DE44776C - Neuerung an Zündvorrichtungen - Google Patents

Neuerung an Zündvorrichtungen

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DE44776C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ignition
strip
slide
hammer
transport
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44776D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. SEIPPEL in Bochum i. W., Gr. Beckstr. 1
Publication of DE44776C publication Critical patent/DE44776C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q1/00Mechanical igniters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lighters Containing Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die nachfolgend beschriebenen Neuerungen beziehen sich auf eine Zündvorrichtung, bei welcher die Zündung durch einen sogenannten präparirten Zündstreifen erfolgt.
Bei den bisherigen ähnlichen Vorrichtungen, welche auf demselben Zündungsverfahren beruhen, beispielsweise auch bei P. R. No. 26881, wird der Zündstreifen durch eine Transportvorrichtung. (Feder, Zahnrad, Hebel u. s. w.) vor der Zündstelle gegen die feststehende Gehäusewand gedrückt und an derselben entlang geschoben. Abgesehen von der bedeutenden Reibung des Zündstreifens an der ruhenden Gehäusewand, wird durch den Druck der Transportvorrichtung die auf dem Zündstreifen befestigte Zündpille häufig verletzt und unbrauchbar gemacht. Auch ist diese Art der Transportirung vor der Zündstelle durch Nachschieben des Zündstreifens eine unpraktische. Der Zündstreifen wird sich hierbei, besonders wenn er etwas feucht geworden ist, vor der Zündstelle in Falten legen, so dafs die Zündpille durch den aufschlagenden Hammer oder die Feder nicht getroffen wird und infolge dessen eine Zündung nicht eintritt.
Ein weiterer Uebelstand der bisherigen Zündvorrichtung liegt darin, dafs der Kopf der Schlagfeder von vorn auf die Zündpille schlägt, so dafs der Docht der Lampe nur durch das seitlich spritzende Feuer der Zündpille zum Brennen gebracht werden kann.
Diese Uebelstände werden durch die nachfolgend beschriebene Zündvorrichtung vermieden. Fig. ι und 3 zeigen den verticalen Vorderschnitt in zwei verschiedenen Stellungen, Fig. 2 zeigt den verticalen seitlichen Schnitt der neuen Zündvorrichtung und Fig. 4 giebt die Anbringung der Zündvorrichtung in der Sicherheitslampe.
Der Zündstreifen \ mit seinen Zündpillen a, die in möglichst gleichen Abständen von einander auf dem Streifen angebracht sind, wird von einer Rolle abgewickelt und innerhalb der Zwischenwände w und wx vor die Zündöffnung e geführt. Diese Zündöffnung e besteht aus einer kurzen Röhre und ist mit ihrer Oeffnung nach dem zu entzündenden Docht gerichtet. Die Zündröhre besitzt nach innen einen Steg s, auf welchem die Entzündung der Pille α durch Schlag vor sich geht. Auf diese Weise ist es ermöglicht, dafs der Zündstreifen \ von hinten geschlagen und die Zündpille durch die freie Oeffnung der Zündröhre das Feuer in der ganzen Ausdehnung gegen den Docht sprühen kann. Der schwache Steg s, welcher vorzugsweise den Schlag des Hammers aufnehmen mufs, ist dem Sprühfeuer wenig hinderlich.
Der Hammer c hat genügendes Gewicht und verdeckt beim Aufschlagen die Oeffnung der Zündröhre vollständig, so dafs ein Zurücktreten von Sprühfeuer in das Innere des Zündapparates vollkommen vermieden ist.
Die Transportvorrichtung besteht aus einem Schieber b mit beweglicher Nase η und wird durch eine seitliche Druckstange d, die am Gehäuse gut geführt wird, auf- und abbewegt.
Der Schieber b besitzt einen Schlitz/, durch welchen das zur Wirkung gebrachte Ende des Zündstreifens \ geführt ist.
Am oberen Ende des Schiebers b ist um einen Stift g drehbar die Nase η angebracht,
welche eine doppelte Function zu verrichten hat, wie weiter unten beschrieben werden wird.
Der Schlaghammer c sitzt an dem freien Ende der im Gehäuse festgenieteten Schlagfeder h. Die Schlagfeder h trägt an geeigneter Stelle die vorspringende Nase m, gegen welche die Nase η des Schiebers b anliegt.
Die Wirkung ist folgende:
Beim Niederziehen des Schiebers b mittelst der Stange d drückt die Nase η desselben gegen die schräge Fläche der Nase m der Schlagfeder h, und es wird der im Schlitz f des Schiebers b befindliche, aber nicht mehr mit Zündpille versehene Zündstreifen ^ fest gegen die mitbewegte Rückwand des Schiebers b gedrückt und somit festgeklemmt. Beim weiteren Niederziehen des Schiebers b wird nun der festgeklemmte Zündstreifen ^ nach unten gezogen und hierbei die folgende Zündpille vor die Oeffnung e der Zündröhre gebracht. Bei dieser Bewegung ist auch durch die Nase η und m die Schlagfeder h gespannt, und indem die beiden Nasen an einander vorbei gehen, trifft der Hammer c auf die vor der Oeffnung e befindliche Zündpille, durch deren Sprühfeuer der Docht der Lampe entzündet wird.
Beim Hochschieben der Stange d wird die Schiebernase η durch die Federnase m nach innen gedrückt, und die Klemmwirkung gegen den Zündstreifen hört auf, da der Schlitz f des Schiebers b freibleibt. Der Zündstreifen bleibt demnach bei dieser Bewegung der Druckstange d nach oben in Ruhe und wird erst wieder festgeklemmt bei wiederholtem Niederziehen derselben.
Die vorbeschriebene Anordnung besitzt den bisherigen Zündvorrichtungen gegenüber folgende wesentliche Vorzüge:
i. Der Zündstreifen \ wird erst dann durch den Transportgreifer η gefafst, nachdem die Zündpillen α zur Wirkung gebracht sind, so dafs der Zündstreifen ^ durch unrichtige Handhabung der Vorrichtung nicht beschädigt werden kann.
2. Derselbe wird hierbei nicht wie bisher gestofsen, sondern gezogen.
3. Derselbe wird von der Rückseite aus durch den Schlaghammer c zur Wirkung gebracht, so dafs der Hammer das Sprühfeuer nicht hindert und letzteres vollkommen frei nach dem Docht hin wirft.
4. Der Zündstreifen % bleibt mit seinem zur Wirkung gebrachten Ende im Apparat und tritt nicht, wie bisher, in den Lampenraum.
5. Der Zündstreifen ^ wird beim Transport und an der Klemmstelle nicht gegen festliegende Gegenflächen gedrückt, sondern gegen mitbewegte Klemmflächen, so dafs ein Zerreifsen des Zündstreifens durch die Reibung vermieden ist.
Die vorbeschriebenen Neuerungen zeigen demnach gegenüber den bisherigen Anordnungen ganz wesentliche Vortheile, die für die gute Wirkung der Zündvorrichtung von grofsem Einflufs sind.
Die vorbeschriebene Zündvorrichtung ist in beiliegender Zeichnung in der Anwendung auf eine Grubensicherheitslampe dargestellt. Dieselbe ist ebenso bei anderen Lampen, Feuerzeugen u. s. w. benutzbar.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Zündvorrichtungen die Anordnung des mit Scharnierklinke η versehenen Klemm- und Transportschiebers b für das Zündband \ hinter der Zündstelle in Verbindung mit der mit Steg 5 versehenen Zündöffnung e, gegen welche der Schlaghammer c von der Rückseite auf den Zündstreifen \ schlägt, zu dem Zwecke, um den Zündstreifen durch Erfassen und Festklemmen an der verbrauchten Stelle beim Abwärtsbewegen des Schiebers zu transportiren und das Sprühfeuer unbehindert gegen den Docht zu leiten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT44776D Neuerung an Zündvorrichtungen Expired - Lifetime DE44776C (de)

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