AT108350B - Einrichtung für Druckluftantriebe. - Google Patents
Einrichtung für Druckluftantriebe.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Einrichtung für Drucluftantriebe. EMI1.1 apparat in den einzelnen Schaltstellungen genau anzuhalten. Die Rastenklinke, die in eine auf der Welle des Hauptschaltapparates angebrachte Rastenscheibe eingreift, wird durch einen Druckzylinder betätigt, der mittels eines elektiomagnetisch gesteuerten Ventils mit dem Druckluftbehälter oder der Aussenluft verbunden werden kann. Das Ventil ist hiebei so ausgebildet, dass es hinsichtlich der Wirkungsweise demjenigen Ventil des den Steuerapparat bedienenden Druckluftantriebes entspricht, welches die schrittweisen Bewegungen erzeugt. Bei Verwendung eines Druckluftantriebes mit gleichen Ventilen, die im erregten Zustande der Ventilspulen die Zylinder mit der Aussenluft und bei aberregten Spulen mit dem Druckluftbehälter verbinden, und unter der Voraussetzung, dass die Steuerung für selbsttätige schrittweise Bewegung in beiden Drehrichtungen des Schaltwerkes bestimmt ist, kann der Fall eintreten, dass die Rasteneinrichtung nicht in zufriedenstellender Weise arbeitet. Wenn beispielsweise bei einer solchen Steuerung die Netzspannung ausbleibt und der Druckluftantrieb in die Anfangslage zurückgebracht werden soll, so EMI1.2 Eingriff, und es wird nicht ausgeschaltet. Um dies zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung das Ventil für die Rastel1vorrichtung durch einen Druckzylinder umgestellt, dessen Ventilspule von der Netzspannung erregt wird. Bei Nullspannung bringt dieser dann unter Druck gesetzte Zylinder das Ventil der Rastenvorrichtung in eine Lage, in der die Rastenscheibe durch die Klinke freigegeben wird. Hiedurch kann der Steuerapparat ungehindert in die Nullage zurückkehren. Gemäss der weiteren Erfindung wird dieser Druckzylinder auch zum Steuern weiterer Schaltvorrichtungen benützt, deren Umstellen beim Eintreten des Nullspannungszustandes erwünscht ist. So z. B. kann dieser Druckzylinder gleichzeitig als Nullspannungsrelais dienen oder das die Ausschaltung des Steuerapparates bewirkende Ventil in die dazu erforderliche Lage bringen, wozu sonst ein besonderes, schweres Gewicht oder ein weiterer Kraftspeicher verwendet werden müsste. Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher erläutert. Der Druekluftantrieb besteht aus den beiden Zylindern 1 und 2, die mittels der Ventile 3 und 4 mit dem Druckbehälter bzw. der Aussenluft verbunden werden können. Die Steuerspulen der Ventile sind mit 5 und 6 bezeichnet. Die in den Zylindern gleitenden Kolben sind mittels der Zahnstange 7 verbunden, die mit einem auf der Welle der Hauptsehaltwalze sitzenden Ritzel 8 im Eingriff steht. Die mit der Hauptwalze gekuppelte Hilfsschaltwalze ist mit 9 bezeichnet. Auf die Darstellung eines Fahrsehalters und der Hauptschaltwalze wurde einfaehheitshalber verzichtet. Auf der Schaltwalzenwelle ist ferner die Rastenvorrichtung angebracht, die aus der Rastenscheibe 10, der Klinke 11 und dem Druckzylinder 12 EMI1.3 ein Di nekzylinder 15 dargestellt, dessen Ventil mit 16 und dessen an der Netzspannung liegende Ventil- steuerspule mit 17 bezeichnet ist. Die Kolbenstange des Druckzylinders ist mit einem Ansatz Jö versehen, der beim Emporgleiten des Kolbens die beiden Hebel 19 und 2fi so bewegt, dass die Ventile 4 und 13 niedergedrÜckt werden. Ausserdem trägt die Kolbenstange Kontakte 21, die zu einem den Gesamterom unterbrechenden Hauptschalter gehören. <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Rastenscheibe herausgehoben wird. Tritt nun, während sich das Druckluftschaltwerk 1, 7, 2 in einer seiner Schaltstellungen befindet, EMI2.2 unterbrochen und der Ansatz 18 stellt mittels der Hebel 19 und 20 unter eventueller Zwischenschaltung von Pufferfedern die Ventile 4 und 13 um, so dass sie die ihnen zugeordneten Zylinder mit der Aussenatmosphäre verbinden. Diese Pufferfedern, die in der Zeichnung nicht abgebildet sind, wirken hier EMI2.3 befindliche Feder drückt also jetzt den Kolben nieder und hebt die Klinke 11 aus der Rastenscheibe heraus. Die Ventilspule 5 ist aberregt, und das Ventil 3 des Druckluftschaltwerkes hält daher seinen Zylinder mit dem Druckbehälter verbunden. Das Druckluftschaltwerk bewegt sich daher infolge des in den Zylindern 1 und 2 herrschenden Druckunterschiedes in Richtung der Ausgangslage. Die neue Einrichtung ist nicht nur für den Fall der ausbleibenden Netzspannung wertvoll, sondern auch für andere Fälle, so z. B. für das Überfahren von Weichen bei in Zusteuerung fahrenden elektrischen Bahnen mit Stromzuführung durch dritte Schiene. Weichenkreuzungen sind hier für eine Strecke, die etwas kürzer als der Zug ist, ohne Stromschiene. Der erste Wagen hat nach dem Überfahren der Weiche wieder Strom und seine Steuerung lässt die eigenen Motoren selbsttätig an. Von den hinteren Wagen wird die gleiche Wirkungsweise verlangt, d. h. sie sollen stromlos werden bzw. stromlos sein, und ihre Schaltwerke müssen sich in der Ausgangslage befinden, sie sollen nicht etwa vom ersten Fahrzeug Steuerstrom erhaltend ihre Schaltwerke weiter in der Einschaltrichtung bewegen und dann plötzlich beim Wiederauflaufen auf die Stromschiene den vollen Motorstrom erhalten. Denn der dann eintretende EMI2.4 Diese Gefahr wird mittels der neuen Einrichtung mit völliger Sicherheit vermieden, denn jedes einzelne Fahrzeug wird beim Verlassen der Stromschiene stromlos, bringt seinen Schaltapparat in die Nullstellung und wird beim Auflaufen auf die Stromschiene hinter der Weiche von neuem angelassen. Die Umstellung des Einschaltventils für das Druekluftschaltwerk, des Ventils für die Rastenvorrichtung und etwaiger weiterer Vorrichtungen kann bei Nullspannung auch mittels Druckluft, beispielsweise unter Zuhilfenahme einer Membran erfolgen. Jedes der umzustellenden Ventile wird dann mit einer solchen Membranvorrichtung versehen, der die Druckluft bei Nullspannung durch das gleiche Ventil 16 (nach Fig. 1) zugeführt wird. Eine solche Einrichtung zeigt z. B. die Fig. 2. Es bedeutet hier 27 den oberen Teil der umzustellenden Ventilspindel, 28 eine Membran und 29 die mit dem Ventil 16 in Verbindung stehende Druckluftzuleitung. Bei Nullspannung wird das Ventil 16 umgestellt und den an das Ventil angeschlossenen Membranvorrichtungen wird Druckluft zugeführt, so dass die Ventile des Druckluftschaltwerkes, der Rastenvorrichtung bzw. weiterer Vorrichtungen in die der Erregung entsprechende Lage umgestellt werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung für Druckluftantriebe mit einer Rastenscheibe, die mit einer durch Druckluft gesteuerten Rastenklinke zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil der Rastenvorrichtung unter dem Einfluss einer pneumatischen Vorrichtung steht, welche von elektromagnetischen Scha1tvorrichtungen in Abhängigkeit von der Netzspannung gesteuert wird.
Claims (1)
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (13) der Rastenvorrichtung (10, 11, 12) durch einen Druckzylinder (15), einen darin gleitenden Kolben und ein elektromagnetisch bedientes Ventil (16) gesteuert wird, dessen Steuerspule (17) ständig an der Netzspannung liegt.3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben der pneumatischen Vorrichtung mittelbar (z. B. mittels einer Hebelübertragung (20 oder unmittelbar <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 stehendem Kolben die der Erregung entsprechende Lage einnimmt, bei dtuckfreiem Kolben aber frei beweglich ist.4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben besondere mechanisch wirkende Hilfsvorrichtungcn besitzt, die bei einer Bewegung des von der Netzspannung abhängigen Druckkolbens, weitere Schaltvorrichtungen steuern.- 5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschaltventil (4) des Druekluftschaltweikes (1, 2, 7, 8) unter dem Einfluss der gleichen pneumatischen Vorrichtung (15) steht, wie das Ventil (13) der Rastenvorrichtung, so dass es gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Pufferfeder in gleicher Weise wie dieses gesteuert wird.6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben noch besondere Hilfskontakte (21) besitzt, die von ihm beim Ausbleiben der Netzspannung ohne Verzögerung gesteuert werden und hiedurch beispielsweise durch Unterbrechen des Hauptschalterstromkreises die Steuerung sofort abschalten.7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Eintreten von Nullspannung umzustellenden Vorrichtungen, z. B. das Einschaltventil (4) des Druckluftschaltwerkes (1, 2,7, 8), das Ventil der Rastenvorrichtung (13) usw. durch besondere pneumatische Vorrichtungen, beispielsweise Membranen (28) umgestellt werden, die von dem unter dem Einfluss der Netzspannung stehenden Ventil (16) mit dem Druckluftbehälter oder der Aussenluft veibund (nwe ; dfn (Fig. 2). EMI3.2
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE108350X | 1925-08-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| AT108350B true AT108350B (de) | 1927-12-27 |
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ID=29276215
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|---|---|---|---|
| AT108350D AT108350B (de) | 1925-08-05 | 1926-08-04 | Einrichtung für Druckluftantriebe. |
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1926
- 1926-08-04 AT AT108350D patent/AT108350B/de active
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