DE42341C - Selbstthätiges Feuerzeug - Google Patents
Selbstthätiges FeuerzeugInfo
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- DE42341C DE42341C DENDAT42341D DE42341DA DE42341C DE 42341 C DE42341 C DE 42341C DE NDAT42341 D DENDAT42341 D DE NDAT42341D DE 42341D A DE42341D A DE 42341DA DE 42341 C DE42341 C DE 42341C
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- Germany
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- ignition
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q2/00—Lighters containing fuel, e.g. for cigarettes
- F23Q2/18—Lighters with solid fuel
- F23Q2/24—Lighters with solid fuel ignition pills or strips with inflammable parts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Lighters Containing Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Die bisher gebräuchlichen Taschen-- und selbstthätigen Feuerzeuge leiden alle an dem
Uebelstande, dafs die Mechanik zur Entzündung der Lampe zu viel Raum beansprucht,
demgemäfs der Brennmaterialbehälter ein verhältnifsmäfsig kleiner war und eine öftere
Füllung erforderte.
Bei der Einrichtung des vorliegenden Feuerzeuges berücksichtigte der Erfinder deshalb
folgende Erfordernisse, welche an ein wirklich praktisches und vollkommenes Feuerzeug zu
stellen sind:
Möglichste Kleinheit des Feuerzeuges überhaupt, verhältnifsmäfsig sehr grofser Oelbehäher,
denkbar kleinste Raumerfordernifs für die Mechanik zur Entzündung der Flamme, gröfste
Einfachheit der Mechanik, unfehlbare Wirkung derselben und Eintreten der Wirkung ohne
einen weiteren Handgriff, als das Oeffnen des Verschlufsdeckels.
Alle diese vorstehend aufgeführten Erfordernisse sind in dem auf beiliegender Zeichnung
in Fig. ι bis 16 in zwei Anordnungen dargestellten
Feuerzeuge erfüllt, und besteht die Wirkung der ersten Anordnung darin, dafs durch Aufheben des Deckels eine Feder die
bekannten Zündpillenstreifen entzündet, während in der zweiten Anordnung die Entzündung der Lampe durch mit Zündmasse präparirte
Papierstreifen erfolgt, welche durch Reibung an einer der Zündmasse entsprechenden
Reibfläche entzündet werden.
Fig. ι bis 8 stellen ein Feuerzeug ersterer
Anordnung dar, und zwar zeigt:
Fig· ι einen senkrechten Schnitt in geschlossenem
Zustande,
Fig. 2 einen senkrechten Durchschnitt in geöffnetem Zustande bis zu dem Augenblick, in
dem die Zündfeder b die höchste Stellung erreicht hat· und von der Nase I des Vorschübkegels
α fallen gelassen wird,
Fig. 3 ist eine äufsere Ansicht und veranschaulicht zugleich die Herausnahme der Zündstreifentrommel
C zur Einlegung neuer Streifen, Fig. 4 zeigt einen senkrechten Querschnitt,
Fig. 5 einen Grundrifs nach Abnahme des Deckels,
Fig. 6 die Construction der Lampe im Verticaldurchschnitt,
Fig. 7 die Zündmechanik von der Seite,
Fig. 8 dieselbe im Grundrifs.
Fig. 9 bis 14 stellen die zweite Anordnung dar, und zwar zeigt:
Fig. 9 einen senkrechten Durchschnitt des Feuerzeuges in geschlossenem Zustande,
Fig. 10 den gleichen Durchschnitt des Feuerzeuges
in geöffnetem Zustande,
Fig. 11 einen senkrechten Querschnitt,
Fig. 12 einen Grundrifs,
Fig. 13 die Zündmechanik in geschlossenem und
Fig. 14 in fast geschlossenem Zustande.
Fig. 15 zeigt die Anordnung der Mechanik an einem Handleuchter,
Fig. 16 die Anordnung eines Cigarrenabschneiders.
Das Feuerzeug ersterer Anordnung besteht aus dem Oelbehäher A, der Lampe B, der Zündmechanik,
welche aus Zündstreifentrommel C, Vorschubkegel a, Zündfeder b und Verschlufsdeckel
c sich bildet, und dem Abschneidemesser d.
Der Oelbehälter nimmt fast den ganzen Raum des Feuerzeuges ein und wird mit
flüchtigen Oelen, als Benzin etc., gefüllt. Seitwärts
ist die Lampe B angebracht, welche von eigenthümlicher Einrichtung ist; dieselbe besteht,
wie in Fig. 6 besonders und vergröfsert dargestellt, aus einer von einem Metallstreifen
gebildeten Spiralfeder e, an deren innerem Ende das Dochtröhrchen/ befestigt ist. Die Spirale e
ist in ein. im Oelbehälter A eingelöthetes Röhrchen g, das am unteren Ende so weit umgebörtelt
ist, dafs es das Dochtröhrchen genau umschliefst, so eingelegt, dafs die Spirale e
beim Oeffhen des Deckels sich zwar verlängern, aber nicht herausspringen kann. Soll
der Oelbehälter mit neuer Füllung versehen werden, kann jedoch die Spirale e ohne Weiteres
herausgenommen und wieder eingeschoben werden.
Mit der Anwendung einer Spirale e wird eine gröfsere Entfernung der Flamme von dem
Oelbehälter erreicht, wodurch nicht nur durch zu grofse Wärme eine überflüssige Vergasung
des Oeles, sondern auch ein günstigerer Stand des Dochtes für die Entzündung erreicht wird;
aufserdem eignet sich auch das Feuerzeug infolge der weit herausstehenden Flamme besser
als Leuchter.
Die Zündmechanik ist von höchst einfacher, aber dabei vollkommenster Einrichtung- Der
Verschlufsdeckel c ist aufser seinem Drehpunkt h mit einem hebelartig wirkenden Gelenk i versehen,
in welchem der Vorschubkegel α drehbar befestigt ist. Am Drehzapfen h des
Deckels c selbst ist die Zündfeder b aufgesteckt und, um federnd zu wirken, mit dem Ende k
in der Wandung des Feuerzeuges befestigt.
Auf dem Vorschubkegel α ist ferner eine Nase Z angebracht, welche eine entsprechende
Nuth m besitzt, die als Führung für die Feder b dient. Die Stellung der Mechanik in geschlossenem
Zustande ist nun die, wie in Fig. ι und 7 dargestellt. Die Nase Z sitzt dicht unter
der Feder b\ wird nun der Deckel c des Feuerzeuges gehoben, so legt sich die Feder b in
die Nuth m der Nase Z des Vorschubkegels a und wird von diesem mit dem Oeffnen des
Deckels emporgehoben. Hat der Deckel die Stellung in Fig. 2 erreicht, so steht die Nase Z
so, dafs die Feder b von derselben fallen gelassen wird und auf die Zündpille aufschlägt,
diese zur' Explosion bringt und dadurch die Lampe entzündet.
Gleichzeitig ist mit dem Gelenk i des Deckels ein Messer <i verbunden, welches zwischen der
Wand ο des Oelbehälters und der Deckelfeder ρ eingelegt ist und durch die Bewegung des
Deckels derart bewegt wird, dafs es den durch die Führung q heraustretenden verbrauchten
Zündstreifen abschneidet.
In vorliegender Darstellung wird die Bewegung des Messers d durch die an demselben
und an dem Drehpunkt h des Deckels c befindlichen Verzahnungen, die in einander greifen,
erreicht.
Der Zündstreifen, sowie die Führung q für denselben sind nicht so breit als das Feuerzeug
selbst, wodurch auch der hinter der Führung q liegende Raum A1 als Oelbehälter benutzt werden
kann.
Die Zündstreifentrommel C ist derart drehbar eingelegt, dafs sie, wenn neue Zündstreifen
eingelegt werden sollen, dieselbe durch eine schwingende Drehung über das Feuerzeug
herausgehoben werden kann, so dafs sie vollständig frei wird und das Einlegen der Zündstreifen
ohne Schwierigkeiten und schnell bewirkt werden kann. In vorstehender Anordnung
wird dieselbe durch eine in den Boden r ,derselben eingeschnittene Zungenfeder ä mit dem
Knöpfchen t in dem Gehäuse festgehalten, indem das Knöpfchen t in das Loch u des Gehäuses
beim Hineindrücken der Trommel C einspringt.
Die in Fig. 9 bis 14 dargestellte Anordnung beruht auf der Entzündung eines präparirten
Zündstreifens durch Reiben desselben auf einer rauhen oder der Natur des Zündstreifens entsprechend
präparirten Reibfläche L. Die Zündstreifentrommel C bildet hier mit dem Verschlufsdeckel
c ein Ganzes; dieselbe hat die Form einer dreieckigen, durch einen Kreisbogen
abgeschlossenen Kammer, die auf der Bogenseite durch eine Feder ν zum Einlegen der
Zündstreifen geöffnet und geschlossen werden kann.
Diese Feder ν wird zwischen den Seitenwandungen der Trommel festgeklemmt; sie
hat den Zweck, den Zündstreifen so an die entgegengesetzte Kante w anzudrücken, dafs
bei Entzündung desselben nicht mehr als das aus der Trommel hervorragende Ende verbrennt.
Der Vorschub des Zündstreifens erfolgt durch einen Vierzahn oder ein. geriffeltes Rad χ
mittelst des Sperrradesy und der Sperrklinke \.
Die Reibfläche L ist etwas federnd befestigt, um ein sicheres Entzünden des Streifens zu
erreichen. Der Vorschub des Zündstreifens und die Entzündung desselben erfolgt nunmehr
in folgender Weise:
Ist der Zündstreifen eingelegt, so greift beim Schliefsen des Deckels die Sperrklinke ^ in
das Sperrrad y und verdreht dasselbe um einen Zahn (s. Fig. 14 und 15); dadurch wird auch
das Vorschubrädchen x, welches mit dem Sperrrade y einen Zapfen hat," verdreht, so
dafs der zwischen demselben und der Kante vt>
liegende Zündstreifen in einer Länge, wie zur Entzündung der Lampe nöthig ist, aus der
Trommel C herausbefördert wird. Wird nun der Deckel geöffnet, so wird der aus der
Trommel hervorragende Zündstreifen gegen die federnde Reibfläche L gedrückt und an
derselben entlang gezogen, so dafs der Streifen sich beim Verlassen derselben durch die bei
der Reibung entstandene Wärme entzündet und die Lampe, welche genau, wie in vorhergehender
Anordnung beschrieben, angebracht ist, ansteckt. Beim Zudrücken des Deckels c wird
dann wieder der · nöthige Zündstreifen, wie oben beschrieben, aus der Trommel hervortransportirt.
Der Zündstreifen kann aus einer verschiedenartigen Zündmasse bereitet sein, nach welcher
sich auch die Herstellung der Reibfläche richtet.
Diese beiden hier beschriebenen Anordnungen können auch für Handleuchter u. s. ..w. angewendet
werden.
In Fig. 15 ist ein Handleuchter mit erstbeschriebener
Anordnung dargestellt. Der verbrauchte Zündstreifen wickelt sich hier in dem Halter auf.
Aufserdem können derartige Feuerzeuge auch noch mit Cigarrenabschneider, wie in Fig. 16
dargestellt ist, versehen werden.
Der verbrauchte Streifen mufs dann anders abgeleitet und am Feuerzeuge eine kegelförmige
Vertiefung D angebracht werden, in welche die Spitze der Cigarre eingeschoben und von dem
Streifenabschneidemesser d abgeschnitten wird.
Claims (1)
- Patent-An spruch:Ein selbstthätiges Feuerzeug, gekennzeichnet durch das gleichzeitige Vorkommen folgender Anordnungen: die Verbindung der Zündstreifentrommel C mit dem Verschlufsdeckel c derart, dafs sie behufs Füllung durch einen Druck auf den Knopf r der Feder s durch Oeffhen des Deckels herausgehoben und nach erfolgter Füllung durch Schliefsen des Deckels wieder eingelegt werden kann; die Verbindung des Verschlufsdeckels c mit einer Schlagfeder b und einem Vorschubkegel α derart, dafs durch Oeffnen des Deckels der Vorschubkegel α aufser dem Transportiren des Zündstreifens auch mittelst der zur Hälfte mit einer Rille m versehenen Nase I die Schlagfeder b aushebt und im entsprechenden Moment zur Entzündung des Streifens fallen läfst; die Verbindung des Verschlufsdeckels c mit einer Zündstreifentrommel C und einem Transportirrade jr, das durch den Sperrkegel % derart beeinflufst wird, dafs beim Schliefsen des Deckels ein Hervortransportiren des Zündstreifens und beim Oeffnen des Deckels eine Entzündung des Zündstreifens durch Reibung erfolgt; die Verbindung des Verschlufsdeckels c durch ein gezahntes Scharnier h mit einem gezahnten Messer d derart, dafs durch Oeffhen des Deckels durch das Messer d entweder der Zündstreifen oder die (Zigarrenspitze abgeschnitten werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42341C true DE42341C (de) |
Family
ID=317746
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42341D Expired - Lifetime DE42341C (de) | Selbstthätiges Feuerzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42341C (de) |
-
0
- DE DENDAT42341D patent/DE42341C/de not_active Expired - Lifetime
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