DE428448C - Verfahren zur Gewinnung eines hochwertigen Klebstoffes - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines hochwertigen Klebstoffes

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DE428448C
DE428448C DEN23378D DEN0023378D DE428448C DE 428448 C DE428448 C DE 428448C DE N23378 D DEN23378 D DE N23378D DE N0023378 D DEN0023378 D DE N0023378D DE 428448 C DE428448 C DE 428448C
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NAHRUNGS und FUTTERMITTELTROCK
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Nafutro Werk Dr Fiedler & Schn
NAHRUNGS und FUTTERMITTELTROCK
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H11/00Adhesives based on glue or gelatine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung eines hochwertigen Klebstoffes. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung eines hochwertigen Klebstoffes. Sie besteht im allgemeinen darin, daß in eine durch einen Koehprozeß aus tierischen Abfällen erzeugte Emulsion zerkleinerte Abfälle der gleichen Art eingebracht werden. Im besonderen vollzieht sich die Herstellung des Klebstoffes etwa in folgender Weise.
  • Leicht gekalkte tierische Abfälle, wie Häute, Sehnen und Flechsen, werden nach Auswaschung mit einer 5- bis zoprozentigen Salzsäure behandelt, und zwar richtet sich die Stärke und die Dauer der Behandlung nach der Art des Materials. - Im allgemeinen wird die Säuerung '%z Stunde lang vorgenommen und dann die Neutralisation durch 5- bis 8maliges Auswaschen. gegebenenfalls unter Benutzung von Zusatzmitteln, erreicht.
  • Das vollkommen alkali-, säurefrei und weich gemachte Material wird zu einem Teil, und zwar etwa zu 7o Prozent, im Dämpfer einem gewöhnlich zweistündigen Kochprozeß unterworfen und dadurch in einen flüssigen Zustand gebracht. Die übrigen 3o Prozent dieses Materials werden mit Hilfe eines Fleischzerkleinerungsapparates kolloidal zerkleinert. Diese Masse wird dann der oben erwähnten Flüssigkeit beigegeben, wodurch eine ganz besonders hohe Klebkraft erreicht wird.
  • Gerade die Zugabe des auf diese Weise erhaltenen kolloidal zerkleinerten Materials derselben Masse bedeutet einen Fortschritt gegenüber anderen Verfahren dieser Art. Bei dieser handelt es sich um die Zugabe anderer Stoffe, wie Sägespäne, geriebener Marmor, Sand o. dgl., wie man sie z. B. zur Gewinnung von Kitten beigibt. Mit derartigen Zugaben läßt sich die Wirkung des Erfindungsgegenstandes auch bei Anwendung von Hautabfällen als Rohstoffe, die an sich .für die Herstellung von Leim bekannt ist, nicht erreichen.
  • ,je nach der Absicht der weiteren Verwendung des erhaltenen Klebstoffes geht dann die anschließende Behandlung folgendermaßen vor sich z. Die erhaltene flüssige Masse wird durch ein Trockenverfahren in Pulverform gebracht und zu feinstem Mehl vermahlen. Durch die Anwendung möglichst hoher, aber für die Klebfähigkeit nicht schädlicher Temperatur wird eine besonders gute Haltbarkeit erreicht. Diese Form macht den Klebstoff besonders gut als Bindemittel für Farbzwecke geeignet.
  • 2. Die ganze Masse wird zur Vermeidung der Zersetzung mit etwa 3 bis 5 Prozent Petanaphtol innig vermischt und auf diese Weise ohne Beeinträchtigung der Klebfähigkeit konserviert. Im Gegensatz zum Leim braucht das so erhaltene Pulver vor der Verwendung nicht erst lange Zeit im Wasser geweicht zu werden, sondern ist ohne weiteres in kaltem oder warmem '\@'asser löslich, ohne daß die Lösung vor der Verwendung aufgekocht werden muß.
  • 3. Bei ungetrocknetem Gemisch werden noch ro Prozent Kasein zugesetzt, und zwar besonders in den Fällen, wo die zu klebenden Gegenstände mit der Dampfpresse behandelt werden. Durch die dabei eintretenden hohen Temperaturen koaguliert das Kasein und wird dadurch eine besonders hohe Bindekraft erreicht.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Gewinnung eines hochwertigen Klebstoffes, gekennzeichnet durch Einbringen von zerkleinerten tierischen Abfällen in eine durch einen Kochprozeß aus denselben Abfällen erhaltene Emulsion. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das erhaltene Produkt in einem Trockenverfahren in Pulverform verwandelt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einem der Zwischenprodukte ein Zusatz von Kasein gegeben wird.
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