DE654774C - Elektrisch gesteuerte Luftbremseinrichtung fuer Eisenbahnfahrzeuge - Google Patents

Elektrisch gesteuerte Luftbremseinrichtung fuer Eisenbahnfahrzeuge

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DE654774C DEW96247D DEW0096247D DE654774C DE 654774 C DE654774 C DE 654774C DE W96247 D DEW96247 D DE W96247D DE W0096247 D DEW0096247 D DE W0096247D DE 654774 C DE654774 C DE 654774C
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Description

  • Elektrisch gesteuerte Luftbremseinrichtung für Eisenbahnfahrzeuge Es sind elektrisch und durch Druckluft gesteuerte Bremseinrichtungen bekannt, bei denen die Tätigkeit der Steuerventile an -den Einzelwagen durch elektromagnetische Brems-und Löseventile gesteuert wird, deren Strom von einer Schaltvorrichtung am Führerbremsventil geschaltet wird. Man hat auch schon vorgeschlagen, zur Betätigung der Schaltkontakte für den Steuerstrom elektromagnetischer Brems- und Lösemagnete besondere Steuerluftzylinder zu benutzen, die .durch ein im Führerbremshahn gelagertes handbetätigtes Hilfsventil gesteuert werden. Hierbei ergibt sich die Bremskraft aus der 7eibdauer, während der das Hilfsventil in Bremsstellung offen gehalten wird.
  • "Zweck der Erfindung ist es, eine Luftbremseinrichtung zu schaffen, bei der die Brems- und Löseventile in Abhängigkeit von der Stellung des Führerbremshandgriffes se-lhsttätig so gesteuert werden, daß sich ein je nach der Stellung .dieses Handgriffes verschiedener Bremsdruck einstellt, wenn der Führerbremshandgriff in einer Bremsstellung festgehalten wird.
  • Nach der Erfindung wird die durch das Führerbremsventil, das die Bauart der sich selbsttätig in die Abschlußstellung einstellenden Ventile aufweist, gesteuerte Druckluft dazu benutzt, die elektrische Steuerung der Ventile an den Einzelwagen zu bewirken. Auf diese Weise wird das Anziehen oder Lösen aller Bremsen des Zuges elektrisch in einem Maße gesteuert, das selbsttätig entsprechend der Einstellung des Führerbremsventils bestimmt wird. Beim Erreichen des erwünschten Luftdruckes wird die Luftzufuhr ohne weiteres Zutun des Führers und ohne weitere Bewegung des Handgriffes des Führerbreinsventils selbsttätig unterbrochen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt. Abb. i zeigt schematisch eine Druckluftbremseinrichtung und die elektrische Steuervorrichtung für sie an einem Motorwagen eines Zuges, der mit einer elektropneumatischen Bremseinrichtung nach der Erfindung ausgerüstet ist. Abb. a zeigt eine ähnliche Darstellung der Einrichtung an einem Anhängewagen. Abb. 3 ist eine Teilansicht der Einrichtung nach Abb. i mit einer zusätzlichen Regelvorrichtung.
  • Nach Abb. i und 2 ist der Motorwagen mit einer Druckluftbremseinrichtung ausgerüstet, die einen Bremszylinder i, einen Bremsluftbehälter 2, einen Hauptbehälter 3 und an beiden Enden des Wagens je ein Führerbremsventil q.", 4.1' enthält.
  • Der Hauptluftbehälter 3 erhält Druckluft von einem Luftverdichter 5, er ist an die Hauptleitung 6 angeschlossen, die sich über den ganzen Zug erstreckt und die üblichen Kupplungshähne 7 und Schlauchkupplungen 8 hat.
  • über den ganzen Zug erstrecken sich ferner drei Kabel, und zwar das Bremskabel g, das Bremslösekabel io und die Rückleitung i i. Jedes dieser Kabel führt zu einem entsprechenden Kontakt in Schaltkästen 12 an beiden Enden des Motorwagens. Beide Füllre rbremsventile 4a, 46 haben einen Handgriff, der nur dann vom Ventil abgenommen werden kann, wenn dieses in einer unwirksamen Stellung stellt. Der abgenommene Handgriff kann am benachbarten Schaltkasten 12 angebracht werden. Wenn der Handgriff des Führerbremsventils auf den Schaltkasten 12 gesteckt ist, nehmen die Kontakte die Stellung ein, wie sie in Abb. i rechts gezeichnet ist. Die Kabel 9, 1o, ii des Zuges finden dann Anschluß an den entsprechenden Kabeln des nächsten Wagens. Wenn dagegen der Handgriff des Führerbremsventils vom Schaltkasten 12 abgenommen ist, befinden sich die Kontakte in der Stellung, die links in Abb. i gezeichnet ist.
  • Die Druckluftzufuhr zum Bremszylinder i vom Bremsluftbehälter 2 und der Luftauslaß aus dem Bremszylinder ins Freie wird durch eine elektromagnetische Ventilvorrichtung 13 gesteuert, die ein Bremsventil und ein Auslaßventil enthält, welche beide durch Elektromagnete gesteuert werden. Das Bremsventil ist so konstruiert, daß bei stromlosem Magneten 14 eine Verbindung hergestellt ist zwischen dein Behälter :2 und einer zum Bremszylinder i führenden Leitung 15. Diese Verbindung ist unterbrochen, wenn der Magnet 14 erregt ist.
  • Das Auslaßventil ist so gebaut, daß bei stromlosem Magneten 16 die Verbindung zwischen der Leitung 15 und der Atmosphäre unterbrochen ist, während bei erregtem ?@-lagneten 16 diese Verbindung bestellt.
  • Der Magnet 14 des Bremsventils liegt in Reihe geschaltet mit dem Kabel 9; das gleiche gilt für den Magneten 16 des Auslaßv entils bezüglich des Kabels io.
  • Die Führerbremsventile 4a, 4l haben die Bauart der sich selbsttätig in die Abschlußstellung einstellenden Ventile; durch sie fließt Druckluft vom Bremsluftbehälter 2 zur Leitung 17 mit einem Druck, der vom Ausmaß der Bewegung des Handgriffs am Führerbremsventil abhängt. Jedes Führerbremsvelltil ist mit einem Kontrollschalter Iga bzw. igb ausgerüstet, dessen Kontakte 1g, 20, 21 durch eine (nicht gezeichnete) Kontaktbrücke elektrisch verbunden werden können, wenn das Führerbremsventil seine verschiedenen Stellungen einnimmt, die durch die Buchstaben R, A und E angedeutet sind.
  • Jedes Führerbremsventil arbeitet zusainmen mit einer elektropneumatischen Regelvorrichtung 22a bzw. 226, die sich zusaillmensetzt aus einem Zylinder 23, einem Kolben 24 und einem von der Kolbenstange getragenen Steuergliede 25, mit dem elektrische Kontakte gesteuert werden. Die Leitung 17 mündet unterhalb des KollielIS 24 im unteren Teile des Zylinders a3. Die Leitung 15 führt zum oberen linde des 'lvlinders.
  • Einrichtung an den Anhängewagen ist 'iii Al-b. 2 gezeichnet. Sie enthält einen Breinsluftbehäiter 2, dein aus der Hauptleitung Druckluft zugeführt wird, und eine elektroinagnetische Ventilv orichtung 13, die der entsprechenden Vorrichtung am Motorwagen ähnlich ist und Brems- und Löseventile enthält, mit d enen die Druckluftzufuhr aus d@eni Behälter 2 zum Bremszylinder i und der L uftauslaß aus ihm ins Freie gesteuert wird.
  • Am vorderen und am hinteren Zugende werden die Enden der Hauptluftleitung 6 durch die üblichen Blindkupplungen verschlossen. Die Kabel 9, io, i i «-erden am hinteren Zugende durch eine Kontaktbrücke z6 gemäß Abb. 2 elektrisch verbunden.
  • Der Versorgung der Kabel mit Strom dient eine geeignete Stromquelle,.z. B. eine Batterie 27 am Motorwagen. Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende.
  • Die Hauptluftleitung 6 erhält. Druckluft aus dem Hauptluftbehälter 3. Alle Bremsluftbehälter 2 an den ,Motor- und Anhängewagen erhalten Luft mit auf den gewünschten Wert vermindertem Druck aus der Hauptleitung 6 über Druckminderventile 2,9.
  • Es mag nun angenommen werden, die Steuerung der Bremseinrichtung solle durch das Führerbrernsventil4a erfolgen. Der entsprechende Handgriff des Führerbremsventils wird dann von dein linker Hand befindlichen Schaltkasten 12 abgenommen, worauf die Kontakte in der oben beschriebenen Weise in die gezeichnete Stellung gelangen. Der Handgriff wird dann auf das Führerbreinsventil4a gesteckt und dieses in die Lösestellung R gebracht. In dieser Stellung des Führerbremsventils bestellt eine Verbindung zwischen der Leitung 17 und der Atmosphäre, während die Kontakte ig, 2o, 21 miteinander durch die erwähnte Kontaktbrücke elektrisch verbunden sind.
  • Es besteht dann ein Stromkreis vom positiven Pol der Batterie 27 über die Leitung 29, den Kontakt 3o des links befindlichen Schaltkastens 12, die Leitung 31, den Kontakt 32 der Regelvorrichtung 22a, die Leitung 33, das Bremskabel 9, den Magneten 14 der Breinsv entile aller in Reihe geschalteten Ventilvorrichtungen 13 des Zuges, .die Kontaktbriicke 26 am hinteren Zugende, das Rückleitungskabel ii, den Kontakt34 des vorderen Schaltkastens 12 und die zum negativen Pol der Batterie 27 führende Leitung 35.
  • Die Magnete 14 der Bremsventile werden dann erregt und die zugehörigen Bremsventile ,der Vorrichtung 13 geschlossen gehalten, so daß an allen Wagen des Zuges die vorn Behälter 2 zur Leitung 15 führende Leitung 36 abgeschlossen ist.
  • Ein anderer Stromkreis ist dann geschlossen von der Leitung 31 über die Leitung 3i, die Kontakte 21 und i9 des Führerbremsventils q.a, die Leitung 38, das Bremslösekabel io, alle in Reihe geschalteten Magnete 16 .der Auslaßventile, die Kontaktbrücke 26, das Rückleitungskabel i i und den Kontakt 34 zum negativen Pol der Batterie 27. Demnach «-erden sämtliche Magnete 16 erregt und die entsprechenden Auslaßventile der Vorrichtungen 13 offen gehalten, so daß an allen Wagen :die Leitung 15 mit der Atmosphäre verbunden ist.
  • Demnach ist an allen Wagen der Bremszylinder i mit der Atmosphäre verbunden und sind die Bremsen gelöst.
  • Da, wie oben beschrieben wurde, die zum Zylinder 23 der Regelvorrichtung 22a führende Leitung 17 ebenfalls mit der Atmosphäre verbunden ist, herrscht sowohl oberhalb als auch unterhalb des Kolbens 24. der Regelvorrichtung atmosphärischer Luftdruck, bei dem das Steuerglied 25 in der gezeichneten Stellung gehalten wird, wozu erforderlichenfalls eine kleine Feder beiträgt.
  • Soll eine Betriebsbremsung stattfinden, dann wird das Führerbremsventil in die Betriebsbremsstellung A gebracht und innerhalb eines Bewegungsbereiches, der für diese Stellung vorgesehen ist, eingestellt. Dann fließt Druckluft aus dein Bremsluftbehälter 2 über die Leitung 39 zur Leitung 17, bis in der Leitulig 17 ein Druck herrscht, der durch das entsprechend der Verstellung des Handgriffs sich selbsttätig in die Abschlußstellung einstellende Füllrerbremsventilq.a bestimmt wird.
  • Der auf die Unterseite. des Kolbens 2.1. im Zylinder .23 .der Regelvorrichtung 22a einwirkende Luftdruck der Leitung 17 verschiebt den Kolben 24 nach oben und öffnet dadurch den Kontakt 32 durch das Steuerglied 25. Der Stromkreis -des Bremskabels 9 wird dadurch am Kontakt 32 unterbrochen, und die Bremsmagnete i-. werden am ganzen Zuge stromlos.
  • In der Betriebsbremsstellung des Fülirerbrernsventils 4a werden die Kontakte 21 und i9 getrennt, so daß der Stromkreis von der Leitung 31 zum Bremslösekabel io unterbrochen wird und das- Bremslösekabel io und alle :Magnete i() der Löseventile stromlos werden.
  • Das Stromloswerden der Magnete 16 hat zur Folge, daß die Auslaßventile der Vorrichtungen 13 sich schließen und damit die Bremszylinder i von der Atmosphäre trennen. Das Stroinloswerden der Magnete 14. hat zur Folge, daß die Bremsventile der Vorrichtungen 13 sich öffnen und an allen Wagen Druck-Luft aus dem Behälter 2 über die Leitung 36 zum Bremszylinder i fließt.
  • Alle Bremsen werden auf diese Weise angezogen. Der im Bremszylinder i des Motorwagens erzeugte Druck pflanzt sich fort über die Leitung 15 zum Zylinder 23 .der Regelvorrichtung 22a und beaufschlagt die Oberseite des Kolbens 24. Sobald hier der Druck annähernd gleich dem Druck geworden ist, der auf die Unterseite des Kolbens 24. wirkt und dem in der Leitung 17 herrschenden Druck entspricht, geht der Kolben 24. in die gezeichnete Lage zurück, so daß der Kontakt 32 wieder geschlossen wird und das Bremskabel 9 Strom erhält. Infolgedessen werden alle Magnete 14 der Bremsventile wieder erregt, die zugehörigen Bremsventile geschlossen und dadurch die weitere Druckluftzufuhr aus den Behältern 2 zu den Bremszylindern i. unterbrochen.
  • Die Magnete 16 bleiben dabei stromlos, so daß die zugehörigen Auslaßventile geschlossen gehalten werden.
  • Jeder Bremszylinder i erhält also Druckluft aus dem zugehörigen Bremsluftbehälter2, bis sich ein Bremszylinderdruck ergeben hat, der der Einstellung des Führerbremsventils 4.a am Motorwagen entspricht; hiernach wird der Bremszylinderdruck aufrechterhalten, bis eine weitere Einstellung des Führerbrernsv entils stattfindet.
  • Um die Bremswirkung zu verstärken, wird das Führerbremsventil 411 so verstellt, daß der Druck in der Leitung 17 wächst. Der Kolben 24 der Regelvorrichtung 22a geht dann nach oben und öffnet den Kontakt 32. Das Bremskabel des Zuges wird dann stromlos, und die Bremsventile werden wieder geöffnet, da. alle Magnete 14. des Zuges stromlos werden. Es findet dann eine Luftzufuhr zu den Breniszylindern i statt. Sobald der verstärkte Breinszvlinderdruck am Motorwagen wieder annähernd gleich dem erhöhten Luftdruck in der Leitung 17 ist, kehrt der Kolben 24 der Regelvorrichtung 2211 in seine normale Stellung zurück, so daß der Kontakt 32 sich wieder schließen kann.
  • Infolgedessen erhalten das Bremskabel 9 und die Magnete 14 der Bremsventile wieder Strom, so daß die weitere Druckluftzufuhr zu den Bremszylindern i unterbrochen wird.
  • Soll die Bremskraft vermindert werden, dann wird das Führerbremsventil 4' derart verstellt, daß der Luftdruck in der Leitung 17 sinkt. Der Kolben.2.I der Regelvorrichtung 22a geht dann abwärts, so -daß ein Kontakt 4.o geschlossen wird, während der Kontakt 32 geschlossen bleibt. Ein Stromkreis ist dann geschlossen vorn positiven Pol .der Batterie 27 über die Leitung 29, den Kontakt 3o, die Leitung 31, die Kontakte :2i und 2o, die Leitun - 41, den Kontakt 4ö und die Leitungen 42 und 38, so .daß das Bremslösekabel io wieder Strom erhält. Die Magnete 16 am ganzen Zuge werden dann wieder erregt und die zugehörigen Löseventile der Vorrichtungen 13 geöffnet, so daß die Bremszvlinderluft ins Freie entweicht.
  • Hat sich der Luftdruck im Bremszylinder i am Motorwagen so weit gesenkt, daß er wieder annähernd gleich .dem verminderten Luftdruck in der Leitung 17 ist, dann kehrt der Kolben 24 der Regelvorrichtung 22a in seine normale Stellung zurück, in der der Kontakt 4o wieder offen ist. Das Bremslösekabel io und die angeschlossenen Magnete 16 werden dadurch wieder stromlos, so daß sich die Löseventile wieder schließen und den weiteren Luftauslaß aus den Bremszylindern unterbrechen.
  • Durch die Verstellung der Führerbremsventile 4a im Bereich ihrer Betriebsbremsstellung wird also der Luftdruck in der Leitung 17 verändert und dadurch .der Druck in allen Bremszylindern des Zuges entsprechend verstellt, und zwar selbsttätig verstellt, so d'aß auf diese Weise das Anziehen und Lösen der Bremsen abgestuft werden kann.
  • Soll eine Schnellbremsung stattfinden, dann wird das Führerbremsventil 4a in die Schnellbremsstellung E gebracht, in der die Kontakte 1g, 2o, 21 voneinander getrennt sind und sowohl"das Bremskabel g als auch das Bremslösekabel io stromlos ist. Infolgedessen werden alle Magnete 14 und 16 stromlos und die zugehörigen Bremsventile geöffnet, dagegen die Löseventile geschlossen. Die Bremszylinder i erhalten dann Druckluft unabhängig von der Tätigkeit der Regelvorrichtung 22a. Man .erhält dann den größtmöglichen Breinszylinderdruck und die stärkste Bremswirkung.
  • Zur Sicherung der selbsttätigen Herbeiführung einer Bremsung beim Brechen eines Kabels dient ein Schalter 43, der beim Stromloswerden des Bremskabels- selbsttätig den Stromkreis des Brernslösekabels io unterbricht.
  • An jedem Wagen liegt ferner im Stromkreise des Bremskabels g ein Schalter 44, der nach der Betätigung durch einen Fahrgast oder Schaffner das Stromloswerden des Bremslcabels g und damit das Anziehen aller Bremsen des Zuges zur Folge hat.
  • Nach Abb. 3 kann weiterhin eine Einrichtung getroffen werden, die dafür sorgt, daß selbsttätig die Bremsen angezogen werden, wenn in der Hauptleitung 6 kein Druck mehr aufrechterhalten wird. Diese Einrichtung besteht aus einem elektropneumatischen Schalter 45 bzw. 46 an beiden Enden der Hauptluftleitung 6 ,des Motorwagens. Solange die Leitung 6 Druck hat, werden die im Stromkreise des Bremskabels 9 liegenden Kontakte 47, 48 geschlossen gehalten, so daß das Bremskabel unter Strom gehalten wird. Die Schalter45,46 bilden einen Unterbrecher, durch den dafür gesorgt wird, daß die Kupplungshähne 7 die richtige Stellung zueinander einnehmen, und d er es auch ermöglicht, daß zwei Motorwagen zusammenarbeiten, ohne daß eine pneumatische Kupplung zwischen ihnen vorhanden ist.
  • Durch die Schalter 45, 46 werden auch Kontakte 49, 50 für den Fahrstromkreis 5i des Motorwagens gesteuert. Findet eine selbsttätige Bremsung infolge Verminderung .des Hauptbehälterdruckes statt, dann werden gleichzeitig die Fahrzeugmotoren ausgeschaltet.
  • Der Motorwagen ist zweckmäßig mit einer, nicht gezeichneten, zweiten Bremseinrichtung versehen, die ein Führerbremsventil für direkte Bremsun- enthält und durch die .dem Bremszylinder i des Motorwagens Druckluft aus dem Hauptluftbehälter zugeführt werden kann. In solchem Falle müssen die Bremsen in den anderen Wagen :des Zuges gelöst bleiben.
  • Dementsprechend ist in die vom Bremsluftbehälter 2 zur Ventilvorrichtung 13 führende Leitung 36 jedes Wagens ein Hahn 52 eingebaut. Für gewöhnlich verbindet der Hahn 5a -den Behälter 2 mit .der Vorrichtung 13 und hält einen in .den Stromkreis des Bremskabels g gelegten Kontakt 53 geschlossen. Bei direkter Luftbremsung werden die Hähne 52 in eine Stellung gebracht, in der der Behälter 2 abgeschlossen ist, .der Bremszylinder i mit der Atmosphäre in Verbindung steht und der Kontakt 53 geöffnet ist, so daß das Breinskabel g stromlos ist.
  • Nach einer anderen Ausführungsform kann der Luftdruck im Bremszylinder i des Motorwagens durch die unmittelbare Druckluftzufuhr zu diesem Bremszylinder über das sich selbsttätig in die Abschlußstellung einstellende Führerbremsventil4a statt vermittels der Regelvorrichtung 22a erzeugt werden. Dieser Bremszylinder kann gewünschtenfalls auch ersetzt werden durch eine Kammer oder einen Behälter, welchem Luft entweder unmittelbar oder mittelbar unter der Kontrolle durch das Führerbremsventil zugeführt wird.
  • Alle Bremsen des Zuges können auch in der oben beschriebenen Weise von dem anderen Führerbremsventil4b des Motorwagens aus oder auch von irgendeiner anderen Stelle des Zuges aus, an der eine Regelvorrichtung sich befindet, gesteuert werden.
  • Die Brems- und Löseventile der Vorrichtungen 13 können verschiedene Bauart haben. Beispielsweise kann das Bremsventil einen Kolben (oder Biegehaut) in einer Kammer geeigneter Größe und ein elektrisch gesteuertes Ventil enthalten, das bei geschlossenem Stromkreise diese Kammer, die in gedrosselter Verbindung mit dein Bremsluftbehälter 2 steht, abschließt und -durch die über diese gedrosselte Verbindung zugeführte Luft in solcher Stellung gehalten wird, daß der Behälter und der Bremszylinder i voneinander getrennt werden. Wenn das elektrisch gesteuerte Ventil stromlos wird, fließt die Luft aus der Kammer ins Freie, so daß der Kolben eine Verbindung zwischen dem Behälter und dem Bremszylinder herstellen kann. Wenn das elektrisch gesteuerte Ventil stromlos bleibt, wie im Falle einer Schnellbremsung, dann bleibt die Kammer mit der Atmosphäre in Verbindung und bleibt auch die Verbindung zwischen dein Bremszylinder und dein Behälter bestehen. Wenn. andererseits das elektrisch gesteuerte Ventil nur vorübergehend stromlos und dann wieder erregt wird, wie im Falle einer normalen. Betriebsbremsung oder einer abgestuften Bremsung, dann gleichen sich die Drücke auf den gegenüberliegenden Kolbenseiten nach Schließung des Ventils aus, worauf der Kolben die Verbindung zwischen dem Bremszylinder und dem Behälter trennt. Der Inhalt .der Kammer. und die Größe der gedrosselten Verbindung können so zueinander beinessen werden, daß sich die erforderliche Zeitspanne für die Verbindung des Behälters und des Bremszylinders ergibt. Das Löseventil kann ähnlich gebaut sein und wird zweckmäßig mit dem Bremsventil kombiniert, wie dies auf der Zeichnung angedeutet ist.

Claims (1)

  1. PATE-iE: i. Elektrisch gesteuerte Luftbremseinrichtung für Eisenbahnfahrzeuge, bei der die Bremsen an den Einzelwagen. eines Zuges durch Druckluft angezogen werden, die durch elektrisch oder elektropneumatisch betätigte Steuerorgane an den Einzelwagen geregelt wird, die das Anziehen oder Lösen der Bremsen bewirken je nach der Einstellung eines an einem Wagen angeordneten Steuerorgans, z. B. eines Führerbremsventils, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft, welche durch das die Bauart der sich selbsttätig in die Abschlußstellung einstellenden Ventile aufiveisende Führerbremsventil gesteuert wird, dazu benutzt wird, die elektrische Steuerung der Ventile an den Einzelwagen zu bewirken, zum Zwecke, elektrisch das Anziehen oder- Lösen aller Bremsen des Zuges zu steuern, und zwar in einem Maße, das selbsttätig entsprechend der Einstellung des Führerbremsventils bestimmt wird. z. Bremseinrichtung nach Anspruch i, bei der an jedem mit einer Bremseinrichtung ausgerüsteten Wagendes Zuges sich eine elektromagnetische Ventilvorrichtung finit Brerns- und Löseventilen befindet, welche durch zugehörige Magnete gesteuert werden, denen der Erregerstrom über Breins- und Bremslösekabel, die sich über .den ganzen Zug erstrecken, zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromkreise für das Bremskabel (9) und das Bremslösekabel (i o) durch eine elektropneumatische Regelvorrichtung (22a, 22l') gesteuert werden, deren Tätigkeit abhängig ist von dem Druck der über das Führerbremsventil (4a, 40) ihr zugeführten Luft und von dem Druck im Bremszvlinder (i) oder in einer Regelkammer oder einem Regelbehälter, dessen Luftein- und -auslaß von der elektromagnetischen Ventilvorrichtung (14, 16) gesteuert wird. 3. Bremseinrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Stromkreise der Brems- und Bremslösekabel ein selbsttätiger Schalter (43) liegt, der beim Stromloswerden infolge eines Bruches -des Bremskabels selbsttätig den Stromkreis im Bremslösekabel unterbricht. 4. Bremseinrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromführung der Kabel des Zuges durch Schaltkästen (12) am Motor- oder kontrollwagen geregelt wird und daß zu ihrer Schaltung der Handgriff des Führerbremsventils dient. 5. Bremseinrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Stromführung der Kabel des Zuges beeinflussenden Vorrichtungen auch auf den Fahrstromkreis (51) des Motorwagens einwirken.
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