-
Flüssigkeitsabgabevorrichtung mit einem Gesamtzähler und einem zwei
Papierstreifen - bedruckenden Registrierwerk. Die Erfindung betrifft eine Flübsigkeitsabgabevorrichtung
mit Zähl- und Registrierwerk. Es sind Verbrauchsmesser bekannt, die zum Bedrucken
von zwei und mehr Papierstreifen dienende Registrierräder antreiben. Auch ist es
bei Kontrollvorrichtungen nicht mehr neu, außer Zählwerkscheiben verschiedene Vermerke
aufweisende Scheiben anzuordnen, die gegenüber den Zählwerkscheiben nach Belie-.
ben verstellt werden können.
-
Bekannten Verbrauchsmessern gegenüber unterscheidet sieh die Flüssigkeitsabgabevorric'htung
gemäß der Erfindung in der Hauptsache dadurch, daß der Antriebshebel der Zapfstelle
in der Ruhestel:ung durch eine Sperrvorrichtung gehalten ist, die zusammen mit im
Zählwerk angeordneten Kennzeichentypenscheiben in verschiedene Stellungen einstellbar
ist und mit ebenso vielen verschiedenem. Schlüsseln aufgeschlossen werden kann,
und daß der genannte Hebel, der den Verbrauchsrnesser mit dem Zählwerk kuppelt und
entkuppelt, mit den Vorschubwalzen für die Papierstreifen nur in der mit der Schließbewegung
zusammenfallenden Drehrichtung in Bewegungsverbindung steht und im Verlaufe der
Schließbewegung nacheinander die Druckvorrichtung sowie eine Schneidvorrichtung
zum Abtrennen eines Abschnittes vom einen. Papierstreifen antreibt, das Ganze so,
daß die Flüssigkeitsabgabevorrichtung von verschiedenen Personen unter Registrierung
jedes einzelnen Bezuges mit allen vorgesehenen Vermerken und gleichzeitiger Abgabeeiner
Bescheinigung benutzt werden kann. Die Kontrolle über den Gesamtbezug kann in bekannter
Weise durch ein besonderes Zählwerk erfolgen und steht mit der Erfindung in keinem
Zusammenhang.
-
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
-
Abb. r ist eine Seitenansicht desselben von links der Abb. 3, -
Abb.
z ein Schnitt nach Linie II-II der Abb. i, Abb. 3 eine Seitenansicht bei abgenommenem
Zeigerwerk.
-
Abb.4 ist ein Schnitt nach Linie IV-IV der Abb.3 und Abb.5 eine Seitenansicht
von rechts der Abb. 3.
-
Abb.6 bis 9 zeigen Einzelheiten.
-
Auf einem Turbinengehäuse i? das einen Zulaufrohrstutzen z und auf
der entgegengesetzten Seite einen Ablaufhahn 3 aufweist, ist ein Konsolgestell 4
befestigt, das drei im Abstand übereinanderliegende horizontale Arme 5,
6,7 besitzt. Der als Winkelhahn ausgebildete Ablaufha,'hn 3 kann mittels
eines auf seinem Ueiber oder Schieber 8 festsitzenden Handhebels 9 betätigt werden.
Obwohl zum Öffnen und Schließen des Ablaufhahnes nur eine Vierteldrehung erforderlich
wäre, wird der Handhebel zwecks Antriebs verschiedener, im nachstehenden beschriebener
Vorrichtungen um eine halbe Umdrehung gedreht. Der Reibet 8 trägt an seinem oberen
Ende eine am Umfang mit Rasten i o versehene Scheibe i i und ein auf letzterer festsitzendes
Zahnradsegment 12. Die Rastenscheibe i i ist an ihrem Umfang mit einem Ausschnitt
13 versehen, welcher in der in Abb. 4 ersichtlichen Stellung des Handhebels 9 einer
während der Drehung des letzteren an der Rastenscheibe i i unter der Wirkung einer
Feder 14 anliegenden Sperrklinke 15 gestattet, sich zwecks Umschwenkens in
eine annähernd radiale Lage zur Halmachse einzustellen. Die Sperrklinke 15 hat den
Zweck, zu verhindern, daß der Handhebel 9 mit dem. Hahnreiber zurückgedreht werden
kann, bevor er in der angefangenen Drehrichtung die halbe Umdrehung gemacht hat.
Man ist demnach genötigt, den Handhebel von einer Endstellung in die andere zu drehen,
wodurch unkontrolliertes Entnehmen von Flüssigkeit verhindert wird. Mit dem Zahnradsegment
i z steht unter Vermittlung eines Zwischengetriebes 16, 17, 18 ein Segment i 9 in
Verbindung. Das Segment i 9 sitzt auf einer senkrechten Welle 2o, die über dem Segment
einen gewundenen Sektor z i trägt. Der Sektor 2i ragt zwischen zwei Stifte 22 einer
senkrecht verschiebbar m einem Fußlager 23 einer senkrechten Welle 24 geführten
Hülse 25 (Abt. 7). Die Hülse z5 trägt an ihrem oberen Ende ein Zahnrad z6, das von
unten über eine auf der Welle z4 festsitzende Muffe 27 greift. Das Zahnrad
26 und die Muffe 27 bilden zusammen eine Kupplung, die in der oberen Endstellung
des Zahnrades geschlossen ist. Das Zahnrad 26 erhält seinen Antrieb durch ein Zahnrad
28, das auf dem oberen Ende einer nach oben aus dem Turbinengehäuse i herausragenden
Welle 29 festsitzt, die bei offenem Auslaufhahn 3 von dem im Turbinengehäuse eingeschlossenen
Meßrad aus angetrieben wird.
-
Das Zahnrad 28 überträgt seine Drehung über ein Zahnrad
30 und ein Kegelradgetriebe 3 i auf eine liegende Welle 32, die leicht lösbar
mit der Antriebswelle 33 eines m einem Zählergehäuse 34 enthaltenen Zählers mit
Zeigerwerk gekuppelt ist. Dieser Zähler kann von beliebiger bekannter Bauart sein
und wird mit Vorteil so ausgebildet, daß sowohl jede einzelne Messung wie der Gesamtbetrag
aller Messungen zusammen abgelesen werden kann.
-
Die Welle 24 trägt ein doppeltes Zählwerk, bestehend aus zwei Gruppen
von je drei übereinander angeordneten Zahlentypenscheiben 35, 36,37 und
38, 39, 40. Von diesen Typenscheiben sitzen die unterste 35 und die oberste
40 fest auf der Welle 24. Die Typenscheiben 36 und 39 sind auf einer gemeinsamen
Hohlwelle 4i und die Typenräder 37 und 38 auf einer Hohlwelle 42 befestigt. Die
Typenräder 35 und 4o, 36 und 39, 37 und 38 drehen sich also miteinander. jede Umdrehung
des Typenrades 35 wird in der bei Zählwerken allgemein bekannten Weise mit Hilfe
eines Sternrädchens 43 auf das Typenrad 36 und jede Umdrehung des letzteren, auf
das Typenrad 37 mittels eines Sternrädchens 44 übertragen. Die beiden Sternrädchen
43 und 44 sind auf einer gemeinsamen Achse 45 lose drehbar, die in einem Doppelhebel
46 festsitzt. Der D,oppelhebel46 ist um die Achse 47 drehbar und greift mit seinem
oberen verlängerten Arm und einem an diesem angeordneten Stift 48 in eine Kurvennut
49 eines auf der Welle 2o festsitzenden Sektors 5o ein (Abt. 4), durch den der Doppelhebel
46 gegen oder von den Zählertypensdheihen weggeschwungen wird. Dadurch werden die
Sternrädchen 43, 44 in und aus dem Bereich der Zählertypensdheiben35, 36 und 37
gebracht.
-
Die Zählertypenscheiben werden nach jedem Meßvorgang in die Nullstellung
zurückgedreht. Zu diesem Zweck sind die oberen Zählertypenscheiben 38, 39, 4o mit
je reinem Rückstellherz 5 i versehen. jedem Rückstellherz ist ein Rückstellhebel
5z zugeordnet. Diese Rückstellhebel 52 sitzen fest auf der Welle 2o und wirken
bei ausgerückten Sternrädchen 43, 44 auf das ihnen zugehörige Rückstellherz, so
daß die aus ihrer. Nullstellung gedrehten Zählertypenräder in die letztere zurückgedreht
werden. . Die Nullstellung fällt in Abb.3 mit der senkrecht zur Papierebene liegenden
Mittelebene der Welle 24 zusammen.
-
Zwischen den Zählertypenscheiben 37 und 38 ist an einem vom Gestellarm@6
nach unten ragenden, zur Welle 24 exzentrisch angeordrieten
zylindrischen
Ansatz 53 ein Zaunrad 54 mit zwei fest mit ihm verbundenen Kennzeichentypenscheiben
55, 56 drehbar gelagert. Die letzteren tragen auf ihrem Umfang eine Anzahl Buchstabentypen.
-
Die Typen der Zählertypenscheiben 35 bis 40 und der Kennzeiehentypenscheiben
55, 56 liegen in der senkrechten Mittelebene, in Abb.7 links, in einer Flucht, so
daß die in dieser Fluchtlinie liegenden Typen der oberen und unteren Gruppe miteinander
auf zwei quer an ihnen vorübergeführten Papierstreifen 57 und 58 zum Abdruck gebracht
werden können.
-
Der obere Papierstreifen 57 ist neben dem Konsolgestell 4 auf einer
Rolle 59 aufgewickelt und durch einen Führungskanal 6o und zwischen zwei in den
letzteren hineinragenden Schaltwalzen 6 i und 62 sowie zwischen einem Farbband 63
und einer Tiegelplatte 6,1 hindurchgeführt. Die Schaltwalze 61 besteht aus Metall
und hat am oberen und unteren Rand j e einen sich etwa auf die Hälfte des Umfanges
erstreckenden Mitnehmerwulst 65. Durch die Mitnehmerwulste 65 wird der Papierstreifen
57 an die aus Hartgummi bestehende Walze 62 angedrückt. Die Walze 61 sitzt fest
auf einer senkrechten Welle 66, die ihren Antrieb vom Rad 16 aus in nur einer Drehrichtung
erhält. Zu diesem Zweck ist das Rad 16 auf der oberen Stirnseite mit einer Kronverzahnung
mit auf einer Seite schrägen Flanken versehen. Ein mit analoger Kronverzahnung versehenes
Rad 67 ist auf der Welle 66 achsial verschiebbar geführt und wird mittels einer
Feder 68 fortwährend auf das Rad 16 gedrückt. Dieses Rad 16 nimmt daher das Rad
67 und mit ihm die Walze 61 nur in einer Drehrichtung mit. Die Walze 61 ist gegen
R.ückwärtsdrehen durch eine Sperrklinke 69 gesichert, die in eine auf der Welle
66 sitzende Sperrscheibe 7o eingreift. Die Drehung der letzteren wird auf die Walze
62 mit Hilfe von am unteren Ende der Walzen 61 und 62 angebrachten Zahnrädern 71
und 72 zwangläufig übertragen. Die Breite des im folgenden Quittungsstreifen genannten
Papierstreifens 57 ist so bemessen, daß er sich von unten nach oben über die Typenräder
55, 38, 39, 40 erstreckt.
-
Der Papierstreifen 58, im nachstehenden Kontrollstreifen genannt,
erstreckt sich von oben nach unten über die Typenräder 56, 37, 36 35 und wird von
den letzteren bedruckt. Zum Andrücken des Kontrollstreifens 58 und des zwischen
diesem und den genannten Typenrädern hindurchgehenden Farbbandes 63 an die letzteren
dient :eine Tiegelplatte 73. Die vorzugsweise aus Gummi bestehenden Tiegelplatten
64 und 73 sind an einer nach oben ragenden, seitwärts ausladenden Konsolplatte 74
eines in einer Nut 75 geführten Sch -littens 76 befestigt. An der Konsolplatte 74
sind oben mittels zwei Lagern zwei Farbbandführungswalzen 77, 78 und unten eine
Farbbandschaltwalze 79 gelagert. Die Walze 77 ist in horizontalen Sehlitzen 8o verschiebbar
und wird mittels Federn 8 i von der Walze 78 so weit weggeschoben, bis das Farbband
gespannt ist. Das Vor- und Zurückschieben des Schlittens 7 6 erfolgt vom Zahnradsegment
12 aus. Vom Schlitten 76 ragt ein Arm 82 seitwärts, welcher eine aus einem Winkel
bestehende, mit ihrem einen Schenkel nach unten vorstehende Knagge 83 trägt, die
mittels eines Stiftes 84 und einer Feder 85 auf ihrem Platz so gehalten ist, daß
sie nach oben ausweichen kann. Auf dem Zahnradsegment 12 ist eine Platte 86 befestigt,
die eine nach oben ragende, -einseitig abgeschrägte Nase 87 aufweist. In der in
Abb.2 ersichtlichen Stellung des Handhebels 9, d. h. bei offenem Ablaufhahn 3, liegt
die Nase 87 hinter der Knagge 83. Wird der Handhebel 9 zwecks Schließens des Hahnes.
in Abb.2 ü1 der Pfeilrichtung, gedreht, so trifft die Nase 87 mit ihrer senkrechten
Flanke gegen die Knagge 83. Da diese nicht nachgeben kann, wird durch die Nase 87
der Arm 82 mit dem Schlitten 76 vorwärts bewegt, wobei die Platten 64 und 73 den
Quittungsstreifen 57 und den Kontrollstreifen 58 unter Zwischenlage des Farbbandes
63 an die Zählwerktypenräder 35 bis 4o und an die Kennzeichentypenräder 55, 56 andrücken.
Hierbei werden auf dem Quittungsstreifen 57 und dem Kontrollstreifen 58 die ihnen
gegenüberliegenden -Zahlen und Buchstaben zum Abdruck gebracht. Da sich die Nase
87 in einer Kreisbahn bewegt, gleitet sie nach vollzogenem Druckvorgang seitwärts
von der Knagge 83 ab und gibt damit deren Rückweg frei. Um den Schlitten 76 wieder
in die Ausgangsstellung zurückzuführen, ist am Arm 82 ein nach unten ragender Stift
88 angeordnet, der sich im Bereich eines auf dem Zahnradsegment 12 angebrachten
Kurvenstückes 89 befindet. Unmittelbar nach Freigabe der Knagge 83 durch die Nase
87 trifft das Kurvenstück 89 gegen den Stift 88 und drängt diesen zurück unter gleichzeitiger
Mitnahme des Armes 82 und des Schlittens 76.
-
Damit auf jeder Quittung außer der Mengenangabe der bezogenen Flüssigkeit
das Datum, d. h. Monat und Tag des Bezuges, ersichtlich ist, befindet sich neben
den oberen Zählertypenrädern 38, 39, 4o auf dem Arm 6 ein Ziffernscheibensatz, bestehend
aus drei über eine vertikale Hülse 9o geschobenen Ziffernscheiben 91, die gegeneinander
gedreht und durch einen Steckstift in der gewünschten Stellung festgestellt werden
können. Die
Hülse 9o besitzt einen Fuß 92, mit welchem sie an der
genau bestimmten Stelle auf zwei Paßstifte 93 aufgesteckt werden kann, so daß sie
jederzeit leicht abhebbar ist.
-
Das Abschneiden der einzelnen mit Mengen- und Datumangabe versehenen
Quittungen vom Papierstreifen 57 geschieht nach dem Vorschub des letzteren durch
eine vom Handhebel 9 aus zu betätigende Schere 94, 95. Der feste Scherenschenkel
94 ist durch eine vertikale Platte und der bewegliche Scherenschenkel 95 durch einen
Hebel gebildet, der bei 96 seine Drehachse hat und durch einen Schraubenbolzen 97
an einem nach oben ragenden Arm 98 eines Schlittens 99 a.ngelenkt ist. Der Schlitten
99 ist neben dem Schlitten 76 auf der Außenseite der Führung des letzteren mittels
zwei Schrauben ioo geführt, die im Schlitten 99 angeordnete Längsschlitze ioi durchdringen.
Der Schlitten 99 besitzt eine Klaue tot, die in der in Abb. 3 und 4 gezeichneten
Stellung des Handhebels 9 über einen von demselben nach oben ragenden Vorsprung
io3 greift. Wird der Handhebel 9 zwecks öffnens des Ablaß'hahnes 3 in Abb. 4 in
der Pfeilrichtung gedreht, so nimmt der Vorsprung i o3 unter Vermittlung der Klaue
io2 clen Schlitten. 99 mit, bis der in einem Kreisbogen sich bewegende Vorsprung
von der Klaue seitwärts abgleitet. Dadurch wird die Schere 94, 95 geöffnet. Mit
dem Öffnen der Schere wird durch eine auf der Innenseite des Armes 98 an einem Zapfen
104 gelagerte Klinke io5 ein auf dem einen Achszapfen der Farbbandwalze 79 festsitzendes
Schalträdchen i o6 gedreht, wodurch das Farbband 63 um einen Schritt weitergeschaltet
wird. Das Rücbvärtsdrehen des Schalträdchens io6 wird durch eine am Schlitten 76
gelagerte Klinke 107 verhindert.
-
Das Öffnen der Schere und damit das Öffnen des Ablaßhahnes ist nur
möglich, wenn. sie durch .eine mit ihr und mit den Kennzeichentypenrädern 55, 56
zwangläufig in Verbindung stehende Verriegelungsvorrichtung freigegeben ist. Die
letztere besitzt einen an der Platte 94 geführten Riegel io8, der an seinem 'hinteren
Ende nach oben gebogen ist und an einem Zapfen iog angreift, der seitwärts von dem
nach oben über die Drehachse 96 hinaus verlängerten Scherenschenkel 95 absteht.
Am Riegel io8 sind seitwärts abstehende Warzen i i o angeordnet, in deren Bereich
je eine Zuhaltung i i i, I 12, 113 mittels je einer Feder i 14 gehalten ist. Die
drei Zuhaltungen sind auf- und abwärts drehbar nebeneinander an einer Platte 115
aufgehängt, die ein um eine senkrechte Achse 116 drehbares Schloßgehäuse
117 trägt. In diesem Schloßgehäuse sind ebenso viele radial gelagerte Schlüsselführungshülsen
i 18 angeordnet, als die Kennzeichentypenscheiben 55, 56 an ihrem Umfang Kennzeichentypen
aufweisen. Unter jeder Schlüsselführungshülse 118 ist ein Satz von drei vertikal
verschiebbaren Sperrstiften zig im Boden des Schloßgehäuses 117 vorhanden. Die Sperrstifte
jedes Satzes haben eine andere Längenkombination, so daß zur Betätigung jedes Stiftsatzes
ein anderer von allen übrigen abweichender Schlüssel erforderlich ist, der in der
Zeichnung das Bezugszeichen 12o hat. Zum Einführen der Schlüssel muß das Schloßgehäuse
117 in eine bestimmte, für jeden Schlüssel andere Stellung eingestellt werden, indem
die Schlüssel nur an einer Stelle durch ein Loch i 2 i eines nach oben gebogenen
Armes 122 hindurchgesteckt werden können. In der Platte i 15 sind in einer zur Achse
i 16 radialen Flucht, die in ihrer Verlängerung nach außen durch das Loch I21 hindurchgeht,
drei Zuhaltungsstifte 123 senkrecht verschiebbar geführt. Von den letzteren ruht
jeder auf dein äußeren Ende einer der Zuhaltungen 1 i i, 112, 113. Die Zuhaltungen
i 12 und 113 sind am .äußeren Endteil rechtwinklig umgebogen, so daß ihre Enden
mit der Zuhaltung i i i in einer Flucht liegen, die mit derjenigen der Zuhaltungsstifte
123 übereinstimmt. Die oberen Enden der letzteren schließen in der Sperrstellung
der Zuhaltungen mit der oberen Fläche der Platte: I15 ab, so daß beim Drehen des
Schloßgehäuses i 17 die Sperrstifte i 19 über die Zuhaltungsstifte 123 hinweggleiten
und nicht in deren Führungsbohrungen eintreten können. Werden die auf den Zuhaltungsstiften
123 liegenden Sperrstifte i 19 vom richtigen Schlüssel betätigt, so drängen sie
die Zuhaltungsstifte 123 entgegen der Wirkung der die Zuhaltungen 111, 112, 113
beeinflussenden Federn 114 nach unten, wodurch diese Zuh'altungen so gedreht werden,
daß sie mit ihren inneren Enden die Warzen i io freigeben. Würde z. B. infolge Verwendung
(eines unrichtigen Schlüssels nur eine der Zuhaltungen nicht betätigt, so würde
diese eine Zuhaltung der betreffenden Warze i io 'den Weg versperren und damit das
Verschieben des Riegels i o8 und das Öffnen der Schere 94, 95 und des Ablaßhahnes
3 verhindern. Sind aber alle Warzen i io frei, so kann der Riegel io8 vom Handhebel
9 aus verschoben und der Ablaßhahn geöffnet werden.
-
Damit nach, Beginn der Dxehbewegung des Handhebels 9 der im Sc'hloßgehäuse
steckende Schlüssel 120 nicht vor Vollendung einer Flüssigkeitsentnahme und Schließens
des Ablaßhahnes herausgezogen und das Schloßgehäuse in eine andere Stellung eingestellt
werden kann, was, wie später erklärt, eine Verstellung der Kennzeichentypenscheiben
55 und 56
und folglich das Abdrucken von unrichtigen Kennzeichen
auf dem Kontrollstreifen 58 und dem Quittungsstreifen 57 zur Folge hätte, ragt zwischen
das Schloßgehäuse 117 und den Arm 122 eine Klinke 124, die
bei 125 am Konsolgestell4 gelagert ist und mit einem Arm i26 auf dem Zapfen
io9 des beweglichen Scherenschenkels 95 aufliegt. Beim Öffnen der Schere schwingt
der Zapfen iog von dem schräg nach unten gebogenen. Ende des Armes 126 weg,
so daß sich infolge des Eigengewichtes der Klinke die letztere bis auf den Schlüssel
senkt. Da dieser nur mit nach oben gerichtetem Bart eingeführt und herausgezogen
werden kann, so würde bei vorzeitigem Herausziehen des Schlüssels dessen Bart an
der Klinke 124 anstoßen. Die Klinke 124 verhindert also bei geöffnetem Ablaßhahn
ein Herausziehen des Schlüssels.
-
Das Einstellen des Schlosses und der Kennzeic'hentypenscheiben 55,
56 in eine bestimmte Stellung kann mit Hilfe einer Handkurbel 127 vorgenommen werden,
die am oberen Ende einer vertikalen Welle 128 sitzt, welche durch ein Zahnrad 129
mit einer am unteren Rand des Schloßgehäuses 117 angeordneten Verzahnung i 3o und
durch ein tiefer liegendes Zahnrad 131 mit dem Zahnrad 54 zwangläufig in Verbindung
steht. Die Achse i 16 des Schloßgehä.uses trägt am oberen Ende eine Scheibe
132, deren abgeschrägter Rand Teilstriche aufweist, die mit gleichen Kennzeichen
wie die Seheiben 55 und 56 versehen sind und, einem feststehenden, auf dem Gehäuse
133
angebrachten Zeiger 132' gegenüber eingestellt, die richtige Stellung
der zum Abdruck zu bringenden Kennzeichen bzw. der Scheiben 55 und 56 erkennen lassen.
-
Der Kontrollstreifen 58 ist auf einer vertikalen Rolle 134 aufgewickelt,
die sich mit der Rolle 59 des Quittungsstreifens 57 in einem seitlichen Ausbau
135 des Gehäuses 133 befindet. Letzteres besitzt auf der entgegengesetzten
Seite einen Ausbau 136, welcher mit einem Fenster 137 versehen ist, durch
welches hindurch ein Teil der Aufzeichnungen des mit seinem anderen Ende auf einer
Rolle 138 aufgewickelten Kontrollstreifens 58 sichtbar ist. Das Aufwickeln des Kontrollstreifens
auf die- Rolle 138 wird vom Arm 98 des Schlittens 99 aus schrittweise bewirkt, wenn
dieser zwecks Abschneidens eines Stückes vom Quittungsstreifen. 57 vorgeschoben
wird. Zwischen der Rolle 138 und einem die letztere tragenden Arm 139 ist
um den Achszapfen der Rolle herum ein Hebel 140 schwingbar gelagert, welcher durch
einen Lenker 141 mit dem Arm 98 verbunden ist und eine Klinke 142 trägt, die in
ein am unteren Ende der Rolle 138 festsitzendes Schaltrad 143 eingreift. Eine auf
dem Arm 139 angeordnete Klinke 144 verhindert das Rückwärtsdrehen des Schaltrades
143, wenn die federnd an @dasselbe angedrückte Schaltklinke 142 zurückgleitet. Die
letztere dreht das Schaltrad 143 mit der Rolle 13,8 um einen Schritt, wenn der Schlitten
99 vom Handhebel 9 beim Schlie-:ien der Schere und des Hahnes 3 vorgeschoben wird.
Dadurch wird der Kontrollstreifen 58 um einen Schritt weitergeschaltet.
-
Die Handhabung und Wirkungsweise der beschriebenen und dargestellten
Vorrichtung zur Abgabe von Flüssigkeit, z. B. Benzin, ist kurz zusammengefaßt folgende:
Der Entnehmer dreht zuerst mit der Kurbel 127 das Schloßgehäuse
117 und damit die Kennzeichentypenscheiben 55 und 56 in die zum Einstecken
seines Schlüssels und Abdrucken seines Kennzeichens geeignete Stellung. Nach dem
Einstecken des Schlüssels und Drehen desselben um i8o° kann der Handhebel 9 zwecks.
Öffnens des Ablaßhahnes 3 aus der in Abb. 4 ersichtlichen Stellung in die in Abb.2
gezeigte gedreht werden. Dabei wird zuerst die Schere 94, 95 geöffnet, gleichzeitig
das Farbband 63 um einen Schritt weitergeschaltet, die Klinke 124 gesenkt und die
Kupplung 26, 27 geschlossen. Mit dem Öffnen des Hahnes 3 beginnt das von der Meßturbine
im Gehäuse i angetriebene Rad 28 das Zeigerwerk im Gehäuse 34 und außerdem das Zählerwerk
z6, 24, 35, 40: 43, 36, 39. 44 37, 38 zu drehen. Ist die genügende Menge Flüssigkeit
bezogen, so wird durch Drehen des Handhebels 9 aus der Stellung in Abb.2 in die
in Abb.4 ersichtliche Lage der Hahn 3 geschlossen. Mit denn Schließen des Hahnes
3 wird durch die auf die Knagge 83 treffende Nase 87 der Schlitten 76 vorgeschoben
und dadurch der Quittungsstreifen 57 unter Zwischenlage des Farbbandes 63 an die
oberen Zählerscheiben 38, 39, 40, an die Kennzeichentypenscheiben 55 und an die
Datutnscheiben 9i angedrückt. Hierdurch wird auf dem Quittungsstreifen die Angabe
der bezogenen Flüssigkeitsmenge, das Kennzeichen des Entne'hmers und ferner das
Datum des Bezuges .aufgedruckt. Auf -dem Kontrollstreifen 58 dagegen werden nur
die beiden ersten Angaben durch die Scheiben 35, 36, 37. 56 aufgedruckt. Bei der
Weiterdrehung des Handhebels 9 wird durch die Kurvenführung 89 und den Stift 88
am Arm 82 der Schlitten 76 zurückgezogen. Mit Beginn der Rückzugsbewegung des Schlittens
76 drücken die Wulste 65 der Rolle 61 den Quittungsstreifen 57 an die Gummiwalze
62 an, wodurch der Quittungsstreifen durch die Schere 9.1, 95 hindurch um die Länge
der Wulste 65 vorgeschoben wird. Diese Länge ist so bemessen, daß die auf den Quittungsstreifen
gedruckte Mengenangabe und das
Kennzeichen über die Schere hinausgelangen.
Das vordere Ende des Quittungsstreifens ragt dann durch eine äffnung im Gehäuse
133
hindurch, so daß es bequem erfaßt werden kann. Sobald der Handhebel 9
mit seinem Vorsprung i o3 gegen den Schlitten 99 trifft, so wird dieser vorgeschoben
und dabei die Schere 94, 95 geschlossen. Die abgeschnittene Quittung kann vom Entneh'mer
herausgezogen und als Bescheinigung für den gemachten Bezug an sich genommen werden.
Mit dem Schließen der Schere wird durch die Schaltklinke 142 die Rolle 138 um einen
Schritt weitergedreht und dadurch der Kontrollstreifen 58 um einen Sehritt weitergeschaltet.
Gleichzeitig wird durch den Zapfen 1o9 und den auf diesem aufliegenden Arm 126 die
Klinke 124 aus dem Bereich, des Schlüssels i2o gehoben, worauf dieser herausgezogen
werden kann. Mit dem Zurückdrehen' des Handhebels 9 in seine Ausbäggsstellung wird
durch das Zahnradsegment 12 und das Getriebe 16, 17, 18, 19 die Welle zo mit dem
Sektor 21 und den Hebeln 52 zurückgedreht, wobei zuerst die Kupplung 26, 27 geöffnet
und dann durch die Hebel 52 und die Rückstellherzen 51 die Zählertypensc heiben
in die Nullstellung zurückgedreht werden. Nach dem Herausziehen des Schlüssels i2o
ist die Vorrichtung zu einer weiteren Abgabe von Flüssigkeit bereit.