DE42366C - Mechanischer Webstuhl mit gleichmäfsiger Ketten- und Waaren-Transportirung - Google Patents

Mechanischer Webstuhl mit gleichmäfsiger Ketten- und Waaren-Transportirung

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DE42366C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT42366D
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COMPAGNIE DES FONDERIES ET FORCES DE L'HORME (CHANTIERS DE LA BUIRE) in Lyon
Publication of DE42366C publication Critical patent/DE42366C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/04Control of the tension in warp or cloth
    • D03D49/20Take-up motions; Cloth beams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung an Webstühlen besteht in einer verstellbaren Regulirung, deren Bethätigung von der die Lade treibenden Welle ausgeht, indem letztere abwechselnd zwei Hebel hebt und wieder sinken läfst — so zwar, dafs immer der eine, wenn der andere gehoben wird, ruht, dagegen gehoben wird, wenn der andere fällt, und dann fällt, während dieser ruht — und diese Hebel mittelst an denselben angelenkter, rauhflächiger, sectorförmiger Klinken auf ein ebenfalls rauhflächiges Rad wirken, welches mit dem Zeugbaum durch ein Wechselradvorgelege verbunden ist. Die beiden Sectoren wirken in der Weise, dafs derjenige des gehobenen Hebels während dessen Niedersinkens den Zeugbaum dreht, dafs dagegen der Sector des in Ruhe verharrenden Hebels die Rückdrehung des Zeugbaumes hemmt. In dem Mafse, als der Zeugbaum infolge des Aufwickeins des Gewebes seinen Durchmesser vergröfsert, reducirt er die Fallhöhe der obigen Hebel, indem er eine federnd gegen seinen Umfang gehaltene Walze zurückdrückt und diese vermittelst Zahnstange und Zahnrades eine auf der Welle des letzteren montirte Schraubencurve dreht, welche einen Anschlag für die Hebel vertical höher verstellt. Der Zeugbaum reducirt also nach der zunehmenden Dicke der sich auf ihm bildenden Zeugschicht die Fallhöhe der ihn treibenden Hebel, und damit den Bogen, durch welchen er gedreht wird. Die Spannung der Kette wird dadurch constant erhalten, dafs ein auf den Keltenbaum einwirkendes Bremsband seine Wirkung entsprechend der Abnahme, welche der Kettenbaumdurchmesser infolge Abwickeins der auf ihm aufgebäumten Kette erfährt, vermindert.
Die mit der die Lade bewegenden Welle rotirende Scheibe M, Fig. 1 und 2, hebt vermittelst der auf ihren beiden Seiten rechtwinklig zu einander versetzt angeordneten Hubröllchenpaare η η und η'η' abwechselnd zwei auf der unterhalb des Zeugbaumes X gelagerten Welle C lose sitzende Hebel E und H gegen den-Zug der Federn L L'. Der Hebel 2t wirkt mit einer an ihn angelenkten und peripherisch mit an einander stofsenden dreieckigen Nuthen versehenen sectorförmigen Klinke G und der Hebel H mit einer ebensolchen, in seinem rechtwinklig aufgebogenen Ende gelagerten Klinke K auf das auf der Welle C aufgekeilte und wie die Klinken G und K auf seinem Umfang peripherisch mit Nuthen versehene Rad B, Fig. 2 und 3, gegen welches beide Klinken durch die zwischen sie gespannte Schraubenfeder i gezogen werden. Infolge ihrer Lage und gegenseitigen Verbindung arbeiten die beiden Klinken derart, dafs die eine, z. B. G, wenn deren Hebel E gehoben worden ist und wieder fällt, bei letzterer Bewegung das Rad B um den dieser Fallhöhe entsprechenden Betrag vordreht, der Hebel H während des Hebens von E in der Ruhelage liegt und seine Klinke jede Rückdrehung des Zeugbaumes sperrt, und dafs darauf beim Heben von H die Klinke des jetzt in der Ruhelage liegenden Hebels E den Rücklauf hemmt.
' Die Welle C ist mit einem auf der Zeugbaumwelle festen Zahnrade durch einen Trieb D und ein Wechselradvorgelege Q. verbunden, welches, bei S im Stuhlgestell drehbar gelagert, mittelst der Handhabe ρ in die eine oder andere Lage umgelegt und darin mittelst des Bolzens q festgestellt werden kann. Die Welle C überträgt die ihr vom Rade B mitgetheilte Bewegung mittelst des Triebes Z und des im Stuhlgestell gelagerten Zwischenrades Z1 auf das Wechselrad Z", dessen Welle t durch den Trieb X' mit dem Zahnrade auf der Zeugbaumwelle verbunden ist. Durch Auswechselung des Rades Z" ändert man das Geschwindigkeitsverhältnifs zwischen dem Rade B und dem Zeugbaum (Fig. 3).
Mit der fortgehenden Wiederholung der Ladenbewegung bedeckt sich der Zeugbaum mit einer dicker werdenden Schicht Zeug: in dem Mafse, als sich so der Durchmesser des Zeugbaumes vergröfsert, drückt er die Walze R (Fig. 4) entsprechend weiter ab, dreht diese die Schraubericurve V und hebt letztere den' Anschlag O. Damit wird die Fallhöhe der Hebel E und H und folglich auch der Bogen verringert, um den deren Klinken den Zeugbaum weiter drehen.
Gesetzt, die Grenzen für die Fallhöhe der Hebel E und H seien für denselben Stuhl 4 cm und 5 cm, so kann man die Differenz von 10 mm in 10 gleiche Theile theilen und für jeden derselben eine Curvenscheibe V vorsehen. Combinirt man mit diesen zehn Curven noch zwölf verschiedene Wechselräder Z", so kann man auf demselben Stuhle den Raum, welchen der Eintragsfaden einnehmen soll, 120 Mal variiren. Dadurch, dafs man die Curve V auf einem halben anstatt auf einem ganzen Kreisumfange entwickelt, entsprechend der Vergröfserung des Durchmessers des Zeugbaumes vom Einfachen zum Doppelten, kann man auf demselben Stücke, entgegengesetzt zu einander liegend, zwei Curven anordnen, so dafs sich die Anzahl der für die obigen 120 Variirungen vorzusehenden Curvenstücke auf fünf reducirt.
Zur Vervollständigung der Regulatorwirkung wird die Spannung der Kette dadurch constant erhalten, dafs sich auf jedem Ende des Kettenbaumes e ein in einer auf dessen Welle d (Fig. ι und 5) festgekeilten Bremsscheibe f eingeschlossenes Bremsband j gegen die innere glatte Wand der letzteren reibt und diese Reibung mit der Abnahme der Dicke der auf dem Kettenbaume aufgebäumten SchichtKetteX0 dadurch vermindert wird, dafs eine an jenem anliegende Walze R' (Fig. 5) sich gegen einen durch Zuggewicht J belasteten Schlitten m stützt, welcher mittelst Laufröllchen von einem Gegengewicht J' auf dem lose auf der Kettenbaumwelle d sitzenden Hebel h gegen die Achse von dieser herangegezogen wird. Am kleinen Arme h' des Hebels h ist auf einem Zapfen das eine Ende des Bremsbandes j aufgerollt, dessen anderes Ende sich auf einen von der im Stück I" mittelst Stellschraube /'" verstell^ baren starren Feder /' getragenen Zapfen / aufrollt. Die Feder /' fafst zugleich mit ihrem Ende unter den kleineren Hebelarm ft'.' Je dünner der Kettenbaum wird, um so näher wird m an d herangezogen und um so kürzer ist der Hebelarm h, an welchem das Gewicht J zieht; folglich wird auch der Bremsdruck in Scheibe f und damit die hier auftretende Reibung abgemindert.
Die Feder I' bezweckt, die Spannungsdifferenz auszugleichen, welche das Heben und Senken der Schäfte verursacht.
Das in den Figuren angezeigte Schwungrad P auf der Welle C und das Schwungrad V auf der Welle t dienen zum Abbäumen des Zeuges.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein mechanischer Webstuhl, bei welchem die constante Umfangsgeschwindigkeit des Zeugbaumes bei wachsendem Durchmesser desselben dadurch erzielt wird, dafs die Schwingungsweite der zur Zeugbaumdrehung angewendeten abwechselnd wirkenden beiden Schalthebel durch Vermittelung einer Spiralscheibe (V) im erforderlichen Mafse vermindert wird, deren Drehung proportional der wirklichen Zunahme des Zeugbaumdurchmessers erfolgt.
2. Ein mechanischer Webstuhl der unter 1. festgesetzten Art, bei welchem aufserdem die Unveränderlichkeit der Kettfadenspannung dadurch herbeigeführt wird, dafs die Anspannung des zur Hemmung des Kettenbaumes dienenden, auf Druck beanspruchten Bremsbandes von der wirklichen Abminderung des Kettenbaumdurchmessers mechanisch abgeleitet, wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT42366D Mechanischer Webstuhl mit gleichmäfsiger Ketten- und Waaren-Transportirung Expired - Lifetime DE42366C (de)

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