DE747260C - Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Abfallstoffen, insbesondere Kuechenabfaellen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Abfallstoffen, insbesondere KuechenabfaellenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Abfallstoffen, insbesondere Küchenabfällen Es ist bekannt, Futtermittel aus Abfallstoffen herzustellen. Solche Abfallstoffe sind dabei im wesentlichen Abfälle von Schlächtereien oder Pflanzenabfälle. Dagegen sind Küchenabfälle .bisher nur in geringem Grade' benutzt worden und dann gewöhnlich in dem Zustand, in dem sie anfallen, oder einfach nach Kochen in offenem Topf. Man hat auch versucht, Küchenabfälle irr gleicher Weise wie Schlächtereiabfälle zu behandeln, aber mit sehr schlechtem Ergebnis, da die Küchenabfälle ganz andere Bestandteile als die Schlächtereiabfälle enthaltene, so daß sie in einem gewissen Stadium der Behandlung eine steife, beinahe kautschukähnliche Konsistenz annehmen, so daß die Rührapparate der Behandlungsbehälter die Masse nicht verarbeiten können. Vielfach zerbrachen die Rührvorrichtungen,, und zugleich wurde die Masse bei dieser Konsistenz unverwertbar. Man hat deshalb diesen Weg aufgehen müssen oder die Behandlung nur teilweise durchgeführt, er-
Diese Übelstände sind bei dem Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Abfallstoffen gemäß der Erfindung dadurch vermieden worden, daß die Erwärmung in einem geschlossenen Behälter mit Rührvorrichtungenetwa von derselben Art geschieht, wie sie bei der Herstellung von Fleischfutter aus Abfällen von Schlächtereien verwendet werden. Das `-erfahren der Erfindung besteht in einef Mischung der verschiedensten Abfallstoffe in bestimmten, zur Herstellung von Futtermitteln besonders geeigneten Verhältnissen sowie in einer Anfangserwärmung im Vakuum, wodurch verhindert wird, daß die 1lasse die erwähnte kautschukähnliche Beschaff-enli2it annimmt. Nachdem die Masse im Vakuum erwärmt worden ist, wird der Druck erhöht, während die Erwärmung noch einige Zeit fortgesetzt wird.hielt dann aber ein Erzeugnis beringen Wertes. Dem Kochen in offenem Topf haften gleich- falls verschiedene Mängel an. Zum Beispiel wird keine Keimfreiheit gesichert, so daß Krankheiten auf mit dem Erzeugnis gefütterte Tiere und von diesen auf die Menschen über- tragen werden können. Daß man keine voll- ständige Keimfreiheit erzielt, beruht darauf, daß ein solches beinahe festes Erzeugnis, wie Küchenabfälle, nur in einer dünnen Schicht nahe den Topfwänden auf eine genügende T°mperatur erwärmt sein kann, während die Hauptmasse nur auf Temperaturen von 4o bis 5o° erwärmt ist. Weiter enthält der Küchen- abfall Knochensplitter, die nicht durch eine ein- fäche Erwärmung umgebildet «-erden können und deshalb den Tieren schaden können. Auch der bekannte Vorschlag, die Küchen- abfälle zu trocknen, gegebenenfalls nach Vor- trocknung am Anfallort, nimmt auf diese Ge- fahr keine Rücksicht. . - Nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung gelingt es somit, auf einfache, bequeme und technisch leicht durchführbare Weise aus den aus den verschiedensten Einzelbestandteilen zusammengesetzten Kuchenabfällen ein hochwertiges, homogen zusammengesetzte" trockenes und lagerbeständige Futtermittel herzustellen, ohne daß wertvolle N ährstofte verlorengehen oder Beschädigungen an den benutzten Vorrichtungen eintreten. Gleichzeitig wird erfindungsgemäß ein völlig heimfreies Futtermittel erzielt, wobei Gertichslielästigungen vermieden werden.
- Das gewöhnlich benutzt.,- Mischungsverhältnis der verschiedenen Küclienabfallarten ist folgendes: 15 % Fischabfall, .1o % Gemüseabfall (Abfall von Karotten, Kohlblättern u. ä.), 200110 Brotabfall, 25 °/o Fleisch-, Knochen- und Tunkenaüfall. Als zweckmäßig hat sich erwiesen, die Mischung etwa i Stunde lang in der Rührvorrichtung unter etwa o,5 Atin. Druck bei einer Temperatur von etwa 8o° zu erwärmen. Nach dieser Durcharbeitung hat die :Masse die Neigung, eine steife, kautschukähnliche Beschaffenheit bei Erwärmung unter Druck und hoher Temperatur zti bilden, verloren. Nun werden der Druck bis -2,5 Atin. und die Temperatur bis i4o' erhöht und die :Nasse etwa 1 ''2 Stunden unter dem erhöhten Druck und der erhöhtenTemperatur weiterbehandelt. Anschließend wird die Masse bei etwa o,5 Atin. unter Umrühren während 7 bis 8 Stun-Jen erwärmt. Die nunme'lir homogen gewordene Masse wird aus dem Heiz- und Rührbehälter genommen und in Kuchen gepreßt oder zu Mehl vermahlen.
- Aus einer Masse von 3000k- der in« die Rührvorrichtung eingebrachten Bestandteile gewinnt nian etwa iooo kg Fertigerzeugnis folgender Zusammensetzung: 27,350A Roliproteiti, 7,z3 °(o Rohfett, 3=,3-1 °/o stickstofffreie Extraktstoffe, .4,690/, Holzstoff, i8,go % Aschenbestandteile, 9,-190/, Wasser.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellmw eines Futtermittels au: :'11>fallstofieti, insbesondere Küchenabfällen, durch Trocknung, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfallstofe in bestimmten Verhältnissen gemischt und zunächst kurze Zeit im Vakuum erwärmt, danach unter erhöhtem Druck und bei erhöhter Temperatur von etwa 140' ' weiter erhitzt. und schließlich wieder im Vakutitn erwärmt werden, worauf die "erlialtetie trockene blasse zti Kuchen geprellt oder zu @lelil vermahlen wird. Zur Ab grenzutig des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind ini Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsch,- Patentschriften .... Nr. 54.8 289, =95985: österreichische Patentschriften - 104 708, 75 25-1.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES151210D DE747260C (de) | 1941-07-22 | 1941-07-22 | Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Abfallstoffen, insbesondere Kuechenabfaellen |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE747260C true DE747260C (de) | 1944-09-18 |
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ID=7542727
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|---|---|---|---|
| DES151210D Expired DE747260C (de) | 1941-07-22 | 1941-07-22 | Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Abfallstoffen, insbesondere Kuechenabfaellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE747260C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3604308A1 (de) * | 1986-02-12 | 1987-08-13 | Bongardt Ohg Gerhard | Verfahren zur herstellung von tierfutter |
| DE4316092A1 (de) * | 1993-05-13 | 1994-11-17 | Sen Alfred Bolz | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Speiseresten |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE295985C (de) * | ||||
| AT75254B (de) * | 1915-01-11 | 1919-01-25 | Dreiteilung Allg Muellverwertu | Verfahren zur Überführung der Küchenabfälle in ein Trockenfutter. |
| AT104708B (de) * | 1922-12-08 | 1926-11-25 | Lamina Ltd | Verfahren zur Herstellung von Geflügel- und Viehfutter aus Nahrungsmittelabfällen od. dgl. |
| DE548289C (de) * | 1930-03-22 | 1932-04-08 | Gustav Hoennicke | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen tierischer Abfallstoffe und sonstiger schuettfaehiger Stoffe |
-
1941
- 1941-07-22 DE DES151210D patent/DE747260C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
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