DE429228C - Elektropneumatische Stellvorrichtung fuer die Weichen von Gleisschienen - Google Patents

Elektropneumatische Stellvorrichtung fuer die Weichen von Gleisschienen

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DE429228C
DE429228C DEL64051D DEL0064051D DE429228C DE 429228 C DE429228 C DE 429228C DE L64051 D DEL64051 D DE L64051D DE L0064051 D DEL0064051 D DE L0064051D DE 429228 C DE429228 C DE 429228C
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electropneumatic
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cylinder
pedal
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DEL64051D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/02Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track
    • B61L11/06Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track with fluid-pressure transmission

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Stellvorrichtung für die Weichen von Schienengleisen mit Tritthebeln, welche durch die Wagenräder niedergedrückt werden und mit einer pneu-.5 inatischen Einrichtung, welche durch die Tritthebel entweder direkt oder unter Vermittlung von elektrischen Relais in Tätigkeit gesetzt wird, versehen sind. Die pneumatische Einrichtung steuert ihrerseits selbst ein elektrisches Relais zur Betätigung der Weiche.
Die Vorrichtung der Erfindung ist für Schienengleise mit beliebigem Betrieb bestimmt und hat den Vorteil, besonders bei elektrischem Betriebe, daß keine Pedale auf der Stromzufuhrleitung angebracht zu werden brauchen. Außerdem hat die Vorrichtung den Vorzug, während der Gesamtdauer des Uberfahrens des Zuges selbsttätig verriegelt zu werden, so daß eine Entgleisung nicht eintreten kann.
Die Erfindung wird durch die nachstehende Beschreibung und die beiliegende Zeichnung, welche ein Ausführungsbeispiel betrifft, ohne weiteres verständlich.
Abb. ι ist eine Draufsicht einer Schienenstrecke mit Weiche und zugehöriger Stellvorrichtung.
Abb. 2 zeigt schematisch die Einrichtung der Verstellvorrichtung.
Diese besteht aus einer gewissen Anzahl von Tritthebeln oder Pedalen A, B, C, D, deren Anordnung und Zweck nachstehend auseinandergesetzt wird. Die Pedale sind derart angeordnet, daß sie durch den Spurkranz der Räder niedergedrückt werden und liegen zu diesem Zwecke seitlich von den Kopfschienen oder in der Rinne der Rinnenschienen.
Das Pedal A befindet sich vor der Weiche, und zwar in einem Abstand von den Weichenzungen, die mindestens gleich ist dem größten Abstand zwischen dem vorderen Ende der Motorwagen und ihrer ersten Radachse. Dieses Pedal ist durch einen Multiplikationshebel 1 mit der Stange 2 eines Kolbens 3 verbunden, der in einem Zylinder 4 hin und her geht. Durch die Bewegungen des Kolbens 3, der unter dem Einfluß einer Rückzugfeder 25 steht, wird Luft in den Zylinder 4 durch das
Saugventil 5 eingesaugt und durch das Druckventil 7 in die Leitung 6 übergedrückt. Auf die Leitung 6 ist ein Hahn 8 aufgesetzt, welcher die Verbindung nach außen herzustellen gestattet. Die Leitung verbindet den Kolbenzylinder 4 mit zwei weiteren Zylindern 9 und 10. Der in dem Zylinder 9 hin und her gehende Kolben steuert einen Momentstromunterbrecher 12. Dieser wird durch eine Feder 13, die auf den Kolben 11 einwirkt, normal offen gehalten. Der in dem Zylinder 10 liegende Kolben 14 steuert andererseits einen LTmschalter 15, der mit dem Momentunterbrecher 12 in Reihe angeordnet ist und den Stromkreis in dem einen oder den anderen der beiden Solenoide 16 und 17 schließt, die um ein und denselben beweglichen Kern 18 in entgegengesetzter Richtung bewickelt sind. Die durch die Leitung 6 in den Zylinder 10 eintretende Preßluft gelangt abwechselnd auf die eine oder die andere Seite des Kolbens 14, je nach der Stellung des Schiebers 19. Die Verstellung des Schiebers erfolgt durch die Bewegung des Kernes 18 unter Vermittlung eines geeigneten Überträgers 20. Der Kern 18 ist direkt oder indirekt mit der zu stellenden Weiche gekuppelt.
Die Steuerung des Hahnes 8 erfolgt durch die Pedale B, C und D. Das -Pedal B liegt unmittelbar hinter dem Pedal A, und die Pedale C und D sind parallel auf beide Gleise aufgesetzt zur Seite des hinteren Endes der Weiche in einem Abstand von dieser, der mindestens gleich ist dem größten Abstand zwischen der ersten und der letzten Radachse , des Zuges. Das Niederdrücken des Pedales B bewirkt die Schließung des Stromkreises eines Elektromagneten 21, das Niederdrücken des einen oder anderen Pedales C und D die Schließung des Stromkreises eines zweiten Elektromagneten 22. Die Erregung jedes der Elektromagnete 21 und 22 bewirkt die Drehung des Hahnes 8 um eine Viertelumdrehung. Wenn die Pedale B, C, D sich wieder heben, werden die Stromkreise selbst- \ tätig durch die Federn 23 geöffnet, während I die Federn 24 die Kerne der Elektromagnete [ 21 und 22 wieder in die ursprüngliche Stellung zurückbringen.
Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende:
Wenn der Lokomotivführer sich der Weiche, die er aufschneiden soll, nähert und diese verstellen will, um auf ein anderes Gleis überzufahren, so hält er zunächst den Zug still, so daß das erste Räderpaar das Pedal A niederdrückt und dieses während einiger Sekunden niedergedrückt hält. Infolgedessen nehmen das Pedal und der Kolben 3 die in der schematischen Abbildung strichpunktiert dargestellten Stellungen ein. Die erzeugte Preßluft tritt in die Leitung 6 und durch die kalibrierte Öffnung des Ventils 7 nach außen während der wenigen Sekunden, während welcher der Wagen stillsteht.
Die Preßluft drückt auf den Kolben 11 des Zylinders 9 und bewirkt das Schließen des Stromunterbrechers 12. Die auf die Hinterseite des Kolbens 14 des Zylinders 10 einwirkende Preßluft drückt diesen Kolben nach links in die strichpunktierte Stellung, \vodurch der Umschalter 15 umgelegt wird. Am Ende dieser Bewegung wird der Stromkreis in dem Solenoid 17 geschlossen, und der Ankerkern 18 bewegt sich und verstellt die j Weiche. Die Bewegung des Ankers r8 bewirkt gleichzeitig die Verstellung des Schiebers 19 nach links behufs darauf folgender umgekehrter Rückstellung der Weiche.
Wenn hierauf der erste Wagen des Zuges weiterfährt, wird das Pedal B, welches unmittelbar hinter dem Pedal A angeordnet ist, seinerseits niedergedrückt, und der Stromkreis des Elektromagneten 21 wird geschlossen. Da sich der Kern dieses Elektromagneten nach rechts bewegt, dreht sich der Hahn 8 um eine Viertelumdrehung, wodurch die beiden Teile der Leitung 6 nach außen in go Verbindung gebracht werden. Von diesem Momente ab ist jede Bewegung des Pedales A wirkungslos. Es ist keine unzeitmäßige Verstellung der Weiche zu befürchten, und der Zug kann vollständig über die Weiche wegfahren.
Wenn der Zug die Weiche passiert hat, wird entweder das Pedal C oder das Pedal D niedergedrückt. Infolgedessen wird der Stromkreis des Elektromagneten 22 ge- lco schlossen, und es tritt eine neue Drehung des Hahnes 8 ein. Von diesem Augenblicke ab ist die Leitung 6 in ihrer Gesamtlänge offen, und die Vorrichtung kann in der beschriebenen Weise aufs neue in Tätigkeit treten, da die Weiche in der durch das Passieren des letzten Zuges eingenommenen Stellung verharrt.
Beabsichtigt der Lokomotivführer bei Annäherung an die Weiche deren Stellung nicht n0 zu verändern, so braucht er lediglich ohne Anhalten über das Pedal A wegzufahren. Dieses wird hierbei zwar niedergedrückt, kehrt al)er infolge der Feder 25 sofort wieder in die ursprüngliche Stellung zurück, so daß ng die durch den Kolben 3 zusammengepreßte Luft nicht Zeit findet, durch die kalibrierte öffnung des Ventils 7 auszutreten und die Kolben 11 und 14 in Ruhe bleiben. Im folgenden Augenblicke wird das Pedal B niedergedrückt, und die Zunge wird wie vorher infolge der Drehung des Hahnes 8 verriegelt.
Bei Gleisen mit starkem \'erkehr oder bei Verwendung von Bahnmaterial anderen Typs, welches eine geeignete Anordnung der Pedale nicht gestattet, kann es erforderlich sein, die Betriebssicherheit dadurch zu erhöhen, daß man das Gehäuse des Hahnes 8 als Schraube ausbildet, in welche ein Zahnrad eingreift, das nach entgegengesetzten Richtungen durch die Kerne der Elektromagnete
ίο 2i und 22 beeinflußt wird. In diesem Falle schließt das erste über das Pedal B fahrende Rad den Elektromagneten 21, wodurch der Hahn um einen gewissen Wert gedreht wird, und wenn dann dasselbe Rad über eines der Pedale C oder D fährt, so wird der Stromkreis des Elektromagneten 22 geschlossen, und der Hahn dreht sich um den gleichen Wert wie vorher zurück.
Die Stellvorrichtung der Erfindung hat nicht nur den Vorteil, die Weiche während der gesamten Zeitdauer, während welcher die erste Achse zwischen den Pedalen B und C oder D sich befindet, zu verriegeln, sondern außerdem noch den, Pedale auf den Zug-.schienen überflüssig zu machen. Stets gestattet die Vorrichtung dem Lokomotivführer, zwei bis drei Meter vor den zu verstellenden Weichenspitzen die Maschine anzuhalten. Die Betriebsvorschrift ist übrigens sehr einfach, da sie lediglich dem Lokomotivführer vorschreibt, sich nicht oder nur wenige Sekunden vor dem Pedal A aufzuhalten, je nachdem die Stellung der Weiche die gewünschte oder die nicht gewünschte ist.
Außerdem gestattet die Stellvorrichtung entsprechend der Erfindung die vollkommene Übereinstimmung zwischen der Stellung der Weiche, der Stellvorrichtung und den Signallichtern, falls solche vorhanden sind, auch wenn die Weichenstellung von Hand erfolgt.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Elektropneumatische Stellvorrichtung für die Weichen von Gleisschienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung der Weiche durch einen Anker (18) eines Relais bewirkt wird, dessen elektrischer Stromkreis pneumatisch, beispielsweise durch die Bewegung eines Kolbens (14), in einem Zylinder (10) erfolgt, in weichen Preßluft durch Niederdrücken eines Pedals (A) bei Überfahren der Spurkränze der Räder eines Zuges über das Pedal übergedrückt wird.
  2. 2. Elektropneumatische Stellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen zum Einstellen der Weichen in ihre beiden Endstellungen durch ein und denselben Anker (18) eines Relais veranlaßt werden, weldies zwei Solenoide (16 und 17) mit entgegengesetzten Wicklungen besitzt, wobei der Stromkreis jedes der Solenoide durch die Bewegung des Kolbens (14) in dem Zylinder (10) nach der einen oder anderen Richtung geschlossen wird.
  3. 3. Elektropneumatische Stellvorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Bewegungen der Weiche bewirkende Anker bei jeder Umstellung einen Verteilungsschieber steuert, welcher Druckluft in den Zylinder fio) auf die eine oder die andere Seite des Kolbens (14) schickt.
  4. 4. Elektropneumatische Stellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Bewegung des Kolbens (14) dienende Druckluft durch Niederdrücken des Pedales (A) erzeugt wird, welches unmittelbar oder durch Vermittlung von Hebeln oder von elektrischen Relais einen in einem Zylinder (4) hin und her gehenden Kolben (3) steuert.
  5. 5. Elektropneumatische Stellvorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Zylinder (4) erzeugte Druckluft durch ein Druckventil mit kalibrierter Auslaßöffnung (7) hindurchgeht.
  6. 6. Elektropneumatische Stellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Niederdrücken des Pedales erzeugte Druckluft das Schließen eines Momentunteibrechers bewirkt, der in den Stromkreis des Relais (16-17) unter Vermittlung eines Kolbens (11) und eines Zylinders (9) eingeschaltet ist.
  7. 7. Elektropneumatische Stellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Verbindungsleitung der verschiedenen Zylinder eingeschaltete Hahn (8) entweder diese Zylinder unter sich oder unmittelbar nach außen in Verbindung setzt, jedesmal wenn die Radspurkränze des Zuges über die Pedale, die zu beiden Seiten der Weiche angeordnet sind, fährt, zum Zwecke, das Verriegeln der Weiche während des Passierens des Zuges zu sichern und die Vorrichtung nach Passieren des Zuges in die ursprüngliche Stellung zurückzubringen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEL64051D 1924-09-24 1925-09-19 Elektropneumatische Stellvorrichtung fuer die Weichen von Gleisschienen Expired DE429228C (de)

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