DE595368C - Zugbeeinflussung nach dem Punktsystem - Google Patents
Zugbeeinflussung nach dem PunktsystemInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L3/00—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
- B61L3/02—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
DEUTSCHES REICH
AU
9.APRIL 1934
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 595368 KLASSE 2Oi GRUPPE
S97053 II\20i Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 22. Mars
Siemens-Schuckertwerke Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Zugbeeinflussung nach dem Punktsystem
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1931 ab
Die Erfindung betrifft eine Zugbeeinflussung nach dem Punktsystem mit Geschwindigkeitsüberwachung
und mechanischen, dem Vor- und Hauptsignal zugeordneten, voneinander unabhängigen Übertragungselementen,
und zwar Streckenanschlägen und Fahrzeughebeln. Gemäß der Erfindung ist am Vorsignal
ein festes Streckengerät benutzt, das eine Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung
auf dem Fahrzeug, z. B. durch Schließen eines elektrischen Stromkreises bei »Fahrt«
zeigendem Signal, ausschaltet. Weiter ist gemäß der Erfindung das Hauptsignalstreckengerät
in Abhängigkeit von dessen Stellung beweglich und löst bei* »Halt« zeigendem
Signal eine Schnellbremsung unmittelbar aus. Der vom Vorsignalgerät betätigte Fahrzeuganschlag
kann waagerecht zum Gleis beweglich sein und über eine sich drehende Welle den Kolben einer pneumatischen Zeitmeßeinrichtung
steuern. In der zu den Auslöseventilen führenden Bremsleitung ist ein Ventil für vorübergehende oder dauernde Abschaltung
beider Fahrzeugbeeinflussungseinrichtungen vorhanden. Da der Stößel einen Stromübergang von der Strecke auf das
Fahrzeug vermittelt, so hat er am vorderen Ende eine besondere, Eisbildungen oder sonstige
den Stromübergang behindernde Unreinigkeiten vom Streckenanschlag entfernende Einrichtung.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß die Zugbeeinflussungseinrichtung in der Anlage
und im Betrieb billig ist und trotzdem den neuesten Anforderungen an derartige Sicherheitseinrichtungen entspricht, so daß
bei geringsten Kosten die höchste Sicherheit im Zugbetrieb gewährleistet ist. Diese Vorteile
werden insbesondere dadurch erzielt, daß erstens am Hauptsignal ein vom Drahtzug
bewegtes Streckengerät angeordnet ist, welches mit dem Signal seine Stellung verändert
und bei »Halt« zeigendem Signal die unmittelbare Schnellbremsung verursacht. Das vom Drahtzug betätigte Streckengerät
ist das einfachste und billigste mechanische Beeinflussungsmittel. Zweitens ist am Vorsignal
ein festes Streckengerät angeordnet, welches gegebenenfalls durch Stromübergang eine Beeinflussung einer Einrichtung auf dem
Fahrzeug hervorruft. Auf diese Weise ist eine zusätzliche Belastung des an sich schon
wegen seiner großen Länge schwer zu bedienenden Vorsignaldrahtzuges vermieden und
trotzdem eine Beeinflussung des Fahrzeugs bei drohender Gefahr in einfacher Weise ermöglicht.
Die obenerwähnten Vorteile werden also im wesentlichen dadurch erreicht, daß am Vorsignal ein festes und am Hauptsignal
ein bewegliches Streckengerät angeordnet sind.
Ein Ausführungsbeispiel der den Gegen-
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Alfred Grimm in Berlin-Charlottenburg und Arthur Schubert in Berlin-Lankwits.
stand der Erfindung bildenden Einrichtung ist in Fig. ι bis 4 schematisch dargestellt
von denen Fig. 1 und 4 in der Hauptsache die auf dem Fahrzeug angeordneten Teile, Fig. 2
ein Geschwindigkeitsdiagramm und Fig. 3 die Anordnung der Streckenanschläge zeigen.
Gemäß Fig. 1 sind auf dem Fahrzeug ein Auslösehebel 1 und ein Auslösestößel 2 angeordnet,
von denen der Auslösehebel 1 mit ίο einem Streckenanschlag 3 am Hauptsignal,
der Auslösestößel 2 dagegen mit einem Streckenanschlag 6 am Vorsignal und einem
zwischen Vor- und Hauptsignal angeordneten, mit 7 bezeichneten Streckenanschlag zusammenarbeitet.
Legt ein Streckenanschlag 3 den Auslösehebel 1 um, so strömt die Luft
aus der Bremsleitung 5 durch das Auslöseventil 4 ins Freie, was zur Zwangsbremsung
führt. Der mit dem Auslösehebel 1 zusammenarbeitende
Streckenanschlag 3 am Hauptsignal ist beweglich. Er steht bei »Halt« zeigendem Hauptsignal so, daß der Auslösehebel
ι am Fahrzeug betätigt wird, bei »Fahrt« zeigendem Hauptsignal ist er hingegen
aus dem Bereich des Auslösehebels I herausgeschwenkt, so daß der Hebel 1 von
ihm nicht berührt und das Fahrzeug nicht beeinflußt wird.
Im Gegensatz zu dem von einem, bewegliehen Streckenanschlag1 beeinflußten Hebel 1
wird der Auslösestößel 2 von festen Streckenanschlägen 6 und 7 betätigt. Der Auslösestößel
2 wird also bei jedem Vorbeifahren des Fahrzeugs an diesen Stellen arbeiten. Der
Auslösestößel ist z. B. so ausgebildet, daß er bei Berührung mit dem Streckenanschlag in
Richtung 8 senkrecht zur Gleisachse entgegen der Spannung der Feder 9 bzw. der Feder 35
zurückgedrückt wird. Zur Übertragung der dem Vorsignal zugeordneten Begriffe »Warnung«
oder »Freie Fahrt« auf das Fahrzeug dient eine elektrische Einrichtung mit einem
durch das Vorsignal betätigten Schalter 24, der einen Stroinübergang von dem Auslösestößel
2 zum Streckenanschlag 6 oder 7 ermöglicht bzw. verhindert. Bei Stellung des Fahrsignals auf »Warnung« ist der Schalter
geöffnet, bei »Fahrt« ist er dagegen geschlossen.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Der Auslösestößel 2 wird beim Auftreffen
auf den Streckenanschlag 6 am Vorsignal in Richtung 8 gedrückt. Er bewegt durch seinen
Ansatz 10 den Hebel 11, der auf der Achse 12
fest angeordnet ist, so daß diese gedreht wird. Hierdurch wird der um die Achse 40 drehbare
Riegel 13 unter dem Stößel 14 des Ventils
15 beiseitegeschoben, so daß der Doppelkolben 17, 18 im Ventil 15 infolge der Druckdifferenz
der auf den oberen kleineren Kolben 18 und den unteren größeren Kolben 17 drükkenden
Luft nach abwärts bewegt wird. Der Stößel 14 trifft bei der Abwärtsbewegung den
Hebel 36 und drückt ihn sowie die Nockenscheibe 26 entgegen der Kraft der Feder 37
nach unten, so daß die Nockenscheibe vor die Kolbenstange 27 tritt. Gleichzeitig strömt
"Druckluft aus der Hauptleitung 16 durch die
Leitung 19 in einen Behälter 20. Nachdem ein vorher bestimmter Druck im Behälter 20
erzeugt ist oder auch schon beim Einströmen der Luft in den Behälter, ertönt ein Signal 21,
um den Fahrzeugführer darauf aufmerksam zu machen, daß er an einem Vorsignal in Warnstellung vorbeigefahren ist. Sobald der
Behälter 20 mit Druckluft aus der Leitung 16 voll aufgefüllt ist, ist auch der hinter dem
Kolben 17 liegende Raum 22 über die Leitung 41 mit Luft gleichen Druckes angefüllt. Der
Druck auf den Kolben 17 von der Seite des Raumes 22 ist größer als der Druck von der
Seite des Raumes 23, weil dieser um den durch den Kolben 18 hervorgerufenen Ausgleichdruck
vermindert ist. Infolgedessen werden jetzt der Doppelkolben und damit der Hebel 36 und - die Nockenscheibe 26 in ihre
Ruhelagen zurückkehren. Diese Wirkung tritt ein, wenn das Fahrzeug an einem Warnsignal
vorbeigefahren ist und der Führer die Geschwindigkeit des Fahrzeugs auf ein zulässiges
Maß vermindert hat (s. Fig. 2).
Läuft das Fahrzeug jedoch mit unzulässig hoher Geschwindigkeit, dann erreicht es den
zweiten festen Anschlag 7, bevor der Behälter 20 mit Druckluft gefüllt ist. Infolgedessen
steht der Nocken 26 beim Vorbeifahren am Anschlag 7 noch vor der Kolbenstange 27 des
Ventils 28. Bei Vorbeifahrt am Anschlag 7 wird der Auslösestößel 2 wiederum in Richtung
8 zurückgedrückt und dadurch die Welle 12 gedreht. Da auf dieser die Nockenscheibe
26 wohl axial verschieblich, aber radial gegenüber der Welle fest durch einen Keil angeordnet
ist, so nimmt die Nockenscheibe 26 an der Drehung der Welle 12 teil und öffnet
mit ihrer Nase das Auslaßventil 28. Dadurch wird die Bremsleitung 5 entlüftet und das
Fahrzeug zum Stillstand gebracht. Da die Entfernung zwischen den Streckenansehlägen
6 und 7 für jedes Vorsignal festliegt, so muß es möglich sein, die Ablauf zeit der Einrichtung
entsprechend der Zuggattung zu verändern. Dies geschieht dadurch, daß das Volumen
des Behälters 20 entsprechend der Zug-■attung (Güterzug, Schnellzug) geändert
wird.
Fährt das Fahrzeug an einem »Fahrt« zei- ;enden Vorsignal vorbei, so ist im Ge-
;ensatz zu vorher der Schalter 24 geschlossen.
Infolgedessen wird bei der Beeinflussung am Vorsignal der dem Relais 25 vorgeschaltete
Widerstand 29 überbrückt, so daß das Relais
25 anspricht. Durch Schließen eines Arbeitskontaktes 30 wird der Magnet 31 erregt und
sorgt dafür, daß die durch Zurückgehen des Auslöseventils 2 in Richtung 8 ausgeübte
Drehung der Welle 12 auf das Ventil 15 insofern
wirkungslos bleibt, als die Kolben 17, 18 dieses Ventils in der Ruhelage verharren.
Beim Erreichen des zweiten Streckenanschlags wird der Ablauf der Kontrolleinrichtung mangels
Übergang des elektrischen Stromes herbeigeführt, kann aber nicht mehr wirken, weil
ein weiterer Streckenanschlag für den Auslösestößel 2 nicht mehr vorhanden ist.
Durch elektrisches Verbinden des zweiten Anschlags mit dem Gleis kann aber auch die
zweite Einwirkung unterbunden werden.
Dieses Beispiel zeigt, daß die Erfindung eine "Fahrsperreinrichtung mit verschiedenartigen
Streckenanschlägen und zwei völlig unabhängig voneinander arbeitenden Beeinflussungsorganen
betrifft. Sie unterscheidet sich von den bekanntem Einrichtungen dadurch,
daß bei einer der beiden voneinander unabhängig arbeitenden, die Bremse auslösenden
Einrichtungen gleichzeitig auch mehrere Wirkungen übertragen werden. Zweckmäßig wird diejenige Einrichtung, auf die mehrere
Wirkungen übertragen werden können, in Abhängigkeit von der Stellung des Vorsignals
gesteuert werden, während diejenige Einrichtung, auf die nur eine einzige Wirkung übertragen
werden kann, in Abhängigkeit von der Stellung des Hauptsighals arbeitet. Zur Übertragung
von mehreren Wirkungen kann man mechanische Einrichtungen, z. B. Streckenanschläge,
in Verbindung mit elektrischen Einrichtungen, etwa Elektromagneten, oder optischen
Einrichtungen verwenden. Einfach und zuverlässig arbeiten elektromechanische Einrichtungen.
Man kann in diesem Falle zur Auslösung einer Wirkung einen mechanisch bewegten Anschlaghebel nehmen und gleichzeitig
bei der Berührung zur Auslösung der zweiten Wirkung einen Stromübergang herbeiführen.
Diese Einrichtung gemäß der Erfindung hat außer den oben angegebenen Vorteilen den
weiteren Vorteil, daß der Fahrzeugführer in keiner Weise durch die Bedienung irgendeiner
Vorrichtung, z. B. eines Wachsamkeitsorgans, beim Heranfahren an Signale in seiner Aufmerksamkeit
für die Strecke behindert wird. Lediglich beim Vorbeifahren am ersten Anschlag 'wird ihm e*in Signal gegeben, wenn das
Vorsignal in Warnstellung steht. Er hat die Anweisung, in diesem Falle die Geschwindigkeit
des Fahrzeugs bzw. des Zuges so weit zu vermindern, daß er beim Passieren des Anschlags
7 die vorgeschriebene niedrige Geschwindigkeit. einhält. Um das zu erreichen, braucht er lediglich den Führerbremshebel zu
bedienen. Er wird also durch; das Warnsignal auf die Bedienung der Bremse, nicht aber auf
das Bedienen irgendeiner Wachsamkeitsvorrichtung hingelenkt. Hat der Zug die vorgeschriebene
Geschwindigkeit des Fahrzeugs am Punkt 7 nicht erreicht, so tritt, wie oben beschrieben, eine Zwangsbremsung ein. Hat
der Zug jedoch die Geschwindigkeit unterschritten, so ist die Zwangsbremsung unterbunden.
In Fig. 2 sind die Anschläge für die Strecke schematisch dargestellt. Darüber ist die vorgeschriebene
Gesclwindigkeit des Fahrzeugs auf dieser Strecke aufgetragen. Es sei angenommen,
daß der Zug mit 100 km Geschwindigkeit an dem 700 m vor dem Hauptsignal
stehenden Vorsignal vorbeifährt, wenn das Vorsignal auf »Warnung« steht. Der Fahrzeugführer
muß nun die Geschwindigkeit des Fahrzeugs so vermindern, daß beim Erreichen des Anschlags 7 der Zug mit der Geschwindigkeit
65 km fährt. Er wird den Zug normalerweise nach der Kurve 32 abbremsen, also beim Erreichen der 600-m- Grenze mit der
Bremsung anfangen. Er kann aber auch, falls er glaubt, daß das Signal noch rechtzeitig auf
»Fahrt« gestellt wird, den Zug bis zur 500-m-Grenze frei weiterfahren lassen und hier mit
einer Schnellbremsung nach der Kurve 33 den Zug abbremsen und erreicht dann ebenfalls
bei der 300-m-Grenze die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 65 km. Der Fahrzeugführer
ist also vollkommen in seiner Tätigkeit unabhängig. Hat er beim Erreichen der 300-m-Grenze die Geschwindigkeit nicht so
weit, wie vorgeschrieben, vermindert, so wird die Zwangsbremsung wie oben beschrieben
einsetzen, die Geschwindigkeit des Zuges nach der Kurve 34 regeln und damit den Zug
100 m vor dem Hauptsignal zum Stillstand bringen.
Fährt das Fahrzeug jedoch am »Fahrt« zeigenden Vorsignal vorüber und hat es in keiner
Weise eine Beeinflussung erhalten, so wird, falls das Hauptsignal aus irgendeinem Grunde
in der Zwischenzeit auf »Halt« gestellt worden ist und der Fahrzeugführer dieses nicht
beachtet hat, durch Betätigen des Fahrsperrventils 4 eine Zwangsbremsung erfolgen.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist, um das Auslöseventil während der Vorüberfahrt
an einem »Fahrt« zeigenden Vorsignal in geschlossenem Zustand zu halten, ein Elektromagnet verwendet. Da solche
Elektromagnete verhältnismäßig viel elektrische Kraft beanspruchen, wenn sie sicher
arbeiten sollen, und auf dem Fahrzeug solche Stromquellen- nicht immer zur Verfügung
stehen, so kann die Einrichtung auch so ausgebildet werden, daß zum Festhalten des das
Auslöseventil beeinflussenden Kolbens Druck-
luft verwendet wird.- Diese Druckluft wird durch Ventile in den Zylinder hineingelassen
bzw. von diesem abgesperrt. Diese Ventile werden ihrerseits dann wieder durch Elektromagnete
gesteuert. Zum Steuern solcher Ventile sind aber nur kleine Elektromagnete erforderlich, die mit geringer Energie betrieben
werden können.
Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. 4 schematisch dargestellt, die nur die gegenüber
Fig. ι veränderten Steuerungsteile zeigt, da die anderen Teile der Überwachungseinrichtungen
unverändert bleiben.
An» den Zylinder 15, der die Kolben 17
und 18 enthält, ist ein Rohr 19 angeschlossen, das die aus der Leitung 16 und dem Ventil
42 strömende Druckluft dem Zylinder 15 zuführt. Das Ventil 42 steht unter der Wirkung
der Feder 43 und des Elektromagneten 44, der seinerseits genau wie der Elektromagnet
31 gemäß der Einrichtung nach Fig. ι von dem Streckenanschlag an Spannung
gelegt wird. Beim Vorüberfahren an einem »Fahrt« zeigenden Signal ist der Stromkreis geschlossen und der Elektromagnet
erregt. Infolgedessen ist das Ventil 42 geschlossen, es kann keine Druckluft in den Zylinder 15 nachströmen, und die Feder
45 wird den Kolben 17 in der gezeichneten
Stellung festhalten. Es findet also keine Auslösung statt. Ist hingegen das Signal in
Warnstellung, so ist der Schalter 24 (vgl. Fig. 1) geöffnet und der Stromkreis für den
Steuerelektromagneten 44 unterbrochen. Das Ventil 42 ist geöffnet, und es kann die Druckluft
in den Zylinder 15 eintreten. Infolgedessen wird bei Freigabe der Kolbenstange
14 beim Anschlagen des Hebels2 (vgl. Fig. 1) die dort beschriebene Geschwindigkeitsprüfung
eintreten. Um auch auf Befehl ein »Halt« zeigendes Signal überfahren zu können, kann der Steuermagnet von Hand durch
den Druckknopf 46 betätigt werden, wodurch die gleiche Wirkung erreicht wird, als ob der
Schalter 24 geschlossen ist. Ferner ist noch eine Einrichtung getroffen, die es gestattet,
die automatische Überwachungseinrichtung vollständig abzuschalten. Zu diesem Zweck
dient der Dreiwegehahn 47 mit einem Kon- " takt 48, um den Elektromagneten zu steuern.
Außerdem ist, um auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen einen sicheren Stromübergang
zu erzielen, eine die Streichschiene z. B. von Eis befreiende Einrichtung 49, bestehend aus besonders hartem
Stahl mit scharfen Kanten, angeordnet.
Claims (4)
1. Zugbeeinflussung nach dem Punktsystem mit Geschwindigkeitsüberwachung
und mechanischen, dem Vor- und Hauptsignal zugeordneten, voneinander unabhängigen
Übertragungselementen (Fahrzeughebel, Streckenanschläge), dadurch gekennzeichnet, daß das feste Vorsignalstreckengerät
bei Fahrt zeigendem Signal die z. B. durch Stromübergang ausschaltbareGeschwindigkeitsüberwachungs-
einrichtung steuert, während das Hauptsignalstreckengerät
in Abhängigkeit von dessen Stellung beweglich ist und bei »Halt« zeigendem Signal eine Schnellbremsung
unmittelbar auslöst.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Vorsignal
betätigte mechanische Fahrzeuganschlag (2) waagerecht zum Gleis beweglich ist und über eine sich drehende
Welle (12) den Kolben (17, 18) einer pneumatischen Zeitmeßeinrichtung (20)
steuert.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
der zu den Auslöseventilen (4, 28) füllrenden Bremsleitung ein Ventil (47) für
vorübergehende oder dauernde Abschaltung beider FahrzeugbeeinfLussungseinrichtungen
vorhanden ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stößel (2) am vorderen Ende eine besondere, Eisbildungen oder sonstige den Stromübergang behindernde Unreinigkeiten
vom Streckenanschlag entfernende Einrichtung (49) hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES97053D DE595368C (de) | 1931-03-01 | 1931-03-01 | Zugbeeinflussung nach dem Punktsystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES97053D DE595368C (de) | 1931-03-01 | 1931-03-01 | Zugbeeinflussung nach dem Punktsystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE595368C true DE595368C (de) | 1934-04-09 |
Family
ID=7520474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES97053D Expired DE595368C (de) | 1931-03-01 | 1931-03-01 | Zugbeeinflussung nach dem Punktsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE595368C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946268C (de) * | 1952-10-16 | 1956-07-26 | Bayerische Motoren Werke Ag | Vorrichtung zur Verbesserung der Spuelung und Fuellung einer Brennkraftmaschine |
-
1931
- 1931-03-01 DE DES97053D patent/DE595368C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946268C (de) * | 1952-10-16 | 1956-07-26 | Bayerische Motoren Werke Ag | Vorrichtung zur Verbesserung der Spuelung und Fuellung einer Brennkraftmaschine |
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