DE 448928 C DE448928 C DE 448928C DE G67401 D DEG67401 D DE G67401D DE G0067401 D DEG0067401 D DE G0067401D DE 448928 C DE448928 C DE 448928C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R19/00Wheel guards; Radiator guards, e.g. grilles; Obstruction removers; Fittings damping bouncing force in collisions
    • B60R19/54Obstruction removers or deflectors
    • B60R19/545Devices for cutting wire-type obstructions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Stones Or Stones Resemblance Materials (AREA)

Description

  • Schutzvorrichtung für Kraftfahrzeuge gegen Seilsperren. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zerschneiden von die Fahrstraße sperrenden Seilen oder Ketten. Die neue Vorrichtung soll bei Kraftwagen zwecks Vereitelung verbrecherischer Anschläge Anwendung finden. Sie besteht im wesentlichen in zwei kniehebelartig wirkenden Messern, die ihre Stützpunkte während des Schneidens ein oder mehrere Male verändern, um den Schneidvorgang zu unterteilen, wodurch erreicht wird, daß in den verschiedenen Schneidabschnitten jedesmal ein günstiger, ungefähr gleichbleibender Anschnittwinkel wirksam wird. Die Messer wirken als ein Kniehebelpaar mit selbsttätig veränderlichen Stützpunkten, wobei sich durch dieses neue Maschinenelement am Ende eines jeden Scbneidabschnittes theoretisch ein unendlich großer Schnittdruck bei einem geringen Seildruck in horizontaler Richtung erreichen läßt.
  • Seilzerschneidvorrichtungen mit kniehebelartig wirkenden Messern sind an sich bekannt. Bei den bekannten Vorrichtungen geht der Schneidvorgang in einem Arbeitsgang vor sich, was zur Folge hat, daß auf das Kraftfahrzeug ein sehr heftiger Stoß ausgeübt wird, der leicht den Bruch der Schneidvorrichtung herbeiführen kann. Ein rechtzeitiges Zerschneiden des Seiles, durch welches der auf den Kraftwagen ausgeübte Stoß verhindert wird, erfolgt mit Hilfe der bekannten Vorrichtung bei größeren Seildurchmessern voraussichtlich nicht.
  • Diese mit den bekannten Vorrichtungen verbundenen Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß der Schneidvorgang in mehrere Abschnitte zerlegt wird, wobei infolge der selbsttätigen Veränderung der Lage des Unterstützungspunktes der Messer auch bei großen Seildurchmessern ein günstiger kleiner Anschnittwinkel gewahrt bleibt. Dadurch wird erreicht, daß immer eine gleichmäßig gute Schneidwirkung erzielt wird, gleichgültig, ob die zu zerschneidenden Seile einen kleinen oder großen Durchmesser haben. Da gleichzeitig die Messer als Kniehebel ausgebildet sind, wird schon bei einem geringen, durch das zu zerschneidende Seil in .horizontaler Richtung ausgeübten Druck eine außerordentlich hohe, als Schnittdruck wirkende Kraftkomponente erzeugt, die während des Schneidvorganges "schnell weiterwächst und theoretisch unendlich groß werden kann, so daß die Zerschneidung mit Sicherheit erfolgt. Irgendwelche stärkeren Stöße sind ebenso wie ein Versagen der Schneidvorrichtung bei Anwendung des Erfindungsgegenstandes ausgeschlossen.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt: Aob. i eine Ansicht auf die Messer der Seilzerschneidvorrichtung und den zu ihrer Bewegung dienenden Mechanismus.
  • A.bb. a stellt einen Schnitt nach der Linie A-B-C der Abb.. i von B aus gesehen dar. Abb. 3 zeigt ein Messer in halbgeschlossener, und Abb. ¢ zeigt ein Messer in ganz geschlossener Stellung.
  • Zwischen den eisernen Deckplatten a und b werden durch eine Anzahl von flacheisernen Zwischenstücken c, Cl, d, dl, e, t, t1, ä, zulj welche gleichzeitig auch noch anderen, weiter unten näher beschriebenen Zwecken dienen, flache Räume gebildet, die zur Aufnahmevon Messern h und ltl dienen, welch letztere durch die Deckplatten a bzw. b und die Zwischenstücke i bzw. /l derart geführt werden, daß sie zwar in ihrer Ebene, aber nicht senkrecht zu ihr beweglich sind. Jedes der Messer h, hl ist an seinem hinteren Ende mit zwei abgerundeten Zapfen i, k bzw. il, hl versehen, die genau in Lagerpfannen 1, m bzw. 11, ml der Lagerstückec,cl hineinpassen. Die Messerh,hl tragen ferner je einen Stiftn, bzw. n1, der unter der Druckwirkung einer Blattfeder o bzw. o' steht, welch letztere von den Zapfen p und g bzw. p1, g1 gehalten wird. Die Schneiden r, r1 der Messer h, hl sind geschweift und endigen in Lappens, s1, die dauernd übereinanderliegen. In der Ruhelage werden die Messer durch die Federn o, öl in der in Abb. i gezeigten Stellung gehalten, bei welcher die an den Anschlägen d, dl anliegenden ,Messer li, hl mit ihren Stützzapfen i, il in den vorderen Lagerpfannen 1, 1l gelagert sind, während die Zapfen k, k1 aus den Pfannen m, m1 ausgehoben sind. Der Anschlag e verhindert, daß die Messer durch den Druck des Seiles t zu weit nach hinten geschoben werden. An dem Gehäuse sind Seilfänger u, u1, durch die das zu zerschneidende Seil in das Maul der Scherenmesser h, hl geführt wird, sowie zwei Arme v, v1 zwecks Befestigung des Gehäuses am Kraftwagen angebracht. Zum Auswechseln der Federn o, o1 oder der Messer lt, hl können die Lagerstücke c, cl nach Lösung der Bolzen w, x bzw. w1, x1 aus dem Gehäuse herausgenommen werden.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende.
  • Das zu zerschneidende Seil wird durch einen der Seilfänger u, ui in das Maul der Messer lt, hl hineingeführt. Durch den Druck des Seiles auf die Schneiden werden die Messer, die mit ihrem vorderen Stützzapfen i, il in der vorderen Pfanne l bzw. 11 des Führungsstückes c bzw. cl gelagert sind, um den Stützzapfen i bzw. tu gedreht, wobei die Schneiden mit großer Kraft in-das Seil einschneiden, eine Kraft, die infolge der Kniehebelwirkung der Messer h, hl nach einer Drehung um den Winkel a theoretisch unendlicl groß würde, falls ihr noch ein Hindernis ent gegenstünde. Nach der Drehung um der Winkel a ist der erste Abschnitt des Schneid vorganges beendet. Am Ende dieses erster Abschnittes liegen die Messerschneiden r, r' noch nicht dicht aneinander, sondern zwischen ihnen befindet sich noch ein Spalt, sc daß als undurchschnitten noch ein allerdings bedeutend verkleinerter, in der Abb. 3 angedeuteter Querschnitt übrigbleibt. Während der Drehung um den Winkel a haben sich aber gleichzeitig die hinteren Zapfen k, hl der Messer h, hl in die hinteren Pfannen m, ml der Lagerstücke c, cl eingelegt. Werden nun durch den fortdauernden Druck des zu zerschneidenden Seiles t die Messer h, hl über den Winkel a hinaus weitergedreht, so werden die Zapfen i, il aus den vorderen Pfannen 1,11 der Lagerstücke c, cl herausgehoben, und die hinteren Stützzapfen k, k1 bilden nunmehr während des zweiten Abschnittes des Schneidvorganges den Drehpunkt der ,Messer h, hl. Die Messer wirken also als Kniehebel mit selbsttätig veränderlichen Stützpunkten, wobei durch dieses neue Maschinenelement erfindungsgemäß erreicht wird, daß der zweite Abschnitt mit dem gleichen günstigen Anschnittwinkel beginnt wie der erste Teil des Schneidvorganges. Nach einer weiteren Drehung um den Winkel (3 (vgl. Abb. 3) ist auch dieser zweite Abschnitt des Schneidvorganges erledigt und das Seil t durchschnitten. Da gleichzeitig der Druck des Seiles aufhört, werden die Messer h, hl durch den mittels der Federn o, o1 auf die Stifte n, n1 ausgeübten Druck wieder in ihre Anfangsstellung zurückgeführt.
  • Der durch die Erfindung erreichte neuartige und fortschrittliche technische Effekt besteht darin, daß durch die Zerlegung des Schneidvorganges in mehrere Abschnitte, wobei die kniehebelartig wirkenden Messer die Lage ihres Stützpunktes derart verändern, da.ß bei jedem Schneidabschnitt der Anschnittwinkel annähernd gleich und günstig bleibt, einerseits die Sicherheit des Durchschneidens des Seiles bedeutend vergrößert wird, anderseits beim Durchschneiden des Seiles der Wagen vor Stößen und Erschütterungen bewahrt bleibt.
  • Es ist natürlich ohne weiteres möglich, den Schneidvorgang gemäß der Erfindung über das in der Zeichnung gezeigte Ausführungsbeispiel hinaus in drei oder mehr Abschnitte zu zerlegen und dadurch den Anschnittwinkel für jeden Abschnitt weiter zu verkleinern.
  • Das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren und die zu seiner Ausführung dienende Vorrichtung kann auch bei anderen als den zum Schutz von Kraftfahrzeugen dienenden Schneidvorrichtungen für Seile u. dgl. in sinngemäßer Übertragung Anwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE-i. Schutzvorrichtung für Kraftfahrzeuge gegen Seilsperren mit einer am Fahrzeug angebrachten Schere mit kniehebelartig zueinander angeordneten Messern, dadurch g 'k 7 e ennzeichnet, daß die Messer (/i, lil) im Verlauf des Schneidvorganges verschiedene Stützpunkte (i, il und k, k1) selbsttätig erhalten, um in verschiedenen Schneidabschnitten günstige Anschnittwinkel zu erzielen. z. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Enden der Messer (1t, hl) zwei oder mehrere Stützzapfen (i, il und k, k1) haben, welche nacheinander in feststehende, pfannenartige Lagerstellen (i, il und m, m') selbsttätig eingreifen. 3. Schutzvorrichtung nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der gegpnseitige Abstand zweier zusammengehöriger, bei fortschreitendem Schneidvorgang zur Wirkung kommender Stützpunkte (i. il bzw. k, k1) für die Messer (h, 1t1 ) geringer ist als der von zwei Stützpunkten in der Anfangsstellung der Messer.
DEG67401D 1926-05-30 1926-05-30 Schutzvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge gegen Seilsperren Expired DE448928C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20100064523A1 (en) * 2008-09-17 2010-03-18 Eurocopter Cable-cutter device
WO2025116851A1 (en) * 2023-11-29 2025-06-05 Tusas- Turk Havacilik Ve Uzay Sanayii Anonim Sirketi Cable cutting mechanism for an aircraft

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